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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-22T03:19:23Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Urabi-Bewegung&amp;diff=95412</id>
		<title>Urabi-Bewegung</title>
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		<updated>2024-12-23T03:02:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.71.137.4: Rechtschreib- und Satzbaufehler korrigiert: &amp;quot;Sueskanals&amp;quot;, &amp;quot;... ernannte er eine Regierung...&amp;quot;, &amp;quot;... zu Senken sahen,...&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Anglo-egyptian war.jpg|mini|Egyptian Revolution of 1882 aus &#039;&#039;[[The Illustrated London News]]&#039;&#039;, July 29 1882]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Urabi-Bewegung&#039;&#039;&#039; ({{arS|الثورة العرابية&amp;amp;lrm;|w=ath-Thawra al-ʿUrābiyya|d=aṯ-ṯaura al-ʿurābīya|b=Urabi-Aufstand}}) war von 1879 bis 1882 eine nationale Volksbewegung der &#039;&#039;Jungägypter&#039;&#039; im osmanischen [[Khedivat Ägypten|Vizekönigreich Ägypten]]. Ihren Namen erhielt sie von dem zum Kriegsminister Ägyptens aufgestiegenen Offizier [[Ahmed Urabi Pascha]]. Im Zuge der Niederschlagung des Aufstandes im [[Anglo-Ägyptischer Krieg|Anglo-Ägyptischen Krieg]] begann die vierzigjährige [[Britische Herrschaft in Ägypten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Suez Canal drawing 1881.jpg|mini|links|Plan des Suezkanals von 1881]]&lt;br /&gt;
Ägypten gehörte im 19. Jahrhundert offiziell zwar noch zum [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]], hatte aber unter der [[Dynastie des Muhammad Ali]] eine relative Unabhängigkeit erlangt. Durch einige Verwaltungsreformen, eine starke Bautätigkeit sowie eine verfehlte Finanzpolitik stieg die Staatsverschuldung unter Vizekönig [[Ismail Pascha]] kräftig an. Zum finanziellen Ruin Ägyptens führte vor allem die Beteiligung an den Baukosten des [[Suezkanal|Suezkanals]]. Schließlich stiegen die Schulden unter Ismail Paschas so an, dass der Staat 1876 nicht mehr im Stande war, seinen Gläubigern die Zinsen zu bezahlen. Aus Staatsschulden von 3 Millionen [[Pfund Sterling]] bei seinem Amtsantritt als Vizekönig waren inzwischen 100 Millionen Pfund Sterling geworden. Schon 1875 war Ägypten faktisch [[bankrott]]. Die Besitzer der [[Anleihe]]n wurden unruhig. Ismail musste unter anderem seinen Bestand an Suezkanalaktien an [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]] verkaufen. Am 24. November 1875 wechselten 176.602 Aktien für 3.976.582 Pfund Sterling den Besitzer. Im Folgejahr richteten [[Dritte Französische Republik|Frankreich]] und Großbritannien eine Kontrollkommission für die zerrütteten ägyptischen Finanzen ein. Für Großbritannien hatte der Suezkanal eine enorme strategische Bedeutung. Durch seine Eröffnung hatte sich [[Seeweg nach Indien|der Seeweg]] nach [[Britisch-Indien]], der wichtigsten britischen Kolonie, um ca. 7.000 km verkürzt. Frankreich hatte seit der [[Ägyptische Expedition Napoleons|Expedition Napoleons]] 1798 Interesse an Ägypten. Die Entwicklung unter Ismail ließ Ägypten tief in die Schuld der europäischen Großmächte geraten. Das nutzten jene, um Konzessionen von Ismail zu erpressen. In [[Alexandria]] wurde 1875 ein [[Gemischte Gerichtshöfe in Ägypten|gemischter Gerichtshof]] gegründet, welcher die bisherige [[Konsulargerichtsbarkeit]] europäischer Mächte im Lande ablöste. Er entschied über Rechtsstreitigkeiten von Ägyptern mit Ausländern und von Ausländern untereinander. Das Gremium war mit europäischen und einheimischen Richtern besetzt. Dieses Mischsystem war bei den Einheimischen eine der unpopulärsten Maßnahmen. 1878 wurden auf ausländischen Druck hin der Brite Charles Rivers Wilson (1831–1916) als [[Finanzminister]] und 1878 der Franzose Ernest de Blignières (1834–1900) als [[Arbeitsminister]] in die ägyptische Regierung (Kabinett [[Nubar Pascha]] I) berufen. 1878 geriet der Staat vollends unter internationale Finanzaufsicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
