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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kleinlokomotive&amp;diff=79009</id>
		<title>Kleinlokomotive</title>
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		<updated>2024-04-01T06:55:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.183.114.147: /* Bezeichnungssystem der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Köf II IFS RWTH.jpg|miniatur|Köf II des Instituts für Schienenfahrzeuge und Fördertechnik der RWTH Aachen. Man beachte den niedrigen Einstieg und die geringe Gesamthöhe des Fahrzeugs.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2013-10-13 13-59-03 Switzerland Kanton Schaffhausen Hemishofen Hemishofen.JPG|miniatur|Schienentraktor Tm&#039; 801 der SBB]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Kleinlokomotiven&#039;&#039;&#039; werden [[Lokomotive]]n von geringer Größe und geringer Antriebsleistung für leichte [[Rangieren|Rangieraufgaben]] auf [[Bahnhof|Bahnhöfen]] und Industriebahnen bezeichnet. Der Antrieb erfolgt meist über einen [[Dieselmotor]], teilweise durch [[Dampfmaschine]], [[Ottomotor|Otto-]] oder [[Elektromotor]]. Die [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutsche Reichsbahn]] führte den Begriff um 1929 für Regelspurlokomotiven bis 150 PS bei einer maximalen Geschwindigkeit von 30 km/h ein und beschaffte nach der Erprobung verschiedener Versuchslokomotiven ab 1933 über 1000 Kleinlokomotiven unterschiedlicher Leistung [[Einheitsdampflokomotive|vereinheitlichter]] Bauart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz werden Kleinlokomotiven als &#039;&#039;[[Schienentraktor|Traktor]]en&#039;&#039; bezeichnet (Traktor bedeutet &#039;&#039;Zieher&#039;&#039;), in Frankreich als &#039;&#039;locotracteur&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hintergrund der Entwicklung der Kleinlokomotiven waren die geringen Durchschnittsgeschwindigkeiten im Eisenbahngüterverkehr und die im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts aufkommende Konkurrenz zur Eisenbahn durch [[Lastkraftwagen]] im [[Straßenverkehr]]. Bis dato rangierte die Zuglok des [[Nahgüterzug]]es die Güterwagen auf den Unterwegsbahnhöfen und zu den jeweiligen [[Gleisanschluss|Gleisanschlüssen]]. Hierdurch wurden die Aufenthaltszeiten der Nahgüterzüge auf den Unterwegsstationen erheblich verlängert und die Durchschnittsgeschwindigkeit stark beeinträchtigt. Die Stationierung gesonderter Rangierloks (Dampflok) auf diesen Bahnhöfen kam aber aus Rentabilitätsgründen nicht in Betracht. Die Entwicklung kleiner Loks mit Verbrennungs- oder Elektromotor schuf hier neue Möglichkeiten: Die Kleinlokomotiven waren kleiner, günstig in Anschaffung und Unterhalt sowie einfacher durch nur einen Mann zu bedienen. Durch den Wegfall der Rangierarbeit mit der Zuglok ließ sich die Durchschnittsgeschwindigkeit des Nahgüterzuges erhöhen. Außerdem konnte der [[Triebfahrzeugführer|Lokführer]] aus dem niedrigen [[Führerstand]] schnell und kräftesparend bei Bedarf aussteigen, um Kupplungsvorgänge mit einer selbsttätig fallenden Rangierkupplung auszuführen – ohne einen zusätzlichen [[Rangierbegleiter|Rangierarbeiter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechende Versuche mit kleinen Motorlokomotiven wurden ab 1923 bei der [[Chemin de Fer de l&#039;Est|Französischen Ostbahn]], ab 1925 bei der [[Danske Statsbaner|Dänischen Staatsbahn]], ab 1926 bei den [[Nederlandse Spoorwegen|Niederländischen Eisenbahnen]] und schließlich ab 1927 bei der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutschen Reichsbahn]] durchgeführt und verliefen vielversprechend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb vergab die Deutsche Reichsbahn 1930 erste Aufträge über insgesamt 18 Versuchslokomotiven an mehrere Hersteller, vier davon mit Elektromotor, die übrigen mit Verbrennungsmotor. Als Vorbild sollte ein 1927 von der [[Berliner Maschinenbau|Berliner Maschinenbau AG]] an die Niederländische Staatsbahnen geliefertes Rangierfahrzeug, erweitert um ein leichtes Schutzdach, dienen. Die [[Fahrzeug]]e bewährten sich unterschiedlich. Für die Lieferungen von 1931 und 1932 legte die DRG dann erste Abmessungen fest und unterschied die Lokomotiven in zwei Leistungsgruppen – Lokomotiven mit einer Motorleistung bis 40 PS (29 kW) wurden in die [[DR-Kleinlokomotive Leistungsgruppe I|Leistungsgruppe I]] eingeordnet, stärkere Lokomotiven in die [[DR-Kleinlokomotive Leistungsgruppe II|Leistungsgruppe II]]. Die Erfahrungen mit diesen Fahrzeugen