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ESV Lokomotive Zwickau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von BSG Lokomotive Zwickau)
ESV Lok Zwickau
Logo
Basisdaten
Name Eisenbahner Sportverein
Lokomotive Zwickau e. V.
Sitz Zwickau, Sachsen
Gründung 11. März 1947
Farben rot / schwarz
Mitglieder 2389 (Stand 1. Januar 2018)
Präsident Jörg Oettler
Website www.lok-zwickau.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Silvio Herbst
Spielstätte Sportzentrum Zwickau-Marienthal
Plätze 3.000
Liga Sachsenklasse West
2024/25 15. Platz Vorlage:AccessibleTooltip (Fußball-Sachsenliga)

Der Eisenbahner-Sportverein Lokomotive Zwickau kurz ESV Lok oder Lok Zwickau ist ein deutscher Mehrspartenverein aus Zwickau. Die Fußballabteilung des Vereins steht in der Tradition des VfL Reichsbahn Zwickau. Die Heimstadion ist die Sportzentrum Zwickau-Marienthal im Volksmund auch „Marienthaler Hexenkessel“ genannt.<ref>Redakteur Fußball: Fußball - Geschichte der Abteilung. 6. April 2015, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Verein

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Logo der BSG Lok
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Logo der BSG Lok

Die Wurzeln des Zwickauer Eisenbahnerfußballs reichen bis in die letzten Tage des Jahres 1928 zurück. Am 18. November 1928 vermeldete das Zwickauer Tageblatt in einer Vorschau erstmals ein Spiel des VfL Reichsbahn Zwickau gegen VfL Reichsbahn Plauen. Als weiteren Hinweis auf die Gründung im Jahre 1928 fand sich in der Ausgabe des Zwickauer Tageblattes vom 30. Dezember 1928 ein kurzer Bericht zu einem Spiel des VfL Reichsbahn Zwickau gegen den Fußballring Crossen. In der Vereinsauflistung des Gaus Westsachsen taucht der VfL Reichsbahn Zwickau erstmals am 1. August 1929 mit 24 Mitgliedern auf.

Das Team spielte zunächst auf dem ehemals von vielen Vereinen genutzten Zwickauer Schwanenschloss-Sportplatz und wechselte später auf den bahneigenen Sportplatz an der Bürgerschachtstraße. Die ersten Jahre spielte die Mannschaft in der untersten Spielklasse, der 2. Klasse des Gaus Westsachsen. Bereits 1931, nach der dritten Saison, musste die Mannschaft in Ermangelung spielberechtigten Personals (infolge von Verletzungen und Spielsperren) den vorläufigen Rückzug aus dem Wettkampfbetrieb vollziehen. Erst zur Saison 1933/34 durfte der Verein im Rahmen der Neugliederung der Spielklassen in der 1. Abteilung der 2. Kreisklasse – Gruppe Westsachsen wieder Punktspiele bestreiten. Seit 1. Juni 1939 bestritt der Verein als Reichsbahn SG Zwickau seine Spiele bis zum erstmaligen Aufstieg in die 1. Klasse Plauen-Zwickau zur Saison 1942/43. Das letzte Spiel der Reichsbahn SG Zwickau vor Ende des Zweiten Weltkrieges fand wahrscheinlich im Oktober 1944 statt.

Der 11. März 1947 steht für die Neugründung des Zwickauer Eisenbahnervereins als Sportgruppe Reichsbahn Zwickau und fühlte sich von Anfang an sowohl dem Breiten- als auch dem Leistungssport verpflichtet. Zunächst blieb der Sportplatz an der Bürgerschachtstraße Heimstatt der Fußballer, ehe Anfang 1950 im Rahmen eines Tauschvertrages mit der Stadt Zwickau der Sportplatz an der „Hochwarthe“ in Zwickau-Brand zum neuen Domizil wurde. Durch die landesweite Gründung der Betriebssportgemeinschaften (BSG) entstand 1949 die BSG Reichsbahn Zwickau mit dem Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) als Trägerbetrieb. Am 6. Juni 1950 wurde die damalige Sportvereinigung Lokomotive gegründet. Aus der Betriebssportgruppe Reichsbahn bildete sich die Betriebssportgemeinschaft Lokomotive Zwickau. Wie viele Mannschaften der Sportvereinigung Lokomotive trat die BSG im traditionellen Schwarz-Rot an. 1962 erreichte Lok Zwickau erstmals den Aufstieg in die drittklassige Bezirksliga Karl-Marx-Stadt, in der die Zwickauer auf Anhieb hinter Aktivist „Grube Deutschland“ Oelsnitz die Vizemeisterschaft erreichten.

Im Jahre 1976 zog die Abteilung nach Fertigstellung eines Hart- und Rasenplatzes an ihren heutigen Spielort nach Marienthal um.