=== Der Aufstand ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bombardamento Alessandria 1882.jpg|mini|Die Beschießung Alexandrias]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ismail Pascha, der sich einer weiteren Einmischung der Großmächte widersetzen wollte, löste am 7. April 1879 die ernannte Regierung auf, welche aus seinen Gefolgsleuten bestand. Dadurch versuchte er sich die Machtposition als Souverän des Landes wiederzuholen, die er vorher an die mit den Großmächten kooperierende Regierung unter Premierminister [[Nubar Pascha]] verloren hatte. Als der [[Khedive]] versuchte die Zinsraten für die Kredite des Suezkanals zu senken, wurde er auf Betreiben europäischer Mächte am 26. Juni 1879 zur [[Abdikation|Abdankung]] gezwungen. Sein Sohn [[Tawfiq]] wurde Khedive von Ägypten.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Robert Hunter: &#039;&#039;Egypt under the successors of Muhammad &#039;Ali.&#039;&#039; in  M.W. Daly: &#039;&#039;The Cambridge History of Egypt.&#039;&#039; Band 2: &#039;&#039;Modern Egypt, from 1517 to the end of the twentieth century.&#039;&#039; Cambridge, 1998, S. 196f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1880 verwendete Ägypten die Hälfte seiner Staatseinnahmen zu Schuldentilgung. Für das Land bedeutete dies: hohe Steuerlasten, mangelnde Bezahlung der Beamten und Entlassungen von Soldaten und Offizieren. Gegen die internationale Kontrolle von Finanz- und Wirtschaftspolitik entwickelte sich deshalb eine Opposition um [[Oberst]] Ahmed Urabi Pascha, die sich aus Offizierskreisen der Armee entwickelte und mehrere soziale oppositionelle Gruppen vereinigte. Weitere Gruppen waren Intellektuelle und muslimische Reformer sowie Großgrundbesitzer, die eine Beteiligung an der Macht forderten und den Einfluss von Europäern in der Verwaltung ablehnten. Die Bewegung wendete sich auch gegen die autokratische Herrschaft der Ismails.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1881 kam es zu Unruhen im Land. Daraufhin musste Tawfiq seinen [[Premierminister]] Riaz Pascha entlassen. Neuer Premierminister wurde [[Scharif Pascha]]. Eigentlicher Herrscher wurde aber der im Februar 1882 zum [[Kriegsministerium|Kriegsminister]] ernannte [[Ahmed Urabi Pascha|Ahmed Urabi]]. Dieser forderte unter dem Motto &#039;&#039;Ägypten den Ägyptern&#039;&#039; die Abschaffung der europäischen Finanzkontrolle. Großbritannien verhielt sich anfänglich, trotz seiner umfangreichen finanziellen Verbindung mit dem Land, eher zögerlich. Erst als Urabi eine eigene Armee aufgestellt, das ganze Land unter seine Kontrolle gebracht und die Verbindung nach Indien über den Suezkanal bedroht hatte, änderte der liberale britische Premierminister [[William Ewart Gladstone]] seine Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beschießung Alexandrias ===&lt;br /&gt;
Im Mai 1882 entsandten Briten und Franzosen eine Flotte nach [[Alexandria]]. Unter diesem Druck setzte der Khedive am 22. Mai 1882 den inzwischen zum [[Pascha (Titel)|Pascha]] ernannten Urabi ab. Dies führte zum Abfall der Großgrundbesitzer und der europäisierten Bildungselite und zu deren Anschluss an den Khediven [[Tawfiq]]. Am 11. Juni kam es in Alexandria zu blutigen Exzessen gegen die Ausländer, während derer 50 Europäer, darunter der britische Konsul, getötet wurden. Truppen des Khediven konnten die Ordnung wiederherstellen. Trotzdem konnte Urabi die Kontrolle erlangen. Er ließ die Stadt gegen See befestigen und Geschütze auf