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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fe_Zitterspinne&amp;diff=30268</id>
		<title>Große Zitterspinne</title>
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		<updated>2025-02-21T12:56:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.83.134: /* Verbreitungsgebiet und Lebensraum */ Voll die Hippies ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Große Zitterspinne&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Pholcus phalangioides&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Johann Kaspar Füssli|Fuesslin]], 1775)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Pholcus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Zitterspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Pholcidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Haplogynae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Teilordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Echte Webspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Araneomorphae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Webspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Araneae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Pholcus.phalangioides.6909.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Große Zitterspinne (&#039;&#039;Pholcus phalangioides&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Große Zitterspinne&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Pholcus phalangioides&#039;&#039;) ist eine [[Webspinnen]]art aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Zitterspinnen]] (Pholcidae). Der Name „Zitterspinne“ leitet sich vom Defensiv-Verhalten dieser Spinnen ab. Fühlen sie sich bedroht, beginnen sie, sich und damit ihr Netz in Schwingung zu versetzen. Dadurch verschwimmt ihr Körper vor dem Hintergrund und sie werden fast unsichtbar (vor den hellen, ungemusterten Wänden in Häusern funktioniert das weniger gut). Dieses Verhalten ist bei adulten Exemplaren eher zu beobachten als bei Jungtieren und im eigenen Gespinst der Spinne häufiger als bei der Invasion fremder Netze.&amp;lt;ref&amp;gt;R. R. Jackson, Roxanne J. Brassington, R. J. Rowe: &#039;&#039;Anti-predator defences of Pholcus phalangioides, a web-building and web-invading spider.&#039;&#039; in Journal of Zoology (1990) 220, 543–552. [[doi:10.1111/j.1469-7998.1990.tb04733.x]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Große Zitterspinne stammt aus Westasien und hat sich von dort aus nahezu weltweit verbreitet. Lediglich in kühlen und kalten Klimaten fehlt sie. Als ausgesprochene Höhlenart ist sie heute in fast jedem Gebäude, besonders in Kellern, zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[Arachnologische Gesellschaft|Arachnologischen Gesellschaft]] wurde die Große Zitterspinne zur [[Spinne des Jahres]] 2003 gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitungsgebiet und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Distribution.pholcus.phalangioides.1.png|mini|Verbreitung der Großen Zitterspinne]]&lt;br /&gt;
Die Große Zitterspinne ist in allen gemäßigten Klimazonen der Erde vertreten. In der Wüste und jenseits des Polarkreises kommt sie nicht vor, ebenso nicht in den tropischen Regionen Afrikas. Vertreten ist sie allerdings im Regenwald von Südamerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kälteren Regionen bevorzugt sie die Wärme von Innenräumen, insbesondere in menschlichen Behausungen. Diese Spinnen haben eine besondere Affinität zu schwach beleuchteten bis dunklen Bereichen mit wenig Luftbewegung. Sie sind häufig in den Ecken von Gebäuden und Wohnungen sowie auf Dachböden, in Garagen und Kellern zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.monaconatureencyclopedia.com/pholcus-phalangioides/?lang=en Pholcus phalangioides]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Vorliebe für Keller hat ihr in der englischen Umgangssprache auch den Namen &#039;&#039;long-bodied cellar spider&#039;&#039; (Kellerspinne mit langem Körper) eingebracht. Große Zitterspinnen, die im Freien leben, können in Höhlen und zwischen Felsspalten gefunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsbild ==&lt;br /&gt;
[[File:Pholcus.phalangioides.male.jpg|thumb|&#039;&#039;Pholcus phalangioides&#039;&#039;, männlich (Nahaufnahme)]]&lt;br /&gt;
Die Große Zitterspinne wird oft in Gebäuden bzw. Kellern und ruhigen Korridoren angetroffen, wo sie meist mit dem Bauch nach oben in ihrem Netz auf Beute lauert. Ihr grau-braun gemusterter Körper ist stabförmig, Männchen werden um die sechs, Weibchen selten bis zu zehn Millimeter lang. Wegen ihrer bis zu fünf Zentimeter langen Beine wird sie, wie auch andere Zitterspinnen, oft mit den [[Weberknechte]]n (Opiliones) verwechselt. Eine nahe Verwandte der Großen Zitterspinne, die [[Kleine Zitterspinne]], trägt daher bezeichnenderweise den Namen &#039;&#039;Pholcus opilionoides&#039;&#039; (weberknechtähnlich). Im Gegensatz zum ovalen, ungegliedert erscheinenden Körper der Weberknechte ist der Körper der Zitterspinnen, wie bei allen [[Webspinnen]], deutlich in Vorderkörper ([[Prosoma]]) und Hinterleib ([[Kieferklauenträger#Merkmale|Opisthosoma]]) untergliedert. Bei den Männchen sind die [[Pedipalpus|Taster]] durch die Geschlechtsorgane keulenförmig verdickt, während die Weibchen dünne Taster besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pholcus.phalangioides.6904.jpg|mini|links|Die typische Lauerstellung mit der Bauchseite nach oben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pholcus phalangioides with tegenaria atrica.jpg|mini|Eine Große Zitterspinne mit gefangener [[Große Winkelspinne|Großer Winkelspinne]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pholcus phalangioides eating wasp 6.jpg|mini|Auch [[Echte Wespen|Wespen]] gehören zum Beutespektrum der Großen Zitterspinne]]&lt;br /&gt;
