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Armin Weiß (Chemiker)

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Datei:Chemie-Professor Armin Weiß beim WAA-Erörterungstermin in Neunburg - Bayern 1988.JPG
Armin Weiß, 1988

Armin Weiß (* 5. November 1927 in Stefling bei Regensburg; † 7. Dezember 2010 in München<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung der Grünen-Fraktion des Bayerischen Landtags vom 8. Dezember 2010 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>) war ein deutscher Chemiker, Aktivist und Politiker.

Leben und Werk

Von 1947 bis 1951 studierte er an den Universitäten Regensburg, Würzburg und München Chemie. Als Schüler von Ulrich Hofmann wurde er 1953 an der Technischen Hochschule Darmstadt zum Thema Reaktionen im Inneren von Schichtkristallen promoviert.

Zwei Jahre später habilitierte er sich mit einem Beitrag über Cyanide der Übergangselemente. Nachdem Friedrich Seel als Extraordinarius für Anorganische und Analytische Chemie Würzburg verlassen hatte, war Armin Weiß um 1958 dort dessen kommissarischer Vertreter.<ref>Klaus Koschel: Die Entwicklung und Differenzierung des Faches Chemie an der Universität Würzburg. In: Peter Baumgart (Hrsg.): Vierhundert Jahre Universität Würzburg. Eine Festschrift. Degener & Co. (Gerhard Gessner), Neustadt an der Aisch 1982 (= Quellen und Beiträge zur Geschichte der Universität Würzburg. Band 6), ISBN 3-7686-9062-8, S. 703–749; hier: S. 736.</ref> 1961 folgte er einem Ruf als außerordentlicher Professor für Anorganische Chemie an die Universität Heidelberg. Von 1965 bis 1996 war er ordentlicher Professor am Institut für Anorganische Chemie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Er war von 1966 bis 1986 Herausgeber der Kolloid-Zeitschrift und Zeitschrift für Polymere. Von 1967 bis 1987 war er Präsident der Kolloid-Gesellschaft, von 1978 bis 1982 Vizepräsident der Association International pour l´ Étude des Argiles und von 1979 bis 1983 Vizepräsident der International Association of Colloid and Surface Scientists.

Datei:Armin Weiß – Interview über Amalgam, Quecksilber und Schwermetalle (ca. 1988).mp3
Armin Weiß, ca. 1988, über Quecksilber in Zahnfüllungen<ref>In dem Gespräch erwähnt Prof. Weiß Alfred Stock und die Chemische Fabrik Marktredwitz. Außerdem wird Max Daunderer angesprochen.</ref>

In der Öffentlichkeit wurde er durch seinen Einsatz gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf bekannt.<ref>Wackerer Kämpfer gegen die WAA – Professor Dr. Dr. Armin Weiß im Alter von 83 Jahren verstorben – Würdigung der Landtagsfraktion – (Oberpfalznetz vom 9. Dezember 2010)
Nach WAA-Kampf reif für den Landtag – 25 Jahre Grüne im Maximilianeum. Zu den Vorreitern zählte der Oberpfälzer Armin Weiß. Er schrieb ein wichtiges Kapitel der bunten Parteigeschichte. – (Mittelbayerische Zeitung vom 14. Oktober 2011).</ref> 1987 übernahm er die presserechtliche Verantwortung für das bayerische Anti-Wackersdorf-Magazin bzw. Anti-Atom-Magazin Radi Aktiv.<ref>Radi Aktiv, Ausgabe 12/1987 – (aus dem Laka (Archiv))</ref>

Er war von 1986 bis 1990 Mitglied des Bayerischen Landtags, in den er als Parteiloser über die Kandidatenliste der Grünen einzog.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lebenslauf auf der Homepage von Armin Weiss (Memento vom 15. Juli 2014 im Internet Archive).</ref> Für sein Lebenswerk erhielt er 2007 den Nuclear-Free Future Award.

Aus seinen wissenschaftlichen Arbeiten gingen ca. 360 Publikationen hervor. Armin Weiß war der Bruder von Alarich Weiss.

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Armin Weiß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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