die alliierte Flotte richten. Am 10. Juli erklärte daraufhin der britische [[Admiral]] [[Beauchamp Seymour, 1. Baron Alcester|Seymour]], er werde die Stadt beschießen lassen, wenn die Geschütze nicht entfernt würden. Frankreich zog daraufhin seine Schiffe zurück, um nicht in diesen Konflikt involviert zu werden. Urabi wurde dadurch bestärkt, Seymours Ultimatum verstreichen zu lassen. Am Morgen des 11. Juli eröffnete Seymore mit einer Salve der [[Alexandra (Schiff, 1877)|HMS &#039;&#039;Alexandra&#039;&#039;]] die Bombardierung der Stadt. Die ägyptische Küstenbatterie feuerte zwar zurück, aber der Schaden, den ihre kleineren [[Kaliber]] an den britischen Schiffen ausrichtete, war weitaus geringer. Das Bombardement dauerte den ganzen Tag, bis das Feuer der ägyptischen Geschütze in der Nacht zum Erliegen kam. In der Stadt brachen Feuer aus, die über zwei Tage wüteten. Am 14. Juli besetzten britische Landungstruppen die Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Maurice: &#039;&#039;The Campaign of 1882 in Egypt&#039;&#039;. S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Juli bis September 1882 war Urabi Pascha Premierminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Britische Intervention ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Henri-Louis Dupray - Bataille de Tel-el-Kebir.jpg|mini|300px|[[Henri-Louis Dupray]]: &#039;&#039;Bataille de Tel-el-Kebir&#039;&#039; (&#039;&#039;[[Schlacht von Tel-el-Kebir]]&#039;&#039;), um 1900, Öl auf Leinwand, 81,3 × 116,2 cm, [[National Army Museum]], London]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Anglo-Ägyptischer Krieg}}&lt;br /&gt;
Die Briten führten nun Truppen aus [[Gibraltar]] und von [[Malta]] heran und General Sir Archibald Alison übernahm das Kommando. Am 6. August wurde eine Expedition entlang des &#039;&#039;Mahmoudieh Canal&#039;&#039; unternommen und es kam zu einem Gefecht.&amp;lt;ref&amp;gt;Kingston: &#039;&#039;Blow the Bugle&#039;&#039;. S. 302&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. August 1882 erreichte der britische Oberbefehlshaber [[Garnet Joseph Wolseley|General Wolseley]] Ägypten. Bis zum 19. August wurden britische Truppen entsandt, um die Kontrolle über den [[Suezkanal]] sicherzustellen und um weiter Einfluss auf die Finanzpolitik Ägyptens zu nehmen. Wolseley beauftragte General [[Edward Bruce Hamley|Hamley]], einen Angriffsplan auf [[Abukir]] auszuarbeiten. Da Urabi mit einem Angriff auf Abukir rechnete, setzte Wolseley Hamleys Division dort ab und segelte mit dem Rest der Armee weiter nach [[Ismailia]]. Am 28. August kam es bei Mahsama zu einem Kampf zwischen 2.000 Mann unter General [[Gerald Graham]] und 10.000 Ägyptern. Am 10. September begann Wolseley mit seiner Armee durch die Wüste nach Westen in Richtung Kairo zu marschieren. Auf dem halben Weg dahin traf er auf die Armee Urabis. Am 13. September kam es zur [[Schlacht von Tel-el-Kebir|Entscheidungsschlacht von Tel-el-Kebir]]. Die Armee Urabis wurde geschlagen und er selbst gefangen genommen. Urabi Pascha wurde von der ägyptischen Regierung zum Tode verurteilt, aber auf Drängen der Briten nach [[Sri Lanka|Ceylon]] verbannt. Am 14. September rückten die ersten britischen Truppen in Kairo ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unbefriedigende Kompromisslösung, dass britische Truppen zwar das Niltal besetzt hielten, nach außen hin jedoch weiterhin offiziell der [[Khedive]] als Vertreter des türkischen [[Sultan]]s regierte, ergab sich aus der Rücksichtnahme auf die übrigen europäischen Mächte. Dies geht aus einem Bericht des Grafen [[Herbert von Bismarck]] an seinen Vater, den [[Otto von Bismarck|Fürsten Bismarck]], über eine Unterredung mit dem britischen Außenminister [[Granville George Leveson-Gower, 2. Earl Granville|Lord Granville]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert von Bismarck schrieb aus London:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich warf hier ein, ich hätte geglaubt, daß die englische Regierung ihrem diplomatischen Vertreter in Ägypten eine ähnliche Stellung zu geben beabsichtige, wie der französische Ministerresident sie in Tunis einnehme, damit sie vor politischen Intrigen gesichert sei. &#039;Nein&#039;, antwortete Lord Granville, &#039;soweit wollen wir nicht gehen; […] Wir wollen beantragen, daß die freie Schiffahrt auf dem [[Suezkanal]] für Kriegs- und Friedenszeit für sämtliche seefahrenden Nationen eine internationale Garantie durch die Mächte erhalte, und wollen zugleich vorschlagen, daß Ägypten als neutraler Staat von den europäischen Mächten à la guise de Belgique (d.&amp;amp;nbsp;h. in der Art und Weise Belgiens) anerkannt werde. Wir glauben, daß wir dadurch den Neid und die Eifersucht anderer Nationen entwaffnen und außerdem der Last überhoben werden, in Ägypten Truppen zu halten.&#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Der Mahdiaufstand in Augenzeugenberichten&#039;&#039;. dtv, München 1981, ISBN 3-423-02710-X. S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Ägypten blieb auch nach der Niederschlagung der Urabi-Bewegung besetzt. Die [[britische Herrschaft in Ägypten]] währte bis 1922. Die letzten britischen Truppen verließen Ägypten sogar erst nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Allerdings vermied Gladstone eine offene britische Kolonialherrschaft und installierte mit Generalkonsul [[Evelyn Baring, 1. Earl of Cromer|Evelyn Baring]] –&amp;amp;nbsp;dem späteren Lord Cromer&amp;amp;nbsp;– einen &#039;&#039;Berater&#039;&#039;, der den Khediven lenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schlacht von Tel-el-Kebir wurde die [[Geschichte der Streitkräfte Ägyptens|ägyptische Armee]] vernichtend geschlagen. Am 20. Dezember 1882 wurde sie endgültig aufgelöst und später unter dem Kommando eines britischen Oberbefehlshabers, des [[Sirdar (Ägypten)|Sirdar]], neu aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren in Ägypten im Zuge der Urabi-Bewegung und der Besetzung Ägyptens durch Großbritannien begünstigten die Ausbreitung der Idee des [[Mahdi]] [[Muhammad Ahmad]] im ägyptisch besetzten [[Sudan]]. Der daraus resultierende [[Mahdi-Aufstand]] gilt als der erste erfolgreiche Aufstand eines afrikanischen Landes gegen eine [[Kolonialismus|Kolonialmacht]]. [[Schlacht von Omdurman|Bis 1898]] bestand das Mahdi-Reich; von 1899 bis 1956 bestand der [[Anglo-Ägyptischer Sudan|Anglo-Ägyptische Sudan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Urabi-Bewegung und zum Mahdi-Aufstand gehörten [[Eritrea]] und [[Somaliland]] zu Ägypten. &amp;lt;!--- Durch den Verlust der Verbindung zu diesen Gebieten im Zuge des Aufstandes gelang es den europäischen Kolonialmächten, diese Länder zu besetzen. -- ? Belege ? welche genau ? -----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In den 1880er Jahren entstand eine Organisation aus Militäroffizieren, die für die Erneuerung des Islams unter der Führung eines jungen, dynamischen Oberst namens Urabi Pasha arbeiteten. Diese Gruppe … sprach im Namen des Volkes und wollte eine Verfassung und eine Regierungsänderung, nicht in der Gestalt einer säkularen Reform, sondern als Wiederherstellung des islamischen Staates: eine frühe Form des [[Islamismus]]. Urabi war also nicht wie [[Atatürk]] ein weltlicher Offizier. Er wünschte sich eine islamische Erneuerung. Urabi hatte mit seiner Armee (ca. 10000 Mann) militärisch nicht denselben Erfolg wie Atatürk.&lt;br /&gt;
 |Autor=Mehdi Mozaffari&lt;br /&gt;
