Staraja Ladoga
Vorlage:Infobox Ort in Russland
Staraja Ladoga (Vorlage:RuS; bis 1703 Ladoga, Vorlage:FiS) ist ein Dorf in der Oblast Leningrad in Russland. Im 8. Jahrhundert befand sich hier die älteste und größte Siedlung skandinavischer Waräger in Osteuropa. Bis 1703 besaß Ladoga Stadtrechte.
Geographie
Staraja Ladoga liegt etwa 15 Kilometer südlich der Mündung des Wolchow in den Ladogasee.
Es gehört zum Rajon Wolchowski, liegt knapp 10 km nördlich von dessen Zentrum Wolchow und ist Sitz der Landgemeinde (selskoje posselenije) Staroladoschskoje, zu der noch 16 weitere Dörfer gehören. Die Gesamteinwohnerzahl der Gemeinde beträgt 2573 (Stand Vorlage:EWD).<ref>Vorlage:EWQ</ref>
Geschichte
Um 750 wurde in Ladoga eine Siedlung errichtet, die nach dem Ladogasee oder dem kleinen linken Wolchow-Nebenfluss Ladoga (heute Ladoschka oder Jelena) benannt wurde, deren Namen vermutlich auf das altfinnische *aaldokas – „wellig“ – zurückgehen. Das älteste ermittelte dendrologische Datum ist 753.<ref>Н. Б. Черных: Дендрохронология древнейших горизонтов Старой Ладоги (по материалам раскопки Земляного городище). In: Новые археологические открытия. Leningrad 1985, S. 78–80, hier: S. 79</ref> Bauweise der Anlage und Funde weisen auf skandinavische Siedler hin.
Das Gelände war bis zu 12 Hektar groß und damit die größte bekannte skandinavische Siedlung in Osteuropa, vergleichbar den Siedlungen in Birka und Haithabu. Es gab Werkstätten, unter anderem zur Herstellung von Glas nach arabischem Vorbild. Die älteste in Europa gefundene arabische Münze von 786 wurde hier gefunden.<ref>Nooman 1980</ref> 862 soll der Waräger Rjurik hier seine Herrschaft über die Rus begonnen haben. Die Runeninschriften Alt-Ladoga I + II wurden 1950 und 1975 in Alt-Ladoga gefunden.
Das Zentrum von Staraja Ladoga bildet eine Befestigung an der Stelle, wo die Jelena in den Wolchow mündet. Der Ort war an einem strategisch wichtigen Punkt gelegen, da sich dort der einzige Hafen für Schiffe befand, die den Wolchow nicht befahren konnten.
Zar Peter der Große gründete 1703 bei der Mündung des Wolchow in den Ladogasee Nowaja Ladoga („Neu-Ladoga“) und benannte das alte Ladoga (ursprünglich Aldogaborg<ref>Johann Jakob Egli: Nomina geographica. Sprach- und Sacherklärung von 42000 geographischen Namen aller Erdräume. Friedrich Brandstetter, 2. Aufl. Leipzig 1893, S. 520</ref>) in Staraja Ladoga („Alt-Ladoga“) um.
Im Jahre 2003 wurde das angebliche 1250-jährige Gründungsjubiläum unter anderem durch Wladimir Putin begangen.
Galerie
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Alte Festung in Staraja Ladoga
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Georgskirche
Einzelnachweise
<references/>
Literatur
- Ingmar Jansson: Skandinavien, Baltikum och Rus' under vikingatiden. In: Det 22. nordiske historikermøte. Rapport I: Norden og Baltikum. Oslo 1994.
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