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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Werner_von_Alvensleben_(Politiker,_1875)&amp;diff=481655</id>
		<title>Werner von Alvensleben (Politiker, 1875)</title>
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		<updated>2025-05-23T17:27:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.77.57.88: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Werner 1875-1947.jpg|mini|Werner von Alvensleben]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Werner von Alvensleben&#039;&#039;&#039; (* [[4. Juli]] [[1875]] in [[Schloss Neugattersleben|Neugattersleben]]; † [[30. Juni]] [[1947]] in [[Bremen-Vegesack]]) war ein deutscher Kaufmann und Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er entstammte der niederdeutschen [[Alvensleben (Adelsgeschlecht)|Adelsfamilie von Alvensleben]] und war der zweite Sohn von [[Werner von Alvensleben (Schlosshauptmann)|Werner Graf von Alvensleben]] (1840–1929) und der Anna von Veltheim (1853–1897). Sein jüngerer Bruder war [[Bodo Graf von Alvensleben-Neugattersleben]], der spätere Präsident des [[Deutscher Herrenklub|Deutschen Herrenklubs]]. Nach einem Jurastudium trat er in die Armee ein, war Leutnant im Infanterieregiment Nr. 24 und besuchte 1904/05 die Kriegsakademie. Er schied dann aus dem Heeresdienst aus, überwarf sich mit seinem Vater, der ihn enterbte, und ging nach Vancouver/Kanada. Dort lebte bereits sein jüngerer Bruder [[Gustav Konstantin von Alvensleben]], der sich vom einfachen Arbeiter zum erfolgreichen Unternehmer hochgearbeitet hatte. Er betätigte sich seitdem als Kaufmann mit Export- und Finanzierungsgeschäften. 1909 heiratete er Alexandra Gräfin von Einsiedel (1888–1947). Aus der Ehe gingen die drei Töchter Alexandra (1910–1968), Anna Caroline (1911–2003) und Harriet sowie der Sohn Werner hervor. Seine Tochter Alexandra heiratete 1934 den Manager [[Wilhelm Roloff (Widerstandskämpfer)|Wilhelm Roloff]]. Ein Enkel ist der Fotograf [[Christian von Alvensleben]] (Sohn von Anna Caroline).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde er mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet, war später [[Ordonnanzoffizier]] in der Heeresgruppe Gallwitz, Adjutant des Oberbefehlshabers der Ukraine [[Hermann von Eichhorn (Generalfeldmarschall)|Hermann von Eichhorn]] und zuletzt persönlicher Adjutant des Kaisers bei [[Pawlo Skoropadskyj]], dem Hetmann der [[Ukraine]] in [[Kiew]]. In dieser Eigenschaft setzte er sich für eine unabhängige Ukraine ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg engagierte er sich neben seiner beruflichen Tätigkeit immer mehr in der Politik. War er vor dem Krieg noch Mitglied der Konservativen Partei gewesen, so trat er jetzt keiner politischen Partei bei und wirkte vor allem im Hintergrund. Auch gehörte er nicht dem Herrenklub an, dessen Präsident sein jüngerer Bruder Bodo war. Stattdessen unterhielt er ein eigenes unauffälliges Büro in der Magdeburger Straße 33 in Berlin, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Reichswehrministerium, von dem aus er seiner Tätigkeit als politischer Fädenspinner und Zwischenträger nachging. Seine rechte Hand dabei war seine Sekretärin Maud Volmer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sefton Delmer: &#039;&#039;Die Deutschen und ich&#039;&#039;, 1963, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 1932 trafen Hitler und Kurt von Schleicher sich in diesem Büro um den Sturz der Regierung Brüning – der dann zum Monatswechsel vollzogen wurde – zu vereinbaren und die Modalitäten festzulegen, unter denen die NSDAP bereit sein würde, die Nachfolgeregierung zu dulden (Aufhebung des damals bestehenden SA-Verbotes Reichstagsauflösung usw.).&amp;lt;ref&amp;gt;Sefton Delmer: &#039;&#039;Die Deutschen und ich&#039;&#039;, 1963, S. 172 (Delmer schreibt Volmers Namen irrtümlich Vollmer).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1930 gründete sich der „Deutsche Bund zum Schutz der abendländischen Kultur“. Werner von Alvensleben wurde sein Vorsitzender. Sein Ziel war die Sammlung aller konservativen Kräfte in einer umfassenden konservativen Partei mit dem Plan grundlegender „ständischer“ Reformen in Staat und Wirtschaft. Politisch gehörte er zum engeren Kreis um den späteren [[Reichswehrministerium|Reichswehrminister]] und Reichskanzler General [[Kurt von Schleicher]]. Im Rahmen des von Schleicher verfolgten „Zähmungskonzeptes“&amp;lt;ref&amp;gt;Vogelsang, 1965, S. 107; Sommerfeldt, 1949, S. 13–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; stand er auch in Kontakt mit führenden Nationalsozialisten&amp;lt;ref&amp;gt;Schriftverkehr im Gutsarchiv Neugattersleben, LHASA, Rep H 160, Nr. 225, 1931–34&amp;lt;/ref&amp;gt;. So war er u.&amp;amp;nbsp;a. als Kurier zwischen Berlin und [[Gut Neudeck]] (Privatsitz des Reichspräsidenten Hindenburgs) während der Verhandlungen zwischen Schleicher und der [[NSDAP]] im Mai 1932 tätig. Dies bestätigte der damalige Reichskanzler [[Heinrich Brüning]]: „Dabei hatte ich erfahren, dass seit acht Tagen täglich ein Kurier Schleichers nach Neudeck fuhr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Brüning: Memoiren 1918–1934, Stuttgart, S. 594.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin hatte er enge Kontakte zu dem Chef der Heeresleitung General [[Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Machtergreifung [[Adolf Hitler]]s fiel er jedoch bald in Ungnade. Im Zusammenhang mit dem sogenannten [[Röhmputsch]] und der Ermordung Schleichers am 30. Juni 1934 sagte Hitler in einer Reichstagsrede am 13. Juli 1934: „[[Ernst Röhm|Röhm]] nahm durch die Vermittlung eines durch und durch korrupten Hochstaplers, eines Herrn von A., die Beziehung zu General von Schleicher auf.“ Gemeint war Werner von Alvensleben. Er kam am 30. Juni 1934 für vier Wochen in Haft, entging aber der Erschießung – wahrscheinlich aufgrund einer Intervention von Himmler (Glum, 1964, S. 456/457). Nach dem Tod des Reichspräsidenten Hindenburg am 2. August 1934 verweigerte er als Hauptmann der Reserve den gesetzlich vorgeschriebenen Treueid auf Hitler (Bielenberg, 1969, S. 230) und wurde erneut für einige Monate verhaftet. Unter Verweis auf die Hitlerrede im Reichstag blieb er weiterhin Zielscheibe öffentlicher Angriffe der NS-Presse&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Der Angriff&#039;&#039;, Nr. 19 vom 31. Januar 1935.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Januar 1937 kam er wegen „staatsabträglicher Schimpfereien“ noch einmal in &amp;quot;[[Schutzhaft]]&amp;quot; (Jacobson, 1984, S. 778). Bei seiner Entlassung am 19. August 1937 erhielt er die Auflage, Neugattersleben nur mit Genehmigung der Geheimen Staatspolizei zu verlassen&amp;lt;ref&amp;gt;Entlassungsprotokoll Archiv Neugattersleben&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sein Reisepass wurde eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später hatte er über Hammerstein Kontakte zu [[Carl Friedrich Goerdeler]] und [[Ludwig Beck (General)|Ludwig Beck]] und war – wie [[Rudolf Pechel]] in seinem Buch „Deutscher Widerstand“ schrieb – Ende 1941 in die Umsturzpläne zeitweise eingeweiht. Am 20. Juni 1944 wurde er aus anderen Gründen erneut verhaftet und angeklagt. In der Verhandlung vor dem [[Volksgerichtshof]] am 1. Februar 1945 konnte ihm eine Mitwisserschaft an den Attentatsplänen nicht nachgewiesen werden, jedoch wurde er wegen defätistischer Äußerungen während einer Teegesellschaft im August 1943 zu zwei Jahren Haft verurteilt, wobei sein Alter und seine angeschlagene Gesundheit sich mildernd auf das Strafmaß auswirkten (Jacobson, 1984, S. 774–780).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1945 befreiten ihn die Amerikaner aus dem Zuchthaus Magdeburg. Er zog – nachdem Neugattersleben sowjetische Besatzungszone geworden war – zu seiner Tochter nach Bremen-Vegesack und starb dort am 30. Juni 1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Krisis des Faschismus&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Südtirol. Mitteilungen für Freunde Südtirols.&#039;&#039; Folge 1, Innsbruck, 1. Jänner 1926, S. 1–2 ([https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/digitisedJournalsArchive/page/journal/6/1/01.01.1926/37864/1/filterId-6%0137864%01243915-query-*-filterIssueDate-%5B29.12.1925+TO+03.01.1926%5D-filterF_type-Newspaper.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Kretzschmar]]: &#039;&#039;Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlecht von Alvensleben seit 1800&#039;&#039;. Burg b. M. 1930, S. 75.&lt;br /&gt;
* Rudolf Pechel: &#039;&#039;Deutscher Widerstand&#039;&#039;. Erlenberg-Zürich 1947, S. 175, 299 f.&lt;br /&gt;
* Martin H. Sommerfeldt: &#039;&#039;Ich war dabei&#039;&#039;. Darmstadt 1949, S. 13–15, 68–69, 74–75.&lt;br /&gt;
* Eberhard von Vietsch: &#039;&#039;[[Arnold Rechberg]] und das Problem der politischen West-Orientierung nach dem 1. Weltkrieg&#039;&#039;. 1958, S. 94, 129.&lt;br /&gt;
* Friedrich Glum: &#039;&#039;Zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik&#039;&#039;. Bonn 1964, S. 456/457.&lt;br /&gt;
* Thilo Vogelsang: &#039;&#039;Kurt von Schleicher. Ein General als Politiker&#039;&#039;. Göttingen 1965, S. 107.&lt;br /&gt;
* Christabel Bielenberg: &#039;&#039;Als ich Deutsche war 1934–1945&#039;&#039;. München 1969, S. 230.&lt;br /&gt;
* Hans Adolf Jacobson (Hrsg.): &#039;&#039;Spiegelbild einer Verschwörung&#039;&#039;, 2. Band, Stuttgart 1984, S. 774–780 (Wiedergabe des Urteils des Volksgerichtshofes vom 1. Februar 1945 in der Strafsache gegen Werner von Alvensleben und Dr. [[Rudolf Pechel]]).&lt;br /&gt;
* Kunrat Frhr. v. Hammerstein: &#039;&#039;Spähtrupp&#039;&#039;. Stuttgart 1963, S. 50, 55–59, 71, 206–207, 223, 242.&lt;br /&gt;
* Annali von Alvensleben: &#039;&#039;Abgehoben&#039;&#039;. Hamburg 1998 (Autobiographie einer Tochter von Werner von Alvensleben).&lt;br /&gt;
* [[Stephan Malinowski]]: &#039;&#039;Vom König zum Führer. Deutscher Adel im Nationalsozialismus&#039;&#039;. Berlin 2003, S. 428/429.&lt;br /&gt;
* Antje Vollmer: &#039;&#039;Doppelleben. Heinrich und Gottliebe von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler und Ribbentrop&#039;&#039;Frankfurt/Main 2010 (413 S.), S. 115–117, S. 292.&lt;br /&gt;
* Jörn Jacob Rohner, Vera von Lehndorff: &#039;&#039;Veruschka. Mein Leben&#039;&#039;. Köln 2011, S. 52–56.&lt;br /&gt;
* Barbara Orth (Hrsg.): &#039;&#039;Gestapo im OP. Bericht der Krankenhausärztin Charlotte Pommer&#039;&#039;. Berlin 2013 (handelt u.&amp;amp;nbsp;a. von den Bemühungen der Tochter Alexandra Roloff, ihrem Vater Werner von Alvensleben während seiner Haft 1944/45 mit Informationen und Verpflegung zu versorgen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.familie-von-alvensleben.de/ Familie-von-alvensleben.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123441285|LCCN=nr/94/9301|VIAF=19559693}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alvensleben, Werner Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Alvensleben|Werner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goerdeler-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschkonservativen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Alvensleben, Werner von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juli 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schloss Neugattersleben|Neugattersleben]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Juni 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen-Vegesack]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.77.57.88</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bundestagsausschuss&amp;diff=112950</id>
