Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Attalos III. – Wikipedia Zum Inhalt springen

Attalos III.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Attalos III. von Pergamon)

Attalos III. Philometor Euergetes ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 171 v. Chr.; † 133 v. Chr.) war ab 138 v. Chr. König von Pergamon. Als Sohn von Eumenes II. und der Stratonike folgte er Attalos II., der nach dem Tod des Vaters ab 159 v. Chr. sein Vormund war, auf den Thron.

Bereits 153 v. Chr. wurde er dem römischen Senat vorgestellt, wurde dort seinem Alter und Rang entsprechend empfangen und bestätigte auch in seinem eigenen Namen die Verbindung und Freundschaft des pergamenischen Königshauses mit Rom.<ref>Polybios 33,18,1–3</ref> Noch während der Regierung Attalos’ II. wurde er bei der Verteilung von Priesterämtern, unter anderem des für die Attaliden wichtigen Priesteramts für Dionysos Kathegemos hinzugezogen.<ref>OGIS (Orientis Graeci inscriptiones selectae) 331; s. auch Ulrich Huttner: Die politische Rolle der Heraklesgestalt im griechischen Herrschertum (= Historia. Einzelschriften. Bd. 112). F. Steiner, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-07039-7, S. 18 (Amarantus Grammaticus).</ref>

Die antike Überlieferung zeichnet das Bild eines isolierten Einzelgängers, der den Ruf des pergamenischen Königtums durch eine Reihe von Morden an Verwandten und Freunden, die er für den Tod seiner Mutter und seiner Verlobten Berenike verantwortlich machte, verdunkelte.<ref>Iustinus 36,4,1</ref> Statt sich den Staatsgeschäften zu widmen, beschäftigte er sich mit Landwirtschaft, Gartenbau und Pflanzenzucht, insbesondere von Giftpflanzen<ref>Varro, De re rustica 1,1,8; Plinius, Naturalis historia 18,5,22; Plutarch, Demetrius 20,2; Iustinus 36,4,1; Diodor 34,3</ref> und machte, ähnlich wie andere Fürsten in der Periode der Alexandrischen Medizin,<ref>Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 10.</ref> Studien über Gift und Gegengifte. Von Plinius wurde er deshalb auch als Attalus medicus bezeichnet. Galenos, dessen Heimatstadt Pergamon war, erwähnt Arzneizubereitungen „seines“ pergamenischen Königs und behauptete, Attalos habe Gifte an Sklaven ausprobiert.<ref>Wolfgang Wegner: Attalos III. Philometor. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 116.</ref>

Laut Strabon starb Attalos III. nach fünfjähriger Regierungszeit an einer Krankheit.<ref>Strabon 13,4,2</ref> Iustin schmückt die Umstände des Todes reichlich aus und berichtet, der König sei an den Folgen eines Sonnenstichs gestorben, den er sich zuzog, als er – ein geübter Dilettant im Verfertigen von Wachsmodellen und Bronzebildnissen – an einem Denkmal für seine Mutter arbeitete.<ref>Iustinus 36,4,4</ref>

Attalos III. verfügte, dass im Fall seines Todes Königreich und königliche Schätze an Rom als Erbe fallen, die griechischen Städte seines Reiches, allen voran Pergamon, aber frei bleiben sollten.<ref>OGIS 338; Livius, periochae <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />58; 59 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.livius.org; Velleius 2,4; Appian, Mithridatius <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />62 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Februar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.livius.org; Plutarch, Tib. Gracchus 14; Florus 2,20</ref> Der römische Senat bestätigte in einem Senatus consultum alle Regelungen des Attalos III.<ref>OGIS 435</ref> Tiberius Gracchus schlug vor, das Erbe für die Agrarreform zu nutzen.<ref>Plutarch, Tib. Gracchus 14</ref> Vor Antritt des Erbes musste Rom aber zunächst den Aufstand des Aristonikos niederschlagen, der als illegitimer Sohn von Eumenes II. den Thron beanspruchte und unter dem Namen Eumenes III. die Regierungsgeschäfte antrat.

Literatur

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Attalos II.König von Pergamon
138–133 v. Chr.

Vorlage:Hinweisbaustein