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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liana_Millu&amp;diff=1525859</id>
		<title>Liana Millu</title>
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		<updated>2024-10-02T19:31:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.141.33.88: /* Bibliografie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Liana Millu.jpg|mini|Liana Millu]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Liana Millu&#039;&#039;&#039; (geboren [[21. Dezember]] [[1914]] in [[Pisa]]; gestorben [[6. Februar]] [[2005]] in [[Genua]]) war eine [[Italien|italienische]] [[Schriftsteller]]in und Überlebende des [[Holocaust]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Die Tochter eines jüdischen Ehepaares verlor früh ihre Mutter und wuchs bei ihren Großeltern mütterlicherseits auf. Ihr Vater, von Beruf Bahnhofsvorsteher, lebte weit von seiner Familie entfernt.&lt;br /&gt;
Schon sehr früh begann sie sich für [[Journalismus]] zu interessieren und verfasste Artikel für die [[Livorno|Livornesische]] Tageszeitung &#039;&#039;Il Telegrafo&#039;&#039;, die sie mit dem Namen &#039;&#039;Millu&#039;&#039; signierte, einer abgeänderten Form ihres ursprünglichen Namens &#039;&#039;Millul&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1937 unterrichtete Millu an einer Schule in Montolivo nahe [[Volterra]]. Daneben war sie weiterhin als Journalistin tätig. Wegen der im faschistischen Italien eingeführten [[Italienische Rassengesetze|rassistischen Gesetzgebung]] wurde Millu gekündigt. Sie arbeitete daraufhin als Hauslehrerin bei einer [[Judentum|jüdischen]] Familie in [[Florenz]], ehe sie 1940 nach [[Genua]] übersiedelte, wo sie zwar verschiedene Berufe ausübte, aber weiterhin schriftstellerisch tätig war: Unter dem [[Pseudonym]] &#039;&#039;Nàila&#039;&#039; – [[Anagramm]] ihres Vornamens &#039;&#039;Liana&#039;&#039; – veröffentlichte sie in der [[Zeitschrift]] &#039;&#039;Settimo Giorno&#039;&#039; zwei Erzählungen, &#039;&#039;Il collega&#039;&#039; sowie &#039;&#039;Monte Pio&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Widerstand ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Waffenstillstand von Cassibile|Waffenstillstand am 8. September 1943]] war Millu aktiv im [[Resistenza|italienischen Widerstand]] tätig: Sie trat der Untergrundorganisation &#039;&#039;Otto&#039;&#039; bei (abgeleitet vom Namen des Gründers, Ottorino Balduzzi), die unter anderem die Aufgabe hatte, den Kontakt zwischen [[England|Engländern]], [[Vereinigte Staaten|Amerikanern]] und englischen Häftlingen der aufgelösten [[Kriegsgefangenenlager]] herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Mission für ihre Organisation wurde Millu nach einer [[Denunzierung]] in [[Venedig]] verhaftet. Nach der [[Internierung]] im [[Durchgangslager Fossoli]] wurde sie ins [[KZ Auschwitz-Birkenau]] [[Deportation|deportiert]]. Von dort aus wurde sie ins [[KZ Ravensbrück]] und schließlich nach Malkow in der Nähe von [[Stettin]] transferiert, wo sie zur [[Zwangsarbeit]] in einer Rüstungsfabrik eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1945 wurde Millu nach knapp einem Jahr Gefangenschaft befreit und kehrte im August nach Italien zurück.&lt;br /&gt;
Später griff sie ihre Funktion als Lehrerin wieder auf und widmete sich ab ihrer Heimkehr den Erzählungen über ihre Deportation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Ihr Buch &#039;&#039;Der Rauch über Birkenau&#039;&#039;, das die Erlebnisse sechs weiblicher Mithäftlinge während ihrer Gefangenschaft in Birkenau schildert, erschien 1947, demselben Jahr der ersten Ausgabe von &#039;&#039;[[Ist das ein Mensch?]]&#039;&#039; von [[Primo Levi]], mit dem sie gut befreundet war. Wie Millu selbst sagte, begann sie bereits in den ersten Tagen nach der [[Tag der Befreiung|Befreiung]] mit der Arbeit an diesem Werk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr zweites Buch, der [[Roman]] &#039;&#039;Die Brücke von Schwerin&#039;&#039;, erschien 1978 und erzählt von ihrer Heimkehr und der Zeit nach der Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1980er Jahre erarbeitete sie gemeinsam mit Rosario Fucile &#039;&#039;Dalla Liguria ai campi di sterminio&#039;&#039; (&#039;&#039;Von Ligurien in die Vernichtungslager&#039;&#039;), das von der Region [[Ligurien]] gemeinsam mit der Organisation ANED, der Vereinigung ehemaliger italienischer Deportierter, veröffentlicht wurde. Millu selbst war viele Jahre in der ANED tätig und bekleidete wichtige Positionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel für Liana Millu (Genova).jpg|mini|upright|&amp;lt;small&amp;gt;Gedenktafel in Genua&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Il fumo di Birkenau&#039;&#039;, Florenz: La Giuntina, neue Ausgabe 2008, ISBN 9788885943285&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;I ponti di Schwerin&#039;&#039;, Poggibonsi: Lalli 1978, ISBN 9788880121121&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Dalla Liguria ai campi di sterminio&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;La camica di Josepha&#039;&#039;, Genua: ECIG 1988, ISBN 9788875452506&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Dopo il fumo. Sono il n. A-5384 di Auschwitz-Birkenau&#039;&#039;, Brescia: Morcelliana 1990, ISBN 9788837217457&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Tagebuch: Il diario del ritorno dal lager&#039;&#039;, Florenz: La Giuntina 2006, ISBN 9788880572459 (posthum veröffentlicht)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Campo di betulle: Shoah, l&#039;ultima testimonianza di Liana Millu&#039;&#039;, Florenz: La Giuntina 2006, ISBN 9788880572503 (posthum veröffentlicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Deutsch erschienen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Rauch über Birkenau&#039;&#039;, München: Kunstmann, 1998, ISBN 9783888971792.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Brücke von Schwerin&#039;&#039;, München: Kunstmann, 2000, ISBN 9783888972003.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Bleistiftstummel aus Mecklenburg [Erzählung]&#039;&#039;, In: Sinn und Form, 3/2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119506920}}&lt;br /&gt;
* Gudrun Jäger, „Was für ein schönes Seidenhemd ich hatte!“ Liana Millu über die Umwertung der Werte’ in Auschwitz-Birkenau und die weibliche Lebenswelt im Konzentrationslager. Ein Interview-Porträt. In: WerkstattGeschichte Jg. 7, Heft 20, 1998, S. 95–104&lt;br /&gt;
* Gudrun Jäger, Liana Millus Erinnerungen an ihre Haft in Malchow, In: Zeitgeschichte Regional. Mitteilungen aus Mecklenburg-Vorpommern, Dezember 2000&lt;br /&gt;
* [http://www.resistenza.de/index.php/frauen-der-resistenza/zeitzeuginnen/50-liana-millu-jdin-partisanin-frhe-feministin Gudrun Jäger: &#039;&#039;Liana Millu. Jüdin, Partisanin, frühe Feministin&#039;&#039; (Vortrag im Rahmen eines Studientages Jüdischer Widerstand und Hilfe für Verfolgte am 24. November 2001 in Frankfurt/Main), resistenza.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119506920|LCCN=nr/89/4193|VIAF=17285819}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Millu, Liana}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Resistenzakämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Ravensbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Millu, Liana&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienische Schriftstellerin und Überlebende des Holocaust&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Dezember 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pisa]], [[Toskana]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Februar 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Genua]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.141.33.88</name></author>
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