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Schwarzviolette Akelei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Aquilegia atrata)

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Schwarzviolette Akelei
Datei:Aquilegia atrata01.jpg

Schwarzviolette Akelei (Aquilegia atrata)

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Isopyroideae
Gattung: Akeleien (Aquilegia)
Art: Schwarzviolette Akelei
Wissenschaftlicher Name
Aquilegia atrata
Koch

Die Schwarzviolette Akelei (Aquilegia atrata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Akeleien (Aquilegia) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie wird von manchen Autoren auch als Unterart Aquilegia vulgaris subsp. atrata <templatestyles src="Person/styles.css" />(W.D.J.Koch) Gaudin zur Gewöhnlichen Akelei (Aquilegia vulgaris <templatestyles src="Person/styles.css" />L.) gestellt.

Beschreibung

Datei:Atlas der Alpenflora (6312016868).jpg
Illustration aus Atlas der Alpenflora
Datei:Aquilegia atrata (3).JPG
Detailansicht der Blüte
Datei:Aquilegia atrata 001.JPG
Habitus und Blüten

Vegetative Merkmale

Die Schwarzviolette Akelei ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60 (selten bis zu 100) Zentimetern erreicht. Die Laubblätter sind am Grund gestielt und doppelt dreiteilig. Die Fiederblättchen besitzen einen unregelmäßigen gezackten Rand. Die Stängelblätter sitzen wechselständig.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die braunviolette Blüten weisen einen Durchmesser von 4 bis 6 Zentimetern auf. Die äußeren Blütenhüllblätter sind länglich mit zugespitztem oberen Ende. Dazwischen befinden sich fünf innere Blütenblätter (Nektarblätter) mit deutlich gebogenem Sporn. Die zahlreichen Staubblätter ragen weit aus der Blüte hervor. Es sind meist fünf Fruchtblätter vorhanden.

Die Balgfrüchte sind bis zu 15 Millimeter lang.

Es liegt Diploidie vor, mit einer Chromosomenzahl von 2n = 14.<ref>Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 8 (Nymphaeaceae to Ranunculaceae). Seite 227, Helsinki 1989, ISBN 951-9108-07-6.</ref>

Vorkommen

Aquilegia atrata kommt in den Alpen und dem Alpenvorland sowie den Mittelgebirgen Südwesteuropas (Apennin) vor. Sie wächst von der montanen bis zur alpinen Höhenstufe, doch ist sie in der subalpinen Höhenstufe am häufigsten.

Standorte dieser kalkliebende Pflanze sind meist Wälder (besonders Rotföhrenwälder) Säume, Niedermoorwiesen und Hochstaudenfluren. Sie kommt von der Tallage bis in Höhenlagen von etwa 2000 Metern vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie in Bayern auf dem Geißfuß bis in eine Höhenlage von 1950 Metern auf.<ref name="Dörr-Lippert" /> Sie gedeiht besonders in Pflanzengesellschaften des Verbands Erico-Pinion, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Molinion, Atropion oder des Unterverbands Cephalanthero-Fagenion vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

In Österreich ist sie verstreut bis selten, fehlt im Raum Wien und Burgenland und in Niederösterreich wächst sie lediglich wild im Westen. In der Schweiz kommt sie in den meisten Kantonen zerstreut vor.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3w+ (mäßig feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeaanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Trivialnamen

Weitere Trivialnamen sind: Dunkle Akelei, Aglije, Blaue Glocken, Glockenblume, Glöckl, Glöggli, Handschuh, Hoselätzli, Kapuzinerchappe, Kessel, Narrenkappen, Rotzglocken, Schlotterhose, Schwizerhose, Teufelsglocken, Tintenbluem, Tintenglogge, Truerbliemli, Zigeunerglocken und Zuckerglocken.

Weitere zum Teil auch nur regional gebräuchliche Trivialnamen sind bzw. waren: Färbara (St. Gallen, Werdenberg), Glogga (St. Gallen) und Narrakappa (St. Gallen, Rheintal).<ref name="Pritzel1882">Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 36, online.</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"></ref> <ref name="Dörr-Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 556.</ref> <ref name="InfoFlora"> Aquilegia atrata W.D.J.Koch In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Schwarzviolette Akelei (Aquilegia atrata) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien