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Alum Creek (Big Walnut Creek)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Alum Creek
Datei:Alum Creek Ohio.jpg
Zusammenfluss von Alum Creek und Big Walnut Creek

Zusammenfluss von Alum Creek und Big Walnut Creek

Daten
Gewässerkennzahl US1066550
Lage Nördliches zentrales Ohio, USA
Flusssystem Mississippi River
Abfluss über Big Walnut Creek → Scioto River → Ohio River → Atlantischer Ozean
Ursprung 2 km südwestlich des Mount Gilead in Morrow County
40° 32′ 0″ N, 82° 49′ 2″ W
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Quellhöhe 350 m<ref name="GE">Google Earth Höhenlage für GNIS-Koordinaten, abgerufen am 24. Juli 2010.</ref>
Mündung Big Walnut Creek bei Obetz, OhioKoordinaten: 39° 52′ 52″ N, 82° 54′ 27″ W
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Mündungshöhe 219 m<ref name="GE"/>
Höhenunterschied 131 m
Sohlgefälle 1,4 ‰
Länge 93 km<ref name="watershed"/>
Einzugsgebiet 320 km²<ref name="watershed">Alum Creek (Big Walnut Creek). In: Geographic Names Information System. United States Geological Survey, United States Department of the Interior; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Durchflossene Stauseen Alum Creek Lake
Großstädte Columbus
Datei:Alumrivermap.png
Alum Creek innerhalb des Einzugsgebiets des Scioto Rivers

Alum Creek innerhalb des Einzugsgebiets des Scioto Rivers

Der Alum Creek ist ein 93 km langer Nebenfluss des Big Walnut Creek im zentralen US-Bundesstaat Ohio. Der Fluss entspringt bei Mount Gilead im Morrow County und fließt danach vornehmlich in südlicher Richtung durch überwiegend landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Er bildet den Alum Creek Lake und mündet südlich von Columbus in den Big Walnut Creek, einem Nebenfluss des Scioto River. Der Alum Creek Lake wurde 1974 als Trinkwasserreservoir für die Stadt Columbus aufgestaut und hat eine Oberfläche von rund 13,7 km². Darüber hinaus schützt der Staudamm vor Hochwasser im südlichen Bereich des Flusses.<ref name="alum creek">Alum Creek. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. August 2013; abgerufen am 24. Juli 2010.</ref>

Im Tal des Alum Creeks wurden Spuren der prähistorischen Adena-Kultur entdeckt, die von etwa 1000 v. Chr. bis 200 n. Chr. hier ansässig war. Am Flusslauf konnten sieben Mounds aus dieser Zeit nachgewiesen werden. Im 18. Jahrhundert gab es einige Dörfer der Delaware am Fluss, die dort eine Zeitlang auf ihrem Weg nach Westen lebten. Einer der ersten europäischen Siedler war Colonel Moses Byxbe, der etwa 150 km² Grundbesitz am Fluss hatte.<ref name="alum creek"/>

Im Krieg von 1812 errichteten Bewohner der Gegend vier Blockhäuser zur Verteidigung. Eins von ihnen stand direkt am Fluss. Fort Cheshire war ein zweistöckiges Blockhaus, das zur Verteidigung mit Schießscharten ausgestattet war. Aus dem überstehenden zweiten Stock konnte heißes Wasser auf die Angreifer gegossen werden. Das Gebäude diente später als Schule und war noch bis zum Amerikanischen Bürgerkrieg intakt. Eine Bronzeplatte erinnert heute am ehemaligen Standort an das Fort.<ref name="alum creek"/>

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte entlang des Alum Creek der sogenannte Underground Railway, wie der Fluchtweg entlaufener Sklaven aus dem Süden genannt wurde. Bis zu 40.000 ehemalige Sklaven sollen über verschiedene Routen des Underground Railway in die Freiheit gelangt sein. Die Africa Road in der Nähe des Flusses bekam ihren Namen, weil eine nahegelegene Siedlung 30 ehemalige Sklaven aus North Carolina aufgenommen hatte.<ref name="alum creek"/>

Namensvarianten

Der Fluss besitzt mehrere Bezeichnungsvarianten:

  • Allum Creek<ref name=autogenerated1>Richmond, W. Edson. Place-Names in Franklin County, Ohio. Ohio State Archaeological and Historical Quarterly v.53 (April, 1944) p.135-159. p145</ref>
  • Elk Creek<ref name=autogenerated1 />
  • Salt Creek<ref>Doctor H.F. Raup Ohio Place Names Research File</ref>
  • Seckle Creek<ref name=autogenerated1 />
  • Sepung Creek<ref name=autogenerated1 />

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Alum Creek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien