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Bürgermeisterei Sieglar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Bürgermeisterei Sieglar war eine von zunächst neun Bürgermeistereien, in welche sich der 1816 gebildete Kreis Siegburg (1825 in Siegkreis umbenannt) im Regierungsbezirk Köln verwaltungsmäßig gliederte. Der Verwaltungsbezirk der Bürgermeisterei Sieglar umfasste fünf Gemeinden.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Bürgermeisterei von alliierten Soldaten besetzt. Diese blieben bis zum 29. Januar 1926.<ref>Stefan Villinger: Rhein-Sieg-Kreis: So erlebte die Region ihre Besatzer im Jahr 1918 - Rundschau Online. In: rundschau-online.de. 17. Januar 2019, abgerufen am 5. März 2024.</ref>

Mit Gesetz vom 27. Dezember 1927 wurde die Bürgermeisterei Sieglar umbenannt in Amt Sieglar.<ref>Paul Gerhard: Gesetz über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungsrechts vom 27. Dezember 1927, Düsseldorf 1928, S. 18</ref>

Gemeinden und zugehörige Ortschaften

Zur Bürgermeisterei Sieglar gehörten folgende Gemeinden und Ortschaften (Stand 1885;<ref>Gemeindelexikon für das Königreich Preußen von 1885, XII. Provinz Rheinland, S. 114–117 u. S. 118/119 (online PDF)</ref> heutige Schreibweise):

  • Gemeinde Bergheim-Müllekoven, am 1. April 1927 nach Sieglar eingemeindet<ref name="geschichtsverein">Troisdorfer Geschichtsverein: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
  • Gemeinde Eschmar mit dem Wohnplatz Eschmarer Mühle, am 1. April 1918 nach Sieglar eingemeindet<ref name="geschichtsverein" />
  • Gemeinde Sieglar mit den Wohnplätzen Oberlar und Forsthaus Telegraph
  • Gemeinde Spich, am 1. April 1927 nach Sieglar eingemeindet
  • Gemeinde Kriegsdorf mit dem Wohnplatz Haus Rott, am 1. April 1918 nach Sieglar eingemeindet

Statistiken

Nach der „Topographisch-Statistischen Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz“ aus dem Jahr 1830 gehörten zur Bürgermeisterei Sieglar sieben Dörfer und zwei Rittersitze, fünf Kirchen und Kapellen, sechs öffentliche Gebäude, 599 Privatwohnhäuser, vier Mühlen, 685 Scheunen und Ställe. Im Jahr 1816 hatte die Bürgermeisterei 2.903 Einwohner und im Jahr 1828 waren es 3.422 Einwohner, darunter 1.739 männliche und 1.683 weibliche; 3.399 Einwohner gehörten dem katholischen, drei dem evangelischen und 20 dem jüdischen Glauben an.<ref>Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, S. 293</ref>

Einzelnachweise

<references />

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