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	<title>Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-12T06:41:35Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Phosphatdiabetes&amp;diff=353247</id>
		<title>Phosphatdiabetes</title>
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		<updated>2024-05-21T12:34:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;87.139.211.207: ich bin ärztin und expertin für XLH und habe einen fehler entdeckt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|01-CODE= E83.3&amp;lt;ref&amp;gt;Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO Version 2019, Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln, 2019, S. 699&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG= Störungen des Phosphorstoffwechsels und der Phosphatase&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Phosphatdiabetes&#039;&#039;&#039; ist eine Erkrankung, bei der mit dem Harn zu viel [[Phosphat]] ausgeschieden wird, das eigentlich in der Niere aus dem Vorharn zurückgewonnen werden müsste. Dadurch kommt es zu schweren Knochenwachstumsstörungen ähnlich wie bei [[Rachitis]], weil Phosphat die Einlagerung von Calcium in die Knochen beeinflusst. Die Erkrankung zeigt sich bereits im Kleinkindalter und tritt im Durchschnitt bei einem von 325.000 Menschen auf. Mädchen sind doppelt so oft wie Jungen betroffen, zeigen aber leichtere Verläufe der Erkrankung. Die Wahrscheinlichkeit einer sogenannten [[Erstmutation]] liegt bei ca. 1:25.000.000.&lt;br /&gt;
Die Krankheit ist nicht ansteckend oder übertragbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Bezeichnungen der Krankheit sind &#039;&#039;familiäre hypophosphatämische Rachitis oder&#039;&#039; &#039;&#039;Vitamin-D-resistente Rachitis.&#039;&#039; &amp;lt;!-- Das ist falsch! Die Ätiologie des De-Toni-Debré-Fanconi-Syndrom ist, anders als bei XLH/Phosphatdiabetes (x-chromosomal-dominater Erbgang) auf eine autosomal-rezessive Form oder eine mitochondriale Dysfunktion (Mitochondriopathie) zurückzuführen oder kann auch in Folge sekundärer Genese erworben werden (Phosphatdiabetes ist nicht erwerbbar)  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache ==&lt;br /&gt;
Beim Phosphatdiabetes liegt eine [[Mutation]] für ein [[Gen]] auf dem kurzen Arm des X-Chromosoms (Xp22.1) vor. Diese Mutation ist [[Dominanz (Genetik)|dominant]]: Ein erkranktes [[Allel]] genügt zum Auslösen der Erkrankung. Der genaue Mechanismus der Entstehung ist noch ungeklärt; es wird angenommen, dass das mutierte Gen die Bauanleitung für ein Membran[[protein]] enthält, das über den &#039;&#039;[[Fibroblasten-Wachstumsfaktor]] 23&#039;&#039; (FGF-23) die Rückgewinnung des Phosphats in der Niere reguliert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Farzana Perwad, Martin Y. H. Zhang, Harriet S. Tenenhouse, Anthony A. Portale |Titel=Fibroblast growth factor 23 impairs phosphorus and vitamin D metabolism in vivo and suppresses 25-hydroxyvitamin D-1alpha-hydroxylase expression in vitro |Sammelwerk=American Journal of Physiology. Renal Physiology |Band=293 |Nummer=5 |Datum=2007-11 |ISSN=1931-857X |Seiten=F1577–1583 |DOI=10.1152/ajprenal.00463.2006 |PMID=17699549}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Mutation wird durch eine FGF-23-Überaktivität diese Rückgewinnung beeinträchtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese ==&lt;br /&gt;
Im Körper sind die im Blut gelösten Mengen von Phosphat und [[Calcium]] aneinander gekoppelt (das sogenannte „Calcium-Phosphat-Produkt“). Sinkt die Menge von Phosphat im Blut, so wird zugleich auch weniger Calcium in die Knochen eingebaut. Dieses Calcium wird aber für die Festigkeit der Knochen in großen Mengen benötigt, und der Knochen wird den höheren Belastungen durch das wachsende Kind nicht mehr gerecht. Dadurch kommt es zu den Knochenverformungen, die für die Erkrankung typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich würde ein zu geringer Phosphatspiegel im gesunden Körper die Freisetzung von [[Vitamin D]] ([[Calcitriol]]) auslösen, was wiederum zu einer Erhöhung der Phosphataufnahme aus dem Darm führt. Bei einem Phosphatdiabetes ist aber auch dieser Regelkreis gestört: Trotz des erniedrigten Phosphatspiegels im Serum steigt die Calcitriolsekretion nicht an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Die Erkrankung zeigt sich meist ab dem zweiten Lebensjahr in Form von [[Skelett]]deformierungen mit starken Genua und Coxa vara (O-Beine), breitbeinigem Watschelgang, [[Kleinwuchs]], gestörter [[Zahn]]entwicklung sowie – falls keine Behandlung erfolgt – Mittelohr[[schwerhörigkeit]] durch die mangelhafte Entwicklung der Gehörknöchelchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folgeerkrankung kann es in den Nieren zu Kalkablagerungen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Typisch sind das klinische Bild, das Alter, in dem die ersten Symptome auftreten, und der bereits vorhandene Phosphatdiabetes in der Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klinische Bild wird besonders durch die Analyse der Blutwerte und die Auswertung von Röntgenaufnahmen bestimmt. Im [[Blut]] zeigt sich ein erniedrigter Phosphatspiegel, eine erhöhte [[Alkalische Phosphatasen|alkalische Phosphatase]] bei normalem Spiegel für Calcium, [[Parathormon]] und Calcitriol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Röntgen]]bild finden sich rachitische Veränderungen an den Wachstumszonen der Unterarme, später auch von Knie- und Sprunggelenken, sowie Zeichen der [[Osteomalazie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Differenzialdiagnostik ist darauf zu achten, dass das klinische Bild des Phosphatdiabetes leicht mit dem der [[Hypophosphatasie]] verwechselt werden kann. Bei dieser liegt jedoch eine erniedrigte alkalische Phosphatase vor, so dass eine andere Behandlung notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Die Therapie des Phosphatdiabetes ist [[Symptomatische Therapie|symptomatisch]] und besteht aus der Gabe von Phosphattabletten und [[Calcitriol]]. Die Therapie sollte so früh wie möglich begonnen werden, um Skelettschäden zu vermeiden. Wegen der Gefahr von dauerhaften Nierenschäden als Folge der Therapie ([[Nephrokalzinose]]) sollten regelmäßige Kontrollen der Niere durch [[Sonografie|Ultraschall]] erfolgen. Seit April 2018 steht mit dem monoklonalen Antikörper Burosumab (Crysvita&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;), der sich gegen FGF-23 richtet, ein spezifisches Medikament zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pharmazeutische-zeitung.de/arzneistoffe/daten/2018/burosumabcrysvitar682018/ |titel=Burosumab – Crysvita® |werk=Pharmazeutische Zeitung, Nr. 68/2018 |sprache=de |abruf=2019-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei rechtzeitiger Behandlung können schwere Knochendeformationen verhindert werden. Bei spätem Behandlungsbeginn können orthopädische Korrekturen notwendig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.phosphatdiabetes.de/ Website des Phosphatdiabetes e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinwuchs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderheilkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.139.211.207</name></author>
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