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Echte Bärentraube

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(Weitergeleitet von Arctostaphylos uva-ursi)

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Echte Bärentraube
Datei:Arctostaphylos uva-ursi03.jpg

Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) im Habitat in den Pyrenäen

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Unterfamilie: Arbutoideae
Gattung: Bärentrauben (Arctostaphylos)
Art: Echte Bärentraube
Wissenschaftlicher Name
Arctostaphylos uva-ursi
(L.) Spreng.

Die Echte oder Immergrüne Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bärentrauben (Arctostaphylos) innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Sie ist auf der Nordhalbkugel in Nordamerika und Eurasien weitverbreitet und wird beispielsweise als Heilpflanze genutzt.

Beschreibung

Datei:Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte (Plate 137) (8232797222).jpg
Illustration aus Franz Eugen Köhler: Köhler’s Medizinal-Pflanzen, Gera 1887: „Bärentraube. A blühende Pflanze, nat. Grösse; B Fruchtzweig, desgl.; 1 Blüthe, vergrössert; 2 dieselbe im Längsschnitt, desgl.; 3 dieselbe ohne Krone, desgl.; 4 Staubgefässe, desgl.; 5 Pollen, desgl.; 6 Stempel, desgl.; 7 Fruchtknoten im Querschnitt, desgl.; 8 Frucht, desgl.; 9 dieselbe im Querschnitt, desgl.; 10 u. 11 Steinkern, von verschiedenen Seiten, desgl.; 12 derselbe im Längsschnitt, desgl.“
Datei:Baerentraube ML0002.jpg
Blütenstand mit einigen helleren, krugförmigen Blüten: auch die netzartige Blattaderung auf der Blattunterseite ist erkennbar.
Datei:Arctostaphylos uva-ursi kz06.jpg
Blütenstand
Datei:Arctostaphylos uva-ursi 38450.JPG
Blütenstände mit einigen dunkleren, krugförmigen Blüten; auch die glänzend, dunkelgrüne Blattoberseite ist erkennbar.
Datei:Arctostaphylos uva-ursi MHNT.BOT.2007.52.24.jpg
Früchte aus unterschiedlichen Blickrichtungen
Datei:Arctostaphylos-uva-ursi.JPG
Habitus, Laubblätter und reife Steinfrüchte

Erscheinungsbild und Blatt

Die Echte Bärentraube wächst als immergrüner, niederliegender Strauch, auch Spalierstrauch genannt, und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 10 Zentimetern,<ref name="FloraWeb" /> bis zu 50 Zentimetern.<ref name="FoNA2009" /> Mit seinen aufsteigenden Ästen, die Längen von 20 bis 50 Zentimetern erreichen<ref name="FloraWeb" /> bildet er Matten.<ref name="FoNA2009" /> Die Rinde der Zweige besitzt je nach Population eine sehr variable Behaarung (Indument, Trichome), meist ist sie spärlich kurz, manchmal lang oder lang-drüsig behaart, manchmal auch mit unterschiedlichen Haartypen auf einem Exemplar.

Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert.<ref name="Jepson:eFlora" /> Im unteren Bereich der Zweige stehen die Laubblätter einzeln im oberen Bereich überlappen sie sich.<ref name="FoNA2009" /> Die Laubblätter sind anfangs behaart und später kahl.<ref name="FloraWeb" /> Der Blattstiel ist 2 bis 4 Millimeter lang.<ref name="FoNA2009" /> Die derbe, einfache Blattspreite ist flach und bei einer Länge von 1 bis 3 Zentimetern und einer Breite von 0,5 bis 1,5 Zentimetern meist verkehrt-lanzettlich oder verkehrt-eiförmig, manchmal schmal-elliptisch mit keilförmigen Spreitengrund.<ref name="FoNA2009" /> Die Blattflächen können glatt, spärlich flaumig behaart oder verkahlend sein. Die hell-grüne<ref name="FoNA2009" /> oder grau-grüne Blattunterseite ist netzadrig und nicht drüsig punktiert.<ref name="FloraWeb" /> Die Blattoberseite ist dunkel-grün und glänzend.<ref name="FoNA2009" /> Der glatte Spreitenrand ist nicht umgerollt.<ref name="FloraWeb" />

