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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Pierre Chaunu</title>
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		<updated>2024-01-08T01:06:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.76.102.120: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Pierre René Chaunu&#039;&#039;&#039; (* [[17. August]] [[1923]] in [[Belleville-sur-Meuse]]; † [[22. Oktober]] [[2009]] in [[Caen]]) war ein französischer Historiker und Professor an der [[Universität Paris IV]]. Pierre Chaunu galt als Spezialist für [[Lateinamerika]] und die Sozial- und Religionsgeschichte Frankreichs des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Er war ein wichtiger Vertreter des quantitativen Zugangs zur Geschichte in der Tradition der [[Annales-Schule]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Er wurde als Sohn eines Eisenbahnarbeiters im kleinen Ort Belleville in [[Lothringen]] geboren, am Rande des Schlachtfelds von [[Verdun]], und die Erinnerung an das kurz zurückliegende Massensterben im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zählte nach eigenen Aussagen zu den prägenden Eindrücken seiner Jugend&amp;lt;ref&amp;gt;Chaunu &#039;&#039;Le fils de la morte&#039;&#039;, in Pierre Nora &#039;&#039;Essais d’Ego-histoire&#039;&#039;, Paris, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seine Mutter starb früh und er wurde von seiner Tante mütterlicherseits großgezogen. Er studierte während der deutschen Besatzung in Paris an der [[Sorbonne]] Geschichte (nachdem er anfangs noch zwischen Medizin und Geschichte geschwankt hatte), unter anderem bei [[Fernand Braudel]] und [[Ernest Labrousse]]. Nach dem Diplom 1947 wurde er zwei Jahre Geschichtslehrer am Lycée in [[Bar-le-Duc]]. Als 1948 auf Initiative von Braudel und [[Lucien Febvre]] die Annales-Schule ihre Heimat in der sechsten Sektion der  École practique des hautes études fand (Chaunu assistierte dabei Febvre), erhielt Chaunu die Chance, deren Methoden auf die Geschichte Lateinamerikas zur Kolonialzeit anzuwenden; bereits 1949 veröffentlichte er ein Buch darüber in der [[Que sais-je ?]]-Reihe. 1948 bis 1951 forschte er dazu in Madrid und Sevilla mit seiner Frau Huguette (Catella). Danach kehrte er zurück und war während der Auswertung der Materialien für seine [[Dissertation]] &#039;&#039;Séville et l’Atlantique&#039;&#039; bis 1956 Lehrer am Lycée in [[Vanves]]. Seine Dissertation erschien in 12 Bänden 1955 bis 1960, und 1960 erhielt er sein Doctorat d’Etat (entsprechend einer Habilitation) bei Braudel. 1956 bis 1959 war er Mitglied des [[CNRS]], wurde 1960 Maitre de conferences in [[Caen]] und 1962 Professor. 1966 gründete er dort das &#039;&#039;Centre de recherche d’histoire quantitative&#039;&#039;. 1970 wurde er Professor an der Sorbonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch war er konservativ und stand seit seiner Jugend den [[Gaullismus|Gaullisten]] nahe. Er hatte ab Anfang der 1980er Jahre eine Kolumne in [[Le Figaro]] und bis 2005 eine wöchentliche Sendung in Radio Courtoisie (&#039;&#039;Les Mardis de la mémoire&#039;&#039;). Er war ursprünglich katholisch, konvertierte aber 1954 zum [[Protestantismus]] und war Laienprediger. Er war in der &#039;&#039;Société de l’Histoire du Protestantisme Français&#039;&#039; aktiv. In seinem Buch &#039;&#039;Die weiße Pest&#039;&#039; (1976) und anderen Werken vertritt er die These, Europa und Frankreich würden wegen niedriger Geburtenraten einen Abstieg erleben. Darin spiegelten sich auch seine Erkenntnisse aus der frühen spanischen Kolonialgeschichte Südamerikas wider, die seinen Ruf begründeten. Während er anfangs annahm, der Abschwung des Handels mit Südamerika Anfang des 17. Jahrhunderts&amp;lt;ref&amp;gt;Während die Schiffstonnage bis etwa 1610 bis auf ein paar Rückschläge im Großen und Ganzen stetig zunahm (mit dem Höhepunkt 1605–1610), ging sie von da an bis 1650 stetig zurück. Fischer Weltgeschichte, Band 22 (Süd- und Mittelamerika), S. 272, Diskussion dort nach Chaunu. Spanien erzielte dabei zwischen 1560 und 1650 aus seinen Importen aus Südamerika den doppelten bis vierfachen Wert seiner eigenen Exporte.