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Ammoniumperfluoroctanoat

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Strukturformel
Strukturformel von Ammoniumperfluoroctanoat
Allgemeines
Name Ammoniumperfluoroctanoat
Andere Namen
  • Ammoniumpentadecafluoroctanoat
  • Perfluorcaprylsäure-Ammoniumsalz
  • APFO
Summenformel C8H4F15NO2
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 223-320-4
ECHA-InfoCard 100.021.202
PubChem 62525
ChemSpider 56299
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 431,10 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

1,0–1,2 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

157–165 °C<ref name="MAK" />

Dampfdruck

9,3·10−5 hPa (20 °C)<ref name="MAK" />

Löslichkeit
  • gut löslich in Wasser<ref name="OSHA">United States. Occupational Safety and Health Administration: Industrial Exposure and Control Technologies for OSHA Regulated Hazardous Substances. Band 1. U.S. Department of Labor, Occupational Safety and Health Administration, 1989, S. 115 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>, Methanol und Aceton<ref name="OECD" />
  • praktisch unlöslich in Heptan und Toluol<ref name="OECD" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.021.202">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302+332​‐​318​‐​351​‐​360D​‐​362​‐​372
EUH: 440
P: 260​‐​263​‐​280​‐​304+340+312​‐​305+351+338+310<ref name="GESTIS" />
Zulassungs­verfahren unter REACH

besonders besorgnis­erregend: fortpflanzungs­gefährdend (CMR), persistent, bio­akkumulativ und toxisch (PBT)<ref name="SVHC_100.021.202">Eintrag in der SVHC-Liste der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref>

Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Ammoniumperfluoroctanoat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) und das Ammoniumsalz der Perfluoroctansäure (PFOA).

Gewinnung und Darstellung

Ammoniumperfluoroctanoat kann durch Perfluoroctyliodid-Oxidation oder elektrochemische Fluorierung gewonnen werden.<ref name="OECD">SIDS Initial Assessment Report. In: regulations.gov. Abgerufen am 2. August 2022.</ref>

<chem>H(CH2)7COF + HF + e^- -> F(CF2)7COF -> F(CF2)7CO2NH4</chem>
<chem>F(CF2)8I + O -> F(CF2)7COOH -> F(CF2)7CO2NH4</chem>

Ammoniumperfluoroctanoat wurde in Japan durch Oxidation eines Gemischs aus linearen Fluortelomer-Olefinen hergestellt.<ref>WHO: IARC MONOGRAPHS – 110, 2018, abgerufen am 2. August 2022.</ref>

Eigenschaften

Ammoniumperfluoroctanoat ist ein hygroskopisches weißes Pulver, das gut löslich in Wasser ist. Es zersetzt sich bei Erhitzung über 165 °C.<ref name="GESTIS" /> Das technische Produkt ist ein Gemisch mehrerer Konstitutionsisomere.<ref name="OSHA" />

Verwendung

Ammoniumperfluoroctanoat bzw. die Ausgangsverbindung Perfluoroctansäure wurde in Form seiner Salze hauptsächlich als Hilfsstoff bei der Synthese von Fluorpolymeren eingesetzt. Darüber hinaus entsteht es beim biologischen und atmosphärischen Abbau von Fluortelomeralkoholen, die als Grundstoffe für zahlreiche Anwendungen, wie etwa die wasser-, öl- und schmutzabweisende Imprägnierung von Gebrauchsartikeln, verwendet werden.<ref name="MAK">A. W. Rettenmeier: The MAK-Collection for Occupational Health and Safety. Wiley-VCH Verlag & Co. KGaA, Weinheim, Germany 2012, ISBN 978-3-527-60041-0, Perfluoroctansäure und ihre anorganischen Salze [BAT Value Documentation in German language, 2007], S. 1–13, doi:10.1002/3527600418.bb33567d0014.</ref> Es wurde auch als Emulgator bei der Herstellung von Tetrafluorethylen verwendet.<ref name="OSHA" />

Regulierung

Die Perfluoroctansäure (PFOA), ihre Salze und PFOA-verwandte Verbindungen (Vorläuferstoffe) wurden 2019 in den Anhang A (Eliminierung) des Stockholmer Übereinkommens aufgenommen.<ref>Governments agree landmark decisions to protect people and planet from hazardous chemicals and waste, including plastic waste. Secretariat of the Basel, Rotterdam and Stockholm Conventions, 10. Mai 2019, abgerufen am 16. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Beschluss wurde durch eine Änderung der EU-POP-Verordnung in EU-Recht übernommen.<ref>Verordnung (EU) 2020/784 zur Änderung des Anhangs I der Verordnung (EU) 2019/1021 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Aufnahme von Perfluoroctansäure (PFOA), ihrer Salze und von PFOA-VorläuferverbindungenVorlage:Abrufdatum</ref>

Ammoniumperfluoroctanoat wurde am 20. Juni 2013 in der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen.<ref name="SVHC_100.021.202" />

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />