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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>W. Averell Harriman</title>
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		<updated>2025-04-06T09:26:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.77.143.90: /* Familie, Ausbildung */ nur Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:William Averell Harriman.jpg|mini|W. Averell Harriman Mitte der 1940er-Jahre&lt;br /&gt;
[[Datei:William Averell Harriman Signature.svg|rahmenlos|klasse=skin-invert-image|Harrimans Unterschrift]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;William Averell Harriman &#039;&#039;&#039; (* [[15. November]] [[1891]] in [[New York City]]; † [[26. Juli]] [[1986]] in [[Yorktown Heights]], [[Westchester County]], [[New York (Bundesstaat)|NY]]) war ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Politiker]] der [[Demokratische Partei (Vereinigte Staaten)|Demokratischen Partei]], Geschäftsmann und [[Diplomat]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war während des Zweiten Weltkriegs US-Botschafter in der [[Sowjetunion]]. Unter Präsident [[Harry S. Truman]] diente er als Handelsminister, Koordinator des [[Marshallplan]]s und Direktor der [[Mutual Security Agency]] (1951–53). Von 1955 bis 1958 war Harriman [[Gouverneur von New York|Gouverneur]] des Staats [[New York (Bundesstaat)|New York]]. Während der Präsidentschaft von [[John F. Kennedy]] leitete er die Abteilung für Ostasien und Pazifik im Außenministerium, anschließend war er 1963–65 [[Under Secretary of State for Political Affairs]]. Averell Harriman wird zu den sechs „Weisen“ gezählt, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1960er-Jahre großen Einfluss auf die US-Außenpolitik hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Isaacson, Evan Thomas: &#039;&#039;The Wise Men. Six Friends and the World They Made.&#039;&#039; Simon &amp;amp; Schuster, New York 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Familie, Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Harriman war der Sohn des Eisenbahnmoguls [[Edward Henry Harriman|E. H. Harriman]] und von Mary Williamson Averell; sein Bruder war [[E. Roland Harriman]]. Averell war in erster Ehe seit 1915 mit Kathleen Lanier Lawrence (1893–1936) verheiratet, mit der er die Töchter Mary Averell Harriman (1917–1996) und Kathleen Lanier Harriman (1917–2011) hatte. Die Ehe wurde 1929 geschieden. 1930 heiratete er Marie Norton Whitney (1903–1970), die ihren Ehemann [[Cornelius Vanderbilt Whitney]] verlassen hatte, um Harriman zu ehelichen. Seine dritte und letzte Hochzeit war im September 1971 mit [[Pamela Harriman|Pamela Beryl Digby]] (1920–1997), der früheren Ehefrau von [[Winston Churchill]]s Sohn [[Randolph Frederick Churchill|Randolph]] und des Broadway-Produzenten [[Leland Hayward]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war ein erfolgreicher Student der [[Yale University]], Mitglied der [[Fraternities und Sororities|Studentenverbindung]] [[Psi Upsilon]] und wurde dort auch zusammen mit [[Prescott Bush]] in die &#039;&#039;[[Skull &amp;amp; Bones]]-Gesellschaft&#039;&#039; berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmerische Laufbahn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-01201, Berlin, Amerikanische Großindustrielle.jpg|mini|Harriman (Mitte) im Jahr 1925 in Berlin]]&lt;br /&gt;
Das Vermögen seines Vaters half ihm dabei, die Investmentbank &#039;&#039;W.A. Harriman &amp;amp; Co&#039;&#039; im Jahre 1922 zu gründen. Als sein Bruder [[E. Roland Harriman]] 1927 dem Unternehmen beitrat, wurde der Name in [[Harriman Brothers &amp;amp; Company]] geändert. 1931 fusionierten sie mit der [[Investmentbank]] &#039;&#039;[[Brown Bros. &amp;amp; Co.]]&#039;&#039;, um die erfolgreiche als Partnerschaft organisierte Bank [[Brown Brothers Harriman &amp;amp; Co.]] zu gründen. Im Auftrag von [[Fritz Thyssen]] gründete er die [[Union Banking Corporation]]. Diese Bank wurde 1943 geschlossen, da sie auch zur Finanzierung von Aktivitäten im verfeindeten [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] genutzt wurde. Partner und Mitarbeiter von Harriman bei seinen Aktivitäten waren [[George Herbert Walker]] und [[Prescott Bush]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harriman begann nach dem Ende des Ersten Weltkrieges mit Investitionen im Schiffsverkehr. Er besaß bald größere Unternehmensanteile an der [[Merchant Shipping Corporation]], der [[Pacific Mail Steamship Company]] (über die Union Pacific), [[American Shipping and Commerce]] ([[Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft|HAPAG]]), [[American Hawaiian Steamship]], [[United American Lines]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bahnbereich nutzte er das im Familienbesitz befindliche Aktienpaket an der [[Union Pacific Railroad]], um als Chairman of the board ab 1932 auch die Geschäftspolitik aktiv mitzugestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Investments bestanden unter anderem bei [[Polaroid]], [[Southern Pacific Transportation|Southern Pacific Railroad]], [[Illinois Central Railroad]], [[Wells Fargo]] und [[Guarantee Trust]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:William Averell Harriman.png|mini|W. Averell Harriman]]&lt;br /&gt;
;Chronologische Übersicht&lt;br /&gt;
* Vizepräsident, &#039;&#039;[[Union Pacific Railroad]] Co.&#039;&#039;, 1915–1917&lt;br /&gt;
* Direktor, &#039;&#039;[[Illinois Central Railroad]] Co.&#039;&#039;, 1915–1946&lt;br /&gt;
* Mitglied der &#039;&#039;[[Palisades Interstate Park Commission]]&#039;&#039;, 1915–1954&lt;br /&gt;
* Vorsitzender, &#039;&#039;Merchant Shipbuilding Corp.&#039;&#039;, 1917–1925&lt;br /&gt;
* Vorsitzender, &#039;&#039;W. A. Harriman &amp;amp; Company&#039;&#039;, 1920–1931&lt;br /&gt;
* Partner, &#039;&#039;Soviet Georgian Manganese Concessions&#039;&#039;, 1925–1928&lt;br /&gt;
* Chairman Executive Committee of the Board of Directors, &#039;&#039;[[Illinois Central Railroad]]&#039;&#039;, 1931–1942&lt;br /&gt;
* Senior-Partner, &#039;&#039;[[Brown Brothers Harriman]] &amp;amp; Co.&#039;&#039;, 1931–1946&lt;br /&gt;
* Vorsitzender (chairman of the board), &#039;&#039;[[Union Pacific Railroad]]&#039;&#039;, 1932–1946&lt;br /&gt;
* Mitbegründer der Wochenzeitung &#039;&#039;Today&#039;&#039; mit [[Vincent Astor]] ([[Astor (Familie)]]), 1935–1937 (fusioniert mit &#039;&#039;[[Newsweek]]&#039;&#039; 1937)&lt;br /&gt;
* Gründer, &#039;&#039;[[Sun Valley (Idaho)|Sun Valley Ski Resort]]&#039;&#039;, [[Idaho]], 1935–1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungstätigkeiten ===&lt;br /&gt;
In der von Präsident [[Franklin D. Roosevelt]] als Teil des [[New Deal]] ins Leben gerufenen Behörde [[National Recovery Administration]] wirkte Harriman 1934–1935 als Administrator und &#039;&#039;Special Assistant&#039;&#039;. Von 1937 bis 1939 war er Vorsitzender des &#039;&#039;Business Advisory Council&#039;&#039;, der das [[Handelsministerium der Vereinigten Staaten|US-Handelsministerium]] beriet. Im [[Office of Production Management]], einer im Januar 1941 geschaffenen Regierungsbehörde zur Zentralisierung der [[Beschaffung]]sprogramme des Bundes im Vorfeld des Kriegseintritts der USA war Harriman Chef des Bereichs Materialien in der Fertigungsabteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Botschafter in London und Moskau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Черчилль, Сталин, Гарриман.jpg|mini|Harriman (rechts) mit Churchill und Stalin auf der [[Moskauer Konferenz]], August 1942]]&lt;br /&gt;
