<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=95.26.254.55</id>
	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=95.26.254.55"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/95.26.254.55"/>
	<updated>2026-06-11T23:06:35Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_von_Gwinner&amp;diff=223888</id>
		<title>Arthur von Gwinner</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_von_Gwinner&amp;diff=223888"/>
		<updated>2025-02-28T17:05:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.26.254.55: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Arthur von Gwinner.jpg|mini|Arthur von Gwinner]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Krumke mit Statue.jpg|mini|Hirschstatue vor Schloss Krumke]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bagdadbahn 1903.JPG|mini|Aktie der Bagdadbahn AG vom 31. Dezember 1903; Faksimileunterschrift von Arthur von Gwinner, damals Vorstand der Deutschen Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Nimmergut: Historische Wertpapiere – Sinnvoll sammeln – garantiert gewinnen, S. 55, ISBN 3-89441-042-6&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arthur Philipp Friedrich Wilhelm Gwinner&#039;&#039;&#039;, ab 1908 &#039;&#039;&#039;von Gwinner&#039;&#039;&#039; (* [[6. April]] [[1856]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[29. Dezember]] [[1931]] in [[Berlin]]), war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Bankier]], Politiker und [[Mäzen|Kunstmäzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gwinner entstammte einer renommierten Frankfurter Familie. Sein Großvater [[Philipp Friedrich Gwinner]] war Jurist, Kunsthistoriker und vorletzter Bürgermeister der [[Freie Stadt Frankfurt|Freien Stadt Frankfurt]], sein Vater [[Wilhelm Gwinner]] Jurist, Schriftsteller und ein Vertrauter [[Arthur Schopenhauer]]s, dessen Vorname der Sohn erhielt. Nach dem Besuch der &#039;&#039;Hassel’schen Lehr- und Erziehungs-Anstalt für Knaben&#039;&#039; absolvierte Gwinner 1874 bis 1876 eine Banklehre im Frankfurter Bankhaus August Siebert, der lange Auslandsaufenthalte folgten. 1885 heiratete Gwinner in Frankfurt am Main Anna Speyer (1861–1940), Tochter des deutsch-jüdischen Bankiers [[Speyer (Unternehmerfamilie)|Philipp Speyer]] (1815–1896) und dessen Frau Charlotte Stern (1824–1906).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gwinner hätte als Inhaber in das Frankfurter Bankhaus [[Lazard Speyer-Ellissen]] eintreten können, zog es aber vor nach [[Berlin]] zu gehen, das damals Frankfurt als führenden deutschen [[Finanzplatz]] überflügelte. 1888 wurde er alleiniger Eigentümer des Berliner Bankhauses &#039;&#039;Riess &amp;amp; Itzinger&#039;&#039;, das er unter seinem eigenen Namen weiterführte. 1886 erwarb von Gwinner den &#039;&#039;Torre de las Damas&#039;&#039; in [[Granada]], einen Teil des [[Alhambra#Die Naṣridenpaläste|Naṣridenpalastes in der Alhambra]]. Diesen benutzte er als Ferienresidenz, bis er ihn 1891 den spanischen Staat schenkte. Die sogenannte Alhambra-Kuppel, die den Turm dieses Gebäudes zierte, nahm er jedoch mit nach Berlin, wo sie zunächst seine private Wohnung schmückte. Heute befindet sie sich im [[Museum für Islamische Kunst (Berlin)|Museum für Islamische Kunst in Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;McSweeney: &#039;&#039;Arthur von Gwinner und die Alhambra-Kuppel.&#039;&#039; 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1891 trat er außerdem der [[Gesellschaft der Freunde]] bei. &lt;br /&gt;
