Anat Kam
Anat Kam (alternative Schreibweise Anat Kamm, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 1987 in Jerusalem<ref name="cv">Anat Kam: Access to docs was easy, ynetnews.com, 4. August 2010.</ref>) ist eine israelische Journalistin.
Leben
Kam wurde 1987 in Jerusalem geboren und besuchte die Hebrew University Secondary School. In ihrer Jugend begann sie sich für Journalismus zu interessieren und schrieb in der lokalen Zeitung Jerusalem (ehemals Yedioth Jerusalem), außerdem auch für den Jugend-Kanal der Internetseite Walla!.<ref name="cv"/>
Im Juli 2005<ref name="cv"/> begann Kam ihren Militärdienst in der israelischen Armee. Von 2005 bis 2007<ref>Israels jüngste Hochverräterin, taz.de, 9. April 2010.</ref> absolvierte sie diesen im Büro von General Jair Naweh, dem damaligen Chef des Israelischen Zentralkommandos.
Nachdem sie ihren Wehrdienst beendet hatte, begann sie im November 2008 Geschichte und Philosophie an der Universität Tel Aviv zu studieren. Zuletzt schrieb sie für das Internetportal Walla!, das zur israelischen Tageszeitung Haaretz gehört, über Popkultur.<ref name="cv"/>
Prozess und Verurteilung
Im Januar 2010 wurde gegen Kam Anklage wegen Spionage und Verletzung der Staatssicherheit erhoben.<ref>Journalistin Anat Kam droht lange Haftstrafe, zeit.de, 8. April 2010.</ref> Ihr wurde vorgeworfen, während ihres Armeediensts geheime Dokumente an den israelischen Enthüllungsjournalisten Uri Blau weitergeleitet zu haben, der diese für einen Bericht über die illegale Tötung von drei Palästinensern durch israelische Soldaten verwendet haben soll. Besagter Zwischenfall hatte sich im Juni 2007 in Dschenin ereignet, im November 2008 erschien Blaus Artikel in der Haaretz. Insgesamt soll Kam ungefähr 2000 Seiten, gut ein Drittel davon als „Top Secret“ eingestuft, kopiert haben. Die Militärzensurbehörde hatte gegen Blaus Text keine Einwände erhoben.<ref>Israels Armee: Die schweigende Spionin, fr-online.de, 8. April 2010.</ref><ref>Porträt: „Ich habe mich wirklich amüsiert“, tagesspiegel.de, 10. April 2010.</ref>
Kam stand ab Dezember 2009 unter Hausarrest; gleichzeitig wurde eine Nachrichtensperre verhängt,<ref>Journalistin droht Haft: Israel will gezielte Tötungen totschweigen, welt.de, 7. April 2010.</ref> die erst Anfang April 2010 gelockert wurde, nachdem Informationen über den Fall international bekannt geworden waren. Am 30. Oktober 2011 wurde sie wegen des Sammelns, des Besitzes und der Weitergabe von klassifizierten militärischen Dokumenten zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren plus eineinhalb auf Bewährung verurteilt – die Anklage wegen Spionage wurde fallen gelassen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Former IDF soldier sentenced to 4.5 years for leaking documents to Haaretz ( vom 26. Februar 2014 im Internet Archive), haaretz.com, 30. Oktober 2011, abgerufen am 28. Januar 2014.</ref> Der fast zweijährige Hausarrest wurde nicht auf die Strafe angerechnet.<ref>4 1/2 Jahre Freiheitsstrafe für eine mutige Journalistin, oraclesyndicate.twoday.net, 30. Oktober 2011.</ref>
Kam trat ihre Haftstrafe am 23. November 2011 im Frauengefängnis Neve Tirza an. Am 31. Dezember 2012 verringerte das Oberste Gericht die Strafe auf dreieinhalb Jahre sowie eineinhalb auf Bewährung.<ref name="haaretz260114"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Anat Kamm released after two years in jail ( vom 25. Juni 2014 im Internet Archive), haaretz.com, 26. Januar 2014, abgerufen am 28. Januar 2014.</ref>
Am 26. Januar 2014 wurde Anat Kam schließlich nach einer Haftdauer von 26 Monaten vorzeitig wegen guter Führung entlassen.<ref name="haaretz260114"/>
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kam, Anat |
| ALTERNATIVNAMEN | Kamm, Anat; ענת קם (hebräisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | israelische Journalistin |
| GEBURTSDATUM | 1987 |
| GEBURTSORT | Jerusalem |