führten zu einer Vereinheitlichung der Bauform, ab 1933 wurden von der zweiten Leistungsgruppe nur noch Fahrzeugen in Einheitsbauform beschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortlich für die Bauform der Kleinlokomotiven war im Eisenbahn-Zentralamt [[Richard Paul Wagner]] als Dezernent für die Bauart der Dampf- und Motorlokomotiven. Wagner, dem die von der Reichsbahn-Hauptverwaltung vorgegebene Größe der Kleinlokomotiven nicht behagte und der sie deshalb als „Taschenkrebse“ bezeichnete, überließ die Entwicklungsarbeit weitgehend seinem wissenschaftlichen Hilfsarbeiter [[Leopold Niederstrasser]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred B. Gottwaldt]]: &#039;&#039;Geschichte der deutschen Einheitslokomotiven. Die Dampflokomotiven der Reichsbahn und ihre Konstrukteure&#039;&#039;. Frankhsche Verlagshandlung, Stuttgart 1978, S. 83 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für die Kleinlokomotive der Reichsbahnbauart war das tiefliegende Führerhaus an einem Ende der Lok, dessen Boden nur 560 mm über der Schienenoberkante lag und über nur eine Stufe zu erreichen war, mit seinen offenen, nur durch ein Segeltuch gegen Witterungseinflüsse zu verschließenden Seitenwänden. Die geringe Bauhöhe erlaubte es, die Lok auf einen konventionellen Flachwagen zu verladen und so zum Beispiel ohne Behinderung des übrigen Verkehrs aufgrund der geringen Höchstgeschwindigkeit zum Ausbesserungswerk zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
=== Bezeichnungssystem der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der ersten 1930 gefertigten Kleinlokomotiven bestand zunächst aus einem V für &#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;erbrennungsmotor oder einem &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; für Akkumulatorlokomotive und einer fortlaufenden Nummer, beginnend bei 6000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Bauartunterschiede der Kleinlokomotiven besser in der Bezeichnung zu berücksichtigen, führte die Deutsche Reichsbahn 1931 ein neues Bezeichnungssystem ein, mit dem der Begriff Kleinlokomotive auch erst verbindlich festgelegt wurde. Schleppfahrzeuge, die lediglich in Bahn- oder Ausbesserungswerken eingesetzt waren, wurden nicht zu den Kleinlokomotiven gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Kennzeichnung von Kleinlokomotiven wurde der Stammbuchstabe &#039;&#039;&#039;K&#039;&#039;&#039; als Bauartbezeichnung eingeführt. Diesem folgte ein Buchstabe für den Antrieb: &#039;&#039;b&#039;&#039; stand für Vergasermotor (&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;enzol), &#039;&#039;d&#039;&#039; für  &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ampfmaschine, &#039;&#039;ö&#039;&#039; für Dieselmotor (&#039;&#039;&#039;Ö&#039;&#039;&#039;l) und &#039;&#039;s&#039;&#039; für einen akkumulatorgespeisten Elektromotor (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;peicher). Für &#039;&#039;&#039;e&#039;&#039;&#039;lektrische Kraftübertragung folgte ein e, für hydraulische Kraftübertragung ([[Drehmomentwandler (hydrodynamisch)|&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;lüssigkeitsgetriebe]]) ein f, Kleinlokomotiven mit mechanischer Kraftübertragung wurden nicht besonders gekennzeichnet. Kleinlokomotiven, deren Akkumulatoren mit einem Diesel- oder Vergasermotor aufgeladen werden konnten, hießen Köe und Kbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Buchstaben folgte eine vierstellige Nummer, deren Vergabe sich nach der Leistungsgruppe richtete. Lokomotiven der Leistungsgruppe I erhielten Nummern bis 3999, Lokomotiven der Leistungsgruppe II Nummern ab 4000. Die Nummern waren innerhalb der Leistungsgruppen fortlaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 wurde der Kennbuchstabe g für Lokomotiven mit [[Biomassevergasung|Generatorgas-Betrieb]] eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch die anderen Baureihenbezeichnungsschemata der DR wurde auch das für Kleinlokomotiven bei der [[Deutsche Bundesbahn|Deutschen Bundesbahn]] (DB) und der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]] (DR) zunächst beibehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Deutschen Bundesbahn wurde die Grenze zwischen den Leistungsgruppen I und II 1955 von 40 PS auf 50 PS angehoben. 1956 wurde eine neue [[DB-Baureihe Köf III|Leistungsgruppe III]] für Kleinlokomotiven mit einer Motorleistung über 150 PS eingeführt, die Betriebsnummern von 10000 bis 20000 bekamen. 1960 wurde der Kennbuchstabe s bei der Deutschen Bundesbahn in a geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nummernplan der Deutschen Bundesbahn ab 1968 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kleinlokomotiven erhielten im Nummernplan der [[Deutsche Bundesbahn|Deutschen Bundesbahn]] ab dem 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1968 die Kennziffer &#039;&#039;3&#039;&#039;. Die zweite Ziffer kennzeichnet die Leistungsklasse (nach dem Stand von 1955). Die dritte Ziffer unterscheidet nach Höchstgeschwindigkeit und [[Bremse (Eisenbahn)|Bremsbauart]] bzw. Antriebsart (Ketten- oder Gelenkwellenantrieb). Kleinlokomotiven der Gattung [[DR-Baureihe Ks|Ka]] erhielten die neue Baureihenbezeichnung [[DR-Baureihe Ks|381]] (Vorkriegsbauarten) und 382 (neuere Bauarten). Die vorhandenen [[Schmalspurbahn|Schmalspur]]-Kleinlokomotiven der [[Wangerooger Inselbahn]] wurden zur [[DB-Baureihe 329|Baureihe 329]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1987 wurden auch die Diesellokomotiven der [[DB-Baureihe V 60|DB-Baureihen 260/261]] (bis 1968 Baureihe V&amp;amp;nbsp;60) den Kleinlokomotiven zugeordnet, um sie mit Rangier-Personal besetzen zu können, welches nicht für den Streckendienst ausgebildet ist. Die Baureihenbezeichnung wurde dementsprechend in 360/361 geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nummernplan der Deutschen Reichsbahn ab 1970 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ab dem 1. Juli 1970 geltende Nummernplan der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]] fasste die bereits vorhandenen Kleinlokomotiven unter der Baureihe 100, also im normalen Nummernraum der [[Diesellokomotive|Verbrennungslokomotiven]], zusammen. Die Lokomotiven der Leistungsgruppe I wurden in die Unterbaureihe 100.0 eingeordnet, die Lokomotiven der Leistungsgruppe&amp;amp;nbsp;II in die Unterbaureihen 100.1–100.9. Die Schmalspurkleinlokomotiven wurden bis 1972 ebenfalls in die Unterbaureihe [[DR-Baureihe 100.9|100.9]] eingeordnet, danach in die Baureihe [[DR-Baureihe 199|199]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neu konstruierte Kleinlokomotiven der Deutschen Reichsbahn erhielten jedoch vor 1970 nicht den Stammbuchstaben „K“, sondern wurden beispielsweise als [[DR-Baureihe V 15|Baureihe V&amp;amp;nbsp;15]] (später 101) und [[LKM V 30 C|V&amp;amp;nbsp;30&amp;amp;nbsp;C]] (später 103.9 bzw. 199.3) bezeichnet. Im gemeinsamen Nummernplan von 1992 von DR und DB wurden die Lokomotiven der Baureihe 100 als Baureihe 310 eingeordnet, Schmalspurloks sofern noch im Bestand der DB als Baureihe 399.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[DB-Baureihe Köf III]]&lt;br /&gt;
* [[DB-Baureihe V 60]]&lt;br /&gt;
* [[DR-Baureihe V 60]]&lt;br /&gt;
* [[Kleinlokomotiven in Schweden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stephan Kuchinke in Jahrbuch der Lokomotiven 2005: &#039;&#039;Kleinlokomotiven der Einheitsbauarten&#039;&#039;. Podszun-Motorbücher, Brilon 2004, ISBN 3-86133-362-7, S. 5 bis 32&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Leopold Niederstraßer|Titel=Über die Entwicklung der Kleinlokomotiven|Sammelwerk=Lok-Magazin| Hrsg = Alfred B. Gottwaldt|Nummer=118|Jahr=1983|Verlag=Franckh’sche Verlagshandlung W. Keller &amp;amp; Co.|Ort=Stuttgart|ISSN=0458-1822|Seiten=21–31}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Leopold Niederstraßer|Titel=Über die Entwicklung der Kleinlokomotiven Teil 2 zu Heft 118|Sammelwerk=Lok-Magazin| Hrsg = Alfred B. Gottwaldt|Nummer=119|Jahr=1983|Verlag=Franckh’sche Verlagshandlung W. Keller &amp;amp; Co.|Ort=Stuttgart|ISSN=0458-1822|Seiten=114–121}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-kleinloks.de Deutsche Kleinloks]&lt;br /&gt;
* [http://www.kleinloks.de Kleinloks (Seiten von A. Klatt)]&lt;br /&gt;
* [http://www.jernbanen.dk/motor_main.php?s=9 DSB rangertraktorer 1924 - 2018 bei jernbanen.dk]&lt;br /&gt;
* [http://mkb-berlin.de/details/mkb_01.htm Kleinlokomotive Kö 0128 der Leistungsgruppe 1]&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=ObOfW_I9AIs |title=Kleinloks der DB |uploader=The Train-TV |upload=2023-07-30 |kommentar=Mit den in den fünfziger Jahren steigenden Wagengewichten waren die Kleinloks aus der Vorkriegszeit überfordert. So wurden ab 1959 neue Loks der Leistungsklasse 3 beschafft …}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triebfahrzeug]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.183.114.147</name></author>
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