1894 liquidierte er sein Bankhaus, um eine Stelle im [[Vorstand]] der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] anzunehmen, wo er eng mit [[Georg von Siemens]] zusammenarbeitete. Er gehörte dem Vorstand bis 1919 an, von 1910 bis 1919 als dessen Sprecher. In seiner Zeit als Vorstandssprecher wuchs die Zahl der Bankmitarbeiter von 5.384 auf 13.529.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Historische Gesellschaft der deutschen Bank e.&amp;amp;nbsp;V. |url=https://www.bankgeschichte.de/facts-figures/employee-figures/1870-1944?language_id=3 |titel=Mitarbeiterzahlen der Deutschen Bank 1870–1944 |datum=2024 |sprache=de |abruf=2024-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis heute ist er der einzige in Frankfurt geborene Sprecher der seit 1957 in Frankfurt ansässigen Deutschen Bank. Von 1919 bis 1931 gehörte er dem [[Aufsichtsrat]] des Unternehmens an. Von 1916 bis zu seinem Tod war er Senator der [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]]. Gwinner war an der Finanzierung der [[Bagdadbahn]], der [[AEG]] und von [[Siemens]] beteiligt. Aufgrund seiner Auslandserfahrung war er insbesondere für das Auslandsgeschäft der Deutschen Bank zuständig und galt so zur damaligen Zeit auch als deutscher Außenpolitiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gwinner, dessen Vater 1908 das erbliche [[Adelsprädikat]] erhalten hatte, wurde 1910 von [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] in das [[Preußisches Herrenhaus|Preußische Herrenhaus]] (das „Oberhaus“ des Parlaments) berufen. Im Folgenden machte er sich auch als Gegner von ausufernder [[Staatsverschuldung]] einen Namen: Hier hielt Gwinner 1910 eine aufsehenerregende Rede, in der er Kritik an der Budgetierung sowie der den Staatskredit schädigenden Defizitwirtschaft des preußischen Finanzministeriums übte. Sein berühmter Ausspruch während dieser Debatte: „Es gehört Talent zu allem, aber zum Borgen gehört Genie!“ wurde später in Berlin noch häufig kolportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 brach der &#039;&#039;Fürstentrust&#039;&#039; von [[Christian Kraft zu Hohenlohe-Öhringen]] in spektakulärer Weise zusammen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Elisabeth Fehrenbach]] (Hrsg.): &#039;&#039;Adel und Bürgertum in Deutschland 1770–1848.&#039;&#039; Oldenbourg-Wissenschaftsverlag 1994, ISBN 3486560271, S. 149. ([http://books.google.de/books?id=SDv8sWEtREwC&amp;amp;pg=PA149 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; und führte zu einer allgemeinen Bankenkrise. Die Liquidierung des Trusts erfolgte durch die [[Deutsche Bank]] unter Gwinner infolge der persönlichen Intervention [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelms II.]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stephan Malinowski]]: &#039;&#039;Vom König zum Führer.&#039;&#039; Akademie-Verlag Berlin 2001, ISBN 305004070X, S. 142. ([http://books.google.de/books?id=RKEy0y2ZI1EC&amp;amp;pg=PA142&amp;amp;lpg=PA142 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Universität Erlangen]] (&#039;&#039;Dr. rer. pol. h.&amp;amp;nbsp;c.&#039;&#039;) und 1922 die der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt am Main]] (&#039;&#039;Dr. phil. nat. h.&amp;amp;nbsp;c.&#039;&#039;) verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Arendt, Wolfgang: [https://www.deutsche-biographie.de/gnd118543938.html#ndbcontent &#039;&#039;Gwinner, Arthur von&#039;&#039; in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 361 Online-Version].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Bankfach hinaus galten Gwinners vielfältige Interessen vor allem der Mineralogie und der Botanik. Er war korrespondierendes Mitglied der [[Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung|Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft]]. Er gehörte 1911 zu den Gründern der Frankfurter [[Schopenhauer-Gesellschaft]] und stiftete der [[Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg|Stadt- und Universitätsbibliothek]] die Bibliothek des &#039;&#039;Schopenhauer-Archivs&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 erwarb er Gut und Schloss [[Krumke]] in der [[Altmark]] westlich von Berlin, ließ es renovieren und ausbauen und nutzte es als Familiensitz. Nach seinem Tode wurde er in Krumke beigesetzt. Sein Grab befindet