&amp;lt;/ref&amp;gt;  sei vom Handel mit China verursacht, kam er nach Untersuchung des Pazifikhandels zum Schluss, wonach demographische Ursachen verantwortlich seien; in nur einem halben Jahrhundert war die Bevölkerung Südamerikas von 80 auf 10 Millionen gesunken, größtenteils aufgrund Krankheiten, die die Europäer einschleppten. Danach wandte er sich verstärkt dem Studium des Einflusses demographischer Faktoren auf Zivilisationen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein umfangreiches Werk &#039;&#039;Séville et l’Atlantique&#039;&#039; (seine Habilitation) beleuchtete den Handel von Spanien mit seinen Kolonien in [[Südamerika]] aus der quantitativen Sicht der Annales-Schule (von den 12 Bänden waren zwei der statistischen Interpretation gewidmet, einer der Geographie und acht enthielten Tabellen mit Daten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chaunu setzte seine Arbeit ab 1960 mit Untersuchungen über den Pazifikhandel Spaniens fort. Neben seinen Büchern und Forschungen über frühe spanische Kolonialgeschichte ist er vor allem bekannt für &#039;&#039;La Civilisation de l’Europe classique&#039;&#039; von 1966, das erste Werk der Annales-Schule, das eine historische Gesamtsynthese versuchte und ökonomische, geographische und demographische Aspekte, Religions-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte einbezog. Er schrieb auch Bücher über historische Methodenlehre (u.&amp;amp;nbsp;a. Histoire, science sociale) und französische Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Caen]] begründete er den &#039;&#039;Atlas historique de Normandie&#039;&#039;, die &#039;&#039;Annales de Normandie&#039;&#039; und die &#039;&#039;Cahiers des Annales de Normandie&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war seit 1982 Mitglied der [[Académie des sciences morales et politiques]] und des [[Institut de France]]. Ab 1994 war er Mitglied der [[Academia Europaea]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ae-info.org/ae/Member/Chaunu_Pierre Eintrag] auf der Internetseite der Academia Europaea&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Kommandeur der [[Ehrenlegion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines seiner sechs Kinder ist der Cartoonist [[Emmanuel Chaunu]] (* 1966).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Deutsche Ausgaben:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Europäische Kultur im Zeitalter des Barock&#039;&#039;, München: Droemer/Knaur, 1968, Fischer Taschenbuch 1989 (Übersetzer Alfred P. Zeller, Original &#039;&#039;La Civilisation de l’Europe classique&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die weisse Pest&#039;&#039;, Pfullingen: Neske, 1980&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die verhütete Zukunft&#039;&#039;, Stuttgart: Seewald, 1981&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Wurzeln der Freiheit&#039;&#039;, München: Universitas, 1982&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Leben mit der Geschichte&#039;&#039;, Frankfurt am Main: S. Fischer, 1989&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Mensch&#039;&#039;, Zürich: Thesis-Verl., 1996&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Französische Bücher:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Eugène Sue et la seconde republique&#039;&#039;, 1948&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Histoire de l’Amérique latine&#039;&#039;, Paris, PUF, &amp;quot;Que sais-je?&amp;quot;, 1949, Neuauflage 2009.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Séville et l’Atlantique (1504–1650)&#039;&#039;, Paris, SEVPEN, 12 Bände, 1955–1960. (Prix de Loubat, 1962)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Les Philippines et le Pacifique des Ibériques&#039;&#039;, Paris, SEVPEN, 2 Bände, 1960–1966.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;L’Amérique et les Amériques de la préhistoire à nos jours&#039;&#039;, Paris, Armand Colin, 1964.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La Civilisation de l’Europe classique&#039;&#039;, Paris, Arthaud, 1966.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;L’Expansion européenne du XIII&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; et XV&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècles&#039;&#039;, Paris, PUF, 1969. (Englische Übersetzung &#039;&#039;European expansion in the later Middle Ages&#039;&#039;, Amsterdam, North Holland Publishing.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Conquête et exploitation des nouveaux mondes&#039;&#039;, Paris, PUF, 1969.