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Pentine

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(Weitergeleitet von 3-Methyl-1-butin)

Die Pentine bilden in der Chemie eine Gruppe ungesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffe mit der allgemeinen Summenformel C5H8 und einer C≡C-Dreifachbindung. Sie zählen damit zu den Alkinen.

Vertreter

Pentine
Name 1-Pentin 2-Pentin 3-Methylbut-1-in
Andere Namen Propylacetylen
Pent-1-in
1-Methyl-2-ethylacetylen
Pent-2-in
Isopropylacetylen
Isopentin
Strukturformel Datei:1-Pentin.svg Datei:2-Pentin.svg Datei:Isopropylacetylen.svg
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
PubChem 12309 12310 69019
Summenformel C5H8
Molare Masse 68,12 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig
Kurzbeschreibung farblose Flüssigkeit
Schmelzpunkt −106 °C<ref name="Merck1">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> −109 °C<ref name="Merck2">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> −90 °C<ref name="Miller">H. N. Miller, K. W. Greenlee, J. M. Derfer, C. E. Boord: Mono- and Di-Alkylacetylenes from Vicinal Dihalides and Sodium Amide in Liquid Ammonia, in: J. Org. Chem., 19, 1954, S. 1882–1888 (doi:10.1021/jo01377a003).</ref>
Siedepunkt 39–41 °C<ref name="Merck1"/> 55–57 °C<ref name="Merck2"/> 29,5 °C<ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref>
Dichte 0,69 g·cm−3<ref name="Merck1"/> 0,71 g·cm−3<ref name="Merck2"/> 0,666 g·cm−3 (20 °C)<ref name="Miller"/><ref name="Thermofisher"/>
Löslichkeit 1,05 g·l−1 in Wasser<ref name="Merck1"/> unlöslich in Wasser<ref name="Merck2"/> ?
GHS-
Kennzeichnung
Gefahrensymbol
Gefahr<ref name="Merck1"/>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Gefahr<ref name="Merck2"/>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Gefahr<ref name="Thermofisher"/>
H- und P-Sätze 225 225​‐​315​‐​319​‐​335 224​‐​315​‐​319​‐​335
keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze
210​‐​233​‐​240​‐​241​‐​242​‐​243 210​‐​302+352​‐​304+340
305+351+338​‐​403+235
210​‐​240​‐​243​‐​261​‐​280​‐​302+352
305+351+338​‐​403+235

Herstellung und Gewinnung

Bei der Herstellung der Pentine kann von den entsprechenden Alkenverbindungen ausgegangen werden, die zunächst durch Addition von Brom in die entsprechenden vicinalen Dibromide überführt werden. Eine Dehydrohalogenierung unter basischen Bedingungen führt zu den entsprechenden Pentinen. Für die Synthese von 1-Pentin wird vom 1-Penten ausgegangen. Das Dibromid als Zwischenverbindung wird in Gegenwart von Kaliumcarbonat bei hohen Temperaturen dehydrohalogeniert.<ref name="Guest">H. H. Guest: Rearrangements of the Triple Bond, in: J. Am. Chem. Soc., 50, 1928, S. 1744–1746 (doi:10.1021/ja01393a036).</ref> In ähnlicher Weise gelingt die Herstellung von 2-Pentin, wo die Dehydrohalogenierung in alkoholischer Kalilauge erfolgt.<ref>M. L. Sherrill, E. S. Matlack: Additional Data on the cis and trans Isomers of Pentene-2, in: J. Am. Chem. Soc., 59, 1937, S. 2134–2138 (doi:10.1021/ja01290a014).</ref> Die Synthese von 3-Methyl-1-butin geht vom 3-Methyl-1-buten aus, welches zunächst bei −60 °C bromiert wird. Das resultierende Dibromid wird in flüssigem Ammoniak mittels Natriumamid dehydrohalogeniert.<ref name="Miller"/>

Eigenschaften

Alle drei Isomere sind unter Normalbedingungen leichtflüchtige, brennbare Flüssigkeiten und in Wasser nahezu unlöslich. Die Isomere sind infolge ihrer C≡C-Dreifachbindung wie die meisten Alkine sehr reaktionsfreudig und können z. B. leicht polymerisieren oder Additionsreaktionen eingehen.

Weblinks

Commons: Pentine – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references/>