sich auf dem kleinen Friedhof des Ortes. Das von [[Georg Wrba]] geschaffene [[Erbbegräbnis]] der Familie Arthur von Gwinner auf dem [[Dreifaltigkeitskirchhof II]] in [[Berlin-Kreuzberg]] blieb unbelegt. Am Gwinnerschen Familiengrab auf dem [[Hauptfriedhof (Frankfurt am Main)|Frankfurter Hauptfriedhof]] erinnert eine Gedenkplakette an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Töchter Margarethe, verheiratet mit dem Geiger [[Karl Klingler]], und die kurzfristig mit Berndt von Wedel verheiratete [[Charlotte von Gwinner]] erbten das Rittergut, wurden jedoch im Zuge der [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|Bodenreform]] enteignet. Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] erhielt die Familie laut Zeitungsberichten eine Entschädigung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/osterburg/1442552_Aus-Sehnsucht-nach-Ruhe-aufs-Land.html Volksstimme]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wurde aber wohl nur ein Teil des tatsächlichen Wertes abgegolten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
Arthur von Gwinner wurde noch im Gründungsjahr 1912 Mitglied der [[Paläontologische Gesellschaft|Paläontologischen Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;Paläontologische Zeitschrift 1, Heft 1, März 1914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|361 || Gwinner, Arthur Philipp Friedrich Wilhelm von|Wolfgang Arendt|118543938}}&lt;br /&gt;
* Reinhard Frost: {{Frankfurter Personenlexikon|3491|Gwinner, Arthur (von)}}&lt;br /&gt;
* Max Fuchs: &#039;&#039;Arthur von Gwinner : Eine Widmung zu seinem fünfundsiebzigsten Geburtstag&#039;&#039;, Berlin 1931 (ohne Verlag)&lt;br /&gt;
* Anna McSweeney: [http://www.academia.edu/12942368/Arthur_von_Gwinner_und_die_Alhambra-Kuppel_in_Julia_Gonnella_and_Jens_Kröger_eds_Wie_die_Islamische_Kunst_nach_Berlin_Kam._Der_Sammler_und_Museumsdirektor_Friedrich_Sarre_Berlin_Dietrich_Reimer_Verlag_GmbH_2015_89-102 &#039;&#039;Arthur von Gwinner und die Alhambra-Kuppel&#039;&#039;] In: Julia Gonnella and Jens Kröger (Hrsg.): &#039;&#039;Wie die Islamische Kunst nach Berlin kam.&#039;&#039; 2015 Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und Dietrich Reimer Verlag, Berlin, S. 89–102.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118543938}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/006796}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bankgeschichte.de/publications/books/biographies?language_id=3 Biografie der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank]&lt;br /&gt;
* [http://www.discoverislamicart.org/database_item.php?id=object;ISL;de;Mus01;17;de Jens Kröger: &#039;&#039;Alhambra-Kuppel&#039;&#039; (2012).] &#039;&#039;Museum With No Frontiers – Discover Islamic Art&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/IAEMJPBLCMJ4DC543UAJM3S3GD67TQNN Deutsche Digitale Bibliothek: Alhambra-Kuppel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118543938|VIAF=13098988}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorstandssprecher der Deutsche Bank AG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gwinner, Arthur von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsche Bank AG)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Paläontologischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Goethe-Universität Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankmanager]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gwinner, Arthur von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gwinner, Arthur Philipp Friedrich Wilhelm von (vollständiger Name); Gwinner, Arthur&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bankier, Politiker und Kunstmäzen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. April 1856&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Dezember 1931&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.26.254.55</name></author>
	</entry>
</feed>