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Albumasar

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Datei:Albumasar (Nikolaikirche Stralsund).jpg
Darstellung Albumasars auf der Astronomischen Uhr von Nikolaus Lilienfeld

Albumasar (Dscha'far ibn Muhammad Abu Ma'schar al-Balchi, arabisch أبو معشر جعفر بن محمد بن عمر البلخي, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch Albumazar, kurz auch Abu Maʿshar, genannt auch al-Falaki; * um 787 in Balch; † 886) war ein persischer Mathematiker, Astronom und Astrologe.

Leben und Wirken

Albumasar wurde in der Stadt Balch in der Provinz Chorasan, dem damaligen Persien, geboren. Er studierte zu Beginn seiner Laufbahn als Gelehrter die Lehren Mohammeds, wandte sich aber zwischen seinem 30. und 40. Lebensjahr der Astronomie und der Astrologie zu.<ref name="WDL">Flowers of Abu Ma'shar. In: World Digital Library. 1488, abgerufen am 15. Juli 2013.</ref> Er erstellte Horoskope sowohl von Mohammed als auch von Christus. Nach seiner Interpretation der Sterne wurde die Welt geschaffen, als die sieben damals bekannten Planeten (d. h. Sonne und Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn) in Konjunktion im ersten Grad des Sternbildes Widder standen. Für den Untergang der Welt stellte er ebenfalls eine Prognose für eine ähnliche Konjunktion.

Von Tycho Brahe wurde er zitiert als früher Kritiker der Peripatetiker<ref>Peripatetiker wurden die Vertreter der aristotelischen Meinung genannt. Diese konnten "Neue Sterne" und Kometen hinter dem Mond nicht akzeptieren.</ref> bezüglich der Kometen jenseits der Mondsphäre (siehe Komet von 1577), auch wenn Albumasars überlieferte Begründung des Farbwechsels nicht überzeugt.<ref>siehe S. 19 von Bernd Pfeiffer: Ein “Pfauenschwantz” am Himmel? Der Einfluss der Kometenbeobachtungen um 1600. (13. Okt. 2013; PDF; 3,5 MB)</ref>

Sein Buch Introductorium in astronomiam ist einer der arabischen Texte, welche die philosophischen Werke des Aristoteles in arabischer Übersetzung überliefert haben.

Albumasar war ein sehr produktiver Autor und soll über 50 Bücher geschrieben haben. Im mittelalterlichen Europa galt er als bedeutendster iranischer Astrologe, mit großem Einfluss auf die Genese des mittelalterlichen astrologischen Weltbildes. Seine Bücher, die im 12. Jahrhundert ins Lateinische übersetzt wurden, waren als Manuskripte weit verbreitet, wurden aber erst rund zweihundert Jahre später gedruckt.<ref name="WDL" />

Schriften

Datei:Abu Ma'shar(Ibn Balkhi)-850AD.png
Aus Albumasars Einführung in die Astronomie, Bagdad 848

Literatur

  • Eugenio Garin: Astrologie in der Renaissance. Frankfurt a. M. 1997. (Albumasar-Rezeption in der Renaissance.)
  • Richard Lemay: Abu Maʿshar and Latin aristotelianism in the twelfth century. The recovery of Aristotle’s natural philosophy through Arabic astrology, Beirut 1962 (= American University of Beirut, Publications of the Faculty of Arts and Sciences, Oriental Series. Band 38)
  • David Pingree: Astronomy and Astrology in India and Iran. In: Isis. Band 54, 1963, S. 229–246. e-Text
  • Vorlage:DictSciBiogr
  • Francis James Carmody: Arabic astronomical and astrological sciences in Latin translation. A critical bibliography. University of California Press, Berkeley und Los Angeles 1956; zu Albumasar S. 88–101 (Volltext online, HathiTrust).

Weblinks

Commons: Albumasar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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