<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=93.111.225.49</id>
	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=93.111.225.49"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/93.111.225.49"/>
	<updated>2026-06-13T06:30:31Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Kr%C3%A1sa&amp;diff=39480</id>
		<title>Hans Krása</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Kr%C3%A1sa&amp;diff=39480"/>
		<updated>2025-01-17T09:52:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;93.111.225.49: /* Wiederentdeckung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hans Krása (1899-1944).jpg|mini|Hans Krása (vor&amp;amp;nbsp;1935)]]&lt;br /&gt;
[[File:Otto Ungar Hans Krása Theresienstadt.jpg|thumb|[[Otto Ungar]]: Hans Krása in Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hans Krása&#039;&#039;&#039; (geboren am [[30. November]] [[1899]] in [[Prag]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben am [[17. Oktober]] [[1944]] im [[KZ Auschwitz-Birkenau]]) war ein [[Tschechien|tschechoslowakischer]] [[Komponist]] deutscher Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Krásas Vater, ein Anwalt, stammte aus einer tschechischen Familie, seine Mutter aus einer deutsch-[[Judentum|jüdischen]] Familie. Krása studierte [[Komposition (Musik)|Komposition]] an der [[Deutsche Akademie für Musik und darstellende Kunst in Prag|Deutschen Akademie für Musik und darstellende Kunst in Prag]] bei [[Alexander von Zemlinsky]]. Nach seinem Abschluss folgte er seinem Lehrer nach [[Berlin]]. Nach Studienaufenthalten in Frankreich als Schüler [[Albert Roussel]]s arbeitete er als [[Korrepetitor]] am [[Deutsches Theater Prag|Neuen Deutschen Theater]] in Prag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 hatte er seinen ersten Erfolg als Komponist mit den Orchesterliedern op. 1 nach Texten von [[Christian Morgenstern]]. 1933 wurde in Prag unter der Leitung von [[George Szell]] seine Oper &#039;&#039;Verlobung im Traum&#039;&#039; uraufgeführt. 1938 schrieb Krása zusammen mit dem Librettisten [[Adolf Hoffmeister]] die Kinderoper &#039;&#039;[[Brundibár]]&#039;&#039; für einen Wettbewerb des tschechoslowakischen Ministeriums für Schulwesen und Volksbildung. Wegen des Beginns des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde dieser nicht mehr ausgewertet. Im Herbst 1942 wurde diese Oper heimlich im jüdischen Waisenhaus in Prag uraufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kuna&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Milan Kuna]] |Titel=Musik an der Grenze des Lebens. Musikerinnen und Musiker aus böhmischen Ländern in nationalsozialistischen Konzentrationslagern und Gefängnissen |Verlag=Zweitausendeins |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1993 |Seiten=205–214 |ISBN=3-86150-018-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. August 1942 wurde Krása ins [[Ghetto Theresienstadt]] deportiert. Dort wurde &#039;&#039;Brundibár&#039;&#039; über 55-mal aufgeführt. Im [[Propagandafilm]] &#039;&#039;[[Theresienstadt (Film)|Theresienstadt („Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“)]]&#039;&#039; wird auch eine Aufführung von &#039;&#039;Brundibár&#039;&#039; gezeigt. Im Lager war er mehrere Monate mit [[Eliška Kleinová]] verheiratet, um deren Deportation als alleinstehende Frau zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht zum 16. Oktober 1944 wurde Hans Krása in einen Eisenbahnwaggon mit Ziel Auschwitz verladen. Dort wurde er als „älterer“ Mann sofort nach der Ankunft in der [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|Gaskammer]] ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Die Aufarbeitung der viele Jahre lang vergessenen Geschichte um die Kinderoper &#039;&#039;Brundibár&#039;&#039; von Hans Krása begann Ende der 1970er Jahre, als die Benediktinerschwester Veronika Grüters auf der Suche nach der Geschichte ihrer Familie eher zufällig auf den Stoff der Oper stieß. Sie rekonstruierte eine Fassung des &#039;&#039;Brundibár&#039;&#039; anhand eines Klavierauszugs in tschechischer und hebräischer Sprache und konnte so 1985 die erste Brundibar-Aufführung in Deutschland verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.uni-potsdam.de/u/putz/juni96/52.htm | wayback=20050218054750 | text=&#039;&#039;Und vor dem Tod ein Lied&#039;&#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte der 1990er Jahre nahm sich die Organisation „[[Jeunesses Musicales]]“ der Oper an und initiierte in Kooperation mit anderen Institutionen Pilotprojekte, in denen Arbeitshilfen für die Aufführung der Oper erstellt wurden. Höhepunkt dieses Projektes waren gemeinsame Aufführungen dreier europäischer Spitzenchöre (Knaben- und Kinderchöre) aus Bad Tölz, Posen und Prag, die hintereinander in Berlin, Warschau und Prag die Oper in der jeweiligen Landessprache aufführten. 