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Bariumperchlorat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ba(ClO4)2)
Strukturformel
Bariumion 2 Perchloration
Allgemeines
Name Bariumperchlorat
Summenformel
  • Ba(ClO4)2
  • Ba(ClO4)2·3 H2O
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle<ref name=roempp>Eintrag zu Bariumperchlorat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 236-710-4
ECHA-InfoCard 100.033.359
PubChem 61623
ChemSpider 55531
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 336,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,74 g·cm−3<ref name="merck-SDB">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Schmelzpunkt

505 °C<ref name="merck-SDB"/>

Siedepunkt

Zersetzung > 700 °C<ref name="merck-SDB"/>

Löslichkeit
  • sehr gut in Wasser (1980 g·l−1<ref name="merck-SDB"/>)
  • löslich in Ethanol<ref name=roempp/>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.033.359">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 271​‐​302+332
P: 210​‐​301+312+330​‐​304+340+312<ref name="GESTIS" />
MAK

0,5 mg·m−3 (bezogen auf Ba)<ref name="merck-SDB"/>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bariumperchlorat ist eine chemische Verbindung der Elemente Chlor, Sauerstoff und Barium mit der Formel Ba(ClO4)2 · 3 H2O. Es ist das Bariumsalz der Perchlorsäure.

Darstellung

Bariumperchlorat kann durch Salzbildungsreaktion aus Bariumhydroxid und Perchlorsäure gewonnen werden.<ref name="Abegg">R. Abegg, F. Auerbach: "Handbuch der anorganischen Chemie". Verlag S. Hirzel, Bd. 2, 1908. S. 269. Volltext</ref>

<math>\mathrm{Ba(OH)_2 + 2\ HClO_4 \longrightarrow Ba(ClO_4)_2 + 2\ H_2O}</math>

Es kann auch durch Glühen von Bariumchlorat hergestellt werden, wobei in einer Disproportionierungsreaktion zusätzlich Bariumchlorid entsteht.<ref name="Abegg"/>

<math>\mathrm{4\ Ba(ClO_3)_2 \longrightarrow 3\ Ba(ClO_4)_2 + BaCl_2}</math>

Eigenschaften

Es kristallisiert als farbloses Trihydrat im hexagonalen Kristallsystem, die Kristalle sind isomorph zu Lithiumperchlorat. 2 Mol Kristallwasser werden beim Stehen über konzentrierter Schwefelsäure schon bei Raumtemperatur leicht abgegeben, das Anhydrat entsteht jedoch erst bei etwa 100 °C.<ref name="Abegg"/> Es schmilzt bei 505 °C, jedoch beginnt schon ab 460 °C die Zersetzung zu Bariumchlorid und Sauerstoff.<ref name="Abegg"/>

<math>\mathrm{Ba(ClO_4)_2 \longrightarrow BaCl_2 + 4\ O_2 \uparrow}</math>

Gefährlichkeit

Bariumperchlorat wirkt toxisch auf den menschlichen Körper und kann auch bei Berührung mit organischen Substanzen explodieren.

Verwendung

Es findet Verwendung als Oxidationsmittel, zur Gastrocknung, zur Ribonuklease-Bestimmung und in der Wasseranalytik zur Sulfat-Titration mit Thorin als Indikator.<ref name=roempp />

Einzelnachweise

<references/>