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81. Infanterie-Division (Wehrmacht)

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81. Infanterie-Division


Truppenkennzeichen: Laguz-Rune
Aktiv 1. Dezember 1939 bis 8. Mai 1945
Staat Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Infanterie
Typ Infanterie-Division
Gliederung

Siehe: Gliederung

Garnison Breslau
Zweiter Weltkrieg Frankreichfeldzug
Deutsch-Sowjetischer Krieg
Kesselschlacht von Demjansk
Dritte Ladoga-Schlacht
Abwehrschlacht bei Newel
Kurland-Kessel
Auszeichnungen fünffache Nennung im Wehrmachtbericht; Laut letzter Beurteilung der Heeresgruppe 1945 Division mit hohem Gefechtswert
Kommandeure
Siehe: Liste der Kommandeure
Insignien
Identifikationssymbol Laukas-Rune

Die 81. Infanterie-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht im Deutschen Reich.

Geschichte

Aufstellung

Die Division wurde am 1. Dezember 1939 als Division der 6. Aufstellungswelle auf dem Truppenübungsplatz Neuhammer durch den Wehrkreis VIII aufgestellt. Einige Abteilungen wurden aus den Wehrkreisen III und IV beigesteuert. Aufgrund der Vielzahl in kurzer Zeit aufgestellter Verbände konnte keine Ausrüstung mit der regulären deutschen Bewaffnung vorgenommen werden. Es wurden vielmehr die Waffen für die Ausrüstung genutzt, die bei der teilweisen Okkupation der Tschechoslowakei von deren Streitkräften erbeutet worden waren.<ref name=":0">Tessin: Die Landstreitkräfte Band 6 S. 56–57</ref> Deshalb erhielten die 13. Kompanien schwere Granatwerfer anstelle der sonst üblichen Infanteriegeschütze (7,5 / 15 cm). Da motorisierte Fahrzeuge fehlten war die Masse der Division bei Aufstellung mit bespannten Fahrzeugen ausgerüstet.

Die Gliederung mit den für den Verband durchgeführten Neuaufstellungen war:<ref name=":0" />

  • Divisionsstab
  • Infanterie-Regiment 161 (aus Personaleinheiten und Rekruten des Wehrkreises III)
  • Infanterie-Regiment 174 (aus Personaleinheiten und Rekruten des Wehrkreises IV)
  • Infanterie-Regiment 189 (aus Personaleinheiten und Rekruten des Wehrkreises VIII)
  • Artillerie-Regiment 181 (aus Personaleinheiten des Wehrkreises III, IV und VIII)
  • Nachrichten-Abteilung 181
  • Pionier-Abteilung 181 (bsp.)
  • Nachschubtruppen Nr. 181 (bsp.)

In der Aufstellungsphase unterstand die Division von Januar bis Mai 1940 dem Oberkommando des Heeres (OKH).<ref name=":0" />

Westfeldzug

Per Juni 1940 erfolgte die Unterstellung beim XVIII. Armee-Korps der 9. Armee in der Heeresgruppe B im Raum Soissons.<ref name=":0" />

Im Juli wurde der Verband der 1. Armee bei der Heeresgruppe C zur Verfügung gestellt.<ref name=":0" />

Beurlaubung

Die Division wurde ab August 1940 beurlaubt. Im Februar 1941 erfolgte die Wiedereinberufung.<ref name=":0" />

Verlegung nach Frankreich

Von März 1941 an war die Division in Nordfrankreich beim LIX. Armee-Korps der 7. Armee in der Heeresgruppe C mit Besatzungsaufgaben betraut.<ref name=":0" />

Für den geplanten Einsatz in Russland erhielten die drei Infanterie-Regimenter am 12. Dezember 1941 je eine 13. leichte Geschütz-Kompanie, die von der 225. Infanterie-Division abgegeben wurden.<ref name=":0" />

Verlegung in die Sowjetunion

Nach dem Transport an die Ostfront war der Verband ab Januar 1942 bei der 16. Armee der Heeresgruppe Nord im Einsatz. Im Raum Staraja Russa unterstand die Division dem XXXIX. Armee-Korps.<ref name=":0" />

Im Februar 1942 erfolgte eine Unterstellung beim X. Armee-Korps im gleichen Einsatzraum.