		<title>Bundestagsausschuss</title>
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		<updated>2025-05-20T14:16:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.77.57.88: /* Ständige Bundestagsausschüsse nach Wahlperiode */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Ausschuss-Tagungsraum.jpg|mini|Ausschuss-Tagungsraum im Bundestag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Deutscher Bundestag|Deutsche Bundestag]] hat zur fachspezifischen Arbeit &#039;&#039;&#039;Bundestagsausschüsse&#039;&#039;&#039; zu verschiedenen Themenbereichen eingerichtet. Sie dienen als [[Parlamentsausschuss|Parlamentsausschüsse]] der Vorbereitung der Bundestagsentscheidungen, da aufgrund der Größe des [[Plenum]]s nicht alle Beschlüsse und Gesetzesentwürfe den Bundestag in seiner Gesamtheit durchlaufen können. Sie geben nach ausführlichen Vorberatungen, an denen die Fachpolitiker der [[Fraktion (Bundestag)|Fraktionen]] sowie ggfs. externe [[Experte]]n in Anhörungen beteiligt sind, einen entsprechenden Bericht ab, der dann als [[Beschlussvorlage]] für das Plenum dient.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[[Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts]]&#039;&#039;, Band 1, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den Ausschüssen gibt es im Deutschen Bundestag die [[Bundestagsgremien]], zu denen trotz seines Namens der [[Bundestagsgremien#Wahlausschuss|Wahlausschuss]] gehört. Die Ausschüsse tagen im [[Paul-Löbe-Haus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anzahl und Aufbau ==&lt;br /&gt;
Zu jedem wichtigen Fachgebiet existiert ein Ausschuss des Bundestages. Die Ausschüsse des 20. Bundestages bestehen aus 16 bis 50&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundestag.de/arbeit |titel=Deutscher Bundestag – Ausschuss für Arbeit und Soziales |sprache=de |abruf=2022-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Mitglied des Deutschen Bundestages|Abgeordneten]] und spiegeln die Zusammensetzung der Fraktionen im Plenum wider, sodass die Mehrheitsverhältnisse entsprechend sind. Die Ausschussmitglieder werden von den Fraktionen bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Ausschuss hat einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Der Vorsitzende bzw. sein Stellvertreter bereitet die Sitzungen vor, beruft sie ein und leitet sie. Normalerweise werden auch die Vorsitzendenposten entsprechend der Fraktionsgrößen auf alle Fraktionen aufgeteilt, sodass jede Partei berücksichtigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Bundestag: &#039;&#039;[https://www.bundestag.de/ausschuesse/azur-532274 Berechnungsverfahren für die Sitzverteilung.]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-01/bundestag-afd-vorsitz-rechtsausschuss-haushaltsausschuss Bundestag: Vorsitz des Rechtsausschusses geht an die AfD].&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Die Zeit|Zeit Online]].&#039;&#039; 23. Januar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Neben den Vorsitzenden nehmen die [[Obleute]] eine Schlüsselstellung in den Ausschüssen ein: Jede Fraktion bestimmt für jeden Ausschuss eine &#039;&#039;Obfrau&#039;&#039; oder einen &#039;&#039;Obmann&#039;&#039;, die oder der für die Fraktionsführungen Hauptansprechpartner ist.“ Die Obleute bestimmen den Kurs ihrer Fraktion in den einzelnen Ausschüssen maßgeblich mit. Auch sind sie Schlichtungsinstanz, wenn es bei Verhandlungen zu Konflikten kommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bt&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv |url=http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/aufgaben.html |text=Funktion und Aufgabe der ständigen Ausschüsse / Fraktionen und ihre Obleute |wayback=20091215070625}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausschüsse tagen normalerweise in nichtöffentlicher Sitzung. Mitglieder des Bundestages