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La Civilisation de l’Europe des Lumières&#039;&#039;, Paris, Arthaud, 1971.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;L’Espagne de Charles Quint&#039;&#039;, Paris, SEDES, 2 volumes, 1973.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Démographie historique et système de civilisation&#039;&#039;, Rome, EFR, 1974.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Histoire, science sociale&#039;&#039;, Paris, SEDES, 1974.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Le Temps des Réformes&#039;&#039;, Paris, Fayard, 1975.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;De l’histoire à la prospective&#039;&#039;, Paris, Robert Laffont, 1975.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Les Amériques, XVI&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; et XVIII&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècles&#039;&#039;, Paris, Armand Colin, 1976.&lt;br /&gt;
* mit Georges Suffert: &#039;&#039;La peste blanche&#039;&#039;, Paris, Gallimard, 1976.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Séville et l’Amérique aux XVI&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; et XVII&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècles&#039;&#039;, Paris, Flammarion, 1977.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La Mort à Paris, XVI&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; et XVII&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècles&#039;&#039;, Paris, Fayard, 1978.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Histoire quantitative, histoire sérielle&#039;&#039;, Paris, Armand Colin, 1978.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Le sursis&#039;&#039;, Paris, Robert Laffont, 1978&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La France ridée&#039;&#039;, Paris, Pluriel, 1979&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Un futur sans avenir, Histoire et population&#039;&#039;, Calmann-Lévy, 1979&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Histoire et imagination. La transition&#039;&#039;, Paris, PUF, 1980.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Église, culture et société. Réforme et Contre-Réforme (1517–1620),&#039;&#039; Paris, SEDES, 1980.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Histoire et décadence&#039;&#039;, Paris, Perrin, 1981. (erhielt den [[Grand Prix Gobert]] 1982)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La France&#039;&#039;, Paris, Robert Laffont, 1982.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pour l’histoire&#039;&#039;, Paris, Perrin, 1984.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;L’Aventure de la Réforme. Le monde de Jean Calvin&#039;&#039;, Paris, Desclée de Brouwer, 1986 (auch ins Englische übersetzt)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Apologie par l’histoire&#039;&#039;, Paris, Œil, 1988.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Le Grand Déclassement&#039;&#039;, Paris, Robert Laffont, 1989.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;3 millions d’années, 80 milliards de destins&#039;&#039;, Paris, Robert Laffont, 1990&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Reflets et miroir de l’histoire&#039;&#039;, Economica, Paris, 1990&lt;br /&gt;
* mit [[Ernest Labrousse]]: &#039;&#039;Histoire économique et sociale de la France. Tome 1, 1450–1660&#039;&#039;, PUF, &amp;quot;Quadrige&amp;quot;, 1993.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Colomb ou la logique de l’imprévisible&#039;&#039;, Paris, F. Bourin, 1993.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Baptême de Clovis, baptême de la France&#039;&#039;, (in collaboration), Paris, Balland, 1996.&lt;br /&gt;
* mit Anderen: &#039;&#039;Le Basculement religieux de Paris au XVIII&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècle&#039;&#039;, Paris, Fayard, 1998.&lt;br /&gt;
* mit Michèle Escamilla: &#039;&#039;Charles Quint&#039;&#039;, Paris, Fayard, 2000.&lt;br /&gt;
* mit Jacques Renard: &#039;&#039;La femme et Dieu&#039;&#039;, Paris, Fayard, 2001&lt;br /&gt;
* mit Huguette Chaunu, Jacques Renard: &#039;&#039;Essai de prospective démographique&#039;&#039;, Paris, Fayard, 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Des curés aux entrepreneurs: la Vendée au XX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècle&#039;&#039;, Centre Vendéen de Recherches Historiques, 2004.&lt;br /&gt;
