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Adel Theodor Khoury

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Adel Theodor Khoury (arabisch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., DMG Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.; * 26. März 1930 in Tebnine, Libanon; † 14. Juli 2023 in Bonn<ref>Christlicher Islam-Experte Adel Theodor Khoury gestorben</ref>) war ein libanesischer melkitisch griechisch-katholischer Priester, Theologe, Islamwissenschaftler und Koranübersetzer. Khoury war von 1970 bis 1993 Professor für Allgemeine Religionswissenschaft an der Universität Münster.

Leben

Adel Khoury studierte bei der Priestergemeinschaft der melkitischen Paulisten<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 27. Juli 2011 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> im Libanon Philosophie und Theologie, 1953 wurde er zum Priester geweiht. Es folgten weitere Studien der Orientalistik an der Université Saint-Joseph in Beirut und der Philosophie in Lyon, die er jeweils mit einem Lizenziat abschloss. Von 1961 bis 1963 unterrichtete Khoury am melkitischen Priesterseminar St. Anna in Ostjerusalem Philosophie. In Lyon habilitierte er sich 1966 bei Roger Arnaldez mit einer Arbeit (französisch thèse d’Etat) über die „Dialoge mit einem Muslim“ des byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos aus dem späten 14. Jahrhundert zum Dr. ès Lettres. Beachtung jenseits der Wissenschaft fand diese Publikation vor allem deshalb, weil Papst Benedikt XVI. aus ihr 2006 in einer Rede in Regensburg zitierte,<ref>Ansprache Papst Benedikts XVI. in der Aula Magna der Universität Regensburg - Dienstag, 12. September 2006</ref> die zu einer weltweiten, vor allem katholisch-islamischen Debatte führte.

In der Zeit seiner Habilitation kam Khoury 1963 als Alexander-von-Humboldt-Stipendiat an die Universität Münster, wo er 1964 Assistent des katholischen Religionswissenschaftlers Anton Antweiler wurde. Als Nachfolger des emeritierten Antweiler wurde Khoury 1970 zum Professor und Leiter des Seminars für Allgemeine Religionswissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät in Münster berufen und blieb dies bis zu seiner Emeritierung 1993. Khoury war Begründer und Leiter der Forschungsstelle für den christlich-islamischen Dialog in Harissa (Libanon).

Adel Theodor Khoury war Archimandrit ehrenhalber und ein jüngerer Bruder des libanesischen Religionsphilosophen Paul Khoury (1921–2021).

Er lebte unter anderem in Altenberge und starb im Juli 2023 im Alter von 93 Jahren in Bonn.

Christentum und Islam

Als Theologe förderte Adel Theodor Khoury besonders die Verständigung zwischen Christentum und Islam. Er schrieb beachtliche Studien über den Islam und die Charakteristika dieser Religion. Eine der bedeutendsten deutschen Übersetzungen des Korans stammt von ihm. Der Übersetzer legte besonderen Wert darauf, in Zweifelsfällen der üblichen Auslegung des islamischen „Mainstream“ zu folgen. Dadurch findet der Leser in diesem Text nicht das Koranverständnis einer religiösen Minderheit, sondern das der großen Mehrheit der Muslime. Die Islamische Republik Iran hat seine Koranübersetzung 2009 als „Buch des Jahres“ in der Kategorie „Islamische Studien“ ausgezeichnet.<ref>Iran ehrt deutschen Koran. In NWZ Online. 25. Februar 2009.</ref>