Die Große Zitterspinne ernährt sich hauptsächlich von kleineren Tieren wie [[Fliegen]], [[Mücken]] oder [[Kellerassel]]n, lediglich bei anhaltendem Nahrungsmangel auch von Artgenossen. Sie kann aber durch ihre spezielle Fangtechnik selbst [[Winkelspinnen]] („Hausspinnen“) überwältigen, die erheblich größer sind. Das Netz der [[Ecribellate Spinnen|ecribellaten Spinne]] ist ein unregelmäßiges und lockeres Gewebe und besitzt nicht-klebrige Fäden, die extrem elastisch und dauerhaft wirksam sind. Hat die Spinne durch die Erschütterungen im Netz Beute wahrgenommen, läuft sie darauf zu, überwältigt sie und webt sie mit weiteren Fesselfäden ein. Zwei oder mehr direkt nebeneinander liegende Artgenossen können sich in Revierkämpfe verwickeln, was zu verlorenen Körperteilen oder dem  Tod eines oder mehrerer Tiere führen kann. In manchen Fällen wird die Flucht aus dem Netz ergriffen, wenn die Unterlegenheit festgestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Große Zitterspinne (Pholcus phalangioides) mit Eipaket.jpg|mini|Weibliche Zitterspinne mit Eipaket]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pholcus young.JPG|mini|Nachwuchs nach etwa zehn Tagen]]&lt;br /&gt;
Die Weibchen können bis zu drei Jahre alt werden, Männchen sterben in der Regel früher. Große Zitterspinnen sind ganzjährig paarungsbereit. Das Weibchen legt im Durchschnitt etwa 20 Eier, die in einen dünnen [[Kokon]] eingesponnen und vom Muttertier so lange mit sich herumgetragen werden, bis die Jungen schlüpfen. Es wird demnach in gewissem Umfang [[Brutfürsorge]] betrieben. Die Jungen bleiben nach dem Schlüpfen noch kurze Zeit im Kokon, bevor sie die Mutter verlassen und auf sich allein gestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gabriele Uhl, &#039;&#039;Reproduktionsbiologie von Zitterspinnen (Pholcus phalangioides; Pholcidae; Araneae)&#039;&#039;, Diss. Univ. Freiburg, 1994&lt;br /&gt;
* Heiko Bellmann: &#039;&#039;Spinnen. Beobachten – bestimmen.&#039;&#039; 2. Auflage. Naturbuch, Augsburg 1992, ISBN 3-89440-064-1.&lt;br /&gt;
* Dick Jones: &#039;&#039;Der Kosmos-Spinnenführer.&#039;&#039; Franckh, Stuttgart 1990, ISBN 3-440-06141-8.&lt;br /&gt;
* [[Rainer F. Foelix]]: &#039;&#039;Biologie der Spinnen.&#039;&#039; 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 1992, ISBN 3-13-575802-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Pholcus phalangioides|Große Zitterspinne|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{WSC|26587|Name=Pholcus phalangioides}}&lt;br /&gt;
* [https://www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Spinnen/TSP-434.html Große Zitterspinne] auf natur-in-nrw.de&lt;br /&gt;
* [https://wiki.arages.de/index.php?title=Pholcus_phalangioides &#039;&#039;Pholcus phalangioides&#039;&#039;] im Spinnen-Forum Wiki&lt;br /&gt;
* [https://wiki.arages.de/index.php?title=Pholcus_phalangioides/Beobachtungen/Pageler_J Der Lebenszyklus der Großen Zitterspinne], Beobachtungen von Jörg Pageler, im Spinnen-Forum Wiki&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Spinne des Jahres}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zitterspinnen|Zitterspinne, Große]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.83.134</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunstwort&amp;diff=102680</id>
		<title>Kunstwort</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunstwort&amp;diff=102680"/>
		<updated>2025-01-22T15:20:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.83.134: /* Probleme der Abgrenzung */ Ist eine Stunde eine Zeitlang? oder ist eine Stundelang eine Stunde lang? wie lang ist dann eine Zeit?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit &#039;&#039;künstlichen Wörtern&#039;&#039;; zu &#039;&#039;Fachwörtern&#039;&#039; siehe [[Terminus]].}}&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Kunstwort&#039;&#039;&#039; bezeichnet man ein Wort, das nicht mit den üblichen Mitteln der Wortbildung einer [[Sprache]] gebildet und auch nicht aus einer anderen Sprache entlehnt wurde, z. B. Produktnamen wie [[Lantra]], [[Lexus]] und [[Mondeo]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Metzler Lexikon Sprache |Verlag=J.B. Metzler |Ort=Stuttgart |Datum=2016 |ISBN=978-3-476-02641-5 |DOI=10.1007/978-3-476-05486-9 |Seiten=382}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es bildet eine neue Wurzel und ist häufig lautsymbolisch. Neugebildete Kunstwörter gelten eine Zeitlang als [[Neologismus|Neologismen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Reim]]en und [[Vers]]en begegnet man häufig Kunstwörtern, die durch [[Assonanz]] oder [[Alliteration]] wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probleme der Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Kunstwörter sind von [[Kontamination (Sprachwissenschaft)|Kontaminationen (Kofferwörtern)]], [[Abkürzung]]en/[[Kurzwort|Kurzwörtern]], [[Derivation (Linguistik)|Derivaten]] und [[Komposition (Grammatik)|Kompositionen]] zu unterscheiden. Die Abgrenzung davon ist aber nicht immer einfach. Beispielsweise werden &#039;&#039;Biosil&#039;&#039; und &#039;&#039;Biopren&#039;&#039; (Zahnfüllmittel) zu den Kunstwörtern gezählt; zwar ist &#039;&#039;bio&#039;&#039; an ein vorhandenes Wort angelehnt, &#039;&#039;sil&#039;&#039; und &#039;&#039;pren&#039;&#039; tragen jedoch keine Bedeutung. &#039;&#039;Biotuss&#039;&#039; (Hustensaft), von &#039;&#039;bio&#039;&#039;logisch und &#039;&#039;tuss&#039;&#039;is (lat. [[Husten]]), kann hingegen als Kontamination gesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hilke Elsen |Titel=Kontaminationen im Randbereich der Deutschen Grammatik |Hrsg=Ludwig M. Eichinger, Martine Dalmas, Reinhard Fiehler, Ulla Fix, Gisela Zifonun |Sammelwerk=Deutsche Sprache: Zeitschrift für Theorie, Praxis, Dokumentation |Band=36. Jahrgang |Verlag=Erich Schmidt Verlag |Datum=2008 |ISSN=0340-9341 |Seiten=122 |Online=https://epub.ub.uni-muenchen.de/14541/1/14541.pdf#page=12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hilke Elsen |Titel=Das  Kunstwort |Hrsg=Dieter Betz, Margot Brunner, Armin Burkhardt, Rudolf Hoberg und Alfred Warner |Sammelwerk=Muttersprache: Vierteljahresschrift für deutsche Sprache |Band=Jahrgang 115 |Verlag=Gesellschaft für deutsche Sprache |Datum=2005 |ISSN=0027-514X |Seiten=144 f. |Online=https://epub.ub.uni-muenchen.de/14674/1/14674.pdf#page=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Beispiele ergeben sich durch Endungen, die wie Suffixe aussehen, aber keine stabile Bedeutung tragen und damit keine Morpheme sind, was nicht zu Derivation, sondern zu Kunstwortbildung führt, vgl&#039;&#039;. Aspirin&#039;&#039;, &#039;&#039;Birkin&#039;&#039;, &#039;&#039;Gustin&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Voigt |Titel=Zur linguistischen Bestimmung des Markennamens |Hrsg=Wilfried Kürscher, Rüdiger Vogt |Sammelwerk=Grammatik, Semantik, Textlinguistik |Ort=Tübingen |Datum=1985 |Seiten=123-136}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kunstwort und Neologismus&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht alle Kunstwörter sind [[Neologismus|Neologismen]]. Ein lexikalisches Zeichen wird nur vorübergehend als Neologismus betrachtet. Mit zunehmender Verbreitung und Dauer des Gebrauchs werden sie zu etablierten Teilen des allgemeinsprachlichen Wortschatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pragmatischer Wert von Kunstwörtern ==&lt;br /&gt;
Neugebildete Kunstwörter signalisieren oft Modernität und Originalität. Aus diesen Gründen werden sie oft in der [[Werbesprache]] geprägt. Hier sollen wissenschaftlich klingende Kunstwörter den Eindruck des Produktes beim potenziellen Kunden verbessern, indem sie bei Medikamentennamen etwa Effektivität und Qualität suggerieren (&#039;&#039;Fortral,&#039;&#039; &#039;&#039;Dilcoran 80&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erwin Wehking |Titel=Produktnamen für Arzneimittel: Wortbildung, Wortbedeutung, Werbewirksamkeit |Ort=Hamburg |Datum=1984}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), andere klingen passend zum Produkt griechisch (&#039;&#039;Patros&#039;&#039; als Name für einen Fetakäse). Solche lautsymbolischen Effekte sind in der Werbesprache vor allem für Produktnamen wichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Lötscher |Titel=Von Ajax bis Xeros. Ein Lexikon der Produktnamen |Auflage=2 |Ort=Zürich |Datum=1992}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gregory Abel, Lewis Glinert |Titel=Chemotherapy as language: Sound symbolism in cancer medication names |Sammelwerk=Social Science &amp;amp; Medicine |Band=66 |Nummer=8 |Datum=2008 |Seiten=1863-1869}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hilke Elsen |Titel=Einführung in die Lautsymbolik |Verlag=Erich Schmidt |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-503-16789-0 |Seiten=176-192}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt ist die Internationalisierung: [[Marke (Recht)|Markennamen]] müssen positive Assoziationen wecken und dürfen im internationalen Kontext keine missverständliche oder kontraproduktive Bedeutung haben. Kunstwörter bieten hier die Möglichkeit, Fettnäpfchen wie den &#039;&#039;[[Mitsubishi Pajero|Pajero]]&#039;&#039; von [[Mitsubishi]] zu vermeiden. [[Namensagentur|Spezialisierte Agenturen]] entwickeln neue Wörter, die zwar aus bestehenden Wörtern oder Wortteilen entwickelt werden, selbst aber explizit &#039;&#039;bedeutungsfrei&#039;&#039; sein sollen, sogenannte [[Logatom]]e (wie z.&amp;amp;nbsp;B. die neueren Typen-Bezeichnungen des Autoherstellers [[Opel]] oder der Name [[Thalys]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Grundzüge der Morphologie des Deutschen.&#039;&#039; Elsen, Hilke 2014. 2. Auflage. Berlin/Boston, ISBN 978-3110358933.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Lexikologie I&#039;&#039;, Einheiten mit wortähnlichem Status. Sornig, Karl 2002. Cruse et al. Berlin/New York, S. 461–463.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Morphologie I.&#039;&#039; Creative processes. Baldi, Philip, Dawar, Chantal 2000. Booij et al. Berlin/New York, S. 963–972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kunstwort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4329641-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wort|*]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.83.134</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bloomwert&amp;diff=922563</id>
		<title>Bloomwert</title>
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		<updated>2025-01-18T17:52:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.83.134: Keine andere Beziehung erkennbar.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bloomwert&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Bloomgramm,&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Bloom&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Bloom-Zahl&#039;&#039;&#039;) beschreibt in der [[Lebensmitteltechnologie]] und [[Pharmazeutische Technologie|Pharmazeutischen Technologie]] die Gallertfestigkeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebel&amp;quot;&amp;gt;[[Siegfried Ebel]], [[Hermann J. Roth]] (Hrsg.): &#039;&#039;Lexikon der Pharmazie.&#039;&#039; Thieme, Stuttgart 1987, ISBN 3-13-672201-9, S.&amp;amp;nbsp;278.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
die Gelierkraft von [[Gelatine]]. Die Kennzahl ist dabei die Masse in Gramm, die benötigt wird, damit ein Stempel von 0,5 [[Zoll (Einheit)|Zoll]] Durchmesser die Oberfläche einer 6,67 % Gelatine/Wasser-Mischung vier Millimeter tief verformt, ohne sie zu zerreißen. Der Versuch findet standardisiert bei 10&amp;amp;nbsp;°C mit einer vorhergehenden Alterung der Gelatine von 17 Stunden statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parmentier.de/gelatine/kennzahl.htm Wichtige Kennzahlen von Gelatine] auf parmentier.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen liegt der Bloomwert zwischen 50 und 300. Je höher der Bloomwert ist, desto höher ist die Gelierkraft der Gelatine. Eine sauer aufgeschlossene Gelatine mit hoher Gallertfestigkeit hat ungefähr 300 Bloom. Nach dem Europäischen Arzneibuch darf der Bloomwert nicht mehr als 20 % vom deklarierten Wert abweichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url = https://www.edqm.eu/en/european-pharmacopoeia-8th-edition-1563.html|titel = European Pharmacopoeia 8th Edition {{!}} EDQM - European Directorate for the Quality of Medicines|werk = www.edqm.eu|zugriff = 2016-12-24|archiv-url = https://web.archive.org/web/20161224113119/https://www.edqm.eu/en/european-pharmacopoeia-8th-edition-1563.html|archiv-datum = 2016-12-24|offline = ja|archiv-bot = 2023-06-17 06:47:24 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt wurde der Wert nach dem Amerikaner &#039;&#039;Oscar T. Bloom&#039;&#039;, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Verfahren und die benötigte Apparatur, den so genannten Bloomgelometer („Machine for Testing Jelly Strength of Glues, Gelatines, and the Like.“ Patent Nr. 1.540.979 von 1925), entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.sizes.com/units/bloom.htm Beschreibung des Testverfahrens auf sizes.com mit Abbildung der Apparatur] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Messgröße (Lebensmitteltechnologie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.83.134</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geostation%C3%A4re_Transferbahn&amp;diff=155680</id>
		<title>Geostationäre Transferbahn</title>
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		<updated>2025-01-17T18:21:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.83.134: Keine andere Beziehung erkennbar. Beträgt so lange, dass?!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:GTO Orbit.png|mini|Geostationäre Transferbahn&amp;lt;br&amp;gt;(1) Erde&amp;lt;br&amp;gt;(2) GTO&amp;lt;br&amp;gt;(3) GEO]]&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;geosynchrone&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;geostationäre Transferbahn&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Geotransferorbit&#039;&#039;&#039;; Abk. &#039;&#039;&#039;GTO&#039;&#039;&#039; von engl. &#039;&#039;geosynchronous / geostationary transfer orbit&#039;&#039;) ist eine [[Satellitenorbit|Erdumlaufbahn]], auf der [[Satellit (Raumfahrt)|Satelliten]] von Trägerraketen ausgesetzt werden, um danach endgültig auf einer [[Geosynchrone Umlaufbahn|geosynchronen]] oder [[geostationäre Umlaufbahn|geostationären Umlaufbahn]] (GEO) positioniert zu werden. Dem dazu erforderlichen [[Bahnmanöver]] geht eine genaue [[Bahnbestimmung]] voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der GTO hat die Form einer langgestreckten [[Ellipse]]; einer ihrer [[Brennpunkt (Ellipse)|Brennpunkte]] ist der Erdmittelpunkt. Der am weitesten von der Erde entfernte Punkt – das [[Erdnähe|Apogäum]] – liegt meist in der Nähe des geostationären Orbits in 35.786&amp;amp;nbsp;km Höhe über dem [[Äquator]]. Die Bahngeschwindigkeit dort ist aber noch zu gering für die gewünschte Kreisbahn und die [[Bahnneigung]] (Inklination) meist zu groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise setzt eine Rakete den Satelliten am (oder in der Nähe des) erdnächsten Punkts (dem [[Erdnähe|Perigäum]]) der Ellipsenbahn aus. Die Umlaufzeit auf einem typischen GTO (250 × 36.000 km) beträgt ca. 10,5 Stunden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leitenberger&amp;quot;&amp;gt;Bernd Leitenberger: [https://www.bernd-leitenberger.de/orbits.shtml &#039;&#039;Bahnen und Orbits von Satelliten&#039;&#039;], abgerufen: 28. August 2012 (berechnet mit dem Rechner auf der Seite)&amp;lt;/ref&amp;gt;, womit die Höhe der geostationären Umlaufbahn erstmals nach etwas mehr als 5 Stunden passiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Stanek: &#039;&#039;Raumfahrtlexikon&#039;&#039;, Hallwag Verlag, Bern (1983), S. 304–305, ISBN 3-444-10288-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Verfahren einiger Trägerraketen ==&lt;br /&gt;
