Abtlöbnitz
Abtlöbnitz Gemeinde Molauer Land
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(145)&title=Abtl%C3%B6bnitz 51° 5′ N, 11° 43′ O
{{#coordinates:51,083055555556|11,716666666667|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Abtlöbnitz | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 232 m | |||||
| Fläche: | 4,26 km² | |||||
| Einwohner: | 145 (2013)<ref>Integriertes Gemeindliches Entwicklungskonzept (IGEK) für das Gebiet der Verbandsgemeinde Wethautal. (PDF; 1,14 MB) In: vgem-wethautal.de. Verbandsgemeinde Wethautal, S. 5, abgerufen im September 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 34 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 06618 | |||||
| Vorwahl: | 034466 | |||||
| <imagemap>
Bild:Abtlöbnitz in Molauer Land.svg|rahmenlos|268x335px|zentriert|Karte poly 106 143 76 142 68 136 65 126 37 133 35 145 14 139 10 137 8 119 7 109 6 98 12 93 27 91 26 74 35 69 44 62 44 50 75 52 97 44 102 64 105 76 106 94 106 102 114 108 122 117 122 122 119 129 109 139 104 142 Abtlöbnitz poly 369 246 366 240 363 232 382 227 372 209 363 192 358 184 353 170 346 147 357 141 349 132 353 127 359 125 362 120 372 116 368 105 376 100 375 92 373 81 373 75 384 71 392 67 401 60 415 55 430 45 440 47 451 61 468 85 470 94 458 101 450 112 454 127 456 131 460 134 472 133 477 137 473 155 462 163 461 167 462 176 481 178 484 187 476 196 464 204 460 213 467 219 476 217 473 225 465 223 450 228 433 224 421 225 398 232 Casekirchen poly 123 168 117 157 107 143 107 136 115 129 128 119 130 110 114 109 108 104 107 93 108 74 104 63 99 45 99 41 108 39 111 37 112 27 118 26 121 11 129 11 136 24 148 17 155 14 150 4 164 5 178 37 184 66 199 72 210 66 219 74 222 85 243 79 253 86 259 97 297 84 299 101 293 102 297 124 278 122 264 118 244 117 218 116 202 121 194 131 175 141 151 150 133 163 125 167 Leislau poly 187 273 188 259 192 246 176 241 166 241 163 225 149 224 149 210 156 214 172 193 140 176 124 172 132 160 151 147 180 133 202 128 205 121 225 118 241 118 261 117 272 120 277 123 286 124 295 116 296 105 300 94 299 82 310 82 315 95 342 78 349 81 346 96 356 117 357 126 348 135 353 139 344 145 352 171 365 191 373 212 374 228 362 231 365 245 343 255 324 254 323 239 315 244 304 236 291 234 277 233 274 221 235 221 224 237 227 255 228 263 210 270 189 269 Molau desc bottom-right </imagemap>Lage von Abtlöbnitz in Molauer Land
| ||||||
Abtlöbnitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Molauer Land im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.
Geografie
Abtlöbnitz liegt zwischen Jena und Naumburg (Saale) etwa 11 Kilometer südwestlich von Naumburg zwischen der Saale und der Bundesstraße 88. Es ist ein Runddorf mit einer Größe von etwa 14 ha. Das Gemeindegebiet umfasst 426 ha.
Geschichte
Erstmals erwähnt wurde das Dorf Abtlöbnitz (frühere Bezeichnungen: Lobenicz, Abtlobenitz und Appelobnitz) im Jahre 1352. Damals wurde es vom Markgraf Friedrich mit den Rechten an Dorf und Kirchensatz dem Kloster Bürgel geschenkt, während die Rechte an der Flur, Steuer, Frone sowie Heeresfolge beim Amt Camburg verblieben, welches den Ort umgab. 1465 erwarb das Georgenkloster in Naumburg die Bürgeler Gerechtsame und so kam es, dass das Dorf nach der Reformation zum 1544 gegründeten Klosteramt, also nach Naumburg, geschlagen wurde; die männlichen Einwohner „des Closter menner“ erfreuten sich damit einer gewissen Unabhängigkeit.
Abtlöbnitz gehörte als Exklave von 1564 bis 1815 zum kur- bzw. königlich-sächsischen Amt Naumburg, danach gelangte der Ort durch den Wiener Kongress an den Kreis Naumburg im Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen.<ref name="gvz">Der Landkreis Naumburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. April 2024; abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> 1822 lebten hier in 49 Häusern 201 Einwohner. Der Ort war seit 1815 mit Mollschütz als preußische Exklave vom Territorium des Fürstentums Altenburg bzw. ab 1826 von der Exklave Camburg des Herzogtums Sachsen-Meiningen umgeben.<ref>Kreis Saalfeld. die Orte um Abtlöbnitz im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2024; abgerufen am 23. Oktober 2025.</ref> 1867 verzichtete Sachsen-Meiningen endgültig auf seine Ansprüche auf Abtlöbnitz und trat seine Hoheitsrechte an Preußen ab, weshalb es in den Norddeutschen Bund eintreten konnte. Laut Volkszählungsergebnis vom 1. Dezember 1910 hatten Altlöbnitz 194 und Mollschütz 40 Einwohner.
Bis 1945 blieben Abtlöbnitz und Mollschütz eine preußische Enklave, welche zwischen 1922 und 1939 von der Kreisabteilung Camburg umgeben war. Die bis dahin selbständige Gemeinde Mollschütz wurde am 1. Januar 1957 nach Altlöbnitz eingemeindet.
Im Ort befindet sich eine Kirche, die im Wesentlichen noch der romanische Ursprungsbau ist. Patron war der Abt von Bürgel. Daher rührt wohl auch der Zusatz „Abt“ vor Abtlöbnitz.
In Abtlöbnitz wurde Waidanbau betrieben. Davon zeugt ein Waidstein auf dem Dorfplatz, der auch im Dorfwappen wiederzufinden ist. Die westlich des Dorfes gelegenen Hänge zur Saale wurden in früheren Zeiten als Weinberge genutzt.
Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Abtlöbnitz, Casekirchen, Leislau und Molau zur neuen Gemeinde Molauer Land zusammen.<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
Östlich des Gemeindegebietes verläuft die Bundesstraße 88.
Der Ort ist geprägt von landwirtschaftlichen Gehöften. Am Ortsrand befindet sich ein größerer Rinderstall, der von der Agrargesellschaft Prießnitz mbH betrieben wird, und im Ort eine private Schmiede.
Literatur
- Abtlöbnitz. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 1. Band. Schumann, Zwickau 1814, S. 5.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Abtlöbnitz | Aue | Casekirchen | Crauschwitz | Kleingestewitz | Köckenitzsch | Leislau | Molau | Mollschütz | Seidewitz | Sieglitz Vorlage:Klappleiste/Ende