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Anna Barbara von Stettensches Institut Augsburg

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(Weitergeleitet von A.B. von Stettensches Institut)
Anna Barbara von Stettensches Institut
Wappen des Anna Barbara von Stettenschen Instituts
Schulform Gymnasium und Realschule
Schulnummer 0024 (Gymnasium)
0420 (Realschule)
Gründung 1806<ref>Schulgeschichte. Abgerufen am 30. Dezember 2023.</ref>
Adresse Am Katzenstadel 18a
Ort Augsburg
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 22′ 28″ N, 10° 53′ 20″ OKoordinaten: 48° 22′ 28″ N, 10° 53′ 20″ O
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Träger A. B. von Stettensche Stiftungen<ref>Schulstiftung. Abgerufen am 30. Dezember 2023.</ref>
Schüler 952 (Stand: 2024/25)<ref name="KM_G">A.B. von Stettensches Institut Augsburg - Gymnasium in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und KultusVorlage:Abrufdatum</ref><ref name="KM_RS">A.B. von Stettensches Institut Augsburg - Realschule für Mädchen in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und KultusVorlage:Abrufdatum</ref>
Lehrkräfte 74 hauptamtliche (Stand: 2024/25)<ref name="KM_G" /><ref name="KM_RS" />
Leitung Barbara Kummer<ref name="Schulleitung">A. B. von Stettensches Institut: Schulleitung – Abgerufen am 26. Dezember 2011.</ref>
Website www.stetten-institut.de
Datei:A. B. Stetten Institut Augsburg (1).JPG
von Stettensches Institut Augsburg
Datei:A.B.v.Stetten-Institut Martin-Luther-Platz 3.jpg
Ehemaliges Schulgebäude am heutigen Martin-Luther-Platz 3, um 1865

Das Anna Barbara von Stettensche Institut (kurz: Stetten-Institut) besteht aus einem Gymnasium und einer Realschule in Augsburg. Der Besuch der privat getragenen Schule ist bis zur 10. Jahrgangsstufe Mädchen vorbehalten.<ref>Über uns. Abgerufen am 30. Dezember 2023.</ref><ref name=":0" />

Geschichte

Die als von Amman geborene Anna Barbara von Stetten heiratete im Alter von 19 Jahren 1774 den Juristen Johann Ferdinand von Stetten, der nur vier Jahre später verstarb und seiner Frau ein großzügiges Erbe hinterließ.<ref name="Meiners">Karin Meiners: Der besondere Weg, ein Weib zu werden. Über den Einfluß von Leitbildern auf die Entwicklung der höheren Mädchenbildung seit dem 17. Jh. Frankfurt am Main; 1982, Seite 78ff.</ref> 1803 verfasste Anna Barbara von Stetten ihr Testament, in dem sie die Gründung einer „höheren Schule für Mädchen“, eines Pensionates und einer Aussteuerungsanstalt<ref>Meiners 1982, S. 78</ref> verfügte, die 1806 – ein Jahr nach ihrem Tod am 19. Februar 1805 – erfolgte: Am damaligen Annaplatz (heute Martin-Luther-Platz, Hausnummer 3) wurde eine Schule mit 21 Schülerinnen in zwei Klassen eröffnet. 1809 wurde die Schule vom bayerischen Staat als „Anstalt für höhere weibliche Bildung“ anerkannt.<ref>Schulgeschichte. Abgerufen am 30. Dezember 2023.</ref> Das Bildungskonzept der Institution orientierte sich am Bildungsideal der Philanthropen, abgesehen von einem leichten pietistischen Einfluß.<ref>Meiners 1982, S. 79</ref> Dabei nahm die Erziehung zu Sittlichkeit und Fleiß breiten Raum ein.<ref>Meiners 1982, S. 81</ref> Allgemein war der Unterricht ganz auf die Vorbereitung der Mädchen hinsichtlich ihrer dreifachen Bestimmung, nämlich Hausfrau, Ehefrau, Mutter, ausgerichtet. Die Fächer Tanzen, Zeichnen, Malen. Sticken und Französisch als Momente der eleganten Bildung sollten nicht allgemein gelehrt werden. Im Fächerkanon dominierten Handarbeiten und Hauswirtschaft: Bei einem ganztägigen Unterricht waren nur 1,5 Stunden für die Fächergruppe Religion, Sittenlehre, Rechtschreibung, Muttersprache, Geographie, Naturgeschichte und Physik vorgesehen sowie eine Stunde zusätzlich für Rechnen und Schreiben in der unteren der beiden Klassen.<ref>Meiners 1982, S. 82</ref>

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und mit Verstärkung der Luftangriffe auf Augsburg wurden mehrere Schulgruppen vorübergehend nach Füssen und Umgebung verlegt.<ref>Stadtarchiv Augsburg (Hrsg.): Trümmer, Jeeps und leere Mägen. Wißner-Verlag, Augsburg, 1995, ISBN 3-928898-81-7, Seite 18.</ref>

Am 1. Juli 1966 erfolgte der Spatenstich für den Bau eines neuen Schulgebäudes in der heutigen Lage „Am Katzenstadel“. Am 15. September 1969 fand der erste Schultag in den neuen Räumlichkeiten statt – zu dieser Zeit besuchten bereits 745 Schülerinnen das A. B. von Stettensche Institut.<ref>1950 - 1969. Abgerufen am 30. Dezember 2023.</ref> Am 3. Dezember 1988 wurde ein neues Internatsgebäude eingeweiht, das in der Zwischenzeit einer anderen Benutzung zugeführt wurde.<ref>1986 - 1997. Abgerufen am 30. Dezember 2023.</ref> Ab 2004 war es sprachliches und naturwissenschaftlich-technologisches G8-Gymnasium.<ref>1999 - jetzt. Abgerufen am 30. Dezember 2023.</ref> Wie an allen bayerischen Gymnasien erfolgte 2018 der Wechsel zum neuen G9. Seit 2025 gibt es einen sozialwissenschaftlichen Zweig.<ref>Neues am Stetten - Homepage des A. B. von Stettenschen Instituts. Abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref>

Zum Schuljahr 2024/25 hat das A. B. von Stettensche Institut die sogenannte Einführungsklasse etabliert, die es Schülerinnen mit mittlerem Schulabschluss ermöglicht, ihre Schullaufbahn am Gymnasium fortzusetzen. Zum Schuljahr 2025/26 wurde die Einführungsklasse auch für Jungen geöffnet<ref name=":0">Einführungsklasse - Homepage des A. B. von Stettenschen Instituts. Abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref>. Durch diese Neuerungen ist das A B. von Stettensche Institut nun koedukativ und keine rein monoedukative Mädchenschule mehr. Der Geist Anna Barbara von Stettens bleibt trotz dieser Neuerung gewahrt, da die Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums sowie die Realschule monoedukativ für Mädchen bleiben.

Bekannte Lehrer und Schüler

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Gymnasien in Trägerschaft des Freistaates Bayern:
Gymnasium bei Sankt Anna | Gymnasium bei Sankt Stephan | Holbein-Gymnasium | Peutinger-Gymnasium | Rudolf-Diesel-Gymnasium

Gymnasien in Trägerschaft der Stadt Augsburg:
Jakob-Fugger-Gymnasium | Maria-Theresia-Gymnasium

Gymnasien in privater Trägerschaft:
Anna Barbara von Stettensches Institut | Gymnasium Maria Stern | Maria-Ward-Gymnasium

Ehemalige Gymnasien:
Leonardo-da-Vinci-Gymnasium

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