Harriman arbeitete unter [[Präsident der Vereinigten Staaten|US-Präsident]] [[Franklin D. Roosevelt]] als [[Gesandter|Sondergesandter]] in [[Europa]] und nahm an der [[Arcadia-Konferenz]] zwischen Winston Churchill und dem Präsidenten in [[Placentia Bay]] im August 1941 teil. Das Ergebnis dieses fünf Tage währenden Treffens wurde bekannt als die &#039;&#039;[[Atlantik-Charta]]&#039;&#039;, eine gemeinsame Erklärung der Prinzipien der USA und Großbritannien. Roosevelt beauftragte ihn mit der Vorbereitung des [[Leih- und Pachtgesetz]]es, das die Lieferung von Militär- und Versorgungsgütern an Großbritannien und die Sowjetunion vorsah.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Overy: &#039;&#039;Die Wurzeln des Sieges, Warum die Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewannen&#039;&#039;, Stuttgart/München 2000, S. 406.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war als Nachfolger von Admiral [[William H. Standley]] von 1943 bis 1946 US-Botschafter in Moskau. 1944 unterstützte er in einem Schreiben an das [[State Department]] in Washington die sowjetische Version des [[Massaker von Katyn|Massakers von Katyn]], nach der die Massenexekutionen von der [[Wehrmacht]] begangen worden seien. Er hatte im Januar 1944 seine Tochter Kathleen mit einer Journalistendelegation zu einer Pressekonferenz der [[Burdenko-Kommission]], der sowjetischen Untersuchungskommission unter [[Nikolai Burdenko]], nach [[Katyn]] geschickt.&amp;lt;ref&amp;gt;Averell Harriman/Elie Abel: &#039;&#039;Special Envoy to Churchill and Stalin 1941-1946.&#039;&#039; New York 1975, S. 301–302.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Katyn-Bericht von [[Kathleen Harriman Mortimer|Kathleen Harriman]] kam in den Behördenumlauf.&amp;lt;ref&amp;gt;Krystyna Piórkowska: &#039;&#039;English-Speaking Witnesses to Katyn. Recent Research/Anglojęzyczne świadkowie Katynia. Najnowsze badania.&#039;&#039; Warschau 2012, S. 37, 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1952 mussten sich beide von der [[Madden-Kommission]], dem Untersuchungsausschuss des [[US-Kongress]]es unter Leitung des demokratischen Abgeordneten [[Ray J. Madden]], der den Umgang der US-Behörden mit Informationen über den Massenmord aufklären sollte, vorhalten lassen, naiv auf die sowjetische Propaganda hereingefallen zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;The Katyn Forest Massacre.&#039;&#039; US Government Printing Office. Washington 1952, vol. VII, S. 2127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Roosevelt war Harriman ursprünglich von [[Josef Stalin|Stalin]] fasziniert. Nach Angaben des späteren [[KGB]]-Generals [[Pawel Sudoplatow]] hat Harriman, dessen Familie Anteile an Chemiefabriken, Eisenhütten sowie Kohl- und Zinkgruben in Polen besaß, dem Kreml die Gründung amerikanisch-sowjetischer Gemeinschaftsunternehmen vorgeschlagen. Harriman sei von sowjetischer Seite unterstellt worden, dass er aus Sorge, diese Besitztümer zu verlieren, sich auf der [[Konferenz von Jalta]] für große Zugeständnisse gegenüber Moskau ausgesprochen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Pavel Sudoplatov: &#039;&#039;Specoperacii. Lubjanka i Kreml‘ 1930-1950 gody.&#039;&#039; Moskau 1997, S. 375–380.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinem Abschied aus Moskau im Januar 1946 schenkte Stalin ihm und seiner Tochter Kathleen zwei Turnierpferde.&amp;lt;ref&amp;gt;Margalit Fox, Kathleen Mortimer, Rich and Adventurous, Dies at 93, in: &#039;&#039;[[New York Times]]&#039;&#039;, 20. Februar 2011, S. 26A.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Karriere ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Photograph of President Truman in the White House Rose Garden with W. Averell Harriman, Special Assistant to the... - NARA - 200333.jpg|mini|Harriman (2. v. l.) mit Außenminister [[Dean Acheson]], Präsident [[Harry S. Truman]] und Verteidigungsminister [[George C. Marshall]] im Rosengarten des Weißen Hauses (1951)]]&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Washington änderte sich allerdings Harrimans Einstellung zur Sowjetunion: Er wurde zum Verfechter der [[Containment-Politik]]. Ende April 1946 entsandte ihn der neue US-Präsident [[Harry S. Truman]] als Botschafter nach Großbritannien. Doch schon nach wenigen Monaten, im Oktober desselben Jahres, berief Truman ihn zum [[Handelsministerium der Vereinigten Staaten|Handelsminister]], wobei er die Stelle des Truman in Auslandsfragen kritisch gegenüberstehenden [[Henry A. Wallace]] einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1948 bekam Harriman von Truman eine neue Aufgabe: die Koordination des &#039;&#039;European Recovery Program&#039;&#039;, besser bekannt als [[Marshallplan]]. 1950 wurde Harriman in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt. Im selben Jahr ernannte der Präsident Harriman zu seinem &#039;&#039;Special Assistant&#039;&#039;. In dieser Funktion reiste er etwa im Juli 1951 nach [[Teheran]], um im Konflikt um die [[Zeittafel zur Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie|Verstaatlichung]] der [[Anglo-Persian Oil Company]] durch die iranische Regierung unter [[Mohammad Mossadegh]] zu vermitteln. Zudem war Harriman Vertreter der USA und Vorsitzender einer [[NATO]]-Kommission zur Studie der westlichen Verteidigungspläne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Photograph of W. Averell Harriman taking the oath of office as Director of the Mutual Security Agency in the Oval... - NARA - 200361.jpg|mini|Vereidigung Harrimans als Direktor der [[Mutual Security Agency]], mit Präsident Truman und dem Obersten Richter [[Fred M. Vinson]]]]&lt;br /&gt;
Zur Verwaltung der amerikanischen Unterstützungsgelder für Europa wurde im Oktober 1951 eine eigene Behörde geschaffen, die [[Mutual Security Agency]] (MSA), deren Direktor Harriman bis zu ihrer Auflösung 1953 war. Harriman bewarb sich in den Jahren 1952 und 1956 um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, unterlag aber beide Male [[Adlai Ewing Stevenson junior|Adlai Stevenson]], der dann wiederum die Wahlen gegen den Republikaner [[Dwight D. Eisenhower]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rennen um die Nachfolge des Republikaners [[Thomas E. Dewey]] auf dem Gouverneursposten von [[New York (Bundesstaat)|New York]] im Jahr 1954 bezwang er den von Dewey geförderten [[Irving Ives]]. Er war ab dem 1. Januar 1955 für eine vierjährige Amtszeit [[Gouverneur von New York|Gouverneur]], bis der Republikaner [[Nelson Rockefeller]] ihn 1958 besiegte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regierung [[John F. Kennedy]]s wurde er zum &#039;&#039;Ambassador at Large&#039;&#039; ernannt, eine Position, die er bis November 1961 innehatte. Später wurde er &#039;&#039;[[Assistant Secretary of State]]&#039;&#039; für Fernost-Beziehungen im Außenministerium, das seinerzeit von [[Dean Rusk]] geleitet wurde. Auf der &#039;&#039;[[Genfer Laos-Abkommen|Internationalen Konferenz zur Lösung der Laos-Frage]]&#039;&#039; in Genf (1961–1962) war Harriman stellvertretender Repräsentant der USA. Bis zum April 1963 leitete er die Asien-Pazifik-Abteilung des Außenministeriums, anschließend wurde er &#039;&#039;[[Under Secretary of State for Political Affairs]]&#039;&#039; (Staatssekretär für politische Angelegenheiten). Als Sonderbeauftragter des US-Präsidenten war er für das [[Vertrag über das Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser|Atomteststoppabkommen]] zuständig, das im August 1963 in Moskau unterzeichnet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung Kennedys führte Harriman das Amt des &#039;&#039;Under Secretary of State&#039;&#039; unter der Regierung von Präsident [[Lyndon B. Johnson]] bis März 1965 weiter, bis er erneut zum &#039;&#039;Ambassador at Large&#039;&#039; ernannt wurde und dieses Amt über die verbleibende Amtszeit von Johnson bis 1969 bekleidete. Im Jahr 1968 war Harriman zudem Vorsitzender der Kommission des Präsidenten für das internationale Jahr der Menschenrechte. Als persönlicher Vertreter des Präsidenten Johnson führte er 1968–69 Friedensgespräche mit [[Nordvietnam]]. Seine Haltung im [[Vietnamkrieg]] ist sehr umstritten, weil er die [[Pariser Abkommen (1973)|Friedensverhandlungen von Paris]] ablehnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harriman erhielt 1969 die &#039;&#039;[[Presidential Medal of Freedom]]&#039;&#039; (Freiheitsorden). Beim [[Democratic National Committee]] (Parteizentrale der Demokraten) stand er 1976 der Arbeitsgruppe für Außenpolitik vor. Er war auch Mitglied des [[Council on Foreign Relations]], der &#039;&#039;American Academy of Diplomacy Charter&#039;&#039;, des &#039;&#039;[[Club of Rome]]&#039;&#039;, der &#039;&#039;[[Knights of Pythias]]&#039;&#039; und des &#039;&#039;[[Jupiter Island]] Club&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Harriman is noted for supporting the coup against Diem in 1963 on behalf of the state department. LBJ&#039;s confession in the assassination of Diem could indicate some complicity on Harriman&#039;s part ([http://www.whitehousetapes.org/clips/1963_1104_jfk_vietnam_memoir.html],&lt;br /&gt;
[http://www.whitehousetapes.org/clips/1966_0201_lbj_mccarthy_vietnam.html]). --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudy Abramson: &#039;&#039;Spanning the Century: The Life of W. Averell Harriman, 1891-1986.&#039;&#039; William Morrow, New York 1992, ISBN 978-0-688-04352-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{NNDB Name|175/000044043}}&lt;br /&gt;
* [http://hdl.loc.gov/loc.mss/eadmss.ms003012.3 &#039;&#039;Papers of W. Averell Harriman, Library of Congress&#039;&#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Findagrave|5971569}}&lt;br /&gt;
* [https://www.nga.org/governor/william-averell-harriman/ W. Averell Harriman in der National Governors Association] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://millercenter.org/president/truman/essays/harriman-1946-secretary-of-commerce W. Averell Harriman] im &#039;&#039;Miller Center of Public Affairs&#039;&#039; der [[University of Virginia]] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/007166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock|Navigationsleiste Kabinett Truman|Navigationsleiste Under Secretary of State for Political Affairs|Navigationsleiste Handelsminister der Vereinigten Staaten|Navigationsleiste US-Gouverneure (New York)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118546104|LCCN=n50057502|VIAF=15242309}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Harriman, W. Averell}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Yale University]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsminister (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouverneur (New York)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Under Secretary of State]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Assistant Secretary of State]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter der Vereinigten Staaten in der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter der Vereinigten Staaten im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Union Pacific Railroad)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Demokratischen Partei (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Presidential Medal of Freedom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Medal for Merit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Massaker von Katyn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Schienenverkehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Illinois Central Railroad)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Skull &amp;amp; Bones)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Harriman, W. Averell&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Harriman, William Averell (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Politiker, Geschäftsmann und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. November 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[New York City]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juli 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Yorktown Heights]], New York&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.77.143.90</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Palais_Henckel_von_Donnersmarck&amp;diff=1445371</id>
		<title>Palais Henckel von Donnersmarck</title>
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		<updated>2025-03-17T16:25:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.77.143.90: Beleg eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Palais Henckel von Donnersmarck 001002.jpg|mini|Palais Henckel von Donnersmarck (2009)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Palais Henckel-von-Donnersmark Vienna April 2007 007.jpg|mini|Eingangsfoyer des Palais’ Henckel von Donnersmarck (2007)]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Palais Henckel von Donnersmarck&#039;&#039;&#039; ist ein [[Ringstraßenpalais]] in [[Wien]]. Es befindet sich an der Ringstraße im [[Innere Stadt (Wien)|1. Wiener Gemeindebezirk]] am [[Wiener Ringstraße#Parkring|Parkring]] 14, Ecke Weihburggasse 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bauherr des Palais war der Industrielle [[Hugo Henckel von Donnersmarck]], der es als Geschenk für seine zweite Frau Laura geb. Gräfin Kaszongi in den Jahren 1871/72 bauen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Palais wurde von [[August Schwendenwein von Lanauberg|August Schwendenwein]] und [[Johann Romano von Ringe|Johann Romano]] entworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Palais wohnte einige Zeit Graf Edmund Zichy&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Biographie |url=https://www.deutsche-biographie.de/pnd116986050.html#adbcontent |titel=Zichy, Edmund Graf - Deutsche Biographie |sprache=de |abruf=2025-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Wien 1811 bis ebd. 1894), der eine bedeutende Persönlichkeit der Ringstraßengesellschaft und Förderer von Kunst und Wissenschaft war. In der Wohnung waren große Teppiche, die er selbst entwarf. Bekannt war die Sammlung indischer und chinesischer Bronzen. Im Jahr 1906 wurde das Palais, nachdem Gräfin Zichy verstorben war, an den Grafen Mir verkauft. Am Giebel ist noch das Monogramm &#039;&#039;M&#039;&#039; in der Grafenkrone sichtbar. Als der Graf starb, verkaufte es seine Witwe 1917 an Alberto Marquis de Hohenkubin, der das Haus aber nur selten bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Haus geplündert und beschädigt. 