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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L%C3%B6sungsgl%C3%BChen&amp;diff=80875</id>
		<title>Lösungsglühen</title>
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		<updated>2024-12-07T20:59:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.206.83.129: /* Glühtemperatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Lösungsglühen&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Homogenisieren&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Diffusionsglühen&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Ausgleichsglühen&#039;&#039;&#039;) ist eine [[Wärmebehandlung]] ([[Glühen]]) einer meist [[metall]]ischen [[Legierung]]. Sie dient der Verminderung von [[Konzentration (Chemie)|Konzentration]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;unterschieden der [[Legierungselement]]e durch [[Diffusion]], vor allem der Verminderung von [[Gefüge (Werkstoffkunde)|Gefüge]][[inhomogenität]]en in einzelnen [[Kristall]]en ([[Seigerung #Mikroseigerungen|Mikroseigerungen]]). Dagegen lassen sich Inhomogenitäten in einem Werkstück ([[Seigerung #Blockseigerung|Blockseigerungen]] / über Kristallgrenzen hinweg) wegen der langen [[Diffusionsweg]]e &#039;&#039;nicht&#039;&#039; vollständig beseitigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Jürgen Bargel, Günter Schulze |Titel=Werkstoffkunde |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort= |Datum=2012 |Reihe=Springer-Lehrbuch |ISBN=978-3-642-17716-3 |DOI=10.1007/978-3-642-17717-0 |Seiten=64}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[DIN 8580]] zählt Glühen zu den [[Fertigungsverfahren]], um [[Stoffeigenschaft]]en zu ändern. Die (Zustands-)Bezeichnung des Werkstoffzustandes nach EN&amp;amp;nbsp;515 lautet&amp;amp;nbsp;&amp;quot;W&amp;quot;. Sie kennzeichnet einen [[stabil]]en Zustand und gilt nur für [[Legierung]]en, die spontan bei Raumtemperatur [[aushärten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glühtemperatur ==&lt;br /&gt;
Der Temperaturbereich ist abhängig von der Zusammensetzung der Legierung und kann am [[Phasendiagramm]] abgelesen werden. Bis knapp unter der [[Soliduslinie]] wird erhitzt, da manche Elemente wie z. B. Chrom erst bei hohen Temperaturen in Lösung gehen und diffundieren. Die Gesamtmenge anderer Legierungselemente wird beim Lösungsglühen im [[Mischkristall]] gelöst. Die Temperatur sollte unterhalb der [[Eutektikum|eutektischen]] Temperatur bleiben wegen der Gefahr, eutektische Restmengen aufzuschmelzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zunehmender Temperatur und Glühzeit wird der Werkstoff grobkörniger und die Kornzahl nimmt ab. Diese negative Begleiterscheinung kann bei Legierungen, die keine Phasenumwandlungen im festen Zustand haben, nur noch durch [[Kaltumformung|Kaltumformen]] mit nachfolgender [[Rekristallisation]] beseitigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lösungsglühen ist üblicherweise die erste Stufe einer Wärmebehandlung. Der Werkstoff wird danach in der Regel schnell abgeschreckt, um unterkühlte Mischkristalle zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkstoffe ==&lt;br /&gt;
Bei aushärtbaren [[Aluminiumlegierung]]en findet das Lösungsglühen häufig Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stark verunreinigte Werkstoffe können in ihren mechanischen Eigenschaften auch verbessert werden, wenn lösliche Verunreinigungen, die versprödend wirken, von den Korngrenzen in das Korninnere diffundieren. Nichtlösliche Bestandteile hingegen [[Ostwald-Reifung|koagulieren]] in rundliche Partikel. Eine Heißrissneigung wird verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stahl ===&lt;br /&gt;
Lösungsglühen findet bei Stahl in einem Temperaturbereich zwischen 950 und 1200&amp;amp;nbsp;°C über lange Glühzeiten (bis zu 50 Stunden) statt. Dieses Glühverfahren wird auch bei Verformung anstelle des [[Rekristallisationsglühen]]s angewandt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. Ravi Kumar, Sailaja Sharma |Titel=Recrystallisation Characteristics of Cold Rolled Austenitic Stainless Steel during Repeated Annealing |Sammelwerk=Materials Science Forum |Band=753 |ISSN=1662-9752 |Seiten=157–162 |Online=https://www.academia.edu/4118726/Recrystallisation_Characteristics_of_Cold_Rolled_Austenitic_Stainless_Steel_during_Repeated_Annealing |Abruf=2021-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es dient zusätzlich der Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit [[Nichtrostender Stahl|nichtrostender Stähle]] durch gleichmäßige Verteilung der Legierungselemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lösungsglühen ist nicht sehr wirtschaftlich und wird daher nur noch angewendet, wenn sich Seigerungen nicht vermeiden lassen, etwa beim Blockguss von übereutektoidischen Wälzlagerstählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Zoch, Spur: &#039;&#039;Handbuch Wärmebehandeln und Beschichten&#039;&#039;, 2015, S. 348.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Losungsgluhen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wärmebehandelndes Fertigungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stahlerzeugung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aluminiumerzeugung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.206.83.129</name></author>
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