Blütenstand und Blüte

Die Blütezeit beginnt am Ende des Erstfrühling<ref name="FloraWeb" /> und reicht von März bis Juni.<ref name="Düll2011" /> Der überhängende, einfache oder einfach-verzweigte, traubige Blütenstand enthält drei bis zehn Blüten.<ref name="FloraWeb" /> Die Blütenstandsachse weist eine Länge von 0,3 bis 1 Zentimetern und einen Durchmesser von über 1 Millimeter auf und ist meist spärlich kurz, manchmal lang oder kurz-drüsig behaart. Die kahlen, nicht anliegenden Tragblätter sind bei einer Länge von 2 bis 6 Millimeter länger als die Knospen, schuppenartig, schmal-dreieckig mit zugespitztem oberen Ende. Der kahle Blütenstiel ist 2 bis 4 Millimeter lang.<ref name="FoNA2009" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf freien Kelchblätter sind haltbar.<ref name="FoNA2009" /> Die fünf weißen über rosafarbenen bis rötlichen, 5 bis 6 Millimeter langen<ref name="FloraWeb" /> Kronblätter sind auf fast ihre gesamten Länge verwachsen. Die Blütenkrone ist krugförmig<ref name="FoNA2009" /> mit fünf zurückgeschlagenen Kronzipfeln. Es sind zwei Kreise mit je fünf freien Staubblättern vorhanden. Die Staubbeutel besitzen zwei zurückgebogene, fadenförmige Anhängsel und öffnen sich am oberen Ende mit Poren. Die Narbe ist kopfig. Der oberständige Fruchtknoten ist kahl.<ref name="FoNA2009" />

Frucht und Samen

Die im August bis Oktober<ref name="Düll2011" /> reifen und dann scharlachroten, beerenartigen Steinfrüchte sind bei einem Durchmesser von 6 bis 8 Millimeter kugelig.<ref name="FoNA2009" /> Die innen mehligen Steinfrüchte enthalten fünf bis sieben einzeln stehende Steinkerne.<ref name="Düll2011" />

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt x = 13. Es liegt Diploidie mit 2n = 26 oder Tetraploidie mit 2n = 52 vor.<ref name="FoNA2009" />

Ökologie

Die Echte Bärentraube ist ein Zwergstrauch,<ref name="Düll2011" /> also verholzender Chamaephyt.<ref name="FloraWeb" /> Die Zweige wachsen horizontal und können selten sich auch bewurzeln. Die Echte Bärentraube wurzelt bis 1 Meter tief und weist eine Mykorrhiza vom Ericaceen-Typ auf. Bei dieser frostharten Pflanze wird der Jahresgang der Frosthärte durch Anpassung der osmotischen Werte erreicht und durch den Schutz der Schneedecke. Die Lebensdauer eines Exemplars beträgt 100 bis 120 Jahre.<ref name="Düll2011" />

Blütenökologisch handelt es sich um vormännliche „Glockenblumen mit Streueinrichtung“. Haare an der verdickten Staubfadenbasis und an der Innenwand der Krone dienen dem Schutz des Nektars. Stachelig-raue, leicht bewegliche Schwänze an den sich öffnenden Staubbeuteln fördern das Ausstreuen des Pollens. Die Bestäubung erfolgt durch Hummeln, daneben ist auch Selbstbestäubung möglich.<ref name="Düll2011" />

Es findet Endochorie (Verdauungsausbreitung) durch Vögel statt. Die Steinfrüchte sind Wintersteher. Die Samen sind Kältekeimer.<ref name="Düll2011" />

Wirtspflanze für Pilze

Auf der Echten Bärentraube wurden mehrere Arten der pathogenen Eipilze der Gattung Phytophthora nachgewiesen, darunter Phytophthora ramorum, Phytophthora cactorum, Phytophthora cinnamomi, Phytophthora citricola, Phytophthora citrophtora und Phytophthora nicotianae.<ref name="Linderman2006" />

Die beiden Nacktbasidien Exobasidium sydowianum und Exobasidium uvae-ursi befallen ebenfalls die Bärentraube. Durch erstere Art verfärben sich die Blätter zuerst rot, dann rot-braun. Exobasidium uvae-ursi befällt die Jahrestriebe, die blutrot und dicht verzweigt sind.<ref name="Ryman1992" />

Datei:ARCTOSTAPHYLOS UVA-URSI - BÒFIA - IB-478 (Boixerola).JPG
Bestand im Solsonès in den spanischen Vorbergen der Pyrenäen

Vorkommen

Arctostaphylos uva-ursi ist eine von drei Arten der etwa 66 Arctostaphylos-Arten, die außerhalb von Nordamerika vorkommt. Sie ist sehr weitverbreitet zirkumpolar auf der Nordhalbkugel in Nordamerika sowie Guatemala und Eurasien.<ref name="FoNA2009" /> Fundorte werden für Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien, das Vereinigte Königreich, Irland, die Niederlande, Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Polen, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Nordmazedonien, Griechenland, Belarus, die Baltischen Staaten, den europäischen Teil Russlands, die Ukraine, Ciskaukasien, Sibirien, Russlands Fernem Osten, Island, Grönland, alle kanadischen Provinzen und Territorien, die US-Bundesstaaten Alaska, Connecticut, nördliches Indiana, Maine, Massachusetts, Michigan, New Hampshire, New Jersey, New York, nördliches Ohio, nördliches Pennsylvania, Rhode Island, Vermont, nördliches Illinois, Iowa, Minnesota, North Dakota, westliches South Dakota, Wisconsin, Colorado, Idaho, Montana, Oregon, Washington, Wyoming, Delaware, Virginia, New Mexico, Arizona, Kalifornien, Nevada sowie Utah und Guatemala angegeben.<ref name="GRIN" />

Im Gesamtverbreitungsgebiet gedeiht Arctostaphylos uva-ursi in Höhenlagen von 0 bis 3100 Metern.<ref name="FoNA2009" /> In Europa kommt die Echte Bärentraube besonders in Gebirgen, beispielsweise den Alpen und Mittelgebirgen Mitteleuropas, in Süd- und Südosteuropa ist sie auf die höheren Lagen der Gebirge beschränkt, in Nordeuropa gedeiht sie auch in tieferen Höhenlagen.<ref name="WWF" /> In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil am Gipfel der Jöchelspitze bis zu einer Höhenlage von 2200 Metern auf.<ref name="Dörr-Lippert2004" /> In Norditalien erreicht sie am Monte Vago in den Livigno-Alpen eine Höhenlage von 2780 Metern.<ref name="Hegi1966" />

Die Echte Bärentraube gedeiht meist in trockenen, sonnigen Zwergstrauchheiden, Bergwäldern, lichte Kiefernwäldern und geschützten Felsnischen. Sie gedeiht auf sauren, kalk- und nährstoffarmen Böden am besten. Als langsamwachsende Pionierart besiedelt sie beispielsweise nach Bränden und Abholzung Rohböden und Felsen.<ref name="WWF" /> Sie ist eine Art der Kiefern-Steppenwälder (Pulsatillo-Pinetea), kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der Erico-Pinetea oder des Unterverbands Rhododendro-Vaccinienion vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Gefährdung und Schutz

In Deutschland gilt die Echte Bärentraube als gefährdet und steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten von 1996 in der Kategorie 2 = „stark gefährdet“.<ref name="FloraWeb" /> Es gilt zu ihrem Schutz die EG-Verordnung (338/97): Anhang D (zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten), die beispielsweise Ein- und Ausfuhr beschränkt. Die Art ist in Deutschland durch die BArtSchV besonders geschützt.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> In der Schweiz ist die Art nicht gefährdet.<ref name="InfoFlora" />

Nutzung und Inhaltsstoffe

Die Echte Bärentraube wird in vielen Ländern der Welt angebaut.<ref name="GRIN" /> Bei den nordamerikanischen Anishinabe wurden die getrockneten Blätter geraucht. Die Pflanze heißt dort Kinnikinnick, wobei dieser Ausdruck später allgemein für indianisches Rauchgut verwendet wurde.