können als Zuschauer teilnehmen (§ 69 [[Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages|GO-BT]]). Der Bundestag beschließt bei der Einsetzung des [[Auswärtiger Ausschuss|Auswärtigen]], des [[Verteidigungsausschuss (Deutscher Bundestag)|Verteidigungs-]] und des [[Innenausschuss]]es (in Angelegenheiten der [[Innere Sicherheit|Inneren Sicherheit]]) regelmäßig, dass das Zutrittsrecht auf die ordentlichen Mitglieder oder deren namentlich benannte Vertreter beschränkt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;§ 69 Abs. 2 GO-BT; im 20. Deutschen Bundestag beispielsweise in {{BT-Drs|20|228}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Grundgesetz]] schreibt folgende Ausschüsse bereits verpflichtend vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einen [[Auswärtiger Ausschuss|Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten]] ({{Art.|45a|gg|juris}} GG)&lt;br /&gt;
* einen [[Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union|Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union]] ({{Art.|45|gg|juris}} GG)&lt;br /&gt;
* einen [[Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages|Verteidigungsausschuss]] ({{Art.|45a|gg|juris}} GG) und&lt;br /&gt;
* einen [[Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages|Petitionsausschuss]] ({{Art.|45c|gg|juris}} GG).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_03.html#045 |wayback=20091030215816 |text=Art. 45 GG }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem sind auch das [[Parlamentarisches Kontrollgremium|Parlamentarische Kontrollgremium]] ({{Art.|45d|gg|juris}} GG), die [[G10-Kommission]] ({{Art.|10|gg|juris}} GG) und das [[Gremium nach Artikel 13 Absatz 6 Grundgesetz]] ({{Art.|13|gg|juris}} GG) direkt aus dem Grundgesetz abgeleitet, wobei diese formal keine „Ausschüsse“ im engeren Sinne sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiteren Ausschüsse werden am Anfang der [[Legislaturperiode]] von den Abgeordneten festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausschüsse können Sachverständige zu Anhörungen einladen. Die [[Eignung]] wird hierbei durch die Fraktionen selbst festgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Pascal Siggelkow |url=https://www.tagesschau.de/faktenfinder/afd-ausschuesse-bundestag-101.html |titel=Bundestagsausschüsse: AfD bietet Pseudo-Experten eine Bühne |werk=tagesschau.de |datum=2022-10-25 |sprache=de |abruf=2022-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und neben dem Empfang wissenschaftlicher Expertisen auch zur Interessenvermittlung genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anna-Katharina Dhungel, Eric Linhart |Titel=Interessenvermittlung in den Ausschüssen des Deutschen Bundestages |Sammelwerk=Zeitschrift für Parlamentsfragen |Band=45 |Nummer=4 |Datum=2014 |ISSN=0340-1758 |Seiten=743–762}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Florian Spohr |Titel=Interessen und Informationen in den öffentlichen Anhörungen des Deutschen Bundestages |Sammelwerk=Soziologie der Parlamente |Verlag=Springer Fachmedien Wiesbaden |Ort=Wiesbaden |Datum=2018 |ISBN=978-3-658-19944-9 |DOI=10.1007/978-3-658-19945-6_12 |Seiten=309–335 |Online=https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-19945-6_12 |Abruf=2022-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorladung und Vernehmung von Zeugen sowie das Veranlassen sonstiger Ermittlungen durch Gerichte und Verwaltungsbehörden ist Privileg der [[Untersuchungsausschuss|Untersuchungsausschüsse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ständige Bundestagsausschüsse nach Wahlperiode ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F025979-0004, Bonn, Sitzung sozialpolitischer Ausschuss.jpg|mini|Sitzung des Sozialpolitischen Ausschusses im [[Bundeshaus (Bonn)|Bundeshaus]] in Bonn am 29. November 1967]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F077918-0018, Bonn, Verteidigungsausschuss