Andreas Tünnermann
Andreas Tünnermann (* 10. Juni 1963 in Ahnsen, Niedersachsen) ist ein deutscher Physiker und Hochschullehrer. Seit 2003 leitet er das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF<ref>Fraunhofer IOF - Organisation. Abgerufen am 31. August 2016.</ref> in Jena und ist zudem seit 2009 Mitglied des Direktoriums des Helmholtz-Instituts Jena und des Abbe Centers of Photonics.<ref name="Jena"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Institute of Applied Physics ( vom 29. August 2016 im Internet Archive) (englisch)</ref>
Leben
Andreas Tünnermann erhielt 1988 sein Diplom in Physik an der Universität Hannover. Seine Promotion schloss er im Jahre 1992 an der Universität Hannover mit einer Arbeit zum Thema Wechselwirkung intensiver Laserstrahlung mit atomaren Gasen und Dämpfen: neue Methoden zur Realisierung kurzwelliger kohärenter Strahlung ab. Während seiner Zeit als Abteilungsleiter am Laser Zentrum Hannover (1992–1998) habilitierte er 1997 an der Universität Hannover.<ref name="Jena" /> Seit seiner Berufung 1998 auf die W3-Professur für Angewandte Physik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena steht er dem Institut für Angewandte Physik als Direktor vor.<ref name="Jena" /> 2003 wurde er als Direktor des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF berufen und erhielt 2005 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis. Darüber hinaus ist er seit 2009 Mitglied im Direktorium des Helmholtz-Instituts Jena<ref>Helmholtz-Institut Jena: Members of the Institute - Helmholtz Institute Jena, Germany. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. September 2016; abgerufen am 30. Januar 2021.</ref> und seit 2011 ist er Mitglied der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.<ref>Pressemitteilung: Prof. Andreas Tünnermann zum Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech gewählt. Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, 28. April 2011, abgerufen am 31. August 2016.</ref> Er ist zudem Gutachter für verschiedene Fachzeitschriften.
Andreas Tünnermann ist verheiratet mit Cordula Boden,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lebenslauf 2005 ( vom 14. Oktober 2016 im Internet Archive; PDF)</ref> Professorin für Neue Medien und Kommunikationssysteme an der FH Erfurt.<ref>Prof. Dr. Cordula Boden. In: Fachhochschule Erfurt. Fachhochschule Erfurt, 5. März 2022, abgerufen am 2. August 2022.</ref>
Werk
Andreas Tünnermann forscht insbesondere an diodengepumpten Festkörperlasern mit Schwerpunkt auf Faser- und Wellenleiterlaser<ref>DFG - Preisträger: Lebenslauf Andreas Tünnermann. Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. März 2016; abgerufen am 31. August 2016.</ref>. In diesem Gebiet konnte er die kontinuierliche Laserausgangsleistung entscheidend erhöhen und auch die Strahlqualität ultrakurzer Signale deutlich verbessern. Zudem erreichte er große Verbesserungen in den optischen Eigenschaften von Faserlasern. Weitere Arbeitsgebiete liegen in der mikro- und nanostrukturierten Optik einschließlich photonischer Kristalle und in den linearen und nichtlinearen Wechselwirkungsprozessen zwischen Licht und Materie. Darüber hinaus forscht er in den Bereichen der Ultrakurzpulslichtquellen, Lasermaterialbearbeitung, ultraschnellen Optik, Freiformoptik, optischen Messtechniken, optischen Schichten und Optiken für extreme Wellenlängen.
Er ist Mitbegründer des Netzwerks OptoNet e.V.<ref>Optonet Jena e.V.: OptoNet: Vorstand. In: www.optonet-jena.de. Abgerufen am 31. August 2016.</ref>, SPIE Fellow<ref>Pressemitteilung: Andreas Tünnermann zum SPIE Fellow gewählt. Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, 14. Januar 2013, abgerufen am 31. August 2016.</ref>, Sprecher der Forschungsallianz 3Dsensation<ref>3Dsensation - Kontakt. In: www.3d-sensation.de. Abgerufen am 31. August 2016.</ref>, Vorsitzender des QuNET-Lenkungskreises<ref>Über uns: Die Projektstruktur der QuNET-Initiative. In: qunet-initiative.de. Fraunhofer IOF, abgerufen am 19. Januar 2025.</ref>, Fellow der Max Planck School of Photonics<ref>Fellows der Max Planck School of Photonics. In: photonics.maxplanckschools.org. Max Planck Schools, abgerufen am 30. Juli 2021.</ref>, Vorsitzender des Wissenschaftlich-Technischen Rats (WTR) der Fraunhofer-Gesellschaft<ref>Fraunhofer IOF - Organe/Gremien: Wissenschaftlich-Technischer Rat. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Dezember 2016; abgerufen am 30. Januar 2021.</ref> und Mitglied des Strategic Advisory Board des Quantum Flagship<ref>Quantum Flagship: Strategic Advisory Board (SAB). Abgerufen am 7. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Zudem kam es aus den von ihm geleiteten Instituten zu folgenden Ausgründungen: Quantum Optics Jena GmbH<ref name=":0">Ausgründungen. In: Digital Innovation Hub Photonics (DIHP). Fraunhofer IOF, abgerufen am 8. Juli 2021.</ref>, SPACEOPTIX GmbH<ref name=":0" />, ROBUST AO GmbH<ref name=":0" />, m.c.d. modern camera design GmbH<ref name=":0" />, GLOWWING GmbH & Co. KG<ref name=":0" />, Gitterwerk GmbH, optixfab GmbH, Active Fiber Systems GmbH, microfluidic ChipShop GmbH, Grintech GmbH, Guided COLOR Technologies GmbH und unique-m.o.d.e AG.
Auszeichnungen
- 1997: Röntgenpreis der Justus-Liebig-Universität Gießen
- 2003: Otto-Schott-Forschungspreis der Ernst Abbé Stiftung<ref>7. Otto-Schott-Forschungspreis | SCHOTT AG. Abgerufen am 19. Januar 2020.</ref>
- 2004: Berthold Leibinger Innovationspreis, Berthold Leibinger Stiftung
- 2005: Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, Deutsche Forschungsgemeinschaft
- 2010: Fellow of the Optical Society of America<ref>2010 OSA Fellows. OSA - The Optical Society, abgerufen am 31. August 2016.</ref>
- 2011: Verdienstorden des Freistaats Thüringen
- 2012: Thüringer Forschungspreis
- 2015: ERC-Advanced Grant<ref>Presseinformation: ERC-Grants für Fraunhofer-Wissenschaftler. Fraunhofer-Gesellschaft, 3. Juni 2015, abgerufen am 31. August 2016.</ref>
- 2018: Lothar-Späth-Preis<ref>Pressemitteilung zum Lothar-Späth-Award 2018. In: www.iof.fraunhofer.de. Fraunhofer IOF, abgerufen am 30. Juli 2021.</ref>
- 2018: Kaiser-Friedrich-Forschungspreis<ref>Archiv: Forschungspreis. PhotonicNet GmbH, abgerufen am 30. Juli 2021.</ref>
- 2024: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland<ref>Archiv: Bundesverdienstkreuz. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, abgerufen am 8. Mai 2024.</ref>
Publikationen
Andreas Tünnermann hat eine Vielzahl von Veröffentlichungen getätigt – ein Großteil davon in international renommierten Fachzeitschriften zum Thema Optik.
Weblinks
- Literatur von und über Andreas Tünnermann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Homepage an der Universität Jena (mit CV und Publikationsliste)
- Institutsleitung Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF
- Homepage am Helmholtz-Institut Jena
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Porträt bei der DFG (2005) ( vom 22. Januar 2017 im Internet Archive)
Einzelnachweise
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tünnermann, Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Physiker und Mikrosystemtechniker |
| GEBURTSDATUM | 10. Juni 1963 |
| GEBURTSORT | Ahnsen, Niedersachsen |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Physiker (20. Jahrhundert)
- Physiker (21. Jahrhundert)
- Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
- Leibnizpreisträger
- Träger des Verdienstordens des Freistaats Thüringen
- Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech)
- Institutsleiter der Fraunhofer-Gesellschaft
- Deutscher
- Geboren 1963
- Mann