ω-Bromacetophenon
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Strukturformel von Bromacetophenon | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | ω-Bromacetophenon | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C8H7BrO | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloser Feststoff<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 199,05 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Dichte |
1,65 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
48–51 °C<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
140 °C (15 hPa)<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
16 hPa (134 °C)<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
ω-Bromacetophenon ist eine stark augenreizende chemische Verbindung, die in ihrer augenreizenden Wirkung nur wenig hinter Chloracetophenon zurücksteht.
Darstellung
ω-Bromacetophenon wurde erstmals 1871 von A. Emmerling and C. Engler als „gebromtes Acetophenon“ charakterisiert.<ref>A. Emmerling, C. Engler: Ueber einige Abkömmlinge des Acetophenons. In: Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft zu Berlin. 4, 147–149 (1871). </ref>
Die Herstellung ist einfach möglich durch säurekatalysierte Bromierung von Acetophenon<ref>R. L. Cowper, L. H. Davidson: Vorlage:Linktext-Check In: Organic Syntheses. 19, 1939, S. 24, doi:10.15227/orgsyn.019.0024; Coll. Vol. 2, 1943, S. 480 (PDF).</ref> oder durch Friedel-Crafts-Acylierung von Benzol mit Bromacetylbromid in Gegenwart von Aluminiumchlorid als Katalysator.
Eigenschaften
Chemisch betrachtet ist ω-Bromacetophenon ein aliphatisch-aromatisches Keton. Als Reinsubstanz liegt ω-Bromacetophenon in Form farbloser rhombischer Kristalle vor, das lichtempfindliche Produkt ist häufig gelbbraun verfärbt. In Gegenwart von Basen wie Natriumethanolat geht „Phenacylbromid“ durch Aldolkondensation in „Bromdiphenacyl“ über.<ref>Oskar Widman: Über die Konstitution der sogenannten α- und β-Halogendiphenacyle. In: Justus Liebigs Annalen der Chemie. 400, 86–130 (1913), doi:10.1002/jlac.19134000107.</ref>
ω-Bromacetophenon wirkt sehr stark haut- und augenreizend.
Verwendung
ω-Bromacetophenon wird hauptsächlich als Zwischenprodukt zur Herstellung von Pharmazeutika und anderen chemischen Verbindungen (zum Beispiel von Indolen durch Bischler-Möhlau-Indolsynthese) verwendet.
Es kann zur Derivatisierung von Carbonsäuren (durch Esterbildung bei pH 8,5) genutzt werden.<ref>J. Bodoprost, H. Rosemeyer: Analysis of Phenacylester Derivatives of Fatty Acids. In: Int. J. Mol. Sci. 2007, 8, 1111–1124.</ref>
Literatur
Einzelnachweise
<references/>
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Ätzender Stoff
- Sensibilisierender Stoff
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- Alkylarylketon
- Bromalkan