Im Jahr 1987 errang die Mannschaft zunächst im Endspiel gegen Motor Werdau den Titel des Bezirkspokalsiegers. Nach 90 Minuten stand es damals 2:2. Auch die anschließende Verlängerung endete 4:4 Unentschieden. Erst im Elfmeterschießen zeigten die Jungs dann stärkere Nerven und gewannen. Somit qualifizierten sie sich für die 1. Hauptrunde des FDGB-Pokals und bekamen als Gast die SG Dynamo Dresden zugelost. Die damals mit Nationalspielern wie Sammer, Kirsten, Stübner, Döschner und Gütschow gespickte Elf hatte einige Mühe im Marienthaler Hexenkessel mit 4:2 die Oberhand zu behalten.

SG Dynamo Dresden 4:2 BSG Lok Zwickau<ref>Redakteur Fußball: Fußball - Geschichte der Abteilung. 6. April 2015, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In der Folgezeit war die Mannschaft mit zwischenzeitlichen Unterbrechungen bis 1991 in der dritthöchsten Spielklasse der DDR aktiv, verpasste aber die direkte Qualifikation zur neu gegründeten Landesliga Sachsen. Im Anschluss versank der mittlerweile in ESV Lok umbenannte Verein in den Niederungen des lokalen westsächsischen Fußballs. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga 2001 gelang den Eisenbahnern erst zwölf Jahre später (2013) der Aufstieg in die Sachsenklasse West.

Im Jahr 2024 wird Lok Zwickau Meister der Sachsenklasse West und es gelang der Aufstieg in die Sachsenliga.<ref>Redakteur Fußball: Fußball - Geschichte der Abteilung. 6. April 2015, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aktuell hat der Mehrspartenverein mit 15 Abteilungen insgesamt 2339 Mitglieder.<ref>Landessportbund Sachsen: 54 Vereine im „Club der 1.000“. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2017; abgerufen am 19. September 2017.</ref><ref>Bezirksliga Karl-Marx-Stadt 1990/1991 - FUSSBALL-DDR.de | fussballchronik.com. 6. Juni 2023, abgerufen am 22. März 2026.</ref>

Vereinsnamen

  • SG Reichsbahn Zwickau 1947-1949
  • BSG Reichsbahn Zwickau 1949-1950
  • BSG Lokomotive Zwickau 1950-1990
  • ESV Lokomotive Zwickau Seit 1990<ref>Redakteur Fußball: Fußball - Geschichte der Abteilung. 6. April 2015, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>- Zwickau. Abgerufen am 14. März 2026.</ref>

Stadien

  • Sportplatz an der Bürgerschachtstraße 1947-1950
  • Sportplatz an der „Hochwarthe“ in Zwickau-Brand 1950-1976
  • Sportzentrum Zwickau-Marienthal „Marienthaler Hexenkessel“
  • Heimstadion seit 1976
  • Der alte Name Sportforum Zwickau-Marienthal

September 2010 Fertigstellung des Kunstrasenplatzes auf dem ehemaligen Hartplatz<ref>Chefredaktion: Sportzentrum - Marienthal. 28. Juni 2015, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Timo Klaiber klaiber-it.de: Sportzentrum Marienthal. Abgerufen am 14. März 2026.</ref><ref>Redakteur Fußball: Fußball - Geschichte der Abteilung. 6. April 2015, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Sportzentrum Marienthal | FSV Zwickau. Abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Vereinspräsidenten

1947-1948 Fritz Barthel (Mitbegründer und erster Vorsitzender der damaligen SG Reichsbahn)

1948-1951 Paul Seidel

1951-1953 Walter Döhler

1954-1957 Gerhard Mehlhorn

1958-1965 Paul Näser

1966-1974 Johannes Hums

1974-1977 Manfred Kahlert

1977-2011 Rainer Scheffler (Ehrenpräsident)

2011-2026 Roland Stangenberg (Ehrenpräsident)

seit 2026 Jörg Oettler

<ref>Geschichte – ESV Lok Zwickau. Abgerufen am 18. März 2026.</ref><ref>Instagram. Abgerufen am 22. März 2026.</ref><ref>Chefredaktion: alle Ehrenmitglieder. 17. Februar 2015, abgerufen am 22. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Trainer

Statistik

Personen

Literatur

  • Zwickauer Tageblatt und Anzeiger: diverse Jahrgänge, Stadtarchiv Zwickau
  • 60 Jahre Lok Zwickau: Vereinschronik, Zwickau 2007
  • Lok-Motive 1928–2011: Chronik der Fußballabteilung, Andreas Rothe, Zwickau 2011
  • Norbert Peschke: 100 Jahre Fußball in der Zwickauer Region. Zwickau 2006, ISBN 3-9808512-6-5, S. 273 ff.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />