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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Vladimir Prelog</title>
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		<updated>2025-06-04T12:44:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.212.136.181: Satz umgeschrieben, da leichter lesbar. Inhalt unverändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Vladimir Prelog ETH-Bib Portr 00214.jpg|mini|hochkant|Vladimir Prelog]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vladimir Prelog ETH-Bib Portr 13765.jpg|mini|hochkant|Vladimir Prelog (1986)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vladimir Prelog&#039;&#039;&#039; (* [[23. Juli]] [[1906]] in [[Sarajevo]]; † [[7. Januar]] [[1998]] in [[Zürich]]) war ein [[Jugoslawien|jugoslawisch]]-schweizerischer [[Chemiker]]. Er erhielt im Jahr 1975 den [[Nobelpreis für Chemie]] zusammen mit [[John W. Cornforth]] für seine Arbeiten über die [[Stereoisomerie]] von [[Organische Chemie|organischen]] [[Molekül|Molekülen]]. Bekannt ist auch die [[Cahn-Ingold-Prelog-Konvention]] (CIP) zur Beschreibung chiraler Moleküle, die er gemeinsam mit [[Robert Sidney Cahn]] und [[Christopher Kelk Ingold]] im Jahr 1966 vorschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Vladimir Prelogs Eltern waren Milan Prelog und Mara, geb. Cettolo. Sein Vater war Historiker und arbeitete in Sarajevo. 1915 zog die Familie nach [[Zagreb]]. Vladimir besuchte das Gymnasium in Zagreb und [[Osijek]]. Von 1924 bis 1929 studierte er Chemie an der [[Universität für Chemie und Technologie, Prag|Hochschule für Chemisch-Technologisches Ingenieurwesen]] der [[Tschechische Technische Universität Prag|Tschechischen Technischen Universität Prag]] und wurde dort bei [[Emil Votoček]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Zunächst arbeitete er in Prag als wissenschaftlicher Assistent in einem Labor, wo er aber keine Forschung betreiben konnte. 1933 heiratete er in Prag Kamila Vítek. 1935 wechselte er als Dozent an die Universität Zagreb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kruno Kovačević |url=https://www.chimia.ch/chimia/article/view/1999_134/2414 |titel=Professor Vladimir Prelog, Mentor to Croatian Chemists |werk=Chimia |datum= |abruf=2025-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 hielt er sich zu einem mehrmonatigen Forschungsaufenthalt bei [[Leopold Ružička]], Professor an der [[ETH Zürich]] und Nobelpreisträger für Chemie (1939), in Zürich auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch der Deutschen 1941 wollte Prelog Zagreb verlassen und Ružička lud ihn ein, nach Zürich zu kommen. Dort begann er als Assistent am Labor für organische Chemie der ETH zu arbeiten. 1942 wurde er Privatdozent und 1945 zum Titularprofessor ernannt, 1947 zum ausserordentlichen Professor. 1950 wurde er &#039;&#039;Ordinarius ad personam&#039;&#039; und 1957 Ružičkas Nachfolger als Leiter des Instituts für Organische Chemie. 1976 wurde er [[Emeritierung|emeritiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde Prelogs Sohn Jan geboren und 1959 bekam er die [[Schweizer Staatsbürgerschaft]]. 1998 starb Prelog im Alter von 91 Jahren in Zürich. Seine Asche wurde am 27. September 2001 auf den [[Mirogoj-Friedhof]] in Zagreb überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Mit seinen wissenschaftlichen Bemühungen führte er die Forschungen von [[Leopold Ružička]] weiter. Er war vor allem auf dem Gebiet der [[Stereochemie]] von [[Naturstoff]]en tätig, insbesondere der von [[Alkaloide]]n und [[Antibiotikum|Antibiotika]]. Die Stereochemie untersucht die räumliche Anordnung der [[Atom]]e in den [[Molekül]]en. Sie möchte ein möglichst genaues Abbild der Gestalt von Molekülen vermitteln und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu den Kenntnissen über den Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften der Materie. Sie ist kein Spezialgebiet der organischen Chemie, sondern durchdringt als wesentliche Anschauung alle Gebiete der Chemie. Besondere Verdienste erwarb sich Prelog in der Erforschung der sogenannten „mittleren Ringe“, Ringverbindungen mit 8 bis 14 Kohlenstoffatomen, womit er eine Lücke zwischen den „klassischen Ringen“ mit 6 C-Atomen und den grossen Ringen mit 16 oder 18 C-Atomen, für deren Entdeckung Ružička mit dem [[Nobelpreis]] geehrt wurde, schliessen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundlagenforschung war für Prelog auch eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit. Vor allem dann, wenn daraus später zum Beispiel Medikamente etwa zur Bekämpfung der [[Tuberkulose]] oder der [[Lepra]] entstanden. Auf seinen Arbeiten beruhte die Entwicklung wirksamer Antibiotika. Vladimir Prelog war bei seinen Mitarbeitern und Kollegen als unberechenbarer Humorist beliebt, der vor Ideen sprühte. Neben seiner hingebungsvollen Arbeit sammelte er Briefmarken, war begeisterter Photograph und liebte die [[Kammermusik]]. Auch für den Sport fand er Zeit und Interesse. Der Professor lebte als überzeugter Fussgänger, Nicht-Autofahrer und Nichtraucher. 