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Aragwi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Aragwi
Datei:Aragvi at Mtskheta.JPG
Aragwi bei Mzcheta

Aragwi bei Mzcheta

Daten
Lage Mzcheta-Mtianeti (Georgien)
Flusssystem Kura
Abfluss über Kura → Kaspisches Meer
Zusammenfluss von Schwarzem und Weißem Aragwi bei Passanauri
42° 20′ 41″ N, 44° 41′ 42″ O
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Quellhöhe 1044,8 m<ref>Sowjetische Generalstabskarte 1:50.000. Blatt K-38-54-W</ref>
Mündung in die Kura bei MzchetaKoordinaten: 41° 50′ 24″ N, 44° 43′ 34″ O
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Mündungshöhe ca. 445 m<ref>Sowjetische Generalstabskarte 1:50.000. Blatt M-38-78-A</ref>
Höhenunterschied ca. 599,8 m
Sohlgefälle ca. 9,1 ‰
Länge 66 km<ref name="GSE"/>
Einzugsgebiet 2740 km²<ref name="GSE">Artikel Aragwi in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D67244~2a%3D~2b%3DAragwi</ref>
Abfluss am Pegel Schinwali<ref name="slovar"> Artikel Арагви in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D067244~2a%3D%D0%90%D1%80%D0%B0%D0%B3%D0%B2%D0%B8~2b%3D%D0%90%D1%80%D0%B0%D0%B3%D0%B2%D0%B8</ref> MQ
43,4 m³/s
Linke Nebenflüsse Pschawi-Aragwi
Durchflossene Stauseen Schinwali-Talsperre
Kleinstädte Schinwali, Mzcheta
Schiffbarkeit nicht schiffbar
Datei:Zhinvali reservoir.jpg
Schinwali-Stausee am Aragwi

Schinwali-Stausee am Aragwi

Datei:View upstream Aragvi River from Jvari monastery, 2007-07-15.jpg
Unterlauf des Aragwi unweit der Mündung mit der Europastraße 60

Unterlauf des Aragwi unweit der Mündung mit der Europastraße 60

Datei:Aragvi-mtskheta.jpg
Mündung des Aragwi (rechts) in die Kura

Mündung des Aragwi (rechts) in die Kura

Weißer Aragwi
Mtiuleti-Aragwi, Tetri Aragwi
Datei:Aragvi Canyon, Gudauri, Georgia.jpg
Schlucht des Weißen Aragwi bei Gudauri

Schlucht des Weißen Aragwi bei Gudauri

Daten
Quelle Mtiuleti-Kamm
42° 33′ 4″ N, 44° 22′ 46″ O
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Quellhöhe ca. 3000 m
Vereinigung mit Schwarzem Aragwi
42° 20′ 41″ N, 44° 41′ 42″ O
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Länge 41 km
Einzugsgebiet 339 km²
Abfluss MQ
12,2 m³/s
Gemeinden Gudauri, Kwemo Mleta, Passanauri
Datei:Village Kvemo Mleta.jpg
Weißer Aragwi bei Kwemo Mleta

Weißer Aragwi bei Kwemo Mleta

Schwarzer Aragwi
Gudamaqari-Aragwi, Schawi Aragwi
Zusammenfluss von Bosseli und Bakurchewi
42° 24′ 55″ N, 44° 45′ 23″ O
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Vereinigung mit Weißem Aragwi
42° 20′ 41″ N, 44° 41′ 42″ O
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Länge 30 km
Einzugsgebiet 240 km²
Abfluss MQ
7,96 m³/s

Der Aragwi (veraltet: die Aragua, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein 66 Kilometer (mit dem längeren Quellfluss 112 Kilometer) langer linker Nebenfluss der Kura im Nordosten Georgiens.

Verlauf

Der eigentliche Aragwi entsteht beim Dorf und Urlaubsort Passanauri, etwa 70 Kilometer Luftlinie nördlich der Hauptstadt Tiflis, aus dem von rechts kommenden Weißen oder Mtiuleti-Aragwi (georgisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Tetri Aragwi oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Mtiuletis Aragwi) und dem Schwarzen oder Gudamaqari-Aragwi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Schawi Aragwi oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Gudamaqris Aragwi) von links.