des Bundestages.jpg|mini|Sitzung des Verteidigungsausschusses in Bonn am 13. April 1988]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 1. Deutschen Bundestages|1. Wahlperiode]]: 7. September 1949 – 7. September 1953&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 2. Deutschen Bundestages|2. Wahlperiode]]: 6. Oktober 1953 – 6. Oktober 1957&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 3. Deutschen Bundestages|3. Wahlperiode]]: 15. Oktober 1957 – 15. Oktober 1961&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 4. Deutschen Bundestages|4. Wahlperiode]]: 17. Oktober 1961 – 17. Oktober 1965&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 5. Deutschen Bundestages|5. Wahlperiode]]: 19. Oktober 1965 – 19. Oktober 1969&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 6. Deutschen Bundestages|6. Wahlperiode]]: 20. Oktober 1969 – 23. September 1972&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 7. Deutschen Bundestages|7. Wahlperiode]]: 13. Dezember 1972 – 13. Dezember 1976&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 8. Deutschen Bundestages|8. Wahlperiode]]: 14. Dezember 1976 – 4. November 1980&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 9. Deutschen Bundestages|9. Wahlperiode]]: 4. November 1980 – 29. März 1983&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 10. Deutschen Bundestages|10. Wahlperiode]]: 29. März 1983 – 18. Februar 1987&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 11. Deutschen Bundestages|11. Wahlperiode]]: 18. Februar 1987 – 20. Dezember 1990&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 12. Deutschen Bundestages|12. Wahlperiode]]: 20. Dezember 1990 – 10. November 1994&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 13. Deutschen Bundestages|13. Wahlperiode]]: 10. November 1994 – 26. Oktober 1998&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 14. Deutschen Bundestages|14. Wahlperiode]]: 26. Oktober 1998 – 17. Oktober 2002&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 15. Deutschen Bundestages|15. Wahlperiode]]: 17. Oktober 2002 – 18. Oktober 2005&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 16. Deutschen Bundestages|16. Wahlperiode]]: 18. Oktober 2005 – 27. Oktober 2009&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 17. Deutschen Bundestages|17. Wahlperiode]]: 27. Oktober 2009 – 22. Oktober 2013&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 18. Deutschen Bundestages|18. Wahlperiode]]: 22. Oktober 2013 – 24. Oktober 2017&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 19. Deutschen Bundestages|19. Wahlperiode]]: 24. Oktober 2017 – 26. Oktober 2021&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 20. Deutschen Bundestages|20. Wahlperiode]]: 26. Oktober 2021 – Mai 2025&lt;br /&gt;
* [[Bundestagsausschüsse des 21. Deutschen Bundestages|21. Wahlperiode]]: seit Mai 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temporärer Bundestagsausschuss ==&lt;br /&gt;
Mitte November 2013 wurde vorgeschlagen, am 28. November einen sogenannten [[Hauptausschuss]] einzusetzen, der die regulären Ausschüsse (mit Ausnahme des [[Parlamentarisches Kontrollgremium|Parlamentarischen Kontrollgremiums]]) zeitweise ersetzen sollte. Ihm sollten rund 40 Parlamentarier (und ebenso viele Stellvertreter) angehören und bei Einsetzung der regulären Ausschüsse sollte er wieder aufgelöst werden. Hintergrund war, dass CDU/CSU und SPD die regulären Ausschüsse erst nach der Wahl einer Regierung einsetzen wollten und deshalb seit der [[Bundestagswahl 2013|Bundestagswahl am 22. September 2013]] keine Ausschussarbeit stattfand. Kritik und Bedenken hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit an dem Plan wurden von den Grünen, Der Linken und von Wissenschaftlern wie [[Wolfgang Zeh (Jurist)|Wolfgang Zeh]] und [[Hans Meyer (Jurist)|Hans