1975 ging das Palais an die Erben des 1972 verstorbenen Marquis. Um diese Zeit stand das Haus aber bereits leer. Die Erben verkauften es zwei Jahre später an die Gemeinde Wien. In den Jahren 1983 bis 1985 wurde es vom Architekturbüro Pfeffer Consult in ein Hotel umgebaut. Gemeinsam mit dem benachbarten [[Palais Leitenberger]] beherbergte das Haus bis Ende 2013 das [[Radisson Blu]] Hotel. Dann wurde es neuerlich umgebaut und umfasste seit 2021 zwölf Luxuswohnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leadersnet.at/luxury-news/49164,so-sieht-das-teuerste-appartement-oesterreichs-aus.html So sieht die teuerste Wohnung Österreichs aus] Artikel vom 9. März 2021 auf der Webseite &#039;&#039;leadersnet.at&#039;&#039;. Abgerufen am 11. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuletzt eröffnete 2023 in dem dazu nochmals umgebauten Gebäude das [[Fünfsternehotel|Fünfsterne]]-Luxushotel &#039;&#039;Palais Vienna&#039;&#039; der Almanac-Gruppe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.a-list.at/wien/hotel-spa/l/almanac-palais-vienna.html |titel=Almanac Vienna: Luxushotel im Palais |werk=a-list.at |abruf=2023-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Barbara Dmytrasz. &#039;&#039;Die Ringstraße&#039;&#039;. Amalthea, Wien 2008. ISBN 978-3-85002-588-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{burgen-austria|id=33|name=Palais Henckel-Donnersmarck}}&lt;br /&gt;
* [https://planet-vienna.com/palais-henckel-donnersmarck/ planet-vienna.com - Palais Henckel von Donnersmarck]&lt;br /&gt;
* [https://almanacresidences.com/ ALMANAC Residences Parkring 14]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48/12/15.7/N |EW=16/22/37.6/E |type=landmark |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Palais in Wien|Henckel von Donnersmarck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innere Stadt (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Historismus in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radisson Blu|Wien, Palais Henckel von Donnersmarck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotelbau in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Hotel in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel in Wien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.77.143.90</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;92.77.143.90: /* Westeuropa in der Neuzeit */ nur Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Fürstenhof&lt;br /&gt;
|4=Hofstaat&lt;br /&gt;
|2=April 2022|1=[[Benutzer:DynaMoToR|DynaMoToR]] ([[Benutzer Diskussion:DynaMoToR|Diskussion]]) 10:44, 16. Apr. 2022 (CEST)}}&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Es fehlt das wichtige Kapitel zur Geschichte des Hofes, welches die Frage beantwortet, wodurch die Veränderungen stattfanden, durch welche gesellschaftlichen Prozesse, aus welchen machtpolitischen Ursachen. Außerdem fehlt ein Absatz über das Mittelalter und die Verknüpfung zu höfischer Literatur.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Appearance of Catherine II by Benois.jpg|mini|Die Höflinge [[Katharina die Große|Katharinas der Großen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Hofstaat&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Hof&#039;&#039;&#039; oder die &#039;&#039;&#039;Höfische Gesellschaft&#039;&#039;&#039; ist die Gesamtheit der Personen, die einen regierenden [[Fürst]]en und dessen Familie unmittelbar und ständig umgeben. [[Monarchie|Monarchische]] Höfe sind historisch [[ritual]]isierte [[Herrschaft]]s&amp;amp;shy;formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der „Hof“ (lat. &#039;&#039;curia&#039;&#039;, &#039;&#039;aula&#039;&#039;, franz. &#039;&#039;cour&#039;&#039;, engl. &#039;&#039;court&#039;&#039;) ist ursprünglich eine [[Ortsbezeichnung]], siehe [[Hof (Ortsname)]]. Er geht über auf den von Gebäuden eines [[Gutshof|Gutes]] umschlossenen freien Platz,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Sabine Bock]]: &#039;&#039;Der Hofplatz eines Gutes. Freifläche zwischen Wirtschaften und Repräsentation.&#039;&#039; In: Melanie Ehler (Hrsg.): &#039;&#039;Fürstliche Garten(t)räume. Schlösser und Gärten in Mecklenburg und Vorpommern.&#039;&#039; Lukas, Berlin 2003, ISBN 3-936872-05-8, S. 107–122.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf dem sich die Gefolgschaft des [[Gutsherr]]n versammelte, und bezeichnet dann auch diese Gefolgschaft selbst. Ferner ist er die Bezeichnung für die [[Amtssitz|Residenz]] eines [[Fürst]]en (Hoflager) sowie für den Fürsten selbst mit seiner Familie und seiner Umgebung. Jeder Hof war als fürstlicher Haushalt institutionell und sozial organisiert und hierarchisch aufgebaut. Zentrales Organisationsmerkmal waren seine [[Hofamt|Hofämter]] und, damit verwandt und sich in der Funktion teilweise überschneidend, das [[Kammer (Hofstaat)|Kammerpersonal]]. [[Hofordnung]]en regelten den Tagesablauf am Hof und die Zuständigkeiten einzelner Funktionsträger innerhalb ihrer Ämter.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Essegern: &#039;&#039;Fürstinnen am kursächsischen Hof. Lebenskonzepte und Lebensläufe zwischen Familie, Hof und Politik in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.&#039;&#039; Leipziger Universitätsverlag, 2007, ISBN 978-3-86583-074-6, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den größten sozialen Gruppierungen des fürstlichen Hofstaats gehörten der Hofadel, Bürgerliche und einfache Dienstverpflichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[Spätmittelalter]] versuchten die europäischen Fürsten und Monarchen, den Landadel auf Höfe zusammenzuziehen, um ihn unter Kontrolle zu haben und ihre zentrale Macht zu festigen. Der Soziologe [[Norbert Elias]] hat das die „Verhöflichung des Adels“ genannt (&#039;&#039;[[Die höfische Gesellschaft]]&#039;&#039;, 1969). Die Regierungsform, die in diesem Zusammenhang entstand, wird [[Absolutismus]] genannt. Ein Höhepunkt war der französische Absolutismus unter [[Ludwig XIV.]] Sein Hofstaat im [[Schloss Versailles]] war der größte Europas und prägte weltweit die Kultur des [[Adel]]s. Es bildete sich die soziale Gruppe des [[Hofadel]]s. Dessen Zugehörigkeit zum Hof ([[Hoffähigkeit]]) war mit großem [[Prestige]] verbunden und wurde zunehmend von Bürgerlichen angestrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Machtverlust der Höfe im 19. Jahrhundert wurde oft mit besonderem Glanz zu kompensieren versucht, so in manchen (deutschen) [[Kleinstaat]]en oder im französischen [[Zweites Kaiserreich|Zweiten Kaiserreich]] (siehe [[Operettenstaat]]). Dieser Glanz unterstützte oft nicht die Anliegen des aufstrebenden [[Bürgertum]]s: Beispiele von Höfen, an welchen geistige Interessen gefördert und Wissenschaft und Kunst gepflegt wurden, wie am Hof der [[Medici]] und am „[[Weimarer Musenhof]]“, standen nur vereinzelt da. Die [[Hoftheater]] hingegen wurden zunehmend für das Bürgertum geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hofhaltungen waren stets sehr verschieden. Das Hofwesen des [[Orient]]s, welches zum Teil [[Theokratie|theokratischen]] Anschauungen seine Entstehung verdankte, wurde vielfach in den abendländischen Staaten nachgeahmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ägypten ==&lt;br /&gt;
Das [[Altes Ägypten|alte Ägypten]] ist eines der ältesten Beispiele einer höfischen Gesellschaft. Alles dreht sich dort um die Zentralfigur des Königs. Die Staatsdiener drückten vor allem in ihren Titeln die Nähe zum Herrscher aus. Sie nennen sich &#039;&#039;Vertrauter&#039;&#039; oder &#039;&#039;Gefolgsmann&#039;&#039; des Königs, aber auch &#039;&#039;einziger Freund seiner Majestät&#039;&#039; oder &#039;&#039;erster Freund seiner Majestät&#039;&#039;. Dies geht so weit, dass sie sich mit Körperteilen des Königs identifizieren. &#039;&#039;Mund des Königs&#039;&#039;, oder &#039;&#039;die beiden Ohren des Königs&#039;&#039; sind beliebte Beamtenbezeichnungen. Die Gunst des Königs wird als ausgesprochen wichtig empfunden. Der Herrscher war es, der über die Karrieren am Hof entschied.&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Raedler: &#039;&#039;Zur Struktur der Hofgesellschaft Ramses&#039; II.&#039;&#039; In: Rolf Gundlach, Andrea Klug (Hrsg.): &#039;&#039;Der ägyptische Hof des Neuen Reiches. Seine Gesellschaft und Kultur im Spannungsfeld zwischen Innen- und Außenpolitik&#039;&#039; (= &#039;&#039;Königtum, Staat und Gesellschaft früher Hochkulturen.&#039;&#039; Band 2). Harrassowitz, Wiesbaden 2006, ISBN 3-447-05324-0, S. 40–64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antikes Rom und Byzanz ==&lt;br /&gt;
Im [[Altertum]] fielen die Funktionen der Hofbeamten regelmäßig mit denen der Staatsdiener zusammen. So setzte sich der Hofstaat der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiser]] aus hohen Militärbeamten, den [[Prätorianer]]n, Verwaltungsbeamten, dem Berater[[konsistorium]] und dem persönlichen Haushalt des Kaisers, dem Cubicularium, zusammen. Gouverneure römischer Provinzen ahmten diese Struktur nach und bildeten eigene Hofstaate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders kompliziert war die Hofhaltung in [[Byzantinisches Reich|Byzanz]], die vielfache Nachahmung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merowingische Königshöfe ==&lt;br /&gt;
Der kaiserliche römische Hofstaat wurde auch in Nachfolgeterritorien des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]] imitiert. So formierten die [[Merowinger]]könige eigene Höfe, als sie im späten 5. Jahrhundert n. Chr. in der Provinz [[Gallia Belgica|Belgica Secunda]] eine eigene Herrschaft im Umfeld der zusammenbrechenden römischen Reichsstruktur aufbauten. Der erste Merowingerhof ist unter [[Chlodwig I.]], der formal noch römischer Gouverneur gewesen war, in [[Tournai]] nachweisbar. Er setzte sich aus militärischen Anführern, Beratern, Verwaltungsbeamten, Mitgliedern und Dienern des königlichen Haushalts sowie christlichen Geistlichen zusammen, wobei zahlreiche römische Hoftitel übernommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings scheinen an den merowingischen Königshöfen die Ämter und ihre Aufgaben weniger stark abgegrenzt als im Römischen Reich gewesen zu sein. Der Hofstaat oder &#039;&#039;aula regis&#039;&#039; scheint zudem eine gewisse institutionelle Eigenständigkeit gehabt zu haben, da sich verschiedene Personen nachweisen lassen, die über Herrscherwechsel hinweg Hofämter innehatten. Darauf deutet auch die Tatsache hin, dass bei der Reichseinigung unter [[Chlothar II.]] im Jahr 614 die Königshöfe der drei Reichsteile vorerst parallel weiter bestehen blieben. Grundsätzlich waren die Höfe mobil und folgten dem jeweiligen König an seinen Aufenthaltsort. Allerdings wurden wesentlich kürzere Strecken als im späteren [[Reisekönigtum]] zurückgelegt, da die Merowingerkönige in der Regel über bevorzugte städtische Herrschaftszentren verfügten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine herausgehobene Bedeutung unter den Hofämtern besaß der [[Fiscus]], die Verwaltung des königlichen Vermögens, das sowohl die Einkommensquellen als auch den Schatz in Form von Münzen und Wertgegenständen umfasste. Dies lässt sich an mehreren Auseinandersetzungen um die Herrschaft in merowingischen Reichen festmachen. In deren Verlauf war die Kontrolle über den Fiscus ein wichtiges Element zur Herrschaftssicherung. Auch die [[Kanzlei]], in der unter der Leitung des &#039;&#039;[[referendarius]]&#039;&#039; Schriftstücke angefertigt wurden, war von zentraler Bedeutung für die Ausübung der königlichen Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigstes Hofamt war das des [[Hausmeier]]s. Dieser war zunächst vor allem für die interne Organisation des Hofs und des königlichen Haushalts verantwortlich, erlangte schnell aber auch Kompetenzen für die gesamte Reichsorganisation und wurde de facto zum Vizekönig. Die starke Rolle der Hausmeier ermöglichte vom 7. Jahrhundert an den [[Pippiniden]] bzw. [[Karolinger]]n die zunehmende Übernahme der Macht von den Merowingern und schließlich den Aufstieg zur Königswürde im Frankenreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Hofs rekrutierten sich vornehmlich aus der Führungselite des Reiches, zu der bis ins 7. Jahrhundert hinein auch römische Reichsbürger zählten. Vereinzelt lässt sich aber auch der Aufstieg von einfachen Handwerkern oder Sklaven innerhalb der Hofränge nachweisen. Entscheidend für den Aufstieg war offenbar die persönliche Gunst des Königs. Im Verlauf der Entwicklung des Merowingerreichs lässt sich ein zunehmender Anteil Gelehrter, und damit vornehmlich Geistlicher, unter den Hofmitgliedern ausmachen. So sind vom späten 6. Jahrhundert an am Hof entstandene lyrische Werke nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 581 ist in der Person des [[Waldelenus]] erstmals die Funktion eines Hausmeiers als Erzieher eines Prinzen, in diesem Fall [[Childebert II.|Childeberts II.]] nachgewiesen. Spätestens im frühen 7. Jahrhundert entwickelte sich daraus zumindest für [[Austrasien]] nachweisbar eine Hofschule, an der neben Prinzen auch die Söhne von Adligen aus dem Reich und darüber hinaus erzogen wurden. Dies sicherte zugleich den Aufwuchs von Personal für den Hofstaat und festigte den Reichsverbund durch die persönlichen Kontakte des Führungsnachwuchses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden aus ihren königlichen Ämtern übernahmen Mitglieder des merowingischen Hofstaats häufig hohe Kirchenämter und hielten in diesen Funktionen ihre Netzwerke aufrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Westeuropa in der Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] waren die [[Kurfürst]]en als Inhaber der [[Erzämter]] zugleich die ersten Hofbeamten des Kaisers; doch lief dies im Wesentlichen auf eine bloße Titulatur hinaus, wie dies später auch in Ansehung der [[Erbamt|Erbämter]] des Reichs der Fall war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders elaboriertes [[Hofzeremoniell]] bildete sich in [[Herzogtum Burgund|Burgund]] aus und kam von dort aus mit der Herrschaft der Habsburger ([[Karl V. (HRR)|Karl V.]]) nach Spanien und an den Wiener Hof der beiden habsburgischen Linien, wo das als besonders streng geltende [[Spanisches Hofzeremoniell|spanische Hofzeremoniell]] angewendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Höhepunkt der Entwicklung der höfischen Gesellschaft machte [[Norbert Elias]]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[[Die höfische Gesellschaft]].&#039;&#039; Frankfurt 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; in seiner klassischen Studie die Herrschaft [[Ludwig XIV.|Ludwigs XIV.]] mit seiner Hofhaltung im [[Schloss Versailles]] aus. Im Zuge des Ausbaus der zentralstaatlichen Autorität und der Modernisierung der Kriegsführung sei der alte Adel („Schwertadel“) marginalisiert worden, dessen Unzufriedenheit sich immer wieder in Aufständen ([[Fronde]]) entladen hatte. Der König zog den hohen Adel an den Hof, hob ihn zeremoniell hervor, nutzte aber dieses Zeremoniell zu seiner ständigen Kontrolle und Disziplinierung. Der Hofadel wurde zudem durch die Repräsentationsverpflichtungen der Hofämter so stark belastet, dass er oft verarmte,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zum ruinösen Hofleben die Briefe der [[Marie de Rabutin-Chantal, Marquise de Sévigné|Madame de Sévigné]]. Dazu [[Jacob Burckhardt]]: &#039;&#039;Die Briefe der Madame de Sévigné.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kulturhistorische Vorträge.&#039;&#039; Stuttgart 1959.&amp;lt;/ref&amp;gt; während die politische Macht zunehmend von bürgerlichen Beamten ausgeübt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Kleidermode zur Zeit Ludwigs XIV.|französische Mode]]- und Etikettewesen fand im 18. Jahrhundert in ganz Europa vielfach Nachahmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Höfe am Ende des 19. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
Die Höfe des späten 19. Jahrhunderts waren zwar im Großen und Ganzen in konformer Weise organisiert, im Einzelnen aber war die Gliederung der Hofbediensteten und ihrer Funktionen, namentlich auch mit Rücksicht auf den Umfang der Hofhaltung, sehr verschieden. Diese Hofbediensteten bildeten zusammen den Hofstaat des Fürsten. Sie zerfielen in Hofbeamte und Hofdiener (Hofoffizianten), je nachdem, ob es sich um den Ehrendienst bei dem Monarchen und seiner Familie, um die höhere Hofverwaltung oder nur um niedere Dienstverrichtungen handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höheren Hofbeamten waren die Inhaber der eigentlichen Hofämter (Hofchargen, Hofstäbe), während die übrigen bloße Ehrendienste zu verrichten hatten ([[Hofdame]]n, [[Kammerherr]]en, [[Kammerjunker]]). Die Hofämter konnten nur von Adligen bekleidet werden, wie auch früher überhaupt der [[Adel]] die Voraussetzung der [[Hoffähigkeit]] (Kourfähigkeit) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Hofrangordnung bestimmte in dieser Hinsicht die Reihen- und Rangfolge der bei Hofe erscheinenden Personen. Ein besonderes [[Hofzeremoniell]] wurde an den Höfen aufrechterhalten, zu dessen Wahrung besondere Beamte (Zeremonienmeister) bestellt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch war zum Erscheinen bei Hofe eine besondere Hofkleidung erforderlich, die bei besonderen Gelegenheiten, namentlich bei Hoftrauer, im Einzelnen vorgeschrieben wurde. Außerdem waren gute und kultivierte (eben: höfische) Umgangsformen erforderlich, um am Hof akzeptiert zu werden. Das Protokoll und die Etikette mussten sehr genau beachtet werden, um nicht einen Skandal auszulösen. Die adeligen Herren durften zum Beispiel nicht die Schuhe ausziehen und barfuß oder nur in Strümpfen durch Schloss und Park gehen, weil dies als unfein galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Preußen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Preußischer Hofstaat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hofbeamten waren dem [[Minister des königlichen Hauses (Preußen)|Minister des Königlichen Hauses]] unterstellt, so in [[Preußen]], wo ihm zunächst das [[Heroldsamt]] für Standes- und Adelssachen, das königliche Hausarchiv und die [[Hofkammer]] der königlichen Familiengüter untergeordnet waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://actaborussica.bbaw.de/index.xql |titel=Akademienvorhaben zur späten preußischen Monarchie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften |abruf=2019-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso standen das [[Geheimes Zivilkabinett|Geheime Kabinett des Königs für Zivilangelegenheiten]], aber auch das Geheime Kabinett für die Militärangelegenheiten unter dem Hausministerium, während die Generaladjutanten und die [[Flügeladjutant]]en des Kaisers und Königs und das kaiserliche [[Militärkabinett]] nicht als königliche Beamte, sondern als solche des Deutschen Reichs und des deutschen Kaisers fungierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen standen unter dem königlichen [[Minister des königlichen Hauses (Preußen)|Hausminister]] die verschiedenen Hofchargen, welche in Preußen in oberste, Ober- und einfache Hofchargen eingeteilt wurden. Oberste Hofchargen waren: der [[Kämmerer|Oberstkämmerer]], der [[Hofmarschall|Oberstmarschall]], der [[Mundschenk|Oberstschenk]], der [[Truchsess (Hofamt)|Obersttruchsess]] und der Oberstjägermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|OK}}Als obere Hofchargen wurden aufgeführt: der [[Küchenmeister (Amt)|Oberküchenmeister]], der [[Schlosshauptmann|Oberschlosshauptmann]], der Ober-Hof- und [[Hausmarschall]], der [[Oberstallmeister]] und [[Intendant]] der königlichen Gärten, der [[Hofzeremoniell|Oberzeremonienmeister]], der Obergewandkämmerer (&#039;&#039;Grandmaître de la garderobe&#039;&#039;), der [[Oberjägermeister]], der Oberhofmeister, der [[Intendant|Generalintendant]] der königlichen Schauspiele ([[Hoftheater]]) und die Vizeoberhofbeamten. Zu letzteren gehören der Hofmarschall des Kaisers, der Hausmarschall des Kaisers, der Vizeoberjägermeister, der Vizeoberschlosshauptmann, die beiden Vizeoberzeremonienmeister usw. Der Ober-Hof- und Hausmarschall, der Obergewandkämmerer und der Oberzeremonienmeister trugen das [[Adelsprädikat|Prädikat]] [[Exzellenz (Titel)|„Eure Exzellenz“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einfache [[Hofamt|Hofchargen]] wurden bezeichnet: die Schlosshauptleute, welche über die zahlreichen königlichen Schlösser gesetzt sind, die Hofmeister, die [[Hofzeremoniell|Zeremonienmeister]], die Stallmeister, die [[Kammerherr]]en, die Hofmarschälle der königlichen Prinzen und die Hofjägermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Hofstaat gehörten ferner der Generalintendant der königlichen [[Hofkapelle (Orchester)|Hofmusik]], die königlichen Leibärzte, die Privatkanzlei und der Vorleser des Königs.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. &#039;&#039;Das Preußische Hofrangreglement vom 19. Januar 1878.&#039;&#039; In: Röhl: &#039;&#039;Kaiser, Hof und Staat.&#039;&#039; 1988, S. 95–97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Gemahlinnen der gekrönten Häupter hatten ihren Hofstaat, welcher sich in Preußen bei der Kaiserin-Königin aus der Oberhofmeisterin, den Palastdamen, dem Oberhofmeister, dem [[Leibarzt]] und dem Kabinettssekretär zusammensetzte, abgesehen von den niederen Chargen; ebenso die Prinzen und Prinzessinnen der fürstlichen Häuser. Die Rangfolge der Hofchargen war zusammen mit den Rängen aller als [[Hoffähigkeit|hoffähig]] erachteten Personen im [[Preußisches Hofrangreglement von 1878|Preußischen Hofrangreglement von 1878]] festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich-Ungarn ===&lt;br /&gt;