* mit Renaud Escaunde, [[Jean Tulard]], [[Emmanuel Le Roy Ladurie]], Jean Sévillia, Jean-Christian Petitfils &#039;&#039;Le livre noir de la Révolution française&#039;&#039;, Cerf, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufsätze:&lt;br /&gt;
* mit Roger Arnaldez &#039;&#039;La philosophie et l’histoire&#039;&#039;, in Jean-François Mattéi, &#039;&#039;Le Discours philosophique&#039;&#039;, Encyclopédie philosophique universelle, Band 4, Paris, PUF, 1998&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Bresil et l’Atlantique au 17e siècle&#039;&#039;, Annales 16, 1961, 1176–1207&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pour une géopolitique de l’espace américain&#039;&#039;, Jahrbuch für Geschichte, Wirtschaft und Staat Lateinamerikas, Band 1, Köln 1964, 3–26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David Stewart &#039;&#039;Pierre Chaunu&#039;&#039;, Philip Daileader, Philip Whalen (Herausgeber) &#039;&#039;French Historians 1900–2000&#039;&#039;, Wiley-Blackwell 2010, S. 105–111&lt;br /&gt;
* Jean-Pierre Bardet &#039;&#039;Pierre Chaunu&#039;&#039;, in Jean-Pierre Bardet, Madeleine Foisil &#039;&#039;La vie, la mort, la foi, le temps&#039;&#039;, Paris, 1993&lt;br /&gt;
* Eric Roussel &#039;&#039;Pierre Chaunu, un penseur de la liberté&#039;&#039;, ebenda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118888226}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118888226|LCCN=n/79/43759|VIAF=108578563}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Chaunu, Pierre}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Sorbonne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Le Figaro)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Académie des sciences morales et politiques]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Academia Europaea]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Kommandeur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Chaunu, Pierre&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chaunu, Pierre René (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. August 1923&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Belleville-sur-Meuse]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Oktober 2009&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Caen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.76.102.120</name></author>
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		<title>Pierre Gaxotte</title>
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		<updated>2024-01-08T00:58:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.76.102.120: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Pierre Gaxotte&#039;&#039;&#039; (* [[19. November]] [[1895]]&amp;lt;ref&amp;gt;Munzinger-Archiv&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Revigny-sur-Ornain]], [[Département Meuse]]; † [[21. November]] [[1982]] in [[Paris]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Historiker]] und rechtskonservativer [[Journalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gaxotte war der Sohn eines [[Notar]]s, besuchte das &#039;&#039;Lycée Henri IV&#039;&#039; in [[Paris]] und studierte ab 1917 [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]] und [[Philosophie]] an der [[École normale supérieure]]. Nach dem Abschluss 1920 war er zunächst Gymnasiallehrer in [[Évreux]] und Paris, fand aber Zugang zu rechtsintellektuellen Kreisen über den Verleger [[Fayard (Verlag)|Artème Fayard]]. Er wurde für drei Jahre Sekretär von [[Charles Maurras]] und ging in den Journalismus. 1924 bis 1940 war er Chefredakteur der Wochenzeitschrift &#039;&#039;Candide&#039;&#039; im Verlag von Fayard, schrieb für die Zeitschrift &#039;&#039;[[Action française|L&#039;Action française]]&#039;&#039; von Charles Maurras und war außerdem Chefredakteur von &#039;&#039;Ric et Rac&#039;&#039; und von 1930 bis 1936 von &#039;&#039;Je suis Partout&#039;&#039; des Verlags Fayard. Gaxotte sympathisierte zwar mit der extremen Rechten, sah aber im [[Nationalsozialismus]] eine Bedrohung Frankreichs und entfremdete sich zunehmend von seinen Kollegen bei &#039;&#039;Je suis partout&#039;&#039;, wo er 1936 als Chefredakteur von [[Robert Brasillach]] abgelöst wurde. Während der [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|deutschen Besatzung]] war er Anhänger von [[Philippe Pétain|Marschall Pétain]], lehnte aber eine Kollaboration ab. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] schrieb er für &#039;&#039;[[Le Figaro]]&#039;&#039; und unterstützte die &#039;&#039;[[GRECE|Nouvelle Droite]]&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Groupement de recherche et d&#039;études pour la civilisation européenne (Grece)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt wurde er vor allem durch seine historischen Werke, insbesondere für seine kritische Geschichte der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]], die 1928 erstmals erschien. Gaxotte vertritt darin eher einen [[Monarchismus|monarchistischen]] Standpunkt. Er schrieb auch Werke über [[Ludwig XIV.]], [[Ludwig XV.]] (den er zu rehabilitieren versucht), [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich den Großen]] sowie eine französische und eine deutsche Geschichte. Letztere beginnt mit dem Satz: &#039;&#039;Die Geschichte Deutschlands ist die eines unglücklichen Volkes&#039;&#039;. Er vertritt die These, die Deutschen hätten sich im Zustand nationaler Zerrissenheit besser gestellt und der Versuch ihrer nationalen Einigung habe nur Unglück über Europa gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46171433.html Besprechung seiner Geschichte Deutschlands im Spiegel 1963]&amp;lt;/ref&amp;gt; In Frankreich war das 1963 erschienene Buch ein Bestseller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaxotte wurde 1953 Mitglied der [[Académie française]]. 2007 wurde ein Historiker-Preis nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Französische Revolution&#039;&#039;, Lübbe 1985 (Nymphenburger Verlagshandlung 1949)&lt;br /&gt;
** französisches Original: &#039;&#039;La Révolution française&#039;&#039;, Fayard 1928; überarbeitete und verbesserte Ausgabe: Fayard, Paris 1962.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ludwig der XV und sein Jahrhundert&#039;&#039;, Nymphenburger Verlagshandlung 1954 (französisches Original: &#039;&#039;Le Siècle de Louis XV&#039;&#039;, Paris, Fayard, 1933)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ludwig XIV. Frankreichs Aufstieg in Europa&#039;&#039;, Lübbe 1982 (und Nymphenburger Verlagshandlung 1951)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Louis XIV&#039;&#039;, Paris, Flammarion, 1974&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La France de Louis XIV&#039;&#039;, Hachette 1946&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Friedrich der Große&#039;&#039;, Ullstein 1986, 1997 (Propyläen Verlag 1973, französisches Original &#039;&#039;Frédéric II&#039;&#039;, Paris, Fayard 1938)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Frédéric II, roi de Prusse&#039;&#039;, Paris, A. Michel 1967&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Histoire de France&#039;&#039;, Paris, Hachette 1960&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Histoire des Francais&#039;&#039;, 2 Bände, Flammarion 1951, 1970 (Bd.1 La nuit de temps, Bd.2 La marche de l’ouest)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Geschichte Deutschlands und der Deutschen&#039;&#039;, 2 Bände, Rombach Verlag, Freiburg im Breisgau 1965, 1967 (Übersetzer und Bearbeiter [[Carl Rothe]], französisches Original &#039;&#039;Histoire de l’Allemagne&#039;&#039;, Flammarion 1963, 1985)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Naissance de l’Allemagne&#039;&#039;, R. Cayla 1948&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Le nouvel igénu: histoire véritable&#039;&#039;, Fayard 1972&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Apogée et chute de la royauté&#039;&#039;, Paris, J. Tallandier, 6 Bände 1973, 1980 (Bd. 1 1661–1682, Bd. 2 1682–1715, Bd. 3 1715–1750, Bd. 4 1750–1774, Bd. 5 1774–1789, Bd. 6 1789–1799)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;L’Académie française&#039;&#039;, Paris, Hachette 1965&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Versailles que j’aime&#039;&#039;, 1958&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mon village et moi&#039;&#039;, Paris, Flammarion 1968&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Thèmes et variations&#039;&#039;, Fayard 1957 (Neuauflage als &#039;&#039;Aujourd’hui&#039;&#039; 1965)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La Marquise et moi&#039;&#039;, Editions du Rocher, Monaco, Paris 1986&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La