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • 1966 Manuel II. Paléologue. Entretiens avec un musulman. Introduction, texte critique, traduction et notes. Editions du Cerf, Paris.
  • 1969 Les théologiens byzantins et l’Islam.
  • 1969 Der theologische Streit der Byzantiner mit dem Islam.
  • 1971 Georges de Trébizonde et l’union islamo-chrétienne. 1971.
  • 1972 Polémique byz. contre l’Islam.
  • 1978 Einführung in die Grundlagen des Islams. Verlag Styria, Graz/Wien/Köln, ISBN 3-222-11126-X.
  • 1980 Toleranz im Islam. Grünewald, München/Mainz, ISBN 3-459-01250-1 / 9783459012503 / 3-459-01250-1.
  • 1981 Gebete des Islams. 1981.
  • 1982 Begegnung und der Islam. Eine Einführung. 1982.
  • 1983 Un modèle d'État islamique: l’Arabie Saoudite (= Tendances et courants de l’Islam arabe contemporain. Band 2). Chr. Kaiser, München / Grünewald, Mainz, ISBN 3-459-01524-1 / ISBN 3-7867-1060-0.
  • 1988 So sprach der Prophet. GTB Siebenstern 785, ISBN 3-579-00785-8.
  • 1988 Der Islam: sein Glaube, seine Lebensordnung, sein Anspruch. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien, ISBN 3-451-04167-7.
  • 1991 als Hrsg. mit Ludwig Hagemann und Peter Heine: Lexikon des Islam: Geschichte, Ideen, Gestalten. 3 Bände. Herder, Freiburg im Breisgau, ISBN 3-451-04036-0, überarbeitete Neuauflage ebenda 1999, ISBN 3-451-04753-5, CD-ROM 2004, ISBN 3-89853-447-2.
  • 1991 Was sagt der Koran zum Heiligen Krieg. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, ISBN 3-579-00789-0, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage 2007, ISBN 3-579-06485-1.
  • 1993 als Hrsg.: Das Ethos der Weltreligionen. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien, ISBN 3-451-04166-9.
  • 1994 Christen unterm Halbmond: religiöse Minderheiten unter der Herrschaft des Islam. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien, ISBN 3-451-22851-3.
  • 1995–2001 als Hrsg.: Kleine Bibliothek der Religionen. 10 Bände. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien.
  • 1997, mit Ludwig Hagemann: Dürfen Muslime auf Dauer in einem nicht-islamischen Land leben? Zu einer Dimension der Integration muslimischer Mitbürger in eine nicht-islamische Gesellschaftsordnung. Echter Verlag, Würzburg, ISBN 3-429-01901-X; Oros Verlag, Altenberge, ISBN 3-89375-144-0.
  • 2000, mit Peter Heine und Janbernd Oebbecke: Handbuch Recht und Kultur des Islams in der deutschen Gesellschaft: Probleme im Alltag – Hintergründe – Antworten. Gütersloher Verlags-Haus, Gütersloh, ISBN 3-579-02663-1.
  • 2001 Der Islam und die westliche Welt: religiöse und politische Grundfragen. WBG bzw. Primus, Darmstadt, ISBN 3-89678-437-4.
  • 2001 Einleitung. In: Günter Kettermann: Atlas zur Geschichte des Islam. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt.
  • 2002 Mit Muslimen in Frieden leben. Friedenspotentiale des Islam. Echter, Würzburg, ISBN 3-429-02455-2.
  • 2003 als Hrsg.: Krieg und Gewalt in den Weltreligionen: Fakten und Hintergründe. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien, ISBN 3-451-28245-3.
  • 2004 Übersetzung und Kommentar: Der Koran: arabisch-deutsch. Kaiser/Gütersloher Verl.-Haus, Gütersloh, ISBN 3-579-05408-2.
  • 2005 Der Koran: erschlossen und kommentiert von Adel Theodor Khoury. Patmos, Düsseldorf, ISBN 3-491-72485-6 (Rezension bei H-Soz-u-Kult)
  • 2005 als Hrsg.: Die Weltreligionen und die Ethik. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien, ISBN 3-451-05648-8.
  • 2005 Sufanieh: eine Botschaft für die Christen in der Welt. Oros, Altenberge, ISBN 3-89375-212-9.
  • 2008 ff. Der Hadith. Urkunde der islamischen Tradition. Ausgewählt und übersetzt von Adel Theador Khoury. Gütersloh, ISBN 3-579-08066-0 / ISBN 978-3-579-08066-6.

Literatur

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Weblinks

Einzelnachweise

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