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Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum

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Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum (AVK)
Datei:Vivantes-logo.svg
Logo
Trägerschaft Vivantes
Ort Berlin, Deutschland

Koordinaten 52° 27′ 45″ N, 13° 20′ 47″ OKoordinaten: 52° 27′ 45″ N, 13° 20′ 47″ O
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Geschäftsführender Direktor
Ärztliche Direktorin
Pflegedirektorin
Julia Nolte<ref name=Leitung>Direktorium</ref>
Mandy Mangler
Katrin Fromm
Versorgungsstufe Notfallkrankenhaus<ref name="Krankenhausplan">Krankenhausplan 2010 des Landes Berlin (PDF; 4,1 MB)</ref>
Betten 642 (Stand: Januar 2025)
Mitarbeiter über 1600,
davon 800 Pflegende
Fachgebiete 19 Kliniken,
1 Zentrale Notaufnahme, 7 Zentren und 1 Department<ref>Fachbereiche im AVK, abgerufen am 3. Februar 2021.</ref>
Gründung 1906
Website vivantes.de/avk/
Lage
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum (Berlin)
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum (Berlin)
Datei:Auguste-Viktoria-Klinikum B-Schoeneberg 02-14.jpg
Altes Hauptgebäude

Das Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum (kurz: AVK) befindet sich im Berliner Ortsteil Schöneberg in der Rubensstraße 125. Das Gelände umfasst den Bereich bis zur Ecke Grazer Damm/Thorwaldsenstraße.

Bis zur Gründung des kommunalen Krankenhauskonzerns Vivantes GmbH im Jahr 2001, wurde das Auguste-Viktoria-Klinikum vom zuständigen Bezirksamt betrieben, seitdem ist der städtische Krankenhauskonzern Vivantes Träger der Klinik.

Das Auguste-Viktoria-Klinikum ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Charité.

Geschichte

Es wurde von 1903 bis 1906 als kommunales Krankenhaus mit bis zu 600 Betten der bis 1920 selbstständigen Stadt Schöneberg vom Architekten und Stadtbaurat Paul Egeling erbaut, die Bau- und Einrichtungskosten wurden 1902 mit 7,5 Millionen Mark angegeben.<ref>Eine Reform des Krankenhauswesens. In: Berliner Tageblatt, 28. Oktober 1902.</ref> Es erhielt den Namen Auguste-Viktoria-Krankenhaus nach Auguste Viktoria, der letzten deutschen Kaiserin und Königin von Preußen. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 1. Oktober 1906, die Einweihungsfeier fand am 3. November d. J. statt.<ref name="Gesch">Geschichte des AVK auf der eigenen Homepage; abgerufen am 3. Februar 2021.</ref>

Bereits 1908 beschlossen die Schöneberger Stadtverordneten einen Erweiterungsbau, der im Jahr 1910 fertiggestellt war. Er umfasste ein Röntgenhaus, sechs Einzelhäuser als Krankenstationen im Pavillonstil sowie ein Badehaus. Die Kaiserin, deren Namen das Krankenhaus trägt, besuchte die Einrichtung am 10. Februar 1910 und trug sich dabei ins Gästebuch ein.<ref name="Gesch"/>

Erster Chefarzt der Chirurgischen Abteilung war Walther Kausch, der hier 1909 die weltweit erste Duodenopankreatektomie, auch ‚Whipple-OP‘ bzw. korrekterweise ‚Kausch-Whipple-OP‘ genannt, durchführte.

Otto Nordmann war von 1909 bis 1933 am AVK. Von 1933 bis 1945 leitete Otto Stahl die Chirurgische Abteilung. Richard Maatz und Gert Specht waren ebenfalls Chefs der Chirurgie, Specht von 1972 bis 1976 auch Ärztlicher Direktor.

Zum Ersten Weltkrieg wurde dem Krankenhaus ein Lazarett angeschlossen, das bis 1919 kranke Soldaten behandelte.<ref name="Gesch"/>

Mit der Eingemeindung von Schöneberg nach Groß-Berlin wurde das AVK 1920 Eigentum der Stadt Berlin.<ref name="Gesch"/> Zwischen 1924 und 1929 mussten wegen zahlreicher Krankheitsfälle (Grippe, Tuberkulose) und aus der Notwendigkeit des Einbaus neuer Technik Umbau- und Erweiterungsarbeiten durchgeführt werden.<ref name="Gesch"/>

Ab 1933, mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten und deren Kampagne gegen Juden musste aus ihrer Sicht „unzuverlässiges und nicht-arisches Personal“ entlassen werden. Hinzu kam, dass die verbleibenden Mediziner auf Basis des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses verpflichtet wurden, Sterilisationen durchzuführen.<ref name="Gesch"/>