purgatoire&#039;&#039;, Fayard 1982&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La France en face de l’Allemagne, articles, formules et réflexions&#039;&#039;, Fayard 1940&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Paris au XVIIIe siècle&#039;&#039;, Paris, Arthaud, 1968, 1982&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Les autres et moi&#039;&#039;, Paris, Flammarion, 1975&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Le blasphème du professeur Piton&#039;&#039;, Paris, Fayard, 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128842288}}&lt;br /&gt;
* {{Acadfr|pierre-gaxotte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128842288|LCCN=n/50/16331|VIAF=2470681}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gaxotte, Pierre}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Le Figaro)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Académie française]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gaxotte, Pierre&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Historiker und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. November 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Revigny sur Ornain&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. November 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.76.102.120</name></author>
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		<title>Tamworth Two</title>
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		<updated>2024-01-07T20:10:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.76.102.120: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Tamworth pigs at the Rare Breeds Centre, Woodchurch, Kent.jpg|miniatur|Tamworth Two]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Legend of the Tamworth Two.jpg|miniatur|Dreharbeiten für &#039;&#039;The Legend of the Tamworth Two&#039;&#039; der BBC (2003)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Tamworth Two&#039;&#039;&#039; ([[1997]]–[[8. Oktober]] [[2010]] und [[1997]]–[[23. Mai]] [[2011]]) waren zwei Schweine, die Ende der 1990er Jahre in England berühmt wurden. Sie entkamen von einem [[Tiertransport|Transporter]], der sie im Januar 1998 in [[Macedon Ranges Shire|Malmsbury]], [[Wiltshire]] zum [[Fleischer|Schlachter]] fahren sollte. Die beiden Tamworth-Schweine, die später von den Medien &#039;&#039;Butch&#039;&#039; (nach [[Butch Cassidy]]) und &#039;&#039;Sundance&#039;&#039; (nach [[Sundance Kid]]) genannt wurden, befanden sich etwas mehr als eine Woche lang auf der Flucht und erregten in dieser Zeit großes öffentliches Interesse in Großbritannien sowie international. Die [[BBC]] gestaltete die Geschichte 2003 als dramatische Aufarbeitung. Die [[Daily News]] kaufte beide Schweine und erwarb so die weiteren Rechte zur Medienberichterstattung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachdem sie wieder eingefangen waren, lebten die beiden Schweine in einem luxuriösen  Stall in dem &#039;&#039;Rare Breeds Centre&#039;&#039; in [[Woodchurch]] bei [[Ashford (Kent)|Ashford]] in der Grafschaft [[Kent]]. &#039;&#039;Sundance&#039;&#039; verstarb mit 14 Jahren, sein Schwesterschwein &#039;&#039;Butch&#039;&#039; sieben Monate früher.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bbc.com/news/uk-england-wiltshire-13503690 The last of the Tamworth pigs, Meldung vom 23. Mai 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/entertainment/3181347.stm The Legend of the Tamworth Two]&#039;&#039; – Einstündige dramatische Aufarbeitung durch die [[BBC]] (2003)&lt;br /&gt;
* O’Neill, Sean. &#039;&#039;Swimming boars save their bacon&#039;&#039;, [[Daily Telegraph]] 14. Januar 1998&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Pig knocks the stuffing out of police&#039;&#039;, Daily Telegraph vom 16. Januar 1998&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Dart stops Sundance pig in his tracks&#039;&#039;, Daily Telegraph vom 17. Januar 1998&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/47671.stm Happy ever after for Butch and Sundance?], &#039;&#039;[[BBC News]]&#039;&#039;, 16 January 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Individuelles Schwein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausschwein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Daily Mail]]&lt;/div&gt;</summary>
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