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6-Carboxyfluorescein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von 6-FAM)
Strukturformel
Strukturformel von 6-Carboxyfluorescin
Allgemeines
Name 6-Carboxyfluorescein
Andere Namen
  • 3′,6′-Dihydroxy-1-oxospiro[2-benzofuran-3,9′-xanthen]-5-carbonsäure (IUPAC)
  • 3′,6′-Dihydroxy-3-oxospiro[isobenzofuran-1(3H),9′-(9H)xanthen]-6-carbonsäure
  • 6-FAM
  • FLUOS
Summenformel C21H12O7
Kurzbeschreibung

roter Feststoff<ref name="anaspec">Eintrag zu 6-FAM bei Anaspec, abgerufen am 23. Oktober 2016.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 636-503-2
ECHA-InfoCard 100.164.295
PubChem 76806
ChemSpider 69262
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 376,32 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

>300 °C<ref name="Sigma" />

Löslichkeit

löslich in DMF oder DMSO<ref name="anaspec" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

6-Carboxyfluorescein (6-FAM) ist ein Fluoreszenzfarbstoff mit einer Absorptionswellenlänge von 495 nm und einer Emissionswellenlänge von 517 nm.<ref name="anaspec" /> Er kann sowohl in die Gruppe der Triphenylmethanfarbstoffe, als auch der Xanthenfarbstoffe eingeordnet werden. 6-FAM findet Verwendung in der Sequenzierung von Nukleinsäuren und in der Markierung von Nukleotiden.

Die häufig anzutreffende Bezeichnung FAM ist nicht korrekt, trägt aber der Tatsache Rechnung, dass das kommerziell erhältliche Produkt aus den beiden Isomeren 5-FAM und 6-FAM besteht.<ref name="ChemIDplus">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref>

Verwendung

Bei der quantitativen Analyse von Nukleinsäuren mittels Real-Time-PCR wird das Phosphoramidit-Derivat 6-FAM-phosphoramidit eingesetzt. Bei diesem sind neben der Einführung des Phosphoramiditrestes die Hydroxygruppen von 6-FAM an den Positionen 3′ und 6′ mit Dimethylpropansäure verestert. Womit sich die Absorptions- und Emissionswellenlängen von 6-FAM-phosphoramidit und 6-Carboxyfluorescein unterscheiden.

Ein weiteres bekanntes Derivat von 6-Carboxyfluorescein ist sein Succinimidylester,<ref name="PubMed">M. Adamczyk, J. R. Fishpaugh, K. J. Heuser: Preparation of succinimidyl and pentafluorophenyl active esters of 5- and 6-carboxyfluorescein. In: Bioconjug. Chem. 1997, 8 (2), S. 253–255. PMID 9095369.</ref> das die gleiche Anwendung findet, wie das Phosphoramidit, im Gegensatz zu diesem aber wie 6-FAM eine Absorptionswellenlänge von 495 nm und einer Emissionswellenlänge von 517 nm besitzt.<ref name="anaspec_2">Eintrag zu 6-FAM, SE bei Anaspec, abgerufen am 23. Oktober 2016.</ref>

Eigenschaften

Neben der offenen Carbonsäureform existiert, ebenso wie beim Fluorescein, die Spiro-Lacton-Form als Tautomer:

Datei:6-Carboxyfluorescein - Tautomere.svg
Tautomerie

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • J. W. Brandis: Dye structure affects Taq DNA polymerase terminator selectivity. In: Nucleic Acids Res. 27(8), 1999, S. 1912–1918. PMID 10101201. (PDF)
  • J. A. Jordan u. a.: TaqMan-based detection of Trichomonas vaginalis DNA from female genital specimens. In: J. Clin. Microbiol. 39(11), 2001, S. 3819–3822. PMID 11682492. PDF