Meyer]] geäußert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/politik/stillstand-im-bundestag-der-trick-mit-dem-super-ausschuss-1.1823771 |titel=Der Trick mit dem Super-Ausschuss |werk=[[Süddeutsche Zeitung]] |datum=2013-11-20 |zugriff=2013-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/politik/plaene-von-spd-und-union-unbehagen-am-super-ausschuss-1.1823772 |titel=Unbehagen am Super-Ausschuss |werk=[[Süddeutsche Zeitung]] |datum=2013-11-21 |zugriff=2013-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Simone von Stosch |url=https://www.tagesschau.de/inland/hauptausschuss-ts-100.html |titel=Neuer Hauptausschuss: „Ein Stück aus dem Tollhaus“ |werk=tagesschau.de |datum=2013-11-25 |abruf=2024-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. November 2017 wurde erneut ein Hauptausschuss eingesetzt, da sich nach der [[Bundestagswahl 2017]] die Regierungsbildung verzögerte. Nach Konstituierung der ständigen Ausschüsse wurde der Hauptausschuss am 31. Januar 2018 wieder aufgelöst. Ebenso verhielt es sich nach der [[Bundestagswahl 2021]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterausschüsse ==&lt;br /&gt;
Die Ausschüsse können wiederum Unterausschüsse einsetzen. So hat der [[Ausschuss für Kultur und Medien|Bundestagsausschuss für Kultur und Medien]] in der 15. und 16. Wahlperiode einen [[Unterausschuss Neue Medien]] eingesetzt. Das [[Vertrauensgremium]] ist ein Unterausschuss des [[Haushaltsausschuss]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Wahl und Abwahl von Vorsitzenden ==&lt;br /&gt;
Mit einer Klage beim [[Bundesverfassungsgericht]] (BVerfG) wollte die [[AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag|AfD-Bundestagsfraktion]] erreichen, dass die AfD Vorsitzende entsprechend ihrer Fraktionsgröße in den Fachausschüssen des Bundestages stellen darf, so wie es für die anderen [[Bundestagsfraktion]]en üblich ist, der AfD aber nur beschränkt gewährt wurde. Außerdem klagte die AfD-Fraktion gegen die Abwahl des AfD-Politikers [[Stephan Brandner]]. Brandner wurde am 31. Januar 2018 zum Vorsitzenden des [[Rechtsausschuss (Deutscher Bundestag)|Rechtsausschusses]] gewählt. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder wählte ihn am 13. November 2019 nach umstrittenen Äußerungen Brandners [[Stephan Brandner#Abwahl als Vorsitzender des Rechtsausschusses|wieder ab]]. Beide Klagen wurden im September 2024 vom Bundesverfassungsgericht zurückgewiesen. Der Grundsatz der Gleichbehandlung für die Besetzung der Ausschüsse gelte nicht für hauptsächlich organisatorische Posten wie den Vorsitz eines Ausschusses. Die Wahl und Abwahl eines Ausschussvorsitzenden durch eine Mehrheit der Ausschussmitglieder sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Es sei außerdem verfassungsrechtlich grundsätzlich zulässig, wenn eine Fraktion bei der Besetzung wichtiger Posten wie des Vorsitzes leer ausgehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundesverfassungsgericht-afd-ausschuesse-bundestag-102.html &#039;&#039;Warum die AfD in Karlsruhe scheiterte&#039;&#039;]. In: tagesschau.de. 18. September 2024. Abgerufen am 18. September 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Index|Bundestagsausschüsse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bundestag committees|Bundestagsausschüsse}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/go_btg/go07-245166 |titel=Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages |titelerg=§§ 54–74: Ausschüsse |hrsg=Deutscher Bundestag |abruf=2020-07-15}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundestag.de/ausschuesse/aufgaben-19-532258 Aufgaben der Ausschüsse]&lt;br /&gt;
* [https://www.bundestag.de/ausschuesse/ausschuesse18 Übersicht aller Ausschüsse (18. Wahlperiode)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsausschuss| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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