Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine e. V. (ADKV) ist der Dach- und Fachverband von in Deutschland und Österreich ansässigen, nicht kommerziellen Kunstvereinen, die sich der Präsentation und Förderung zeitgenössischer Kunst widmen.<ref>Karin Mihatsch: Der Ausstellungskatalog 2.0. Vom Printmedium zur Online-Repräsentation von Kunstwerken. Transcript Verlag, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8376-2959-0, S. 99.</ref> Gegründet 1980, gehören der ADKV heute bundesweit rund 300 Kunstvereine an, in denen sich etwa 120.000 Mitglieder engagieren.<ref name="Klein">Armin Klein: Der Kulturbetrieb in Deutschland. In: Armin Klein (Hrsg.): Kompendium Kulturmanagement. 4., überarbeitete Auflage. Verlag Franz Vahlen, München 2017, ISBN 978-3-8006-5362-1, S. 22.</ref> Die Rechtsform ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Der Sitz ist Berlin.<ref>Satzung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine e. V. (pdf), Stand: 14. Oktober 2017.</ref>
Ziele und Tätigkeiten
Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich als Mittlerin zwischen Kunst, Politik, Medien und der von bürgerschaftlichem Engagement getragenen Institution Kunstverein. Mit ihrer Arbeit unterstreicht sie die politische und gesellschaftliche Bedeutung der Kunstvereine, die auf eine über 200-jährige Geschichte zurückblicken können.<ref name="Klein" /> Sie verbindet die Kunstvereine in einem kulturpolitischen Netzwerk und vertritt ihre Interessen in politischen Gremien, gegenüber Zuwendungsgebern, ein gemeinsames Internetportal, durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie auf der Kunstmesse Art Cologne. Der Verband beschäftigt sich mit dem Thema Kunstvermittlung und führt im Rahmen von Projekten und Einzelveranstaltungen Fortbildungen für Kunstvereine und Kunstvermittler durch und unterstützt seine Mitglieder bei der Professionalisierung ihrer Arbeit.
Im Jahr 2021 wurden Kunstvereine als Formen gesellschaftlicher Selbstorganisation in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen.<ref>20 Neueinträge ins Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes Gebärdensprache, Demoszene und Streuobstanbau gehören seit heute zum Immateriellen Kulturerbe in Deutschland, auf kmk.org, abgerufen am 23. August 2021.</ref><ref>Bundesweites Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe. Idee und Praxis der Kunstvereine, Deutsche UNESCO-Kommission.</ref>
Vorsitzende
- Wulf Herzogenrath, Kölnischer Kunstverein, 1980–1988
- Andreas Vowinkel, Badischer Kunstverein Karlsruhe, 1988–1995
- Heiner Schepers, Kunstverein Lingen, 1995–2003
- Leonie Baumann, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst in Berlin, 2003–2009
- Johan Holten, Heidelberger Kunstverein, 2009–2011
- René Zechlin, Kunstverein Hannover, 2011–2014
- Meike Behm, Kunstverein Lingen, 2014–2024
- Ursula Schöndeling, Kunstverein St. Pauli, seit 2024
Preise
ADKV-Art Cologne Preis für Kunstkritik
Die ADKV lobt seit 1999 jährlich einen dotierten ADKV-Art Cologne Preis für Kunstkritik aus, seit 2006 in Kooperation mit der Kunstmesse Art Cologne, die auch das Preisgeld stiftet. Der Preis richtet sich an freie Kunstkritiker und -kritikerinnen.<ref>Christiane Thim-Mabrey: Formen der Kunstkritik. In: Heiko Hausendorf, Marcus Müller (Hrsg.): Handbuch Sprache in der Kunstkommunikation. De Gruyter, Berlin 2016, ISBN 978-3-11-029583-2, S. 246.</ref>
Preisträger für Kunstkritik
ADKV-Art Cologne Preis für Kunstvereine
Seit 2006 verleihen der ADKV und die Art Cologne einen Preis an Kunstvereine, der die „innovative Arbeit und Ausstellungspraxis eines Kunstvereins“ auszeichnet. Der Preis ist mit 8.000 Euro dotiert und wird auf der Art Cologne verliehen. Das Preisgeld stiftet die Messe.<ref>23 Kunstvereine für ADKV-Art Cologne Preis nominiert, Kunstforum International, 8. August 2024</ref>
Preisträger
Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
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