Im [[Kaisertum Österreich]] galten als oberste Hofämter der [[Obersthofmeister]], der Oberstkämmerer, der Obersthofmarschall und der Oberststallmeister, ferner der ranghöchste Offizier jeder der fünf [[Garde]]n (die Gardekapitäne der [[Arcièren-Leibgarde]], der [[k.u.k. Trabantenleibgarde|Trabantenleibgarde]] und der [[K.u.k. Leibgardeinfanteriekompanie|Hofburgwache]] sowie der [[Königlich ungarische Leibgarde|Ungarischen Leibgarde]] und der [[k.u.k. Leibgardereitereskadron|Leibgarde-Reitereskadron]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den sogenannten Hofdiensten gehörten der Oberst-[[Küchenmeister (Amt)|Küchenmeister]], der Oberstsilberkämmerer, der [[Oberststabelmeister]], der [[Oberjägermeister]] und der Oberzeremonienmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kam noch der militärische Hofstaat des Kaisers, bestehend aus den General- und den [[Flügeladjutant]]en, sowie die Militärkanzlei und die Kabinettskanzlei des Kaisers. Der Hofstaat am österreichischen Kaiserhof war in die Hofstaate der einzelnen Familienmitglieder untergliedert und umfasste im 18. Jahrhundert jahrzehntelang über zweitausend Personen. Davon gehörten weit über tausend Personen zum Hofstaat des Kaisers.&amp;lt;ref&amp;gt;Irene Kubiska-Scharl, Michael Pölzl: &#039;&#039;Die Karrieren des Wiener Hofpersonals 1711–1765. Eine Darstellung anhand der Hofkalender und Hofparteienprotokolle&#039;&#039; (= &#039;&#039;Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte.&#039;&#039; Band 58). Studien-Verlag, Innsbruck u. a. 2013, ISBN 978-3-7065-5324-7, S. 95, 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem sogenannten &#039;&#039;[[Schönbrunner Deutsch]]&#039;&#039; pflegte der [[Österreichischer Adel|österreichische Adel]] (und der der gesamten [[Donaumonarchie]]), dem auch die Hofchargen angehörten, einen eigenen &#039;&#039;[[Soziolekt]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Kurie ===&lt;br /&gt;
Eigentümlich ist die Unterscheidung zwischen geistlichen und weltlichen Hofchargen beim päpstlichen Hof, der [[Römische Kurie|römischen Kurie]]. Die obersten geistlichen Hofchargen ([[Kardinal|Kardinäle]] des Palastes) sind hier der Protodatarius (siehe [[Apostolische Datarie]]), der [[Staatssekretariat (Heiliger Stuhl)|Sekretär der Breven]], der Sekretär der Bittschriften und der [[Staatssekretariat (Heiliger Stuhl)|Staatssekretär]] und [[Präfektur des Päpstlichen Hauses|Präfekt des Apostolischen Palasts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weltlichen Hofchargen waren der [[Großmeister des Malteserordens]], der Obersthofmarschall, der Oberststallmeister und der Generalpostmeister. Zu den geistlichen Oberhof- und Hofchargen kommen die obersten Erbämter und die Führer der päpstlichen Leibgarden (vgl. auch [[Päpstlicher Adel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistliche Hofämter ===&lt;br /&gt;
Im Mittelalter erhielten einige Fürsten die päpstliche Erlaubnis zu eigenen Hofgeistlichen, sogenannten Hofbeichtvätern, wie sie auch schon früher besondere [[Hofkirche]]n gegründet hatten (siehe [[Hofkapelle (Amt)]]). Die Stellen dieser Beichtväter wurden im 16. und 17. Jahrhundert an katholischen Höfen oft mit [[Jesuiten]] besetzt, welche nicht selten großen Einfluss erlangten. [[Protestantisch]]e Fürsten stellten an ihren Hofkirchen Hofprediger oder Hofkapläne an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hofkritik ==&lt;br /&gt;
Die Kritik an den Zuständen der höfischen Gesellschaft, die ihre Teilnehmer zu Unaufrichtigkeit und Verstellung (&#039;&#039;dissimulatio&#039;&#039;) zwinge, begleitete den Hof seit seiner Existenz. Im lateinischen Europa kam die Hofkritik als [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] und als Genre im 12. Jahrhundert auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Überblick dazu bei [[Rüdiger Schnell]]: &#039;&#039;„Curialitas“ und „dissimulatio“ im Mittelalter. Zur Interdependenz von Hofkritik und Hofideal.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik]].&#039;&#039; Band 41, 2011, S. 77–137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hofstaat des Großherzogs von Baden]]&lt;br /&gt;
* [[Camarilla]]&lt;br /&gt;
* [[Fürstendiener]]&lt;br /&gt;
* [[Hofkapellmeister]]&lt;br /&gt;
* [[Hofkomponist]]&lt;br /&gt;
* [[Hofnarr]]&lt;br /&gt;
* [[Fourier (Militär)#Kammer-, Hof- und Reisefourier|Hoffourier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinhard Butz, [[Jan Hirschbiegel]], [[Dietmar Willoweit]] (Hrsg.): &#039;&#039;Hof und Theorie. Annäherungen an ein historisches Phänomen&#039;&#039; (= &#039;&#039;Norm und Struktur. Studien zum sozialen Wandel in Mittelalter und früher Neuzeit.&#039;&#039;) Böhlau Verlag, Köln 2004, ISBN 978-3-412-04604-0.&lt;br /&gt;
* [[Norbert Elias]], &#039;&#039;[[Die höfische Gesellschaft]]. Untersuchungen zur Soziologie des Königtums und der höfischen Aristokratie&#039;&#039; (= &#039;&#039;Soziologische Texte.&#039;&#039; Band 54, {{ISSN|0584-6072}}). Mit einer Einleitung: &#039;&#039;Soziologie und Geschichtswissenschaft.&#039;&#039; Luchterhand, Neuwied u. a. 1969, (zahlreiche Ausgaben; auch: Bearbeitet von [[Claudia Opitz]]. (= &#039;&#039;Gesammelte Schriften.&#039;&#039; Band 2). Suhrkamp, Berlin 2002, ISBN 3-518-58329-8).&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Fritz]]: &#039;&#039;Knecht, Kutscher, Koch, Kammerdiener, König. Zur Sozialgeschichte des königlichen Hofes in Württemberg (1806 bis 1918).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte]].&#039;&#039; Band 66, 2007, S. 249–292.&lt;br /&gt;
* Yitzhak Hen: &#039;&#039;The Merovingian Polity: A Network of Courts and Courtiers.&#039;&#039; In: &#039;&#039;The Oxford Handbook of the Merovingian World.&#039;&#039; 2020 [https://www.oxfordhandbooks.com/view/10.1093/oxfordhb/9780190234188.001.0001/oxfordhb-9780190234188-e-17 Online verfügbar], abgerufen am 8. Dezember 2020.&lt;br /&gt;
* Jan Hirschbiegel, Jörg Wettlaufer (Bearb.): &#039;&#039;Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastisch-topographisches Handbuch.&#039;&#039; (= Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (Hrsg.): &#039;&#039;Residenzenforschung&#039;&#039;, Band 15. I, Teilband I: Jan Hirschbiegel, Jörg Wettlaufer (Bearb.): &#039;&#039;Dynastien und Höfe.&#039;&#039; Teilband 2: &#039;&#039;Residenzen.&#039;&#039; Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-4515-8, ([https://adw-goe.de/fileadmin/dokumente/forschungsprojekte/resikom/pdfs/residenzenforschungen_15_I_1.Teilband.pdf online])).&lt;br /&gt;
