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Alexander von Branca

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(Weitergeleitet von Alexander Freiherr von Branca)
Datei:Dipl. Ing. Frh. v. Branca Foto von Willy Pragher.jpg
Alexander von Branca in Freiburg mit dem Modell der von ihm entworfenen Oberpostdirektion Freiburg im Breisgau (Foto von Willy Pragher, 1969)

Alexander Raimund Freiherr von Branca (* 11. Januar 1919 in Schwabing, München; † 21. März 2011 in Miesbach)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Alexander Freiherr von Branca ist tot (Memento vom 24. März 2011 im Internet Archive), BR-online vom 23. März 2011. Abgerufen am 26. Mai 2015.</ref> war ein deutscher Architekt.

Familie

Freiherr von Branca war der einzige Sohn aus der zweiten Ehe seines Vaters, des Offiziers und Diplomaten Wilhelm Freiherr von Branca (1870–1958) und der Malerin Hedwig Frankenburger (1890–1985), die unter dem Namen Hedwig Branca-Kent bekannt wurde; die Ehe wurde 1922 geschieden.

Alexander Freiherr von Branca war in erster Ehe mit der Tochter von Georg Enoch Freiherr von und zu Guttenberg, Theresa Freiin zu Guttenberg (1929–1953), verheiratet, mit der er einen Sohn hatte. Bald nach dem Tod der ersten Frau heiratete er die in seinem Büro tätige Architektin Carolina Bernasconi (1929–2021). Aus dieser Ehe sind ein Sohn und drei Töchter hervorgegangen.<ref>Monika Ziegler: Zum Tode von Carla von Branca. In: KulturVision e. V. 8. Mai 2021, abgerufen am 7. April 2025.</ref>

Er lebte auf einem denkmalgeschützten Bauernhof in Miesbach, wo er am 21. März 2011 verstarb.

Werdegang

Die Familie lebte in Schwabing. Er besuchte das Landschulheim Neubeuern. Als Sohn protestantischer Eltern trat er zum Katholizismus über.<ref>Dipl.-Ing. Alexander Freiherr von Branca Architekt im Gespräch mit Dr. Michael Schramm. (PDF; 39 kB) BR-alpha, 26. Januar 1998, abgerufen am 8. August 2015.</ref> Während des Zweiten Weltkriegs 1941 besuchte er Abendkurse in der Zeichen- und Architekturschule Blocherer. Von Branca war Soldat, war aber während der Nazi-Herrschaft auch in Gestapo-Haft interniert. „In dieser Zeit gab ihm der Glauben viel Kraft.“<ref>tz.de: Alexander von Branca ist tot – Er brachte die Welt zur Wiesn. (web) tz.de, abgerufen am 22. März 2011.</ref>

Von 1946 bis 1948 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule München. 1948 setzte er sein Studium dann an der ETH Zürich fort. Ab 1951 war er in einem eigenen Architekturbüro in München tätig. 1953 war er künstlerischer Leiter der Deutschen Verkehrsausstellung in München und von 1972 bis 1988 Heimatpfleger von München. Seine Büronachfolge trat 2006 seine Tochter Alexandra Freiin von Branca an.

1970 wurde er von Kardinal-Großmeister Eugène Tisserant, dem Dekan des Kardinalskollegiums, zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 5. Dezember 1970 im Kölner Dom durch Lorenz Kardinal Jaeger, Großprior des Ordens, sowie Alois Hundhammer, Statthalter in Deutschland, investiert.

Architekturverständnis

Kennzeichnend für seine Architektur sind die Verwendung großflächiger Wände, Verblendungen mit Natursteinen und der Festungscharakter seiner 29 Kirchenbauten. Über das Architekturverständnis Die Form folgt der Funktion sagt Freiherr von Branca:

„Ja, die Formel „form follows function“ ist falsch, ist einfach ein Irrtum. Ich glaube auch, dass Sullivan das nicht nur materialistisch oder in Bezug auf Material gemeint hat, gerade wenn man von einer Kirche spricht. Was ist denn die Funktion einer Kirche? Die Funktion einer Kirche ist, die Menschen aus der Zerstreutheit in die Sammlung zu führen. Wenn ich Sammlung will, muß der Raum so sein, dass er Sammlung zuläßt. Wenn Funktion so verstanden wird, könnte man das so formulieren, aber es ist eben nicht so verstanden worden oder wird nicht so verstanden.“<ref name="bronline">Dipl.-Ing. Alexander Freiherr von Branca Architekt im Gespräch mit Dr. Michael Schramm. (PDF; 39 kB) BR-alpha, 26. Januar 1998, S. 5, abgerufen am 8. August 2015.</ref>

Bauten

Datei:Anbetungskirche Schönstatt.JPG
Anbetungskirche auf Berg Schönstatt
Datei:Munich subway station Theresienwiese.jpg
Münchener U-Bahnhof Theresienwiese
Datei:Munich subway Marienplatz extension.jpg
Münchener U-Bahnhof Marienplatz, Erweiterung 2006
Datei:Hamburg.IntSeegerichtshof.Eingang.wmt.jpg
Eingangsbereich des Internationalen Seegerichtshofs Hamburg
Datei:Schanzl-Turm in Passau.jpg
Der Schanzlturm in Passau
Datei:Kirche Verklärung Christi in Rohrbach an der Ilm.jpg
Innenraum der Kirche Verklärung Christi in Rohrbach

Auszeichnungen und Ehrungen

Ausstellungen

Literatur

  • Alexander von Branca: Facetten eines Lebens. Verlag Urfeld, Bad Tölz 2001, ISBN 3-932857-18-6.
  • Architekturmuseum Schwaben (Hrsg.): Alexander Freiherr von Branca (1919), Augsburg 2019.
  • Karin Blum (Hrsg.): Alexander von Branca – Architektur für Bauherren. Verlagshaus Kastner, Wolnzach 2003, ISBN 3-936154-96-1.
  • E. Burmeister, H. Caspari (Bearb.): Alexander Freiherr von Branca. Kat. Ausst. FH München, 1979.
  • Thomas von Nies: Alexander Freiherr von Branca zum 100. Geburtstag, Ein richtungsweisender Kirchenbaumeister aus Bayern, in: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmalpflege Informationen, Nr. 171 (2019), S. 39–42.

Weblinks

Commons: Alexander von Branca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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