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Klaus Aktories

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Klaus Aktories (* 4. August 1948 in Wanne-Eickel<ref name=starke2007>Klaus Starke: Die Geschichte des Pharmakologischen Instituts der Universität Freiburg. 2. Auflage; 2007 PDF-Datei.</ref>) ist ein deutscher Mediziner und Pharmakologe. Sein Forschungsinteresse gilt der Signaltransduktion durch GTPasen und ihrer Wechselwirkung mit bakteriellen Toxinen.

Leben

Aktories studierte Pharmazie und Medizin in Frankfurt am Main.<ref name=lebenslauf>Lebenslauf von Klaus Aktories beim Institut für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universität Freiburg, abgerufen am 31. Dezember 2010</ref> Unter Anleitung von Hans-Dieter Taubert fertigte er seine Dissertationsschrift Die Beeinflussung des Ovarialzyklus durch verschiedene Typen hormonaler Kontrazeptiva an und wurde 1977 zum Dr. med. promoviert. An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg wurde er 1981 zum Dr. rer. nat. promoviert („Hemmung der Fettzellen-Adenylat-Cyclase durch hormonale Faktoren und Pharmaka“). Von 1981 bis 1984 arbeitete Aktories am Pharmakologischen Institut der Universität Heidelberg bei Günter Schultz und habilitierte sich 1983 zum Thema Hormonsensitive GTPasen – Untersuchungen über die Regulation und Rolle von GTPasen bei der hormonellen Kontrolle der Adenylat-Cyclase.<ref name=starke2007 />

Von 1985 bis 1989 und 1989 bis 1991 hatte Aktories eine außerordentliche Professur in Gießen bzw. Essen inne. 1991 wechselte er auf eine ordentliche Professur an die Universität des Saarlandes.<ref name=lebenslauf /> 1995 wurde er aus 57 Bewerbern für den Lehrstuhl I des Institut für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universität Freiburg ausgewählt und berufen.<ref name=starke2007 />

Werk

Die Arbeit von Klaus Aktories trägt wesentlich zum Verständnis der Wirkweise von bakteriellen Proteintoxinen bei. So konnten er und seine Mitarbeiter 1986 zeigen, dass das Botulinum C2-Toxin durch eine ADP-Ribosylierung die Polymerstruktur von Aktin zerstört.<ref>K. Aktories, M. Bärmann, I. Ohishi, S. Tsuyama, K. H. Jakobs, E. Habermann: Botulinum C2 toxin ADP-ribosylates actin. In: Nature. Band 322, Nummer 6077, 1986 Jul 24-30, S. 390–392, ISSN 0028-0836. doi:10.1038/322390a0. PMID 3736664.</ref> Die Clostridium difficile Toxine A und B<ref>I. Just, J. Selzer, M. Wilm, C. von Eichel-Streiber, M. Mann, K. Aktories: Glucosylation of Rho proteins by Clostridium difficile toxin B. In: Nature. Band 375, Nummer 6531, Juni 1995, S. 500–503, ISSN 0028-0836. doi:10.1038/375500a0. PMID 7777059.</ref>, der Zyototoxisch-nekrotisierende Faktor 1 aus E. coli-Stämmen<ref>G. Schmidt, P. Sehr, M. Wilm, J. Selzer, M. Mann, K. Aktories: Gln 63 of Rho is deamidated by Escherichia coli cytotoxic necrotizing factor-1. In: Nature. Band 387, Nummer 6634, Juni 1997, S. 725–729, ISSN 0028-0836. doi:10.1038/42735. PMID 9192900.</ref> und die Toxine von Photorhabdus luminescens<ref>A. E. Lang, G. Schmidt, A. Schlosser, T. D. Hey, I. M. Larrinua, J. J. Sheets, H. G. Mannherz, K. Aktories: Photorhabdus luminescens toxins ADP-ribosylate actin and RhoA to force actin clustering. In: Science. Band 327, Nummer 5969, Februar 2010, S. 1139–1142, ISSN 1095-9203. doi:10.1126/science.1184557. PMID 20185726.</ref> führen über Modifikation von Rho-GTPasen gleichfalls zu einer Zerstörung des Zytoskeletts.

Einen tieferen Einblick in die Forschung von Klaus Aktories erlaubt eine 2005 erschienene Übersichtsarbeit.<ref>K. Aktories, J. T. Barbieri: Bacterial cytotoxins: targeting eukaryotic switches. In: Nature reviews. Microbiology. Band 3, Nummer 5, Mai 2005, S. 397–410, ISSN 1740-1526. doi:10.1038/nrmicro1150. PMID 15821726. (Review).</ref>

Zusammen mit anderen ist Aktories Herausgeber des von Wolfgang Forth begründeten deutschsprachigen Standardwerks Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.<ref>K. Aktories, U. Förstermann, F. Hofmann und K. Starke: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. 10. Auflage. München, Elsevier 2009. ISBN 978-3-437-42522-6.</ref>

Auszeichnungen

Einzelnachweise

<references />

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