Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Aluminiumchlorat – Wikipedia Zum Inhalt springen

Aluminiumchlorat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Al(ClO3)3)
Strukturformel
Aluminiumion <math>\mathrm{ \ \Biggl[}</math> Chloration <math>\mathrm{ \ \!\ \Biggr]_3^-}</math>
Allgemeines
Name Aluminiumchlorat
Summenformel Al(ClO3)3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 239-499-7
ECHA-InfoCard 100.035.893
PubChem 161130
ChemSpider 141550
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 277,33 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

Zersetzung<ref name=hbic>Dale L. Perry, Sidney L. Phillips. Handbook of Inorganic Compounds, 1995, CRC Press, ISBN 0849386713.</ref>

Löslichkeit

gut löslich in Wasser und Ethanol<ref name=hbic/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Aluminiumchlorat ist ein Aluminiumsalz der Chlorsäure mit der Summenformel Al(ClO3)3, das als Arzneistoff verwendet wurde.

Darstellung und Verwendung

In wässriger Lösung wird das Aluminiumchlorat durch Umsetzung von Bariumchlorat mit Aluminiumsulfat hergestellt, wobei das schwerlösliche Bariumsulfat ausfällt:

<math>\mathrm{3 \ Ba(ClO_3)_2 + Al_2(SO_4)_3 \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{2 \ Al(ClO_3)_3 + 3 \ BaSO_4 \downarrow}</math>

Die Substanz wurde daraus nicht isoliert, sondern die Lösung weiterverarbeitet. 25%ige Aluminiumchloratlösung wurde früher medizinisch als adstringierend, antiseptisch und antimikrobiell wirkende Flüssigkeit<ref>leo-bw.de: Friedrich Mallebrein, abgerufen am 4. Januar 2015.</ref> zur Mundspülung<ref>Friedrich Mallebrein: Deutsch: Diese wissenschaftliche Veröffentlichung von Friedrich Mallebrein und C. Wasmer ist die Grundlage für die Erfindung des Medikaments Mallebrin. Auf der Suche nach Behandlungen für Tuberkulose entdecken Mallebrein und Wasmer interessante Wirkungen von Aluminiumchlorat gegen Beschwerden im Mund- und Rachenraum. Die Arbeit erschien in der Zeitschrift für Tuberkulose. Bd. 18, H. 3, 1912. 1912, abgerufen am 7. Dezember 2021.</ref>, Blutstillung und Behandlung von Wunden und Geschwüren verwendet.<ref>Franz von Bruchhausen: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, S. 141, 1997, Springer Verlag, ISBN 3540526889.</ref> Der Einsatz als Antiseptikum beruht auf der irrigen Vorstellung, dass Chlorate Sauerstoff abspalten würden, der dann Bakterien töten würde. Die Verwendung von Aluminiumchlorat wurde inzwischen wegen der beträchtlichen Toxizität von Chloraten und deren Unwirksamkeit als Antiseptika aufgegeben.<ref>Harry Auterhoff, Lehrbuch der pharmazeutischen Chemie, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 1968</ref> Heutige Adstringentien verwenden Aluminiumchlorid oder Kaliumaluminiumsulfat anstelle des Aluminiumchlorats.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mallebrin® – Mundgesundheit bis in den Rachen (Memento vom 2. Februar 2019 im Internet Archive)</ref>

Eigenschaften

Aluminiumchlorat bildet farblose, in Wasser gut lösliche Kristalle, die sich leicht beim Erhitzen und längerer Lagerung über 35 °C zu Aluminiumchlorid und Sauerstoff zersetzen. Bekannt sind das Hexahydrat Al(ClO3)3 · 6 H2O und das Nonahydrat Al(ClO3)3 · 9 H2O; letzteres bildet sich beim vorsichtigen Eindampfen aus wässriger Lösung.<ref name=hbic/> Wie alle Chlorate ist auch Aluminiumchlorat ein starkes Oxidationsmittel, das mit brennbaren Stoffen explosionsartig reagieren kann.

Einzelnachweise

<references />