Im Jahr 1939 wurde ein Operationsbunker errichtet. Ein alliierter Luftangriff im August 1943 führte zur Zerstörung dreier Gebäude, das Krankenhaus wurde mehrheitlich nach Karlsbad verlegt.<ref name="Gesch"/>

Nach Kriegsende begann im AVK wieder die Behandlung von Kranken, zunächst mit 50 Betten. Nunmehr breiteten sich aufgrund der schlechten Wohnbedingungen und Versorgungslage Epidemien aus, darunter Typhus, Ruhr, Kinderlähmung.<ref name="Gesch"/>

Von 1951 bis 1957 wurden die beschädigten Gebäude wieder aufgebaut und in Betrieb genommen. Hinzu gebaut wurden in dieser Periode ein neues Röntgenhaus und eine Liegehalle.<ref name="Gesch"/>

Der Senat von Berlin beschloss 1961 den Ausbau des AVK auf 1125 ‚Normalbetten‘, modernste Behandlungstechnik wurde installiert und weitere Fachbereiche (wie Neurologie, Krebsstationen, Geburtsstation, Urologie, Intensivpflege) integriert.<ref name="Gesch"/>

Einen großen Entwicklungsschub gab es 1975, als die bis dahin selbstständigen städtischen Krankenhäuser Steglitz (Betriebsstellen Leonoren- und Malteserstraße) und die Heilstätte in Wyk auf Föhr mit dem Auguste-Viktoria-Krankenhaus zusammengeschlossen wurden.<ref name="Gesch"/>

Im Jahr 1980 wurde der Grundstein für ein neues Verwaltungsgebäude gelegt.

Im Rahmen von Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten wurde im Mai 2022 der erste Bauabschnitt mit etwa 100 Klinikbetten, davon 22 Intensivbetten sowie sechs neuen OP-Sälen eröffnet.

Der zweite Bauabschnitt mit sechs weiteren OP-Sälen, 74 Normalpflege-, 24 Intensivpflegebetten und einer neuen Zentralen Notaufnahme (Versorgungskapazität 90.000 Patienten pro Jahr) wurde im Oktober 2024 fertiggestellt und sukzessive bis Januar 2025 vollständig in Betrieb genommen.<ref>Neubau am Auguste-Viktoria-Klinikum in Schöneberg. Abgerufen am 21. April 2025.</ref>

Kliniken und Zentren

Quelle: Vivantes – Fachbereiche im Überblick<ref>Vivantes – Fachbereiche im Überblick. Abgerufen am 21. April 2025.</ref>

Kliniken

  • Zentrale Notaufnahme/Rettungsstelle
  • Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie
  • Klinik für Innere Medizin – Kardiologie, Diabetologie und konservative Intensivmedizin
  • Klinik für Innere Medizin – Onkologie
  • Klinik für Innere Medizin – Infektiologie
  • Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie
  • Klinik für Innere Medizin – Geriatrie (Tagesklinik)
  • Klinik für Neurologie mit Stroke Unit
  • Klinik für Chirurgie – Allgemein- und Visceralchirurgie
  • Klinik für Hand-, Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Klinik für Schulterchirurgie
  • Klinik für Wirbelsäulenchirurgie
  • Klinik für spezielle orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie
  • Klinik für Gefäßmedizin
  • Klinik für Geburtsmedizin
  • Klinik für Gynäkologie
  • Klinik für Urologie
  • Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
  • Klinik für Radiologie und interventionelle Therapie
  • Klinik für Pathologie
  • Klinik für Entwöhnungstherapie (Hartmut-Spittler-Fachklinik)

Zentren

Ausstattung und Behandlungen

Datei:Schöneberg Rubensstraße Auguste-Viktoria-Klinikum.jpg
Verwaltungsgebäude aus dem Jahr 1982

Im Jahr 2024 verfügte die Klinik über 642 Betten und tagesklinischen Plätzen (zusätzlich 100 Betten/Plätze in der Entwöhnungsklinik).<ref>Vivantes: Klinikum im Überblick. Abgerufen am 21. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Etwa 80.000 Patienten werden jährlich durch die 19 Fachabteilungen der Klinik behandelt.

Jährlich suchen etwa 60.000 Patienten die zentrale Notaufnahme auf. Außerdem werden jährlich über 1700 Kinder in diesem Haus entbunden. Der Mitarbeiterstamm umfasst über 1600 Beschäftigte. Die größte Gruppe bilden die rund 800 Pflegefachkräfte. Im ärztlichen Dienst sind 195 Personen beschäftigt. Im Institut für Radiologie und weiteren medizinisch-technischen Diensten sind 190 Mitarbeiter tätig, weitere 157 in anderen Funktionsbereichen. Die übrigen Stellen verteilen sich auf Arbeitsbereiche wie die Verwaltung, Technik sowie Wirtschaft und Versorgung.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Auguste-Viktoria-Klinikum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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