Datei:Uvae ursi folium 129315.jpg
Echte Bärentraube in Form der Blattdroge (Uvae ursi folium)
Datei:Illustration Arctostaphylos uva-ursi0.jpg
Illustration aus Otto Wilhelm Thomé: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz

Inhaltsstoffe

Die Blätter enthalten unter anderem Arbutin, Gerbstoffe, Flavone und Glycoside. Insbesondere das Arbutin, aber auch die Gerbstoffe, wirken antibakteriell.<ref name="pharmakobotanik" />

Naturheilkunde

In der Volksmedizin werden die Blätter der Echten Bärentraube bzw. daraus hergestellte Zubereitungen insbesondere bei Harnwegsinfektionen, aber auch bei Durchfall, bei Gallengangsbeschwerden und als Wehenmittel eingesetzt. Die Bärentraube wird schon im 12. Jahrhundert im walisischen Arzneibuch Meddygon Myddfai genannt.<ref name="Hegi1966" />

Die Laubblätter werden getrocknet und ganz oder geschnitten zur Droge verarbeitet. Nach Verarbeitung werden die Endprodukte meist Bärentraubenblätter, selten auch Achelblätter, Achelkraut, Bärenkraut, Moosbeerenblätter, Sandblätter, Steinbeerenblätter oder Wolfsbeerenblätter (Folia Uvae-ursi, Uvae ursi folium)<ref name="pharmakobotanik" /> genannt. Aus den getrockneten Blättern wird ein Tee gebrüht.<ref name="PFAF" /><ref name="aModernHerbal" />

Fertigarzneimittel aus den Blättern (pulverisiert, als alkoholische oder wässriger Auszug) sind nur zur Behandlung von Harnwegsinfekten zugelassen – nach ärztlichem Ausschluss einer ernsthaften Ursache und nur aufgrund der langjährigen Verwendung des Phytotherapeutikums.<ref>EMA: European Union herbal monograph on Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng., folium; EMA/HMPC/750269/2016; 28 March 2017</ref> Für eine therapeutische Wirksamkeit besteht kaum Evidenz.<ref name="HMPCassess" /> Jüngere Studien legen nahe, dass die Basizität des Urins für die Freisetzung des antibakteriell wirksamen Hydrochinons aus Arbutin eine geringere Rolle spielt als früher angenommen.<ref name="HMPCassess" /> Die Einnahme sollte nicht länger als acht Tage und nicht öfter als fünf Mal im Jahr erfolgen, da das aus dem Arbutin entstehende Hydrochinon potenziell krebserregend ist und auch eine Schädigung der Leber möglich ist. Die in den Blättern enthaltenen Gerbstoffe können den Magen reizen und führen bei Überdosierung zu Verstopfung. Die Einnahme während Schwangerschaft, Stillzeit sowie bei Kindern unter zwölf Jahren wird nicht empfohlen.<ref name="Teuscher" /><ref name="pharmakobotanik" /> Ein Extrakt der Echten Bärentraube hat im In-vitro-Experiment eine hemmende Wirkung gegen die Pankreaslipase des Schweins gezeigt.<ref>Slanc et al. (2009). Screening of Selected Food and Medicinal Plant Extracts for Pancreatic Lipase Inhibition. Phytotherapy Research, 23:874-877. doi:10.1002/ptr.2718</ref>

Nahrungsmittel

Die Steinfrüchte werden roh oder gegart gegessen. Sie schmecken roh fade, trocken und mehlig, sind aber nach dem Kochen süßer. Sie sind eine gute Kohlenhydratquelle. Es können beispielsweise kühle Getränke hergestellt werden. Getrocknet können sie gelagert werden.<ref name="PFAF" /> Die mehligen Früchte können zu Sirup oder Marmelade verarbeitet werden.<ref name="dervol" /><ref name="FsFedUS" />

Färben und Gerben

Wegen des hohen Gerbstoffgehalts wurden die Blätter der Bärentraube früher auch zum Gerben von Leder genutzt. Der gelbe Farbstoff aus den Blättern benötigt keine Zugabe von Beizmitteln. Aus den Früchten kann ein grau-brauner Farbstoff gewonnen werden (Färberpflanze).<ref name="PFAF" />

Zierpflanze und Erosionsschutz

Einige Sorten werden als frostharte Zierpflanzen<ref name="GRIN" /> verwendet, beispielsweise für Steingärten oder auf Mauern. Die Bärentraube kann auch gut an der Küste gepflanzt werden.<ref name="Botanica2003" /> Auch als Erosionsschutz beispielsweise an sandigen Bereichen wird Echte Bärentraube gepflanzt.<ref name="PFAF" /><ref name="FsFedUS" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung dieser Art unter dem Namen (Basionym) Arbutus uva-ursi erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, S. 395.<ref name="Linné1753" /> Die Neukombination zu Arctostaphylos uva-ursi erfolgte 1825 durch Kurt Sprengel in Systema Vegetabilium, editio decima sexta, 2, S. 287.<ref name="Tropicos" /> Das Artepitheton uva-ursi heißt aus dem Lateinischen übersetzt „Bärentraube“; der griechische Gattungsname bedeutet dasselbe.

Weitere Synonyme für Arctostaphylos uva-ursi <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Spreng. sind: Arbutus buxifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Stokes, Arctostaphylos adenotricha <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fernald & J.F.Macbr.) Á.Löve, D.Löve & B.M.Kapoor, Arctostaphylos coloradensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Rollins, Arctostaphylos nevadensis var. coloradensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rollins) H.D.Harr., Arctostaphylos officinalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Wimm. & Grab., Arctostaphylos procumbens <templatestyles src="Person/styles.css" />E.Mey., Arctostaphylos uva-ursi fo. adenotricha <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fernald & J.F.Macbr.) P.V.Wells, Arctostaphylos uva-ursi fo. stipitata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Packer & Denford) P.V.Wells, Arctostaphylos uva-ursi subsp. adenotricha <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fernald & J.F. Macbr.) Calder & Roy L.Taylor, Arctostaphylos uva-ursi subsp. coloradensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rollins) Roof, Arctostaphylos uva-ursi subsp. stipitata <templatestyles src="Person/styles.css" />Packer & Denford, Arctostaphylos uva-ursi var. adenotricha <templatestyles src="Person/styles.css" />Fernald & J.F. Macbr., Arctostaphylos uva-ursi var. stipitata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Packer & Denford) Dorn, Daphnidostaphylis fendleri <templatestyles src="Person/styles.css" />Klotzsch, Mairania uva-ursi <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Desv., Uva-ursi buxifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Stokes) Gray, Uva-ursi procumbens <templatestyles src="Person/styles.css" />Moench, Uva-ursi procumbens var. adenotricha <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fernald & J.F.Macbr.) D.Löve, Uva-ursi uva-ursi <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Britton, Uva-ursi uva-ursi <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Cockerell.<ref name="GRIN" />

Es gibt mindestens zwei Unterarten<ref name="FoNA2009" /> von Arctostaphylos uva-ursi:<ref name="Euro+Med" />

  • Arctostaphylos uva-ursi <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Spreng. subsp. uva-ursi
  • Arctostaphylos uva-ursi subsp. coactilis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fernald & J.F.Macbr.) Á.Löve & al., Syn.: Arctostaphylos uva-ursi var. coactilis <templatestyles src="Person/styles.css" />Fernald & J.F.Macbr., Uva-ursi procumbens var. coactilis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fernald & J.F.Macbr.) Moldenke, Arctostaphylos uva-ursi fo. coactilis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fernald & J.F.Macbr.) P.V.Wells: Sie kommt auf Island vor.<ref name="Euro+Med" />