* [[Carl Ernst von Malortie|Carl E. von Malortie]]: &#039;&#039;Der Hannoversche Hof unter dem Kurfürsten Ernst August und der Kurfürstin Sophie.&#039;&#039; Hahn’sche Hof-Buchhandlung, Hannover 1847, [https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=uc2.ark:/13960/t6g16bn40;view=1up;seq=9 Digitalisat].&amp;lt;ref&amp;gt;Der [[Königreich Hannover|Königlich Hannoversche]] Hofmarschall Ernst von Malortie verfasste zahlreiche Werke zur Hofhaltung des 17. bis 19. Jahrhunderts.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[John Röhl|John C. G. Röhl]]: &#039;&#039;Kaiser, Hof und Staat. Wilhelm II. und die deutsche Politik.&#039;&#039; 2., unveränderte Auflage. Beck, München 1988, ISBN 3-406-32358-8, v.&amp;amp;nbsp;a. S. 78–115 (zur politischen Bedeutung der Berliner Hofgesellschaft um 1900).&lt;br /&gt;
* Ulrich Schütte: [https://nbn-resolving.org/html/urn:nbn:de:0159-2013061413 &#039;&#039;Höfische Repräsentationsräume im Alten Reich.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;[[Europäische Geschichte Online]].&#039;&#039; Hrsg. vom [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]], 2013.&lt;br /&gt;
* [[Markus Völkel]], [[Arno Strohmeyer]] (Hrsg.): &#039;&#039;Historiographie an europäischen Höfen (16.–18. Jahrhundert). Studien zum Hof als Produktionsort von Geschichtsschreibung und historischer Repräsentation&#039;&#039; (= &#039;&#039;[[Zeitschrift für historische Forschung]] Beiheft.&#039;&#039; 43). Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2009, ISBN 978-3-428-13095-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://actaborussica.bbaw.de/index.xql Akademienvorhaben zur späten preußischen Monarchie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Meyers 1888–1890}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4160420-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monarchie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höfische Gesellschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.77.143.90</name></author>
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		<title>Josef von Halban</title>
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		<updated>2024-11-30T18:00:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.77.143.90: /* Leben */ Detail mit Beleg eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Josef von Halban&#039;&#039;&#039; (früher: &#039;&#039;Blumenstock&#039;&#039;; * [[10. Oktober]] [[1870]] in [[Wien]]; † [[23. April]] [[1937]] in Wien) war ein [[österreich]]ischer Mediziner aus der [[Halban (Adelsgeschlecht)|Familie Halban]]. Er war ein gleichermaßen anatomisch und physiologisch interessierter [[Gynäkologe]] jüdischer Herkunft.&amp;lt;ref&amp;gt;1890 trat er aus dem Judentum aus. Anna L. Staudacher: &#039;&#039;„… meldet den Austritt aus dem mosaischen Glauben“. 18000 Austritte aus dem Judentum in Wien, 1868–1914: Namen – Quellen – Daten&#039;&#039;. Peter Lang, Frankfurt/M. u.&amp;amp;nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-631-55832-4, S.&amp;amp;nbsp;68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war langjähriger Assistent der geburtshilflichen Klinik Schauta, war dann tätig am [[Institut Pasteur]] in [[Paris]]. 1890 trat er vom [[Judentum|israelitischen]] zum [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] Glauben über.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Biographie |url=https://www.deutsche-biographie.de/sfz45777.html#ndbcontent |titel=Halban, Josef von - Deutsche Biographie |sprache=de |abruf=2024-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1893 wurde er Privatdozent für Geburtshilfe und Gynäkologie in Wien, er promovierte 1894. 1909 wurde er a. o. Prof. an der Universität Wien, ab 1910 war er Vorstand der Gynäkologischen Abteilung des [[Wiedner Spital]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Verdienste sowohl auf wissenschaftlichem als auch auf pädagogischem Gebiet wurde er durch kaiserliche Entschließung vom 16. August 1917 in den erblichen österreichischen Adelsstand erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Arno Kerschbaumer, &#039;&#039;Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Karl I. / IV. Károly király (1916–1921)&#039;&#039;, Graz 2016 (ISBN 978-3-9504153-1-5), S. 103: Adelsstand für Dr. Josef Halban (früher Blumenstock), Primararzt und  Vorstand der Gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses Wieden, aufgrund Allerhöchster Entscheidung Kaiser Karls I. ([[Villa Wartholz]] 16. August 1917), Diplom vor dem Ende der Monarchie nicht mehr ausgefertigt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef von Halban verfasste verschiedene gynäkologische Abhandlungen, darunter vor allem das große &#039;&#039;Handbuch der Biologie und Pathologie des Weibes&#039;&#039; (Berlin 1924–1929, gemeinsam mit [[Ludwig Seitz (Mediziner)|Ludwig Seitz]]); daneben z. B. noch: &#039;&#039;Ovar und Menstruation&#039;&#039; (1901); &#039;&#039;Topographie des weiblichen Uterus&#039;&#039; (1901, mit [[Julius Tandler]]); &#039;&#039;Gynäkologische Operationslehre&#039;&#039; (1932). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm wurde die [[Halban-Faszie]] benannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit der Kammersängerin [[Selma Kurz]] verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Sohn [[George Halban|George]] und Tochter [[Dési Halban|Dési von Halban-Kurz]]. Sie wurde ebenfalls Sängerin und heiratete in erster Ehe den Kunsthändler [[Jacques Goudstikker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
* [[Ehrenzeichen für Verdienste um das Rote Kreuz|Offiziersehrenzeichen mit der Kriegsdekoration für Verdienste um das Rote Kreuz]]&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=shb&amp;amp;datum=1918&amp;amp;page=908&amp;amp;size=45 Hof- und Staatshandbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie]&#039;&#039; 1918, Seite 529.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|2|158||Halban Josef von}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|530|531|Halban, Josef von|Marlene Jantsch|128682582}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128682582}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128682582|LCCN=no2017106512|VIAF=72450686}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Halban, Josef von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger eines Ehrenzeichens für Verdienste um das Rote Kreuz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halban (Adelsgeschlecht)|Josef]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1870]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Halban, Josef von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Geburtshelfer und Gynäkologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Oktober 1870&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. April 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.77.143.90</name></author>
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