Einige Trägerraketen fliegen zuerst eine niedrige [[Satellitenorbit#Parkbahn|Parkbahn]] an und starten von dort meist einen [[Hohmann-Transfer]], dessen elliptischer Teil die geostationäre Transferbahn ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Trägerraketen, wie die [[Ariane (Rakete)|Ariane]], bringen die Satelliten jedoch direkt auf die geostationäre Transferbahn, wozu von einem äquatornahen Standort aus, wie [[Kourou]], ebenfalls ein &amp;lt;math&amp;gt;\Delta v&amp;lt;/math&amp;gt; von knapp 9,8&amp;amp;nbsp;km/s nötig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Trägerraketen, die auf einem sehr hohen [[geografische Breite|Breitengrad]] starten, z.&amp;amp;nbsp;B. die russische [[Proton (Rakete)|Proton]], steuern einen Super-GTO oder auch supersynchronen Transferorbit mit sehr hohem Apogäum an. Wegen der dort geringen Bahngeschwindigkeit können sie die hohe [[Bahnneigung|Inklination]] mit weniger Energieaufwand abbauen ([[bi-elliptischer Transfer]]). Zu diesem Zweck erhält der Flugkörper beim Überqueren der [[Äquatorebene]] eine Querbeschleunigung in seiner [[Bahnebene]], die deren Neigung auf Null umlenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Triebwerke für den Wechsel in die geostationäre Umlaufbahn ==&lt;br /&gt;
Für den Wechsel vom elliptischen GTO in den kreisförmigen GEO ist ein &amp;lt;math&amp;gt;\Delta v&amp;lt;/math&amp;gt; von knapp 1,5&amp;amp;nbsp;km/s im Apogäum des GTO nötig. Einige Trägerraketen leisten dies mit ihrer Oberstufe. Dabei bleibt diese allerdings in der Nähe des GEO zurück bzw. muss auf einen [[Friedhofsorbit]] „entsorgt“ werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satelliten, die den Wechsel mit einem Feststofftriebwerk als [[Apogäumsmotor]] bewerkstelligen, bleiben oft mit diesem verbunden. Die Zündung kann bereits nach einem halben Erdumlauf geschehen, oder auch nach einigen Erdumläufen im GTO, um z.&amp;amp;nbsp;B. den Satelliten technisch zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Flüssigtreibstoff-Apogäumsmotor kann man mehrfach zünden, jeweils im Apogäum, um das Perigäum schrittweise anzuheben. Das hat den Vorteil, dass die Strukturmasse des Triebwerks zugunsten der [[Nutzlast]] reduziert werden kann. Eine Aufteilung der Antriebsleistung auf Oberstufe und Apogäumstriebwerk wäre technisch möglich, ist aber unüblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ionenantrieb|Ionentriebwerke]], deren noch geringere Antriebsleistung von den Solarmodulen geliefert wird, eignen sich besonders für die immer wieder nötigen Bahnkorrekturen während der Lebensdauer des Satelliten. Um dieses Triebwerk auch für die Anhebung des Perigäums einsetzen zu können, verwendet man auch hier den bi-elliptischen Transfer über einen mit chemischem Antrieb erreichten Super-GTO.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leitenberger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bernd-leitenberger.de/orbits.shtml Bernd Leitenberger: Bahnen und Orbits von Satelliten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtphysik|Geostationäre Transferbahn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.83.134</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hypothese_(Statistik)&amp;diff=146070</id>
		<title>Hypothese (Statistik)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hypothese_(Statistik)&amp;diff=146070"/>
		<updated>2024-11-27T13:31:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.222.83.134: Beziehung nennen!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der [[Statistik]] bezeichnet man mit &#039;&#039;[[Hypothese]]&#039;&#039; eine Annahme, die mit Methoden der [[Mathematische Statistik|mathematischen Statistik]] auf Basis [[Empirie|empirischer Daten]] geprüft wird. Man unterscheidet als Gegensatzpaar &#039;&#039;[[#Nullhypothese|Nullhypothese]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[#Alternativhypothese|Alternativhypothese]]&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Gegenhypothese&#039;&#039; oder &#039;&#039;Arbeitshypothese&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig sagt die Nullhypothese aus, dass eine Handlung &#039;&#039;keinen&#039;&#039; Effekt hat, &#039;&#039;keinen&#039;&#039; Unterschied bewirkt oder, dass ein bestimmter Zusammenhang &#039;&#039;nicht&#039;&#039; besteht. Diese [[These]] soll verworfen werden, so dass die Alternativhypothese als Möglichkeit übrig bleibt. Durch dieses indirekte Vorgehen soll die Wahrscheinlichkeit für eine irrtümliche Verwerfung der Nullhypothese kontrolliert klein bleiben. Oft entsteht jedoch Verwirrung beim Anwender, weil dieses Vorgehen die Möglichkeit nahelegt, dass – sofern die Nullhypothese nicht verworfen und die Alternativhypothese damit nicht angenommen werden kann – die Nullhypothese als erwiesen gilt. Dies ist allerdings nicht der Fall. Ein allgemeiner Ansatz stellt das Testen sogenannter [[Testen allgemeiner linearer Hypothesen|allgemeiner linearer Hypothesen]] im [[Klassisches lineares Modell der Normalregression|klassischen linearen Modell der Normalregression]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nullhypothese ==&lt;br /&gt;
