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Anna Maria von Boskowitz und Černahora

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Datei:Portraet der Fuerstin Anna Maria von Liechtenstein (unbek.-1625), geb. Cernohorský von Boskowitz.jpg
Anna Maria von Boskowitz und Černahora, Fürstin von Liechtenstein

Anna Maria von Boskowitz und Černahora, auch Anna Maria von Černá Hora und Boskowitz; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch Anna Marie z Boskovic a Černé Hory, (* um 1575 in Wien; † 6. Juni 1625 auf Schloss Plumenau) war durch Heirat Fürstin von Liechtenstein.

Biografie

Anna Maria war die ältere Tochter von Johann von Boskowitz und Černahora, genannt Šembera († 1597), und dessen zweiter Ehefrau Anna, geborene Kraiger von Kraigk († 1581). Sie wurde im evangelischen Glauben erzogen.

Um 1592 heiratete sie Karl I. von Liechtenstein (1569–1627), Sohn des kaiserlichen Rats Hartmann II. von Liechtenstein (1544–1585) und dessen Ehefrau Anna Maria, geborene Gräfin zu Ortenburg (1547–1607). Ihr Ehemann wurde 1608 in den Fürstenstand erhoben und 1614 mit dem Herzogtum Troppau sowie 1623 mit dem Herzogtum Jägerndorf belehnt. Da ihr Vater ohne männliche Nachkommen verstarb, fiel das Erbe der Familie Boskowitz gemäß testamentarischer Bestimmungen an die beiden Töchter. Am 10. Oktober 1597 einigten sich die Schwestern auf die Teilung des Nachlasses. Anna Maria erhielt unter anderem die Allodialherrschaften Mährisch Aussee mit der Stadt Littau und Schwarzenberg sowie ein Haus in Olmütz.<ref>Hausarchiv der Regierenden Fürsten von Liechtenstein, Urkundensammlung, UR 1597.10.10.</ref> 1600 trat sie zum Katholizismus über.<ref name="Winkelbauer">Thomas Winkelbauer: Fürst und Fürstendiener. Gundaker von Liechtenstein, ein österreichischer Aristokrat des konfessionellen Zeitalters. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Ergänzungsband 34, Oldenbourg, Wien u. a. 1999, ISBN 978-3-486-64837-9, S. 58.</ref> Ihre Hofmeisterin war Maria Manrique de Lara d. J., Witwe Johanns V. von Pernstein.<ref>Herbert Haupt: Fürst Karl I. von Liechtenstein, Obersthofmeister Kaiser Rudolfs II. und Vizekönig von Böhmen. Hofstaat und Sammeltätigkeit. Edition der Quellen aus dem liechtensteinischen Hausarchiv. In: Quellen und Studien zur Geschichte des Fürstenhauses Liechtenstein. Band 1, Böhlau, Wien u. a. 1983, ISBN 978-3-205-06271-4, S. 49 (Textband).</ref> Seit 1616 unterhielt sie einen eigenen Silberkämmerer.<ref>Herbert Haupt: Fürst Karl I. von Liechtenstein. 1983, S. 35 (Textband).</ref> Sie stiftete liturgische Paramente, darunter 1605 der Pfarrkirche St. Laurentius in Markersdorf sowie 1620 der Gnadenmutter von Altötting.<ref name="Winkelbauer" /><ref>Alois Vojtěch Šembera: Páni z Boskovic a potomní držitelé hradu boskovického na Moravě. 2. Auflage, Selbstverlag, Wien 1870, S. 128.</ref> Ebenso stiftete sie 1624 bei Mährisch Aussee eine Kapelle zu Ehren des heiligen Rochus.<ref>Martin Kočka: Kaple sv. Rocha. In: usov.cz. 7. September 2011, abgerufen am 16. Februar 2026 (tschechisch).</ref>

Anna Maria verstarb am 6. Juni 1625 auf Schloss Plumenau. Da sie den Jesuiten ein Legat von 30.000 Gulden testiert hatte, nahmen diese ihren Leichnam in Obhut. Mit Genehmigung ihres Witwers wurde der Leichnam nach Troppau gebracht und am 18. Juli 1625 in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt beigesetzt.<ref>Evelin Oberhammer: Auch im Tode ungleich. Ein Beitrag zum Begräbniszeremoniell im Fürstenhaus Liechtenstein. In: Arthur Brunhart (Hrsg.): Herrschaft und Repräsentation. Dynastien, Prestige und Macht in Liechtenstein, 1400–1900. Chronos, Zürich 2021, ISBN 978-3-0340-1633-9, S. 186.</ref> Nach den Kriegswirren von 1626 bis 1627 und einem langwierigen Prozess übergab Kaiser Ferdinand II. 1634 die Pfarrkirche dem Deutschen Orden. Die Jesuiten übertrugen ihren Leichnam daraufhin in die St. Georgskirche, ehe dieser auf Befehl ihres Sohns in die Minoritenkirche nach Jägerndorf gebracht wurde. 1637 ordnete ihr Sohn die Überführung der sterblichen Überreste nach Wranau an, wo diese in der Familiengruft bestattet wurden.<ref>Josef Zukal: Friedlose Wanderung fürstlicher Leichen. In: Edmund Wilhelm Braun (Hrsg.): Zeitschrift für Geschichte und Kulturgeschichte Österreichisch-Schlesiens. 9. Jahrgang, Städtisches Museum, Troppau 1914, S. 1 ff.</ref>

Familie

Aus ihrer Ehe mit Fürst Karl I. von Liechtenstein gingen fünf Kinder hervor:

Siehe auch

Literatur

  • Cercle d’études des dynasties royales européenes: La Principauté de Liechtenstein. In: Les manuscrits du C.E.D.R.E. Dictionnaire historique et généalogique. C.E.D.R.E., Paris 1988.

Weblinks

Commons: Anna Maria von Boskowitz und Černahora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerinAmtNachfolgerin
Fürstin von Liechtenstein
1608–1625
Johanna Beatrix von Dietrichstein

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