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LUPUS – Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland

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LUPUS – Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland ist eine Forschungseinrichtung mit Sitz in Spreewitz.<ref> Die auf den Wolf schießen in Süddeutsche Zeitung vom 13. Mai 2008 </ref> Sie wurde im Januar 2003 als Wildbiologisches Büro LUPUS von den Biologinnen Gesa Kluth und Ilka Reinhardt gegründet<ref>Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.: Gesa Kluth. (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online (Memento vom 20. Juni 2008 im Internet Archive), abgerufen am 24. Juli 2011) </ref> und wird bis heute (2019) von ihnen geleitet. Hauptarbeitsgebiet ist die wissenschaftliche Begleitung und Erforschung der natürlichen Wiederbesiedlung Deutschlands durch den Wolf. LUPUS arbeitet im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft und wird unterstützt unter anderem von dem Bundesamt für Naturschutz, dem Geschäftsbereich Bundesforst der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und der International Fund for Animal Welfare (IFAW).

Arbeitsgebiete

Das Wildbiologische Büro LUPUS hat unter anderem im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) das „Fachkonzept für ein Wolfsmanagement in Deutschland“ erarbeitet.<ref>Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. BfN-Skripten Band 201, 2007: S. 3</ref> Es organisiert und leitet federführend das Wolfsmonitoring in Sachsen und im Süden Brandenburgs<ref name= "Statusbericht 2009 2010">Ilka Reinhardt, Gesa Kluth, Catriona Blum & Sebastian Koerner: Wölfe in der Lausitz - Statusbericht für das Monitoringjahr 2009/2010. (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online als PDF (Memento vom 4. März 2012 im Internet Archive))</ref> sowie in Sachsen-Anhalt.<ref name="RaumZeitVerhalten">Landesportal Sachsen-Anhalt: Untersuchung des Raum-Zeit-Verhaltens von Wölfen in Sachsen-Anhalt unter Einbeziehung eventueller Abwanderung von Jungwölfen mit Hilfe von GPS/GSM-Telemetrie (PDF-Datei; 1,17 MB) 6. April 2011, abgerufen am 23. Juli 2011</ref>

Die wissenschaftlichen Arbeiten des Büros zum Wolf umfassen unter anderem die Bestandserfassung,<ref name= "Statusbericht 2009 2010"/> zum Beispiel mittels Fotofallen,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.kjv-parchim.deTechnische Universität Dresden: Wölfe – Methoden: Fotofallen & Telemetrie (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> das Spurenmonitoring, die Telemetrie,<ref>„Wölfe in der Lausitz“: Vortrag im Kreismuseum in: Lausitzer Rundschau, Regionalausgabe Elsterwerda, 9. Februar 2010.</ref> Nahrungsanalysen<ref>Hermann Ansorge, Gesa Kluth und Susann Hahne: Feeding ecology of wolves Canis lupus returning to Germany. In: Acta Theriologica. 51, Heft 1, 2006: S. 99–106, doi:10.1007/BF03192661</ref> sowie genetische Untersuchungen.<ref>Hermann Ansorge, Maika Holzapfel, Gesa Kluth, Ilka Reinhardt, Carina Wagner: Die Rückkehr der Wölfe. Das erste Jahrzehnt. In: Biologie in unserer Zeit. Band 40, Nr. 4, 2010, S. 244–253, doi:10.1002/biuz.201010425.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Forschung des Wildbiologischen Büros Lupus (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wolf-sachsen.de, Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“</ref> Seit 2003 wurden Wölfe in der Lausitz mit Halsbandsendern ausgestattet, um Reviernutzung, Lebensweise und Ausbreitung zu erforschen,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Telemetrie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wolf-sachsen.de, Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“</ref> seit 2006 wird in einer vom Bundesamt für Naturschutz finanzierten Pilotstudie mit Hilfe der GPS/GSM-Telemetrie das Abwanderungsverhalten junger Wölfe untersucht.<ref>BfN: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pilotstudie zur Abwanderung und zur Ausbreitung von Wölfen in Deutschland. (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)</ref> Im Januar 2011 wurde das Projekt auch auf Sachsen-Anhalt ausgedehnt.<ref name="RaumZeitVerhalten" />

Weiterhin betreibt LUPUS zusammen mit anderen Einrichtungen die fachliche Aufklärung der Bevölkerung.<ref>Daniel Preikschat: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bildungsreise in die Oberlausitzer Wolfsregion (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lr-online.de in: Lausitzer Rundschau, Regionalausgabe Weißwasser, 14. Juli 2011.</ref> Die Integration der Wölfe in ihren Lebensraum und ihre Akzeptanz bei der Bevölkerung werden unterstützt.<ref>Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Wölfe sind zurück. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. November 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmu.de (PDF-Datei; 81 kB) Stand 2006. Abgerufen am 23. Juli 2011</ref> Die Beratung von Betroffenen in der Landwirtschaft, wie beispielsweise Schafzüchter, und die Vor-Ort-Termine bei der Bevölkerung sollen die Angst vor dem Wolf mindern und eine "friedliche Koexistenz zwischen Wolf und Mensch" im Sinne der Large Carnivore Initiative for Europe ermöglichen.<ref> Anhalt-Bitterfeld: Ärger im Wolfsland in: Mitteldeutsche Zeitung vom 7. März 2011 </ref>

Rezeption

Die Arbeit von LUPUS wird in den Medien regelmäßig thematisiert. Bei vielen Weidetierhaltern und einem Teil der Jägerschaft stößt die Rückkehr des Wolfes auf Ablehnung, die sich auch gegen die Mitarbeiterinnen des Institutes richtet.<ref>Naturschutz contra Jäger: Wölfe kehren nach Deutschland zurück in: Frankfurter Rundschau vom 3. März 2010 </ref>

Literatur

  • Petra Kaczensky, Gesa Kluth, Felix Knauer, Georg Rauer, Ilka Reinhardt, Ulrich Wotschikowsky: Monitoring von Großraubtieren in Deutschland. Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn 2009 (online, PDF-Datei, 1,47 MB)
  • Gesa Kluth, Ilka Reinhardt: Mit Wölfen leben. Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. 2011
  • Ilka Reinhardt, Gesa Kluth, Sabina Nowak, Robert W. Myslajek: A review of wolf management in Poland and Germany with recommendations for future transboundary collaboration. BfN-Skripten Band 356. Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn 2013 (englisch, online, PDF-Datei, 5,57 MB).
  • Ilka Reinhardt, Gesa Kluth, Sabina Nowak, Robert W. Myslajek: Standards for the monitoring of the Central European wolf population in Germany and Poland. BfN-Skripten Band 398. Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn 2015 (englisch, online, PDF-Datei, 1,36 MB).

Einzelnachweise

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