(3571) Milanštefánik
<templatestyles src="Infobox Asteroid/styles.css" />
| Asteroid (3571) Milanštefánik | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database | |
| Orbittyp | Hauptgürtelasteroid |
| Große Halbachse | 3.93234 AE |
| Exzentrizität | 0.110498 |
| Perihel – Aphel | Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE |
| Neigung der Bahnebene | 7.85942 ° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | Vorlage:Str round° |
| Argument der Periapsis | Vorlage:Str round° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Siderische Umlaufperiode | Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden. |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | Vorlage:Str round km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 34,9 km ± 0,6 km |
| Albedo | 0,06 |
| Rotationsperiode | Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden. |
| Absolute Helligkeit | Vorlage:Str round mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Antonín Mrkos |
| Datum der Entdeckung | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Andere Bezeichnung | 1976 NL, 1982 EJ, 1985 TJ3 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien
(3571) Milanštefánik ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 15. März 1982 vom slowakischen Astronomen Antonín Mrkos am Kleť-Observatorium in der Tschechoslowakei bei einer Helligkeit von 17,2 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 6. September 1953 und in den Jahren 1954 und 1955 am Palomar-Observatorium in Kalifornien sowie 1976 am Krim-Observatorium in Nautschnyj fotografiert worden war.
Der Asteroid ist benannt in Erinnerung an den slowakischen Astronomen und Meteorologen Milan Rastislav Štefánik (1880–1919). Er arbeitete von 1905 bis 1907 an der Sternwarte Meudon und schlug den Bau einer neuen Sternwarte auf der Insel Tahiti vor. 1907 erhielt er den Jules-Janssen-Preis und 1911 den Wilde-Preis. Später wurde er als Offizier und Politiker einer der drei Gründerväter der Ersten Tschechoslowakischen Republik.
(3571) Milanštefánik wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne.<ref>C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).</ref> Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (3571) Milanštefánik mit einer Periodizität von etwa 860 Jahren zwischen 0,70 und 1,10 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,63 AE (244 Mio. km).<ref>A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wissenschaftliche Auswertung
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (3571) Milanštefánik, für den damals Werte von 38,9 km bzw. 0,04 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot speziell für Mitglieder der Hilda-Gruppe führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 34,9 km bzw. 0,06.<ref>T. Grav, A. K. Mainzer, J. Bauer, J. Masiero, T. Spahr, R. S. McMillan, R. Walker, R. Cutri, E. Wright, P. R. Eisenhardt, E. Blauvelt, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, E. Hand, A. Wilkins: WISE/NEOWISE Observations of the Hilda Population: Preliminary Results. In: The Astrophysical Journal. Band 744, Nr. 2, 2012, S. 1–15, doi:10.1088/0004-637X/744/2/197 (PDF; 3,45 MB).</ref>
Eine spektroskopische Untersuchung von 23 Hilda-Asteroiden im September 1992 am La-Silla-Observatorium in Chile und im Oktober/November 1992 am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf La Palma ergab für (3571) Milanštefánik eine taxonomische Klassifizierung als D-Typ.<ref>M. Dahlgren, C.-I. Lagerkvist, A. Fitzsimmons, I. P. Williams, M. Gordon: A study of Hilda asteroids. II. Compositional implications from optical spectroscopy. In: Astronomy & Astrophysics. Band 323, 1997, S. 606–619, bibcode:1997A&A...323..606D (PDF; 536 kB).</ref>
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 1. bis 18. September 2016 am Center for Solar System Studies (CS3) in Colorado und Kalifornien. Aus der während 15 Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine extrem lange Rotationsperiode von 421,1 h bestimmt. Anzeichen für eine Taumelbewegung wurden aber nicht festgestellt.<ref>B. D. Warner, R. D. Stephens, D. R. Coley: Lightcurve Analysis of Hilda Asteroids at the Center for Solar System Studies: 2016 June–September. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 44, Nr. 1, 2017, S. 36–41, bibcode:2017MPBu...44...36W (PDF; 5,33 MB).</ref>
Siehe auch
Weblinks
- (3571) Milanštefánik beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (3571) Milanštefánik in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (3571) Milanštefánik in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
Einzelnachweise
<references />