Der Weiße Aragwi als längerer der Quellflüsse trägt seinen anderen Namen nach dem über 3800 m hohen Mtiuleti-Kamm, wie der Wasserscheidekamm des Großen Kaukasus auf diesem Abschnitt genannt wird. Er entspringt in mehr als 3000 m Höhe den Schneefeldern an der Südflanke des zentralen Abschnittes dieses Kammes, etwa sieben Kilometer nordwestlich des Kreuzpasses, und von dort in südöstlicher Richtung durch eine abschnittsweise enge Schlucht in südöstlicher Richtung, vorbei am mehrere hundert Meter über dem Fluss liegenden Urlaubsort Gudauri. Der Schwarze Aragwi ist auch nach dem östlich in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gudamaqari-Nebenkamm benannt. Er entsteht seinerseits aus den Quellflüssen Bosseli und Bakurchewi, die näher zum östlichen Ende des Mtiuleti-Kammes entspringen.

Von Passanauri fließt der Aragwi überwiegend genau nach Süden, bis er bei Mzcheta, wenige Kilometer nördlich von Tiflis in die Kura (georgisch Mtkwari) mündet. Die Stadt Mzcheta selbst liegt rechts (oberhalb) der Mündung; links steht hoch auf einem Bergkamm das berühmte Dschwari-Kloster.

Bei knapp der Hälfte seines Laufes zwischen Passanauri und Mzcheta ist der Aragwi oberhalb der Kleinstadt Schinwali und unmittelbar unterhalb der Einmündung seines bedeutendsten Nebenflusses, des von links kommenden Pschawi-Aragwi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pschawis Aragwi), zum Schinwali-Stausee angestaut. Dem Pschawi-Aragwi fließt in seinem Mittellauf von rechts der Chewsureti-Aragwi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Chewsuretis Aragwi) zu. Diese beiden Flüsse sind nach den historischen Namen der durchflossenen Bergprovinzen im Nordosten der heutigen Region Mzcheta-Mtianeti, Pschawi und Chewsureti (deutsch auch Chewsuretien), benannt.

Hydrologie

Das Einzugsgebiet des Flusses umfasst 2740 km².<ref name="GSE"/><ref name="slovar"/> Der mittlere jährliche Abfluss beträgt am Mittellauf, am Pegel Schinwali unterhalb des gleichnamigen Stausees, 43,4 m³/s.<ref name="slovar"/>

Nutzung und Infrastruktur

Der Aragwi ist nicht schiffbar.

Der 1986 fertiggestellte Schinwali-Stausee mit seinem 102 Meter hohen Staudamm gehört zu den größten Georgiens. Das dort befindliche Wasserkraftwerk hat eine Leistung von 130 Megawatt. Außerdem beginnt dort eine 36,7 Kilometer lange Rohrleitung zur Trinkwasserversorgung der Hauptstadt Tiflis. Am Unterlauf dient das Wasser des Aragwi auch der Bewässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen.

Der Aragwi wird von seiner Mündung von der dort als Autobahn ausgebauten Europastraße 60 (entsprechend der georgischen Fernstraße S1) auf mehreren Kilometern verfolgt und dann überquert. Dort zweigt die Europastraße 117 (georgische S3) ab, die entlang dem Aragwi auf seiner gesamten Länge auf der rechten Talseite führt. Die Straße folgt der alten Georgischen Heerstraße und wird ebenso genannt. Oberhalb Passanuri wechselt die Straße im Tal des Weißen Aragwi auf die linke Talseite, bevor sie den Fluss über den Kreuzpass in das Tal des Terek und weiter nach Wladikawkas in Russland verlässt.

Literatur

  • Gustav Radde, E. König: Der Nordfuß des Dagestan und das vorlagernde Tiefland bis zur Kuma. Vorläufiger Bericht über die im Sommer 1894 ausgeführten Reisen. Justus Perthes, Gotha 1895, S. 1–3 (PDF, 20,1 MB).

Weblinks

Commons: Aragwi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein