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Arsen(III)-chlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Arsentrichlorid)
Strukturformel
Struktur von Arsen(III)-chlorid
Allgemeines
Name Arsen(III)-chlorid
Andere Namen
  • Arsentrichlorid
  • Arsenbutter
Summenformel AsCl3
Kurzbeschreibung

farblose, ölige, an der Luft rauchende Flüssigkeit<ref name=roempp>Eintrag zu Arsentrichlorid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 232-059-5
ECHA-InfoCard 100.029.144
PubChem 24570
ChemSpider 22974
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 181,28 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

2,16 g·cm−3<ref name="alfa-SDB">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Schmelzpunkt

−16 °C<ref name="alfa-SDB"/>

Siedepunkt

130,2 °C<ref name="alfa-SDB"/>

Dampfdruck

13 hPa<ref name="alfa-SDB"/> (20 °C)

Löslichkeit

mit Wasser exotherme Reaktion<ref name="alfa-SDB"/>

Dipolmoment

1,59(8) D<ref name="CRC90_9_51">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Dipole Moments, S. 9-51.</ref> (5,3 · 10−30 C · m)

Brechungsindex

1,604 (16 °C)<ref name="CRC90_4_140">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Index of Refraction of Inorganic Liquids, S. 4-140.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.769">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​310​‐​331​‐​314​‐​350​‐​410
P: 273​‐​280​‐​301+310​‐​302+352​‐​304+340​‐​361<ref name="GESTIS" />
MAK

nicht festgelegt, da karzinogen<ref name="alfa-SDB"/>

Toxikologische Daten
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−305,0 kJ/mol<ref name="CRC90_5_5">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-5.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Arsentrichlorid, trivial auch bekannt als Arsen(ik)butter, ist eine chemische Verbindung der Elemente Arsen und Chlor mit der Summenformel AsCl3. Es ist eine farblose, ölige Flüssigkeit, die an der Luft raucht.

Gewinnung und Darstellung

Arsentrichlorid kann durch Verbrennung von Arsen in Chlorgas gewonnen werden:

<math>\mathrm{2\ As(s) + 3\ Cl_2(g) \rightarrow 2\ AsCl_3(g)}</math>
Arsen verbrennt in Chlorgas zu Arsentrichlorid.

Als Ausgangsmaterial kann auch Arsen(III)-oxid dienen, über das wasserfreier Chlorwasserstoff bei 180–200 °C geleitet wird:

<math>\mathrm{As_2O_3(s) + 6\ HCl(g) \rightarrow 3\ H_2O(g) + 2\ AsCl_3(g)}</math>
Arsentrioxid reagiert mit Chlorwasserstoff zu Wasser und Arsentrichlorid.

Eine weitere Möglichkeit ist die Herstellung aus Arsentrioxid, Schwefeldichlorid und Chlor.<ref>G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 596.</ref>

Eigenschaften

Arsentrichlorid zersetzt sich beim Erhitzen und unter Einfluss von Licht. Durch Luftfeuchtigkeit bildet es korrosive Dämpfe von Chlorwasserstoff und giftigem Arsen(III)-oxid. Es reagiert heftig mit starken Oxidationsmitteln, Wasser und Basen.

Verwendung

Arsentrichlorid dient zum Beizen und Brünieren von Metallen.

Sicherheitshinweise

Arsen(III)-chlorid darf nicht mit Wasser oder Oxidationsmitteln in Verbindung gebracht werden. Kontakt mit Wasser führt zur Zersetzung unter Bildung von ätzendem Chlorwasserstoff.

Akute Vergiftungserscheinungen äußern sich durch reizende und ätzende Wirkung auf Augen, Atemwege und Haut mit teilw. dauerhaften Schädigungen. Es ist davon auszugehen, dass durch Hautresorption toxische Arsenmengen in den Körper gelangen können.

Als Antidot gegen Arsen kommen Dimercaprol oder Dimercaptopropansulfonsäure in Frage, wobei letztere aufgrund der höheren Wirksamkeit bei gleichzeitig geringeren Nebenwirkungen bevorzugt wird.<ref name="GESTIS"/>

Einzelnachweise

<references/>

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