1995 wurde die Kinderoper als Teil eines Schul- und Erinnerungsprojektes mit den überlebenden Zeitzeugen aus Theresienstadt [[Herbert Thomas Mandl]] und Eva Herrmannová am Gymnasium Tanzenberg von [[ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater]] zum ersten Mal in Österreich gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube |id=WVhjuR_Sls4 |titel=&amp;quot;Brundibár&amp;quot; - Austrian Premiere - Feature |uploader=Herbert Gantschacher |upload=2012-07-08 |abruf=2021-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Opern&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Verlobung im Traum&#039;&#039;, 1928–1930, nach [[Dostojewski]]s Novelle &#039;&#039;Onkelchens Traum&#039;&#039; (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[Brundibár]]&#039;&#039;, Oper für Kinder (zwei Fassungen: Prag 1938, Theresienstadt 1943) (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chorwerke&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Die Erde ist des Herrn&#039;&#039;, Kantate für Soli, Chor und Orchester, 1931 (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Solistische Vokalwerke&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Vier Orchesterlieder&#039;&#039; nach Texten aus [[Christian Morgenstern]]s &#039;&#039;Galgenliedern&#039;&#039; op. 1, 1920 (UE Wien)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Fünf Lieder&#039;&#039; op. 4 für mittlere Stimme und Klavier, 1926 (UE Wien)&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;Ihr Mädchen seid wie die Gärten&#039;&#039; [[Rainer Maria Rilke]]&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;An die Brüder&#039;&#039; Lettisches Volkslied&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;Mach, daß etwas uns geschieht!&#039;&#039; Rainer Maria Rilke&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;Die Liebe&#039;&#039; [[Catullus|Gaius Valerius Catullus]]&lt;br /&gt;
*** &#039;&#039;Vice versa&#039;&#039; Christian Morgenstern&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Der Schläfer im Tal&#039;&#039; für tiefere Stimme und Kammerorchester, vor 1925 (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Drei Lieder für Bariton, Klarinette, Viola und Violoncello&#039;&#039;, 1943 (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Orchesterwerke&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Symphonie für kleines Orchester&#039;&#039;, 1923 (UE Wien)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Ouvertüre für kleines Orchester&#039;&#039;, 1943/44 (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kammermusik&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Streichquartett&#039;&#039;, 1921 (Edition Max Eschig, Paris)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Thema mit Variationen für Streichquartett&#039;&#039;, 1935/36 (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Kammermusik für Cembalo und 7 Instrumente&#039;&#039; (4 Klarinetten (4. auch Saxophon), Trompete, Violoncello, Kontrabass), 1936 (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Tanz für Streichtrio&#039;&#039;, 1943 (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Passacaglia und Fuge für Streichtrio&#039;&#039;, 1944 (Bote &amp;amp; Bock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bühnenmusik&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Mládí ve hře&#039;&#039; von Adolf Hoffmeister, 1934/35 (in: A. Hoffmeister, Hry z avantgardy, Prag: Orbis 1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joža Karas: &#039;&#039;Music in Terezín 1941–1945.&#039;&#039; Pendragon Press, Stuyvesant NY 1990, ISBN 0-918728-34-7.&lt;br /&gt;
* Blanka Červinková (Übersetzung: Hana Smolíková): &#039;&#039;Hans Krása. Leben und Werk.&#039;&#039; Pfau, Saarbrücken 2005, ISBN 3-89727-305-5.&lt;br /&gt;
* {{LexMusikNS |3560|Hans Krása|Autor=Inken Meents|Stand=2017-03-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der vom NS-Regime oder seinen Verbündeten verfolgten Komponisten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{NKCR|jn19990209417}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119107821|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Beat Bucher&lt;br /&gt;
   |url=http://www.drmk.ch/werke/wbrundibar.html&lt;br /&gt;
   |titel=Hans Krása: Brundibár (1938)&lt;br /&gt;
   |offline=0&lt;br /&gt;
   |archiv-url=http://web.archive.org/web/20070607130749/http://www.drmk.ch/werke/wbrundibar.html&lt;br /&gt;
   |archiv-datum=2007-06-07&lt;br /&gt;
   |abruf=2021-03-20}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=http://www.ghetto-theresienstadt.info/pages/k/krasah.htm&lt;br /&gt;
   |titel=Krása, Hans&lt;br /&gt;
   |offline=0&lt;br /&gt;
   |archiv-url=http://web.archive.org/web/20170718075139/http://www.ghetto-theresienstadt.info/pages/k/krasah.htm&lt;br /&gt;
   |archiv-datum=2017-07-18&lt;br /&gt;
   |abruf=2021-03-20}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://www.yadvashem.org/yv/en/exhibitions/music/music-in-the-holocaust.asp&lt;br /&gt;
   |titel=Music of the Holocaust&lt;br /&gt;
   |hrsg=[[Yad Vashem]]&lt;br /&gt;
   |abruf=2021-03-20}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Joachim Lange |url=https://taz.de/Wiederendeckter-Komponist-Hans-Krasa/!5030584/ |titel= Wiederendeckter Komponist Hans Krása: Mit Grandezza und leichter Hand |werk=[[Die Tageszeitung|taz]] |datum=2014-10-20 |abruf=2022-02-22 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119107821|LCCN=no89004078|VIAF=22332863}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Krasa, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Oper)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Chor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tscheche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Krása, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=tschechisch-deutscher Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. November 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz-Birkenau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>93.111.225.49</name></author>
	</entry>
</feed>