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7,62 × 38 mm Nagant

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7,62 × 38 mm Nagant
Datei:76238r Mil.jpg
Allgemeine Information
Kaliber 7,62 × 38 mm R
Hülsenform konische Randhülse
Maße
Hülsenschulter ⌀ 8,51<ref name="cip" /> mm
Hülsenhals ⌀ 8,42<ref name="cip" /> mm
Geschoss ⌀ 7,82<ref name="cip">7,62 Nagant. (PDF) bobp.cip-bobp.org, abgerufen am 20. Mai 2020.</ref> mm
Patronenboden ⌀ 10,30<ref name="cip" /> mm
Hülsenlänge 38,80<ref name="cip" /> mm
Patronenlänge 38,80<ref name="cip" /> mm
Gewichte
Geschossgewicht 7,0 g
Pulvergewicht 0,27 g
Gesamtgewicht 12,8 g
Technische Daten
Geschwindigkeit v0 295 m/s
max. Gasdruck 770<ref name="cip" /> Bar
Geschossenergie E0 305 J
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Die Patrone 7,62 × 38 mm Nagant war eine Revolvermunition, die bereits 1890 für den Nagant-Revolver entwickelt wurde.

Konstruktion

Die 7,62 Nagant war in ihrer Form einzigartig, denn der belgische Konstrukteur Léon Nagant entwarf sie speziell für den Einsatz in einem gasdichten Revolver. Als Basis diente ihm die Patrone 8 × 41 mm R. Zu diesem Zweck kombinierte er den Abzug mit einem Mechanismus, der die Trommel vor der Schussabgabe an den Laufansatz presste. Das Geschoss ragte nicht aus der Patrone heraus, sondern wurde völlig von der Hülse umschlossen. Der Patronenrand war leicht nach innen gebördelt; brach der Schuss, wurde der Rand nach außen gewölbt und versiegelte somit den Trommelspalt zusätzlich (Liderung). Damit war es sinnvoll, die Waffe mit einem Schalldämpfer auszurüsten, was mit konventionellen Revolvern wegen deren Trommelspalt nicht zum erwünschten Effekt führt. Der Gasdruck wurde durch die Technik etwas erhöht, die Geschossenergie blieb gleichwohl gering. Die Patrone war im Gegensatz zu anderer Revolvermunition konisch, denn der Nagant hatte keine leicht zugängliche Trommel.

Einsatz

Die Patrone wurde zusammen mit dem Nagant-Revolver in Staaten wie Belgien, Schweden und Polen eingeführt. Besondere Verbreitung fanden Waffe und Munition jedoch in Russland, wo sie 1895 Ordonnanz wurden. Nach der Oktoberrevolution übernahm sie auch die Rote Armee in ihre Ausrüstung, wo sie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges verblieb. Erst danach standen moderne Pistolen in ausreichenden Stückzahlen zur Verfügung. Trotzdem blieb die Waffe und ihre Munition bis Anfang der 1980er-Jahre bei Wach- und Werkschutzeinheiten der UdSSR im Dienst.

Literatur

  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9780896899360 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • Günter Wollert, Reiner Lidschun: Infanteriewaffen gestern. (1918–1945). In: Illustrierte Enzyklopädie der Infanteriewaffen aus aller Welt. 3. Auflage. Band 1. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1998, ISBN 3-89488-036-8, Patronen, S. 73.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: 7,62 × 38 mm Nagant – Sammlung von Bildern

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