Moskauer Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architektur
Die Moskauer Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architektur (kurz MUSchWS, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war neben der Petersburger Kunstakademie eine der führenden Einrichtungen zur Ausbildung von Künstlern im vorrevolutionären Russland.
Geschichte
Die Geschichte der Hochschule reicht bis in das Jahr 1832 zurück, als J. E. Makowski, A. S. Dobrowolski, W. S. Dobrowolski sowie A. S. Jastrebilow in Moskau eine Naturklasse ins Leben riefen – ein künstlerischer Zirkel, der den Künstlern die Möglichkeit bot, sich im Malen und Zeichnen zu vervollkommnen. Bald bekam dieser Kreis die Bezeichnung Künstlerklasse und im Jahr 1843 erfolgte die Umgestaltung in die Hochschule für Malerei und Bildhauerei der Moskauer Künstlergesellschaft, die im Jaschkow-Haus (Myasnitskaya-Straße 21, erbaut 1780–1790 von W. I. Baschenow) untergebracht war.
Im Jahr 1865 wurde die Moskauer Architekturhochschule dort auch untergebracht, wonach die Bezeichnung in Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architektur gewählt wurde.
Absolventen der Hochschule besaßen faktisch den gleichen Status wie die der Petersburger Kunstakademie. 1896 wurde die Einrichtung offiziell in eine Hochschuleinrichtung mit allgemeinbildenden und künstlerischen Abteilungen umgestaltet. Die Ausbildung dauerte für Maler und Bildhauer 8 Jahre sowie für Architekten 10 Jahre. Seit 1915 befand sich die Hochschule in der Kompetenz des Ministeriums für Handel und Industrie.
Im Vergleich zur Petersburger Kunstakademie war die Moskauer Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architektur demokratischer organisiert<ref>Wandernde Künstler. In: deutschlandfunkkultur.de. 25. Februar 2012, abgerufen am 18. März 2026.</ref> und spielte in der zweiten Hälfte des 19. sowie dem Beginn des 20. Jahrhunderts eine große Rolle bei der Entwicklung der realistischen Kunst Russlands.
Nachgeschichte der Hochschule und des Hauses
1918 wurde die Hochschule umgestaltet in die Zweite Staatliche Freie Kunstwerkstatt, dann 1920 mit Unterstützung W. I. Lenins in die WChUTEMAS (Высшие художественно-технические мастерские : Höhere Künstlerisch-Technische Werkstätten), die 1927/28 im Austausch mit dem deutschen Bauhaus stand.<ref>WChUTEMAS: Bauhaus aus Moskau – DW – 17.12.2014. Abgerufen am 27. November 2023.</ref><ref>WChUTEMAS: Die fortschrittlichste Kunstschule der Welt. In: Moskauer Deutsche Zeitung. 9. Dezember 2020, abgerufen am 27. November 2023.</ref> Sie sollten sich gezielt von der Tradition abwenden, wurden aber 1930 definitiv durch die stalinistische Politik geschlossen. Danach wurde die Einrichtung in das Moskauer Kunstinstitut, ab 1948 mit dem Namenszusatz SurikowSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden., benannt nach Wassili Iwanowitsch Surikow (Московский Художественный Институт имени Сурикова), sowie das Moskauer Architektur-Institut (Московский Архитектурный Институт)<ref>Moskauer Institut für Architektur–Staatliche Akademie (MArchI) – BAYHOST Kompetenzatlas. Abgerufen am 18. März 2026.</ref> und das Moskauer Druck-Institut aufgeteilt. Das Moskauer Kunstinstitut gehörte seit 1947 zur Kunstakademie der UdSSR und seit 1992 zur Russischen Kunstakademie.
Ins Jaschkow-Haus zog 1942 ein Mechanisches Institut. Erst 1987 bezog das Gebäude eine vom Künstler Ilja Sergejewitsch Glasunow gegründete neue Akademie für Malerei, Bildhauerei und Architektur, die bis heute besteht und von der Russischen Föderation unterhalten wird.
Dozenten und Absolventen
An der Moskauer Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architektur studierten und/oder lehrten im Laufe der Zeit verschiedene Künstler, wie z. B. Georgi Alexejew, Iow Altuchow, Abram Archipow, Wiktor Elpidiforowitsch Borissow-Mussatow,<ref>Kunst von V. Borissow-Mussatow | Jetzt entdecken | ARTGalerie.de. Abgerufen am 18. März 2026.</ref> Dawid Dawidowitsch Burljuk,<ref>IMPRESSIONISMUS IN RUSSLAND. (PDF) In: Museum Frieder Burda. S. 5, abgerufen am 18. März 2026.</ref> Natalja Sergejewna Gontscharowa,<ref>Natalja Gontscharowa (1881-1962). In: artfritz.ch. Abgerufen am 18. März 2026.</ref> Konstantin Korowin,<ref>Konstantin Korowin: russ. Maler des Impressionismus. In: ARTinWORDS. Abgerufen am 18. März 2026.</ref><ref>Konstantin Alexejewitsch Korowin | Biografie, Literatur, Museen. In: Galerie Schüller München. Abgerufen am 18. März 2026.</ref> Sergei Korowin, Isaak Lewitan,<ref>„Das ist öde, das ist Russland“: Lewitan und Co. in Swenigorod. In: Moskauer Deutsche Zeitung. 25. November 2023, abgerufen am 18. März 2026.</ref> Konstantin Makowski, Wladimir Makowski, Kasimir Malewitsch,<ref>Kasimir Malevitch. In: Artsper. Abgerufen am 18. März 2026.</ref> Alexander Terentjewitsch Matwejew, Olga Markowa Meerson,<ref>Olga Meerson. In: Perlentaucher. Abgerufen am 18. März 2026.</ref><ref>Irmela von der Lühe: Spurensuche nach einer vergessenen Malerin - Robert Jütte legt eine umfassende Biographie von Olga Meerson-Pringsheim vor. In: literaturkritik.de. Abgerufen am 18. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nikolaj Meschtscherin,<ref>Aus der Hektik in die Stille. In: Moskauer Deutsche Zeitung. 7. März 2019, abgerufen am 18. März 2026.</ref> Apollon Mokrizki, Wassili Perow, Antoine Pevsner, Wassili Dmitrijewitsch Polenow,<ref>Impressionismus in Russland. In: ARTinWORDS. Abgerufen am 18. März 2026.</ref> Thomas Bogdanowitsch-Dworschetski, Alexander Pomeranzew, Illarion Prjanischnikow, Wassili Wladimirowitsch Pukirew, Tahir Salahov, Alexei Sawrassow, Wassili Polenow, Michail Nesterow, Iwan Iwanowitsch Schischkin,<ref>Bild. Kunst 53. In: knerger.de. Abgerufen am 18. März 2026.</ref> Walentin Serow,<ref>Valentin Serow. In: DEKODER. Abgerufen am 18. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Serhij Switoslawskyj, Apollinari Wasnezow, Wassili Tropinin, Leonid Pasternak sowie Stanisław Żukowski.
Literatur
- Marija Wladimirowna Naschtschokina: Architekten der Moskauer Moderne – Werk-Porträts. 3. Aufl. Schiraf, Moskau 2005, ISBN 5-89832-043-1 (russisch)
- С.С. Степанова / S.S. Stepanova: Московское училище живописи и ваяния : годы становления / Moskauer Schule für Malerei und Bildhauerei : prägende Jahre, Skusstvo-SPB, Sankt-Petersburg, 2005, ISBN 5-210-01588-2 (russisch)
Weblinks
- Российская академия живописи, ваяния и зодчества Ильи Глазунова. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- История Академии Geschichte der Akademie. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Wandernde Künstler. In: DLF Kultur.
Einzelbelege
<references />
Koordinaten: 55° 45′ 51″ N, 37° 38′ 8,7″ O
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