1976 trat er in den Ruhestand, zog sich aber keineswegs aus der Forschung zurück. Am 22. September 1986 fand anlässlich des 80. Geburtstages von Vladimir Prelog ein wissenschaftliches Symposium im Auditorium Maximum der ETH Zürich statt. In diesem Rahmen wurde die erste &#039;&#039;Prelog-Vorlesung&#039;&#039; gehalten sowie die erstmalige Verleihung der goldenen &#039;&#039;Prelog-Medaille&#039;&#039; inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Professor Prelog hat im Laufe seiner wissenschaftlichen Tätigkeit unzählige Auszeichnungen erhalten. Neben dem Nobelpreis für Chemie 1975 wurde er unter anderem mit der [[Ehrendoktor]]würde der Universitäten [[Universität Zagreb|Zagreb]], [[Universität Liverpool|Liverpool]] und [[Sorbonne|Paris]] sowie des [[Weizmann-Institut für Wissenschaften|Weizmann-Instituts für Wissenschaften]] in Rehovot, Israel, geehrt. Ausserdem war er „Membre étranger“ der [[Académie des sciences]], Paris, sowie auswärtiges Mitglied der [[Royal Society]], London, Mitglied der [[National Academy of Sciences|United States National Academy of Sciences]], der [[Leopoldina|Leopoldina Halle]], der [[American Academy of Arts and Sciences]] (1960), der [[American Philosophical Society]] (1976) und der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften der UdSSR]]. 1964 war Prelog mit dem [[Marcel-Benoist-Preis]], dem ältesten Wissenschaftspreis der Schweiz, ausgezeichnet worden, 1974 erhielt er die [[Paul-Karrer-Medaille]] und 1968 erhielt er den [[Robert Robinson Award]]. 1986 wurde er Ehrenmitglied der [[Kroatische Akademie der Wissenschaften|Jugoslawischen Akademie der Wissenschaften und Künste]]. Auf dem Campus Hönggerberg der ETH ist der Vladimir-Prelog-Weg (vom Hönggerbergring bis zur Wolfgang-Pauli-Strasse) nach ihm benannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;My 132 Semesters of Chemistry Studies.&#039;&#039; American Chemical Society, Washington DC 1991, ISBN 0-8412-1772-6 (Autobiographie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jack D. Dunitz]]: &#039;&#039;Vladimir Prelog (1906–98). Pioneer of stereochemistry&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Nature&#039;&#039; 391 (1998), S. 542. ([https://www.nature.com/articles/35279.pdf Online] pdf).&lt;br /&gt;
* [[Albert Eschenmoser]]: &#039;&#039;Ein «Dorfältester» in der Welt der Chemie. Vladimir Prelog zum Gedenken&#039;&#039;. In: &#039;&#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&#039;&#039;, Nr. 19, 24. Januar 1998, S. 17. ([https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=NZZ19980124-01.2.19.1 Digitalisat] in [[e-newspaperarchives.ch]]).&lt;br /&gt;
* {{HLS|28917|Vladimir Prelog|Autor=Hans-Jürgen Hansen}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|691|692|Prelog, Vladimir|M. Volkan Kisakürek|119247496}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{nobel-ch|1975|Vladimir Prelog}}&lt;br /&gt;
* [https://www.nobelprize.org/prizes/chemistry/1975/prelog/biographical/ Von Prelog verfasster Lebenslauf] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://chab.ethz.ch/en/research/institutes/LOC/prelog-lecture/cv-and-obituary.html Lebenslauf und Nachruf] (ETH Zürich, englisch)&lt;br /&gt;
* [https://chab.ethz.ch/forschung/institute-und-laboratorien/LOC/prelog-lecture/lebenslauf-und-nachruf.html Lebenslauf und Nachruf] (ETH Zürich, deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://library.ethz.ch/standorte-und-medien/plattformen/kurzportraets/prelog-vladimir-1906-1998.html Kurzporträt] der ETH-Bibliothek&lt;br /&gt;
* [https://www.research-collection.ethz.ch/bitstream/handle/20.500.11850/141430/eth-22359-01.pdf Auszeichnungen (pdf, deutsch)]&lt;br /&gt;
* [https://hbl.lzmk.hr/clanak.aspx?id=11890 Biografie im Kroatischen Biographischen Lexikon]&lt;br /&gt;
* {{Academictree|chemistry|51537}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Chemie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119247496|LCCN=n/83/827175|VIAF=79100589}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Prelog, Vladimir}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobelpreisträger für Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (ETH Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Académie des sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auswärtiges Mitglied der Royal Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Aufgehenden Sonne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Zagreb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor des Weizmann-Instituts für Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of Liverpool]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Sorbonne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Sarajevo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Prelog, Vladimir&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juli 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sarajevo]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Januar 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.212.136.181</name></author>
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