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Aktionstheater Panoptikum

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Vorlage:Hinweisbaustein Das Aktionstheater Panoptikum (eigene Schreibweise: Aktionstheater PAN.OPTIKUM) ist ein Theaterensemble mit Sitz in Freiburg im Breisgau.

Geschichte

Im Jahr 1982 wurde die Gruppe Panoptikum von Nesa Gschwend<ref>Corinne Schatz: Die Künstlerin Nesa Gschwend ist nach kurzer Krankheit verstorben. 27. Juni 2022, abgerufen am 6. Juni 2024.</ref> und Frank Niemöller in Berlin gegründet<ref>Gschwend Bohn, Nesa (1959–2022). Abgerufen am 5. Juni 2024.</ref>, mit dem Ziel, Performances im öffentlichen Raum zu zeigen.<ref>Über PAN.OPTIKUM. In: Aktionstheater PAN.OPTIKUM. 17. März 2016, abgerufen am 6. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Name „Panoptikum“ leitete sich von den in den 1920er Jahren ganz in der Nähe des Gründungsortes beheimateten Panoptikums ab, in denen Menschen zur Schau gestellt wurden und die dort ohne ihr eigenes Einverständnis ausgestellt und bloßgestellt wurden. Schon zu Beginn stellte Panoptikum Menschenskulpturen resp. sich selber an verschiedenen Festivals und in Galerien aus. 1983 wurde von Nesa Gschwend und Frank Niemöller nach einem längeren Aufenthalt in Indonesien eine erste große Installation auf dem Rathausmarkt in Hamburg realisiert. Diese Installation bildete für Nesa Gschwend auch den Auftakt zu den großen Windfiguren, die über längere Zeit ein Markenzeichen von Panoptikum waren. 1986 verließ Nesa Gschwend die Gruppe und kehrte in die Schweiz zurück und widmete sich fortan ihren eigenen Soloperformances und Kunstprojekten.

Nachdem sich in den 1960er und 1970er Jahren viele freie Theater als Gegenmodell zu der vorherrschenden Stadttheaterkultur positionierten, folgte zu Beginn der 1980er Jahre eine weitere Gründungswelle von Theatern und Straßentheatern in Europa. In Spanien etwa entstand die Gruppe „La Fura dels Baus“, in Frankreich das Ensemble „Royal de Luxe“, in Amsterdam „Dogtroep“.

Mit dem Eintritt von Sigrun Fritsch 1988 und Ralf Buron 1989 in das Ensemble verlagerte sich der Schwerpunkt der Inszenierungen. Vorbild waren nun Inszenierungen im öffentlichen Raum, die Ideen des Bauhauses Dessau aus den 1920er Jahren aufgriffen und sich an der Verbindung von Architektur und darstellender Kunst orientierten. In dieser Zeit entstanden erste große Produktionen, wie zum Beispiel über Max Ernst, mit denen Panoptikum zum Worldfest nach Atlanta eingeladen wurde.

Anfang der 1990er Jahre verlegte das Ensemble seinen Sitz des Theaters nach Freiburg im Breisgau. Dort wurden mit Produktionen wie Liebe und Tod, einer Inszenierung zweier Barockopern mit dem Freiburger Barockorchester, und Bachs Weihnachtsoratorium die Grundlagen einer konzeptionellen Weiterentwicklung geschaffen.

Im Jahr 1999 fusioniert das Ensemble mit Nachtwerk aus Stuttgart, einer Gruppe von Pyrotechnikern um Karl Rechtenbacher und entwickelte zum Goethejahr die Straßenproduktion Prometheus. Gemeinsam mit dem neuen Ensemblemitglied Matthias Rettner wurden Produktionen für mehrere tausend Zuschauer entwickelt und aufgeführt. Mit diesen Inszenierungen gastiert das mittlerweile fast 40 Personen umfassende Ensemble seit 2003 in Europa und Südamerika bei großen Theaterfestivals, so unter anderen beim Sziget-Festival in Budapest, beim Glastonbury Festival in England, beim Tàrrega-Festival<ref>„Orpheus“ de Panoptikum inauguró la Fira de Tàrrega, Artezblai, 8. September 2006.</ref> in Spanien sowie in Caracas, Santiago de Chile, Bogotá<ref>Il Corso, de Pan Optikum cierra el Festival Iberoamericano de Teatro, Colombia.com, 17. April 2006.</ref><ref>Teatro en el mundo: Pan.Optikum en Bogotá, El bloc de notes d'en Toni, 26. April 2006.</ref>, Guanajuato, Guadalajara.

An der Produktion Romeo feat. Julia – Die HipHopHelden aus dem Jahr 2012 war das Aktionstheater PAN.OPTIKUM mit seiner Verantwortung für Bühnenbild und Objekte beteiligt.<ref>Kurzbeschreibung ROMEO FEAT. JULIA Webseite des Aktionstheaters PAN.OPTIKUM. Abgerufen am 21. Okt. 2025</ref>

Produktionen

Auszeichnungen

  • 2002: 1. Preis für IL CORSO als beste Outdoor-Produktion beim Internationalen Straßentheaterfestival in Holzminden
  • 2005: Kulturpreis Baden-Württemberg (Hauptpreis, geteilt mit Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble)
  • 2006: 1. Preis für ORPHEUS als beste Outdoor-Produktion beim Tárrega-Festival in Spanien
  • 2008: Preis des Bundeswettbewerbs „Mixed Up“ für Kulturelle Jugend- und Kinderbildung für das Projekt Being Tween

Literatur

  • Matthias Rettner (Hrsg.): Power of Diversity. The Crossing Lines Project. Deutsch und Englisch. Theater der Zeit, Berlin 2018, ISBN 978-3-95749-137-4.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />