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Zwitterlinge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Zwitterlinge
Datei:Asterophora lycoperdoides 119275.jpg

Stäubender Zwitterling (Asterophora lycoperdoides)

Systematik
Unterabteilung: Agaricomycotina
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Raslingsverwandte (Lyophyllaceae)
Gattung: Zwitterlinge
Wissenschaftlicher Name
Asterophora
Ditmar

Die Zwitterlinge (Asterophora<ref name="Kirk2008" />, syn. Nyctalis) sind eine Pilzgattung aus der Familie der Raslingsverwandten.

Die Typusart ist der Stäubende Zwitterling (Asterophora lycoperdoides).

Merkmale

Die Zwitterlinge sind kleine, weißliche, gesellig wachsende Blätterpilze, mit dicklichen, kurz herablaufenden Lamellen, die auch reduziert sein können. Sie bilden keine Zystiden, die 4-sporigen Basidien sind zylindrisch-bauchig und besitzen Basalschnallen. Schnallen treten auch an den Querwänden der Hyphen auf. Sporen sind selten zu finden, dafür treten auf den Lamellen und der Hutoberfläche zahlreiche, häufig zu Ketten verbundene Chlamydosporen auf. Sie sind entweder kugelig bis elliptisch und stark warzig-sternförmig oder spindelförmig, glatt und mit großen Tropfen versehen.

Ökologie

Die Zwitterlinge sind Parasiten, die auf den faulenden Fruchtkörpern von Täublingen, vor allem auf Schwärztäublingen wachsen.<ref name="Gröger2006" details="S. 393–394" /><ref name="Ludwig2001" details="S. 423–425" /><ref name="Knudsen2012" details="S. 580–581" />

Arten

Die Gattung umfasst weltweit 3 Arten<ref name="Kirk2008" />, von denen in Europa 2 vorkommen.<ref name="Strittmatter2011" />

Zwitterlinge (Asterophora) in Europa
Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Autorenzitat
Stäubender Zwitterling Asterophora lycoperdoides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bulliard 1784) Ditmar 1809 (nom. cons.)
Beschleierter Zwitterling Asterophora parasitica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Persoon 1801 : Fries 1821) Singer 1951 ('1949')

Die dritte Art ist Asterophora mirabilis, welche in Australien (Victoria und Tasmanien) vorkommt.

Bedeutung

Die Zwitterlinge kommen als Speisepilze nicht in Frage.

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Gröger2006"> Frieder Gröger: Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa. Teil I (= Regensburger Mykologische Schriften. 13). Regensburgische Botanische Gesellschaft, 2006, ISSN 0944-2820 (Hauptschlüssel; Gattungsschlüssel; Artenschlüssel für Röhrlinge und Verwandte, Wachsblättler, hellblättrige Seitlinge, Hellblättler und Rötlinge). </ref> <ref name="Kirk2008"> Paul M. Kirk, Paul F. Cannon, David W. Minter, J. A. Stalpers: Dictionary of the Fungi. 10. Auflage. CABI Europe, Wallingford, Oxfordshire (UK) 2008, ISBN 978-0-85199-826-8. </ref> <ref name="Knudsen2012"> Henning Knudsen, Jan Vesterholt: Funga Nordica. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. 2. Auflage. Nordsvamp, Kopenhagen 2012, ISBN 978-87-983961-3-0. </ref> <ref name="Ludwig2001"> Erhard Ludwig: Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales (= Pilzkompendium. Band 1). IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-43-3 (deutsch mit englischen Zusammenfassungen, 17 × 24 cm, enthält 20 neue Taxa und 13 Neukombinationen). </ref> <ref name="Strittmatter2011"> Eric Strittmatter: Die Gattung Asterophora. In: fungiworld.com. Pilz-Taxa-Datenbank. 16. Mai 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Januar 2013; abgerufen am 28. August 2012 (inklusive Update Nr. 97). </ref> </references>

Weblinks

Commons: Zwitterlinge (Asterophora) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien