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August Schreitmüller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:August Schreitmüller.jpg
Bildnis August Schreitmüller 1918, Dresden, gemalt von Ferdinand Dorsch

August Schreitmüller (* 2. Oktober 1871 in München; † 15. Oktober 1958 in Dresden; vollständiger Name: August Theodor Marquardt Schreitmüller) war ein deutscher Bildhauer.

Leben

Datei:Spandau Denkmal des Garde-Grenadier-Regiments Nr. 5.jpg
Denkmal Die Wacht
in Spandau (1922)
Datei:Kriegerehrenmal Dresden August Schreitmüller 1923.JPG
Kriegerehrenmal vor der Martin-Luther-Kirche in Dresden (1923)
Datei:Fotothek df ps 0003563 Universitätsgebäude ^ Brunnen.jpg
Fischerknabe, Technische Hochschule Dresden (1954)

Schreitmüller war der Sohn des Bildhauers Johannes Daniel Schreitmüller und wurde in München geboren. Nach dem Abschluss des Gymnasiums in Dresden und dem Besuch der Dresdner Kunstgewerbeschule studierte er von 1892 bis 1893 an der Münchner Kunstakademie. Zu seinen Lehrern gehörte Syrius Eberle. Er kam 1893 nach Dresden zurück und setzte sein Studium von 1893 bis 1896 an der Dresdner Kunstakademie bei Robert Diez und Heinrich Epler fort.

Auf Grund seiner hohen künstlerischen Begabung erhielt er 1904 die Goldene Plakette auf der Kunstausstellung in Dresden, die höchste Ehrung der Kunstakademie Dresden. Zudem förderte ihn die Torniamenti-Stiftung. Im Jahr 1907 wurde er zum Professor an der Dresdner Kunstakademie ernannt,<ref>Archiv der Hochschule für Bildende Künste Dresden</ref><ref>Rückkehr des „Jüngling mit Fisch“ vor dem Barkhausen-Bau (PDF, S. 4).</ref> 1909 war er Mitbegründer der Künstlervereinigung Dresden. Schreitmüller realisierte zahlreiche Auftragsarbeiten für den öffentlichen Raum, schuf aber ebenso Kleinplastiken in Bronze und Marmor<ref>Bacchantin. Deutsche Fotothek, abgerufen am 10. Februar 2015.</ref> sowie Grabmale und Grabplastiken.<ref>August Schreitmüller, im Katalog der SLUB Dresden</ref>

In der Zeit des Nationalsozialismus war Schreitmüller Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an acht großen Ausstellungen sicher belegt.<ref>Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 355, passim</ref>

Durch die Luftangriffe auf Dresden verlor er 1945 seine Wohnung im Haus Blumenstraße 8 in der Johannstadt<ref>Blumenstraße, vormals Lämmchenweg. In: johannstadtarchiv.de. Abgerufen am 10. Februar 2015.</ref> sowie sein Atelier mit vielen Kunstwerken und Entwürfen. Nach 1945 bezog er eine Künstlerwohnung im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz (Erdgeschoss, Atelier M).

Werke (Auswahl)

Datei:Kreuzigungsgruppe Missionshaus Leipzig.jpg
Kreuzigungsgruppe im Leipziger Missionswerk (1913)

Ehrungen und Auszeichnungen

  • Förderung durch die Torniamenti-Stiftung
  • 1904: Goldene Plakette auf der Kunstausstellung in Dresden
  • 1930: Förderung durch die Hermann-Ilgen-Stiftung

Literatur

Weblinks

Commons: August Schreitmüller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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