Trivialnamen

Für diese Art gibt es, zum Teil nur regional, auch die Trivialnamen: Bärbenerstaude (Bern), Bärentrauben, Bewell (Pommern), Wilder Buchs (Berner Oberland), Jackaspapuk (Schlesien), Jakaslapuk (Schlesien), Mehlbeere (so werden viele Pflanzenarten genannt), Möhrbeere (Celle), Moosbeere (Frankfurt (Oder)) (so werden mehrere Pflanzenarten genannt), Rausch (Tirol), Rauschgranten (Tirol), Sandbeere, Soltebeerenbläder (Rendsburger Apotheke), Steinbeere und Wolfsbeere.<ref name="Pritzel1882" />

Quellen

Literatur

  • V. Thomas Parker, Michael C. Vasey, Jon E. Keeley: Arctostaphylos: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 8 – Paeoniaceae to Ericaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2009, ISBN 978-0-19-534026-6. Arctostaphylos uva-ursi, S. 414 – textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung und Verbreitung)

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos">Arctostaphylos uva-ursi bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FloraWeb"> Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng., Echte Bärentraube. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum zuletzt abgerufen am 14. Januar 2016 </ref> <ref name="PFAF"> Arctostaphylos uva-ursi bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Düll2011"> </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="FoNA2009"> V. Thomas Parker, Michael C. Vasey, Jon E. Keeley: Arctostaphylos: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 8: Paeoniaceae to Ericaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2009, ISBN 978-0-19-534026-6. Arctostaphylos uva-ursi, S. 414 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Jepson:eFlora"> V. Thomas Parker, Michael C. Vasey, Jon E. Keeley: Eintrag bei Jepson eFlora. </ref> <ref name="Linné1753"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Euro+Med"> Benito Valdés mit Beteiligung von E. von Raab-Straube, G. Parolly (2009+): Arctostaphylos. Datenblatt Arctostaphylos uva-ursi In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. zuletzt abgerufen am 14. Januar 2016 </ref> <ref name="WWF"> WWF: Heilpflanzen Hintergrundinformation: Echte Baerentraube - PDF. </ref> <ref name="pharmakobotanik"> Bärentraubenblätter - Uvae Ursi folium – Datenblatt von pharmakobotanik.de. zuletzt abgerufen am 26. Februar 2013 </ref> <ref name="FsFedUS"> SPECIES: Arctostaphylos uva-ursi – Datenblatt des US Forest Service. zuletzt abgerufen am 27. Februar 2013 </ref> <ref name="aModernHerbal"> Bearberry – Datenblatt bei A Modern Herbal. zuletzt abgerufen am 27. Februar 2013 </ref> <ref name="Botanica2003"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 107. </ref> <ref name="dervol"> Dericks-Tan, Vollbrecht: Auf den Spuren der Wildfrüchte in Europa, ISBN 978-3-00-021129-4, Abadi-Verlag 2009, S. 40. </ref> <ref name="Linderman2006"> R. G. Linderman, E. A. Davis, J. L. Marlow: Response of Selected Nursery Crop Plants to Inoculation with Isolates of Phytophthora ramorum and Other Phytophthora Species. In: Hort Technology, Volume 16, 2006, S. 188–189: [1] </ref> <ref name="Ryman1992"> Svengunnar Ryman, Ingmar Holmåsen: Pilze. Bernhard Thalacker Verlag, Braunschweig 1992, ISBN 3-87815-043-1, S. 72. </ref> <ref name="Teuscher"> Eberhard Teuscher: Biogene Arzneimittel, 6. Auflage. </ref> <ref name="HMPCassess"> Europäische Arzneimittel-Agentur, Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel: Assessment report on Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng., folium, vom 30. Januar 2018. (PDF; 900 kB) </ref> <ref name="Dörr-Lippert2004"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 305. </ref> <ref name="Pritzel1882"> Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 38, eingescannt. </ref> <ref name="Hegi1966"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3, Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 1656–1661. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Arctostaphylos. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 624.</ref> </references>

Weblinks

Wiktionary: Echte Bärentraube – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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