 |Quelle=Aufkommen und Entwicklung des Islamismus, 2013, S. 25&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hait.tu-dresden.de/TDv/TD_11_01_Mozaffari.pdf Mozaffari] (PDF; 261&amp;amp;nbsp;kB) in: &#039;&#039;[[Totalitarismus und Demokratie]]&#039;&#039;, H. 11, 2014, S. 15–28&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schölch]]: &#039;&#039;Ägypten den Ägyptern! Die politische und gesellschaftliche Krise der Jahre 1878–1882 in Ägypten&#039;&#039;. Atlantis Verlag, Zürich / Freiburg 1972, ISBN 3-7611-0395-6 (Dissertation)&lt;br /&gt;
* Juan R. I. Cole: &#039;&#039;Colonialism and Revolution in the Middle East. Social and Cultural Origins of Egypt’s Urabi Movement&#039;&#039;. Kairo 1999, ISBN 977-424-518-0&lt;br /&gt;
* [[Lothar Rathmann]]: &#039;&#039;Neue Aspekte des ʿĀrābī-Aufstandes 1879 bis 1882 in Ägypten.&#039;&#039; Akademie-Verlag, Berlin 1968 (= Sitzungsberichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Klasse für Philosophie, Geschichte, Staats-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Jg. 1968, Nr. 10.).&lt;br /&gt;
* Mary Rowlatt: &#039;&#039;Founders of Modern Egypt&#039;&#039;. Asia Publishing House, New York 1962.&lt;br /&gt;
* Colonel J. F. Maurice: &#039;&#039;The Campaign of 1882 in Egypt&#039;&#039;. J.B. Hayward &amp;amp; Son, London 1887 ([https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.285063/mode/2up online])&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube |Wikisource=Aus dem Verbannungsorte der ägyptischen Rebellen |Autor= |Jahr=1883 |Heft=11 |Seite=172–175, 177}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osmanisches Ägypten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufstand (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britische Kolonialgeschichte (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolonialkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krieg (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1880er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolonialgeschichte Afrikas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ägyptische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ägyptisch-britische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beziehungen zwischen dem Osmanischen Reich und dem Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufstand in Ägypten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.71.137.4</name></author>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_von_K%C3%B6ln&amp;diff=665328</id>
		<title>Hermann von Köln</title>
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		<updated>2024-12-22T18:30:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;88.71.137.4: &amp;quot;Ekbert von Münster&amp;quot; nach &amp;quot;Egbert von Münster&amp;quot; geändert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu den Erzbischöfen siehe [[Hermann I. (Köln)]] und [[Hermann II. (Köln)]].}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hermann von Köln&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Hermannus Coloniensis&#039;&#039;, &#039;&#039;Hermann von Scheda&#039;&#039;, &#039;&#039;Hermannus quondam Iudaeus&#039;&#039;, &#039;&#039;Juda ben David ha-Levi&#039;&#039;; * 1107/08; † nach 1181) war ein jüdischer [[Konvertit]] und [[Prämonstratenser]]-[[Chorherr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1107/1108 wurde Juda ben David ha-Levi als Sohn reicher jüdischer Eltern geboren und war schon in frühen Jahren in die Geschäftsangelegenheiten seiner Familie eingebunden. Gegen 1130 half er Bischof [[Egbert (Münster)|Egbert von Münster]] (1127–1132) in [[Mainz]] mit einem Darlehen aus, bis zu dessen Rückzahlung er ihn zwanzig Wochen lang begleitete. Währenddessen stellte sich ihm auf seinen Wunsch hin der Abt [[Rupert von Deutz]] zu einem Disput über ihre