Im Mai 1942 wurde eine Kampfgruppe der Division aus Infanterie-Regiment 189 und II.Abteilung / Artillerie-Regiment 181, die der Heeresgruppe Mitte zur Verfügung gestellt worden war, im Raum Dubno-Toropez in schweren Kämpfen nahezu vernichtet. Nur wenige Truppenteile konnten sich auf Welikije Luki zurückziehen, und beide Einheiten wurden am 31. Mai 1945 aufgelöst.<ref name=":0" />

Die II.Abteilung des Artillerie-Regiment 181 wurde am 1. Juni neu aufgestellt. Das Infanterie-Regiment 189 wurde als solches nicht mehr aufgestellt.<ref name=":0" />

Demjansk

Die Division war an der Verteidigung des Kessels von Demjansk beteiligt und hielt den Abschnitt zwischen Michalkino und Jasswy. Bis in den Oktober hinein dauerten die Stellungskämpfe; dann folgte der Versuch, durch Gegenangriffe an Boden zu gewinnen. Hierbei erlitt die Division erhebliche Verluste, so dass die Operation Mitte November abgebrochen werden musste. Ein Bataillon wurde aufgerieben und wurde neu aufgestellt.

Im November 1942 wird die Division dem II. Armee-Korps unterstellt.<ref name=":0" />

Im Januar 1943 wurde die Division aus dem Raum des ehemaligen Kessels abgezogen; sie verlegte in den Raum Staraja Russa und von dort in den Raum nordwestlich von Nowgorod.

Wolchow

Dem XXVIII. Armee-Korps der 18. Armee unterstellt kam die Division ab Februar 1943 am Wolchow zum Einsatz und nahm mit Teilen an der Dritten Ladoga-Schlacht teil.

Newel

Im November 1943 wurde die Division dem L. Armee-Korps unterstellt nach Pustoschka in den Raum Newel geworfen, um hier den Durchbruch russischer Angriffsverbände an der Nahtstelle zwischen Heeresgruppe Nord und Heeresgruppe Mitte durch Gegenangriffe erfolgreich abzuriegeln.

Hier übernahm im Dezember 1943 das VIII. Armee-Korps der 16. Armee der Heeresgruppe Nord die Führung.<ref name=":0" />

Nach Stellungskämpfen geriet die Division bei der sowjetischen Offensive am 27. Februar 1944 erneut in heftige Abwehrkämpfe und erlitt schwere Verluste, konnte ihren Abschnitt jedoch noch bis Juni 1944 behaupten. Dabei wurde der Verband im April kurzzeitig dem X. Armee-Korps und ab Mai dann dem II. Armee-Korps unterstellt.<ref name=":0" />

Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte

Nach Beginn der am 22. Juni begonnenen sowjetischen Sommeroffensive mit dem Decknamen Operation Bagration wurde die Division Ende Juni per Bahn hastig in den Frontabschnitt an dem Fluss Düna (die heutige Dvina) transportiert, um im Norden der Heeresgruppe Mitte gegen die durchgebrochenen russischen Verbände eingesetzt zu werden. Die Division musste sich aber nach ersten Verlusten hinter die Düna zurückziehen, weil es nicht mehr gelungen war, eine neue Hauptkampflinie aufzubauen.

Der Verband wurde als Teil der Korpsgruppe Kleffel der 16. Armee im Raum Dünaburg zur Verteidigung gezwungen. Ende Juli kämpfte die Division im südostwärts Dünaburg, bis Skrudaliena erreicht war. Als ein russischer Durchbruch auf Riga drohte, wurde die Division in den Raum Birsen verlegt. Von dort sollte sie Anfang August zum Gegenangriff antreten, dem kam jedoch ein sowjetischer Angriff zuvor.

Bei den Abwehrkämpfen erlitt die Division so schwere Verluste, dass sie am 18. August 1944 das Grenadier-Regiment 161 auflösen und mit dem Grenadier-Regiment 189 verschmelzen musste. Auch das Füsilier-Bataillon 61 musste aufgelöst werden, wurde aber am 4. Oktober 1944 neu aufgestellt. Zu dieser Zeitpunkt war die Division derart geschwächt, dass diese nur noch als Divisionskampfgruppe 81 anzusprechen war, die über vier oder fünf Bataillone verfügte. Geführt wurde der Verband im Oktober 1944 vom XXXXVII. Armee-Korps der Armeegruppe Grasser.<ref name=":0" />

Kurland

Im November 1944 wurde die Division dem XVI. Armee-Korps der 16. Armee bei der Heeresgruppe Nord in Kurland unterstellt und dann im Kurland-Kessel festgesetzt.<ref name=":0" />

Das Füsilier-Bataillon 61 wurde im Februar unter Verwendung des Sicherungs-Bataillon 81 neu aufgestellt. Auch die zuvor am 8. November aufgelöste II.Abteilung / Artillerie-Regiment 181 wurde durch die Umbenennung der II.Abteilung / Artillerie-Regiment 213 neu gebildet.<ref name=":0" />