In der Statistik ist die &#039;&#039;Nullhypothese&#039;&#039; &amp;lt;math&amp;gt;H_0&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[Hypothese|Annahme]] über die [[Wahrscheinlichkeitsverteilung]] einer oder mehrerer [[Zufallsvariable]]n. Die Alternativhypothese steht für eine Menge von alternativen Annahmen bezüglich der Nullhypothese. Die Aufgabe, zwischen Null- und Alternativhypothese zu entscheiden, wird als [[Testproblem]] bezeichnet. Spricht das [[Stichprobe]]nergebnis gegen die Annahme, so wird die Hypothese abgelehnt; andernfalls wird sie beibehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil eine Untersuchung häufig das Ziel hat, zu zeigen, dass es einen bestimmten Unterschied gibt, der in der alternativen Hypothese formuliert wird, beinhaltet die Nullhypothese &amp;lt;math&amp;gt;H_0&amp;lt;/math&amp;gt; das Gegenteil, also die Gleichheit von Sachverhalten, etwa:&lt;br /&gt;
* dass zwischen Gruppen kein Unterschied besteht,&lt;br /&gt;
* dass ein bestimmtes Medikament keine Wirkung zeigt,&lt;br /&gt;
* dass zwischen Merkmalen kein Zusammenhang besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele ===&lt;br /&gt;
==== Statistik ====&lt;br /&gt;
Weil man den Verdacht hat, es gäbe einen prinzipiellen Unterschied zwischen Männern und Frauen in Bezug zu einem bestimmten Testergebnis, macht man vorerst die Annahme, es gäbe keinen Unterschied. Diese Annahme ist die Nullhypothese. Man versucht die Frage zu beantworten, ob sich das Testergebnis zwischen den Gruppen statistisch signifikant unterscheidet. Die Nullhypothese wäre in diesem Fall, dass die Durchschnittsergebnisse von Männern und Frauen gleich sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;H_0\colon \mu_1 = \mu_2,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;H_0&amp;lt;/math&amp;gt; die Nullhypothese ist,&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mu_1&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Erwartungswert]] des Testergebnisses der Männer, und&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mu_2&amp;lt;/math&amp;gt; der Erwartungswert des Testergebnisses der Frauen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Psychologie ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Forensik|forensischen Psychologie]] ist die Nullhypothese durch das [[Urteil (Recht)|Urteil]] des [[Bundesgerichtshof]]es (zum Verfahren bei einer Glaubhaftigkeitsbegutachtung)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/98/1-618-98.php3 BGH, Urteil vom 30. Juli 1999], Az.&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;StR&amp;amp;nbsp;618/98, Volltext = BGHSt 45, 164 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert worden: &#039;&#039;„Das methodische Grundprinzip besteht darin, einen zu überprüfenden Sachverhalt (hier: Glaubhaftigkeit der spezifischen Aussage) so lange zu negieren, bis diese Negation mit den gesammelten Fakten nicht mehr vereinbar ist. Der Sachverständige nimmt daher bei der Begutachtung zunächst an, die Aussage sei unwahr (sog. Nullhypothese). Zur Prüfung dieser Annahme hat er weitere Hypothesen zu bilden. Ergibt seine Prüfstrategie, dass die Unwahrhypothese mit den erhobenen Fakten nicht mehr in Übereinstimmung stehen kann, so wird sie verworfen, und es gilt dann die Alternativhypothese, dass es sich um eine wahre Aussage handelt.“&#039;&#039; (vergleiche auch [[In dubio pro reo]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternativhypothese ==&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;Alternativhypothese&#039;&#039; &amp;lt;math&amp;gt;H_1&amp;lt;/math&amp;gt; oder &amp;lt;math&amp;gt;H_A&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet man in der empirischen [[Wissenschaft]] häufig eine durch Beobachtungen oder Überlegungen begründete Annahme oder Vermutung, die zur Erklärung bestimmter [[Phänomen]]e dient und die einer möglicherweise verbreiteten Annahme oder Vermutung (nämlich der Nullhypothese) entgegensteht. Insofern kann die Alternativhypothese als [[Innovation|innovativ]] betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber steht die Nullhypothese. Null- und Alternativhypothese dürfen sich nicht überschneiden, d.&amp;amp;nbsp;h., sie müssen [[disjunkt]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;George G. Judge, R. Carter Hill, W. Griffiths, [[Helmut Lütkepohl]], T. C. Lee. &#039;&#039;Introduction to the Theory and Practice of Econometrics.&#039;&#039; 2. Auflage. John Wiley &amp;amp; Sons, New York / Chichester / Brisbane / Toronto / Singapore 1988, ISBN 0-471-62414-4, S.&amp;amp;nbsp;93&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziel eines [[Statistischer Test|statistischen Tests]] ist die Ablehnung (Verwerfung) der Nullhypothese. Falls diese nicht verworfen werden kann (z.&amp;amp;nbsp;B. weil nicht genügend Beobachtungen vorhanden sind), besteht aus statistischer Sicht allerdings &#039;&#039;kein&#039;&#039; Grund, davon auszugehen, dass die Gültigkeit der Nullhypothese belegt werden konnte (vgl. [[Fehler 2. Art]]). Ein [[statistischer Test]] kann also lediglich zu einer Annahme der Alternativhypothese durch eine Verwerfung der Nullhypothese, nicht aber zu einer (im engeren Sinne) Annahme der Nullhypothese führen. Allerdings bedeutet das nicht, dass eine getestete Nullhypothese nicht auch korrekt sein kann. Ein wiederholtes Scheitern, eine Nullhypothese zu widerlegen, bedeutet dann, dass die in der Nullhypothese zu testende Annahme zusätzliche Stützung erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Hypothesen ==&lt;br /&gt;
=== Gerichtet vs. ungerichtet ===&lt;br /&gt;