verschiedenen Religionen und er erhielt Einblick in die [[Kloster Cappenberg|Klostergemeinschaft der Prämonstratenser zu Cappenberg]]. Um diese Zeit – zwischen 1127 und 1134 – konvertierte er zum christlichen Glauben. Gemeinsam mit einem kleinen Stiefbruder, den er dazu heimlich aus Mainz herbeigeholt hatte, ließ er sich in [[Kölner Dom|St. Peter zu Köln]] taufen, wobei er den Namen Hermann annahm. Daraufhin traten beide als Chorherren ins Kloster Cappenberg ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cappenberg soll Hermann die in der historischen Forschung umstrittene Autobiografie &#039;&#039;De conversione sua opusculum&#039;&#039; verfasst haben, wohl zwischen 1145 und 1150. Darin schildert der Autor – mit Hinweisen auf die Cappenberger Gründungsgeschichte – seine Bekehrung, die sich in anderer Form in der Lebensgeschichte des Grafen [[Gottfried von Cappenberg]], der &#039;&#039;Vita Godefridi&#039;&#039;, wiederfindet. Eine gleiche Autorschaft von &#039;&#039;opusculum&#039;&#039; und &#039;&#039;vita&#039;&#039; wird daher teils angenommen, teils zumindest nicht ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann soll vor 1147, wahrscheinlich 1143 erster [[Propst]] des neu gegründeten [[Kloster Scheda|Prämonstratenserklosters Scheda]] geworden sein; doch wird diese Vermutung in der neueren historischen Forschung weitgehend abgelehnt. Hermann starb nach 1181.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. Greven: &#039;&#039;Die Schrift des Herimannus quondam Judaeus „De conversione sua opusculum“.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein.&#039;&#039; Band 115, 1929, S. 111–135&lt;br /&gt;
* [[Peter Hilsch]]: &#039;&#039; Die Bekehrungsschrift des Hermannus quondam Iudaeus und die Frage ihrer Authentizität.&#039;&#039; In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 66 (2010), S. 69–91.&lt;br /&gt;
* {{LexMA|4|2166|2167|Hermann von Köln}}&lt;br /&gt;
* G. Niemeyer: &#039;&#039;Die Vitae Godefridi Cappenbergenis.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters.&#039;&#039; Band 23, 1967, S. 405–467&lt;br /&gt;
* G. Niemeyer und I. Ehlers-Kisseler (Hrsg.): &#039;&#039;Viten Gottfrieds von Cappenberg.&#039;&#039; Monumenta Germaniae Historica. Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum editii 74, Hannover 2005 &amp;lt;!-- {{MGH|SSrerGerm|74}} funktioniert leider nicht, Stand: 7.3.2013 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|646||Hermann|Gerlinde Niemeyer|100946054}}&lt;br /&gt;
* [[Jean-Claude Schmitt]]: &#039;&#039;Die Bekehrung Hermanns des Juden. Autobiographie, Geschichte und Fiktion.&#039;&#039; (zuerst frz. 2003), Stuttgart 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Geschichtsquellen Person|100946054|Hermannus quondam Iudaeus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste der Weihbischöfe in Köln (1273–1703)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100946054|LCCN=n91067056|VIAF=72149196322974791129}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hermann #Koln}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prämonstratenser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kurköln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 12. oder 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hermann von Köln&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hermann von Scheda; Hermannus quondam Iudaeus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jüdischer Konvertit, Prämonstratenserchorherr&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1107 oder 1108&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 1181&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>88.71.137.4</name></author>
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