Kapitulation

Die Division kapitulierte am 8. Mai 1945 bei Tukkum.<ref name=":0" />

Unterstellung und Einsatzräume

Datum Korps Armee Heeresgruppe Einsatzraum
Januar 1940 z. Vfg. OKH Neuhammer
Juni 1940 XVIII 9. Armee B Soissons
Juli 1940 Reserve 1. Armee C Ostfrankreich
August 1940 z. Vfg. OKH beurlaubt
März 1941 LIX 7. Armee D Nordfrankreich
Januar 1942 XXXIX 16. Armee Nord Staraja Russa
Februar 1942 X
November 1942 II Demjansk
Februar 1943 XXVIII 18. Armee Leningrad
November 1943 L
Dezember 1943 VIII 16. Armee Newel
April 1944 X
Mai 1944 II
August 1944 Kleffel Dünaburg
Oktober 1944 XXXXVII Grasser Birsen
November 1944 XVI 16. Armee Kurland
Februar 1945 Kurland

Gliederung

1939 1944
  • Grenadier-Regiment 161
  • Grenadier-Regiment 174
  • Grenadier-Regiment 189
  • Füsilier-Bataillon 61
  • Artillerie-Regiment 181
  • Pionier-Bataillon 181
  • Panzerabwehr-Abteilung 181
  • Panzerjäger-Abteilung 181
  • Nachrichten-Abteilung 181
  • Divisions-Nachschubführer 181

Kommandeure

Datum Dienstgrad Name
Vorlage:DatumZelle Generalmajor/Generalleutnant
Vorlage:DatumZelle Generalmajor
Vorlage:DatumZelle Generalmajor
Vorlage:DatumZelle Oberst
Vorlage:DatumZelle Generalleutnant
Vorlage:DatumZelle Oberst
Vorlage:DatumZelle Generalleutnant
Vorlage:DatumZelle Generalleutnant
Vorlage:DatumZelle Oberst der Reserve
Vorlage:DatumZelle Oberst

Ritterkreuzträger

Auszeichnung Name Datum Dienstgrad Dienststellung
Ritterkreuz Petersdorff, Horst von Vorlage:DatumZelle Hauptmann z.V. Kdr III./Inf.Rgt 189 (SA-Brigadeführer)
Ritterkreuz Mix, Walter Vorlage:DatumZelle Oberleutnant d.R. Chef 9./Gren.Rgt 174
Ritterkreuz Behnken, Hans Vorlage:DatumZelle Hauptmann z.V. Kdr I./Gren.Rgt 161
Ritterkreuz Scheibig, Erich Vorlage:DatumZelle Oberfeldwebel Zugführer i. d. 14.(Pz.Jäg)/Gren.Rgt 174
Ritterkreuz Schopper, Erich Vorlage:DatumZelle Generalleutnant Kdr 81. Inf.Div
Ritterkreuz Meiners, Ernst Dr. Vorlage:DatumZelle Oberst d.R. Kdr Gren.Rgt 161
Ritterkreuz Sulzer, Rudolf Vorlage:DatumZelle Hauptmann d.R. Kdr II./Gren.Rgt 161
Eichenlaub Mix, Walter Vorlage:DatumZelle Hauptmann d.R. Kdr II./Gren.Rgt 174
Ritterkreuz Kirsch, Walter Vorlage:DatumZelle Oberleutnant d.R. Chef 7./Gren.Rgt 161
Ritterkreuz Twillemeier, Alois Vorlage:DatumZelle Gefreiter Kradmelder im Stab/Füs.Btl 81
Ritterkreuz Borchardt, Herbert Vorlage:DatumZelle Leutnant d.R. Stoßtruppführer i. d. 7./Gren.Rgt 189
Ritterkreuz Kessler, Wolfgang Vorlage:DatumZelle Oberleutnant d.R. stellv. Führer I./Art.Rgt 181
Ritterkreuz Herfurth, Heinz Vorlage:DatumZelle Major Kdr II./Gren.Rgt 189
Ritterkreuz Pabst, Kurt Vorlage:DatumZelle Hauptmann d.R. Kdr Div.Füs.Btl 81
Ritterkreuz Eichler, Kurt Vorlage:DatumZelle Hauptmann Führer II./Gren.Rgt 189
Ritterkreuz Paschke, Werner Vorlage:DatumZelle Oberleutnant d.R. Chef 3./Gren.Rgt 161
Ritterkreuz Morys, Georg Vorlage:DatumZelle Oberfeldwebel Zugführer i. d. 1./Pz.Jäg.Abt 181
Ritterkreuz Lehrig, Herbert Vorlage:DatumZelle Leutnant Zugführer im II./Gren.Rgt 161
Ritterkreuz Allersmeier, Heinz Vorlage:DatumZelle Major d.R. Führer FEB 181
Ritterkreuz Mielke, Albert Vorlage:DatumZelle Feldwebel Zugführer i. d. 6./Gren.Rgt 189
Ritterkreuz Moeller, Hans Vorlage:DatumZelle Oberleutnant Chef Jagd.Pz.Kp 1181

Bekannte Divisionsangehörige

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

81. | 82. | 83. | 88.

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein