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Kleine Sterndolde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Astrantia minor)

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Kleine Sterndolde
Datei:Astrantia minor.jpg

Kleine Sterndolde (Astrantia minor)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Saniculoideae
Gattung: Sterndolde (Astrantia)
Art: Kleine Sterndolde
Wissenschaftlicher Name
Astrantia minor
L.

Die Kleine Sterndolde (Astrantia minor) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sterndolde (Astrantia) innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Beschreibung

Datei:Klein sterrenscherm Astrantia minor DSCF1274.JPG
Laubblatt
Datei:Neuchâtel Herbarium - Astrantia minor - NEU000005626.jpg
Herbarexemplar (Bitte keine Pflanzenteile aus Naturbeständen entnehmen!)
Datei:Petite astrance - Répartition.jpg
Verbreitung
Datei:Atlas der Alpenflora (10055658916).jpg
Illustration aus Atlas der Alpenflora

Vegetative Merkmale

Die Kleine Sterndolde ist eine zarte, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis zu 40 Zentimetern erreicht.<ref name="Thellung1965" /> Der Stängel ist kahl, ist einfach oder verzweigt sich ab der Mitte.

Die Grundblätter sind lang gestielt, im Umriss fast kreisrund und fingerförmig fünf- bis neunspaltig geteilt.<ref name="Thellung1965" /> Die Blattabschnitte sind schmal-lanzettlich und im oberen Teil tief gesägt. Die drei mittleren Blattabschnitte sind bis zum Grund frei, sie sind bei älteren Laubblättern bei einer Länge von 2 bis 4 Zentimetern sowie einer Breite von 0,5 bis 1 Zentimetern meist eiförmig-lanzettlich oder lanzettlich mit kurz zugespitztem oberen Ende.<ref name="Thellung1965" /> Bei jüngeren Blättern sind sie schmal-lanzettlich bis sehr schmal-linealisch, am Grund keilförmig verschmälert und dort ganzrandig, aber sonst tief und scharf eingeschnitten-gesägt.<ref name="Thellung1965" /> Die anderen Blattabschnitte sind am Grund kurz miteinander verbunden. Die Stängelblätter sind insgesamt kleiner und einfacher und ihre Abschnitte sind sehr schmal, ganzrandig oder schwach gesägt.<ref name="Thellung1965" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Der Trugdoldige Blütenstand ist zwei- bis vierstrahlig. Die Enddolde ist etwa 10 Millimeter breit.<ref name="Thellung1965" /> Die 10 bis 20 Hüllblätter sind spitz und sehr schmal, 5 bis 8, selten bis zu 15 Millimeter lang sowie 1,5 bis 3 Millimeter breit;<ref name="Thellung1965" /> sie sind ungefähr genauso lang wie die Blüten und am Grund frei. Jede Dolde umfasst etwa 25 bis 35 Blüten. Die Blütenstiele sind haardünn und 5 bis 6 Millimeter lang.<ref name="Thellung1965" /> Die Kelchzähne sind bei einer Länge von bis zu 1 Millimeter eiförmig stumpf und stachelspitzig.<ref name="Thellung1965" /> Die Kronblätter sind verkehrt-eiförmig bis keilförmig, benagelt, und ihr eingeschlagenes Läppchen ist breit, stumpf oder zugespitzt.<ref name="Thellung1965" /> Der Griffel ist doppelt so lang wie die Kelchzähne.<ref name="Thellung1965" />

Die Frucht ist bei einer Länge von 3 bis 4 Millimetern verkehrt-eiförmig bis walzlich.<ref name="Thellung1965" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="Oberdorfer2001" />

Ökologie

Die Pilzarten Puccinia astrantiae, Leptosphaeria setosa und Rhabdospora cercosperma leben auf der Kleinen Sterndolde.<ref name="Thellung1965" />

Vorkommen

Die Kleine Sterndolde kommt in den Pyrenäen, den südwestlichen Alpen und im Nord-Apennin vor. Es gibt Fundortangaben für Spanien, Andorra, Frankreich, die Schweiz und Italien.<ref name="Euro+Med" /> In Deutschland fehlt sie.

Die Kleine Sterndolde wächst auf trockenen, mehr oder weniger kalkfreien Böden auf Weiden, Wiesen, Schutthalden und in lichten Wäldern in Höhenlagen von ungefähr 1000 bis 2700 Meter.<ref name="Thellung1965" /> Besonders oft wächst sie im Gestrüpp des Vaccinio-Rhododendretum ferruginei, aber auch in Nardion-Gesellschaften oder in Pflanzengesellschaften des Verbands Adenostylion.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Astrantia minor erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 235.<ref name="Euro+Med" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="InfoFlora"> Astrantia minor L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Thellung1965"> Albert Thellung: Umbelliferae. S. 972–974. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. </ref> <ref name="Euro+Med"> Ralf Hand (2011): Apiaceae. Datenblatt Astrantia minor In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Kleine Sterndolde (Astrantia minor) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien