Zum Inhalt springen

Altkünkendorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Altkünkendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(157)&title=Altk%C3%BCnkendorf 53° 1′ N, 13° 53′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(157) 53° 0′ 31″ N, 13° 52′ 30″ O
 {{#coordinates:53,008611111111|13,875|primary
dim=10000 globe= name=Altkünkendorf region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 62 m ü. NN
Einwohner: 157 (Dez. 2020)<ref>MOZ.de: Geburt: Weniger Geburten, mehr Einwohner in Angermünde. 18. Januar 2021, abgerufen am 4. April 2023.</ref>
Eingemeindung: 31. Dezember 2000
Postleitzahl: 16278
Vorwahl: 033337
Lage von Altkünkendorf in Brandenburg
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Altkünkendorf ist ein Ortsteil der Stadt Angermünde<ref>Erwähnung als Ortsteil von Angermünde im Kommunalverzeichnis Brandenburg</ref>, staatlich anerkannter Erholungsort und ehemaliges Dorf im Landkreis Uckermark in Brandenburg. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 1287, damals hieß das Dorf noch Konckendorp. Der Ort besitzt zwei Gemeindeteile: Luisenhof und Grumsin.

Details

Am Rande der UNESCO-Weltnaturerbestätte Grumsiner Forst im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gelegen, gibt es in und um Altkünkendorf landschaftlich schöne Routen für Radfahrer und Wanderer. Unweit des Ortes findet man den Heiligen See und den Wolletzsee, an dem auch der Radfernweg Berlin–Usedom langführt.

Die Mitte des 13. Jahrhunderts erbaute Dorfkirche wurde 1850–1860 im neugotischen Stil von Friedrich August Stüler umgebaut. Sie dient der öffentlichen Nutzung durch Konzerte, Ausstellungen, Arbeitskreise etc.

Ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis 1668 besaß die Familie von Arenstorff das Gut, um 1687 die von Lattorff. Von etwa 1788 bis zu Beginn<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel) 1903, 4. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Herbst 1902, S. 781.</ref> der 1920er Jahre gehörte das Gut der Uradelsfamilie von Rohr. Um 1880 hatte das Rittergut Altkünkendorf des Ritterschaftsrates Theobald von Rohr-Wolletz 1156 ha.<ref>P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell: General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche. 1. Band: Das Königreich Preussen, Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1879, S. 6–7, doi:10.18452/377 (hu-berlin.de). Reprint ISBN 3-226-00787-4.</ref> 1914 wiederum besaß die von Rohr’schen Erbengemeinschaft das Anwesen, vertreten durch einen Verwalter, Dr. Bierei.<ref>Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Brandenburg. (1914). Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und größeren Bauernhöfe. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. Handbuch der Königlichen Behörden. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII, 2. Auflage, Band Regierungsbezirk Potsdam. Kreis Angermünde, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 12 f.</ref> Später ging das Gut in bürgerlichen Besitz über, hier vor 1928 an Karl Richtberg.<ref>Ernst Seyfert et al.: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. (1929). Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII, 4. Auflage (Letztausgabe), Band Regierungsbezirk Potsdam. Kreis Angermünde, Selbstverlag von Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 4.</ref> 1946 wurden 889 ha Land enteignet und aufgeteilt.

Geschichte

Die erste belegte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1287.<ref>Siehe L. Enders: Hist. Ortslex. Brandenburg. Teil VIII Uckermark, S. 543.; Vgl. Pr. Br. Rep. 10 B Chorin U 23.</ref> Im Jahr 1354 fiel Oldenkunekendorph an Pommern.

Im Jahr 1459 wurde das Dorf im Brandenburgischen Stiftsmatrikel als wüst geführt. Im Jahre 1495 wurde das Gut Altkünkendorf als Lehen an Otto und Hans von Arnsdorff vergeben.

Im Jahr 1722 wurde das Vorwerk Grumsin gebaut, 1783 der Schulunterricht aufgenommen und 1829 der Luisenhof zum Vorwerk ausgebaut. 1891 erfolgte die Errichtung einer Postagentur in Altkünkendorf.

Im Jahr 1945 wurde der Gutsherr enteignet und der Besitz an 33 Bauern, Kleinbauern und Umsiedler verteilt.

Im Jahr 1988 wurde die Dorfkirche unter Denkmalschutz gestellt. Schiff und Turm dieser Kirche wurden zwischen 1999 und 2001 saniert, die Sanierung der Orgel aus dem Jahr 1850 erfolgte 2003.

Im Jahr 1994 wurde das Gutshaus denkmalgerecht saniert.<ref>Ferien im Gutshaus Alkünkendorf - Das Gutshaus. In: gutshaus-mon-plaisir.de. Abgerufen am 13. September 2021.</ref>

Am 31. Dezember 2000 erfolgte die Eingliederung in die Stadt Angermünde.<ref name="Amtsblatt" />

Am 13. Dezember 2010 wurde Altkünkendorf staatlich anerkannter Erholungsort.<ref>Staatliche Anerkennung von Erholungsorten. In: Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg (Hrsg.): Amtsblatt für Brandenburg. 22. Jahrgang, Nr. 8. Potsdam 2. März 2011, S. 340 (84 S., brandenburg.de [PDF; abgerufen am 12. Januar 2026]).</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Literatur

  • W. Riehl, J. Scheu (Hrsg.): Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz. Commission F. Sala & Co., Selbstverlag J. Scheu, Berlin 1861, S. 286 f., (google.de)<ref>Vgl. Stadt Angermünde (Hrsg.): Die Ortsteile. kostenlose Flyer.</ref>
  • Paul Eichholz u. a.: Die Kunstdenkmäler des Kreises Angermünde. Greiffenberg, Joachimsthal, Amtsbezirke Gorlsdorf, Grimnitz, Altkünkendorf. In: Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. 3., 3., 4, Voss, Berlin 1929.
  • Regina Beier: Chronik Altkünkendorf. Kommunale Entwicklungsgesellschaft Uckermark, Boitzenburger Land, 2010.
  • Gerhard Vinken, Barbara Rimpel et al.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Brandenburg. Hrsg. Georg Dehio Nachf./Dehio-Vereinigung e. V., Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, S. 11.

Weblinks

Commons: Altkünkendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Amtsblatt"> Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 4, Potsdam, den 24. Januar 2001, S. 76, (PDF) </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende