Ammoniumperfluoroctanoat
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Ammoniumperfluoroctanoat | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Ammoniumperfluoroctanoat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C8H4F15NO2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 431,10 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,0–1,2 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
157–165 °C<ref name="MAK" /> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
9,3·10−5 hPa (20 °C)<ref name="MAK" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Zulassungsverfahren unter REACH |
besonders besorgniserregend: fortpflanzungsgefährdend (CMR), persistent, bioakkumulativ und toxisch (PBT)<ref name="SVHC_100.021.202">Eintrag in der SVHC-Liste der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Ammoniumperfluoroctanoat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) und das Ammoniumsalz der Perfluoroctansäure (PFOA).
Gewinnung und Darstellung
Ammoniumperfluoroctanoat kann durch Perfluoroctyliodid-Oxidation oder elektrochemische Fluorierung gewonnen werden.<ref name="OECD">SIDS Initial Assessment Report. In: regulations.gov. Abgerufen am 2. August 2022.</ref>
- <chem>H(CH2)7COF + HF + e^- -> F(CF2)7COF -> F(CF2)7CO2NH4</chem>
- <chem>F(CF2)8I + O -> F(CF2)7COOH -> F(CF2)7CO2NH4</chem>
Ammoniumperfluoroctanoat wurde in Japan durch Oxidation eines Gemischs aus linearen Fluortelomer-Olefinen hergestellt.<ref>WHO: IARC MONOGRAPHS – 110, 2018, abgerufen am 2. August 2022.</ref>
Eigenschaften
Ammoniumperfluoroctanoat ist ein hygroskopisches weißes Pulver, das gut löslich in Wasser ist. Es zersetzt sich bei Erhitzung über 165 °C.<ref name="GESTIS" /> Das technische Produkt ist ein Gemisch mehrerer Konstitutionsisomere.<ref name="OSHA" />
Verwendung
Ammoniumperfluoroctanoat bzw. die Ausgangsverbindung Perfluoroctansäure wurde in Form seiner Salze hauptsächlich als Hilfsstoff bei der Synthese von Fluorpolymeren eingesetzt. Darüber hinaus entsteht es beim biologischen und atmosphärischen Abbau von Fluortelomeralkoholen, die als Grundstoffe für zahlreiche Anwendungen, wie etwa die wasser-, öl- und schmutzabweisende Imprägnierung von Gebrauchsartikeln, verwendet werden.<ref name="MAK">A. W. Rettenmeier: The MAK-Collection for Occupational Health and Safety. Wiley-VCH Verlag & Co. KGaA, Weinheim, Germany 2012, ISBN 978-3-527-60041-0, Perfluoroctansäure und ihre anorganischen Salze [BAT Value Documentation in German language, 2007], S. 1–13, doi:10.1002/3527600418.bb33567d0014.</ref> Es wurde auch als Emulgator bei der Herstellung von Tetrafluorethylen verwendet.<ref name="OSHA" />
Regulierung
Die Perfluoroctansäure (PFOA), ihre Salze und PFOA-verwandte Verbindungen (Vorläuferstoffe) wurden 2019 in den Anhang A (Eliminierung) des Stockholmer Übereinkommens aufgenommen.<ref>Governments agree landmark decisions to protect people and planet from hazardous chemicals and waste, including plastic waste. Secretariat of the Basel, Rotterdam and Stockholm Conventions, 10. Mai 2019, abgerufen am 16. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Beschluss wurde durch eine Änderung der EU-POP-Verordnung in EU-Recht übernommen.<ref>Verordnung (EU) 2020/784 zur Änderung des Anhangs I der Verordnung (EU) 2019/1021 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Aufnahme von Perfluoroctansäure (PFOA), ihrer Salze und von PFOA-VorläuferverbindungenVorlage:Abrufdatum</ref>
Ammoniumperfluoroctanoat wurde am 20. Juni 2013 in der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen.<ref name="SVHC_100.021.202" />
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Einatmen
- Ätzender Stoff
- Stoff mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung
- Stoff mit reproduktionstoxischer Wirkung
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- PBT-Stoff
- CMR-Stoff
- SVHC-Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Ammoniumverbindung
- Carbonsäuresalz
- Perfluoralkan
- Tensid
- Persistenter organischer Schadstoff nach Stockholmer Übereinkommen
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 30
- Ehemals nach REACH-Anhang XVII beschränkter Stoff