Zum Inhalt springen

Alexander Straßmeir

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Alexander Straßmeir (* 1964 in West-Berlin) ist ein deutscher Verwaltungsjurist und Politiker (CDU). Er war von 2012 bis 2016 Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz. Seit April 2026 ist er Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhang in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ausbildung und Beruf

Straßmeir ist ein Sohn des CDU-Politikers Günter Straßmeir (1929–2009). Er studierte an der Freien Universität Berlin Rechtswissenschaften und Philosophie. Nach dem Abschluss der juristischen Staatsexamina arbeitete er ab September 1992 im Wissenschaftlichen Parlamentsdienst des Berliner Abgeordnetenhauses. 1993 wechselte er in die Berliner Senatskanzlei, wo er bis zu seiner Wahl zum Bezirksstadtrat 1996 zunächst als Referent und dann als Referatsleiter tätig war.

Von 2002 bis zu seiner Ernennung zum Staatssekretär war Straßmeir im Konsistorium der Evangelischen Kirche tätig. Er war dort Abteilungsleiter und Stellvertreter des Konsistorialpräsidenten Ulrich Seelemann.<ref name="berlinmagazin">Berliner Justizstaatssekretär Alexander Straßmeir trat sein Amt an. 28. August 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 10. Mai 2020.</ref>

Von Mitte 2018 bis Ende 2022 war er Präsident des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin und folgte somit auf Claudia Langeheine, welche die erste Präsidentin des neu gegründeten Amtes war.<ref>Straßmeir soll neuer Chef von Flüchtlingsamt werden. Abgerufen am 9. Mai 2020.</ref>

Von Januar 2023 bis April 2026 war Straßmeir Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin.<ref>Chef des Berliner Flüchtlingsamtes wechselt in andere Behörde. In: Tagesspiegel. Tagesspiegel, 5. Dezember 2022, abgerufen am 26. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Alexander Straßmeir. Landesamt für Gesundheit und Soziales, abgerufen am 2. Mai 2023.</ref>

Politik

Straßmeir ist Mitglied der CDU.<ref name="tagesspiegel">CDU-Parteifreunde lassen Straßmeir fallen, Der Tagesspiegel, 6. Dezember 2001</ref>

Ab 1996 war Straßmeir Bezirksstadtrat für Bau- und Wohnungswesen sowie Umweltschutz in Berlin-Wilmersdorf. Ab 2000 zeichnete er auch für Jugend, Sport und Schule verantwortlich. Auch im Bezirksamt des fusionierten Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf übernahm Straßmeir die Funktion des Bezirksstadtrats für Bauwesen und Umweltschutz. Nach der vorgezogenen Neuwahl der Bezirksverordnetenversammlung im Oktober 2001 schied er aus dem Amt.<ref name="tagesspiegel" />

Am 1. Dezember 2011 wurde Straßmeir mit Wirkung zum 1. Januar 2012 zum Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz ernannt. Seit seinem Amtsantritt war Straßmeir dort für Justiz verantwortlich. Nach dem Rücktritt Michael Brauns vom Amt des Justizsenators galt Straßmeir zwischenzeitlich als möglicher Nachfolger.<ref name="berlinmagazin" /><ref>Henkels Kandidaten für Justiz und Polizei, BZ, 27. Dezember 2011</ref><ref>Rätselraten um Berlins neuen Justizsenator, Berliner Zeitung, 28. Dezember 2011</ref> Er blieb auch unter Senator Thomas Heilmann Staatssekretär. Nach der Abgeordnetenhauswahl 2016 wurde die rot-schwarze Koalition (Senat Müller I) durch eine rot-rot-grüne Koalition (Senat Müller II) abgelöst und Straßmeir mit 18. Dezember 2016 in den einstweiligen Ruhestand versetzt.<ref>Senat beschließt Ernennung weiterer Staatssekretärinnen und eines Staatssekretärs. Der Regierende Bürgermeister - Senatskanzlei, 13. Dezember 2016, abgerufen am 13. Dezember 2016.</ref> Nach der Entlassung des Staatssekretärs Oliver Friederici aufgrund der „Fördergeld-Affäre“ wurde Straßmeir am 21. April 2026 zum Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt berufen.<ref>Joachim Fahrun: Kultursenatorin Wedl-Wilson entlässt ihren Staatssekretär Friederici. 21. April 2026, abgerufen am 21. April 2026.</ref>

Einzelnachweise

<references />