Wenn &amp;lt;math&amp;gt;\Theta&amp;lt;/math&amp;gt; die Gesamtheit aller Möglichkeiten ist, dann kann man einen Test allgemein so formulieren, dass die [[Teilmenge]] &amp;lt;math&amp;gt;\Theta_0 \subseteq \Theta&amp;lt;/math&amp;gt; die Nullhypothese darstellt und &amp;lt;math&amp;gt;\Theta_1 = \Theta \backslash \Theta_0&amp;lt;/math&amp;gt; die Alternativhypothese. Für diesen allgemeinen Fall gibt es allerdings keine Standardtests. Stattdessen schaut man sich die Spezialfälle an, wo entweder nur die Menge, die die Nullhypothese erfüllt, ein Intervall ist (ungerichteter Test) oder wo beide Hypothesen durch ein Intervall dargestellt werden können (gerichteter Test).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ungerichtete Alternativhypothesen unterstellen lediglich einen Unterschied zwischen den verglichenen Kennwerten. Dabei ist egal, ob dieser Unterschied nun nach oben oder nach unten gerichtet ist. Zum Beispiel: Ein Training werde mit &amp;lt;math&amp;gt;n=100&amp;lt;/math&amp;gt; Kindern durchgeführt. Wenn die Hypothese ungerichtet ist, dann könnte die Alternativhypothese lauten, dass es einen Unterschied in der sportlichen Leistungsfähigkeit zwischen der Population der Kinder ohne und der mit Training gibt. Dabei ist es egal, ob die Kinder mit Training über eine höhere oder niedrigere sportliche Leistungsfähigkeit als Kinder ohne Training verfügen. Entsprechend lautet die Nullhypothese, dass keine Unterschiede zwischen beiden Populationen bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gerichtete Hypothesen unterstellen einen Unterschied zwischen den untersuchten Kennwerten in eine bestimmte Richtung. Im obigen Beispiel lautete die Alternativhypothese dann entweder, dass die Kinder mit Training über eine höhere oder niedrigere sportliche Leistungsfähigkeit als Kinder ohne Training verfügen. Die Nullhypothese lautet dann entsprechend, dass beide Populationen entweder gleich sind oder einen Unterschied in die entgegengesetzte Richtung aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezifisch vs. unspezifisch ===&lt;br /&gt;
* Spezifische Hypothesen machen Aussagen über die Größe des erwarteten Unterschieds oder Zusammenhangs zwischen den untersuchten Kennwerten (postulieren z. B. einen bestimmten Mindestwert). Bezogen auf obiges Beispiel könnte man z.&amp;amp;nbsp;B. unterstellen, dass die Trainingspopulation um mindestens drei IQ-Punkte besser ist als die Ausgangspopulation.&lt;br /&gt;
* Unspezifische Hypothesen machen hingegen keine Aussagen über die Größe des erwarteten Unterschieds bzw. Zusammenhangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfach vs. zusammengesetzt ===&lt;br /&gt;
* Eine Hypothese heißt einfach, wenn ihr eine einzelne Verteilung zu Grunde liegt. Macht die Hypothese lediglich die Aussage, dass die Verteilung einer Familie von Verteilungen angehört, spricht man von zusammengesetzten Hypothesen. Eine Nullhypothese der Form &amp;lt;math&amp;gt;H_0\colon \mu= 0&amp;lt;/math&amp;gt; bei [[Normalverteilung|normalverteilten]] Größen mit bekannter Varianz ist ein Beispiel für eine einfache Hypothese, die dazugehörige Alternativhypothese &amp;lt;math&amp;gt;H_A\colon \mu \ne 0&amp;lt;/math&amp;gt; ist zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahl der Null- und Alternativhypothese ==&lt;br /&gt;
Formal zerlegen die Null- und Alternativhypothese einen Parameterraum &amp;lt;math&amp;gt;\Theta&amp;lt;/math&amp;gt; in zwei disjunkte nicht leere Teilmengen &amp;lt;math&amp;gt;\Theta_0&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\Theta_1&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Nullhypothese beinhaltet die Aussage, dass der unbekannte Parameter &amp;lt;math&amp;gt;\theta&amp;lt;/math&amp;gt; aus &amp;lt;math&amp;gt;\Theta_0&amp;lt;/math&amp;gt; stammt, und die Alternativhypothese, dass der unbekannte Parameter &amp;lt;math&amp;gt;\theta&amp;lt;/math&amp;gt; aus &amp;lt;math&amp;gt;\Theta_1&amp;lt;/math&amp;gt; stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;H_0\colon \theta\in\Theta_0&amp;lt;/math&amp;gt; vs. &amp;lt;math&amp;gt;H_1\colon \theta\in\Theta_1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für zwei Tests, den [[Einstichproben-t-Test]] (Parametertest) und den [[Lilliefors-Test]] (Verteilungstest), zeigt die folgende Tabelle die möglichen Null- und Alternativhypothesen usw. auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Test&lt;br /&gt;
! Nullhypothese&lt;br /&gt;
! Alternativ-&amp;lt;br /&amp;gt;hypothese&lt;br /&gt;
! Parameterraum&lt;br /&gt;
! &amp;lt;math&amp;gt;\Theta_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
! &amp;lt;math&amp;gt;\Theta_1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Einstichproben t-Test&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu=\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt; (*)&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu\neq\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\R&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\mu\neq\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu\leq\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;gt;\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\R&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\mu\leq\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;gt;\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu\geq\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\R&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\mu\geq\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;\mu_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lilliefors-Test&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; ist normalverteilt (*)&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; ist nicht normalverteilt&lt;br /&gt;
| Alle Verteilungen&lt;br /&gt;
| Normalverteilung&lt;br /&gt;
| alle Verteilungen außer der Normalverteilung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den beiden mit (*) markierten Nullhypothesen handelt es sich um &#039;&#039;&#039;einfache Nullhypothesen&#039;&#039;&#039;. In diesem Fall kann die Rolle der Nullhypothese und der Alternativhypothese nicht vertauscht werden, selbst wenn es aus der Anwendungssicht wünschenswert wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur im Fall der beiden anderen &#039;&#039;zusammengesetzten Nullhypothesen&#039;&#039; kann die Rolle der Null- und Alternativhypothese vertauscht werden, d.&amp;amp;nbsp;h. man muss eines der Hypothesenpaare auswählen. Jedoch gilt hier immer, dass das [[Gleichheitszeichen]] in der Nullhypothese stehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Testentscheidung kann bei Nichtablehnung der Nullhypothese der [[Fehler 2. Art]] unterlaufen (Nichtablehnung der Nullhypothese, obwohl die Alternativhypothese gilt). Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch unbekannt. Bei Ablehnung der Nullhypothese kann zwar der [[Fehler 1. Art]] (Ablehnung der Nullhypothese, obwohl die Nullhypothese gilt) unterlaufen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür kleiner gleich dem vorgegebenen [[Signifikanzniveau]] (in der Regel 5 %). Daher ist man daran interessiert, die Nullhypothese abzulehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies führt zu dem folgenden Entscheidungsschema in 4 Schritten:&amp;lt;ref&amp;gt;H. Rinne: &#039;&#039;Taschenbuch der Statistik.&#039;&#039; 2. Auflage. Harri Deutsch Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-8171-1559-8, S. 528.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Geht aus der Aufgabenstellung hervor, ob etwas gezeigt oder widerlegt werden soll?&lt;br /&gt;
#: Ja: Man formuliert als Alternativhypothese das, was gezeigt, bzw. als Nullhypothese das, was widerlegt werden soll.&lt;br /&gt;
#: Nein: Sind die Konsequenzen von Fehlentscheidungen bekannt?&lt;br /&gt;
#:: Ja: Man macht den Fehler mit dem größten Risiko zum Fehler 1. Art, da dieser Fehler festgelegt wird.&lt;br /&gt;
# Nein: Geht aus der Aufgabenstellung hervor, zu welcher Interessensgruppe der Prüfer gehört?&lt;br /&gt;
#: Ja: Man formuliert die Alternativhypothese so, dass es im Interesse des Prüfers liegt, die Alternativhypothese nachzuweisen.&lt;br /&gt;
# Nein: Dann ist eine eindeutige Hypothesenformulierung nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel zu 1.&#039;&#039;&#039;: Eine Gruppe von Umweltschützern und eine Waschmittelfirma streiten sich, ob der mittlere Phosphatgehalt &amp;lt;math&amp;gt;\mu&amp;lt;/math&amp;gt; in einem Waschmittel zu hoch ist (z.&amp;amp;nbsp;B. 18 g pro Packung).&lt;br /&gt;
* Die Umweltschützer wollen beweisen, dass der Phosphatgehalt zu hoch ist. Daher werden ihre Hypothesen lauten: &amp;lt;math&amp;gt;H_0\colon\mu\leq 18\;\mathrm{g}&amp;lt;/math&amp;gt; vs. &amp;lt;math&amp;gt;H_1\colon\mu&amp;gt;18\;\mathrm{g}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Die Firma will beweisen, dass der Phosphatgehalt in Ordnung ist. Daher werden ihre Hypothesen lauten: &amp;lt;math&amp;gt;H_0\colon \mu\geq 18\;\mathrm{g}&amp;lt;/math&amp;gt; vs. &amp;lt;math&amp;gt;H_1\colon\mu &amp;lt; 18\;\mathrm{g}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Je nach Interessenlage kommt man also zu unterschiedlichen Hypothesenpaaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel zu 2.&#039;&#039;&#039;: Ein Bankkunde will einen Kredit von 1.000 Euro von seiner Bank. Lehnt der Bankier den Kreditwunsch ab und ist der Kunde solvent, so verliert er die gezahlten Zinsen in Höhe von 80 Euro. Gibt der Bankier dem Kunden den Kredit und der Kunde ist insolvent, so verliert der Bankier die gesamten 1.000 Euro.&lt;br /&gt;
* Werden die Hypothesen mit einem Signifikanzniveau von 5 % so formuliert, dass der Fehler 1. Art gerade &#039;&#039;Bankier lehnt den Kreditwunsch ab und der Kunde ist solvent&#039;&#039; entspricht, so ist bekannt, dass der erwartete Verlust beim Fehler 1. Art gleich 80 Euro × 5 % = 4 Euro ist. Beim Fehler 2. Art ist die Wahrscheinlichkeit unbekannt, d.&amp;amp;nbsp;h., im ungünstigsten Fall ist er Eins und der maximale Verlust ist gleich 1.000 Euro. Zusammen ergibt sich bei einer Fehlentscheidung im Test ein erwarteter Verlust von 1.004 Euro.&lt;br /&gt;
* Werden die Hypothesen mit einem Signifikanzniveau von 5 % so formuliert, dass der Fehler 1. Art gerade &#039;&#039;Bankier akzeptiert den Kreditwunsch und der Kunde ist insolvent&#039;&#039; entspricht, so ist bekannt, dass der erwartete Verlust beim Fehler 1. Art gleich 1.000 Euro × 5 % = 50 Euro ist. Beim Fehler 2. Art ist die Wahrscheinlichkeit unbekannt, d.&amp;amp;nbsp;h. im ungünstigsten Fall ist er Eins und der maximale Verlust ist gleich 80 Euro. Zusammen ergibt sich bei einer Fehlentscheidung im Test ein erwarteter Verlust von 130 Euro.&lt;br /&gt;
Die Hypothesen sollten also so gewählt werden, dass der Fehler 1. Art &#039;&#039;Bankier akzeptiert den Kreditwunsch und der Kunde ist insolvent&#039;&#039; entspricht, da dann der erwartete Verlust am geringsten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Testtheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regressionsanalyse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.83.134</name></author>
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